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Politik im Internet

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von fenerdelisi, 4. Dezember 2007.

  1. fenerdelisi

    fenerdelisi Junior Member

    Registriert seit:
    26. November 2007
    Beiträge:
    25
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    Ich hatte letztens ein Gespräch mit inem jungen Politiker, er ist 22 Jahre alt und ist beiden jusos sehr aktiv. In dem gespräch hat er ganz direkt erzählt, dass er Foren, in denen politische Diskussionen geführt werden, gefährlich findet.

    Mir kam diese Aussage zunächst eher fraglich vor, denn vor mir saß schließlich jemand, der sich mit Politik sicherlich oft auseinander setzt und duch sein Engagement auch Politik direkt betreibt. Und auch die Menschen,die in diesen Foren Meinungen austauschen, ihre eigene vertreten und diskutieren oder sich einfach nur informieren,engagieren sich schließlich...

    Doch die tatsache, dass ausgrechnet so einer mir so etwas sagt hat mich nachdenklich gemacht.

    Vielleicht sind diese Foren tatsächlich gefährlich. Schlißlich bleiben die Menschen die hier beiträge reinstellen anonym und nicht alle haben die möglichkeit, sich diesen Diskussionen anzuschließen.

    Ist Internet ein gutes Medium für politische Diskussionen?

    Was denkt ihr?
     
  2. klammeraffe

    klammeraffe Board Ikone

    Registriert seit:
    26. August 2006
    Beiträge:
    3.956
    AW: Politik im Internet

    gefährlich? sicher nicht....

    das niveau bewegt sich meistens auf stammtischhöhe und genau sowas in der art ists auch. also ich bezieh mich auf foren.

    ansonsten ist das internet ne gute alternative sich zu informieren und auch zu diskutieren und natürlich auch agitieren....
    aber gefährlich? nö

    gefährlich sind so "politiker" wie der typ mit dem du gesprochen hast der alles was er nicht kennt/versteht/beeinflussen kann als gefährlich abstempelt...
     
  3. Ramses04

    Ramses04 Senior Member

    Registriert seit:
    26. Dezember 2004
    Beiträge:
    209
    Ort:
    Düsseldorf
    AW: Politik im Internet

    So, so, Diskussionen nur noch für Monopolisten.
    Es reicht wohl nicht mehr daß die reale Entscheidungsgewalt schon längst bei Interessengruppierungen liegt, unliebsame Meinungsbildung erscheint nun auch schon als potentiell gefährlich. Sicher, die Plattform Internet bringt manchen Unmut ans Tageslicht, was auch Firmen
    ein Dorn im Auge ist.

    Ja, solche 'Politiker' haben ein ziemlich seltsames Bild von Meinungsbildung,
    genau die Sorte die das Volk vor 'dummen' Meinungen und sich selbst schützen will. Ein sehr beliebtes Argument um elementare' direkte' Demokratie, dh. Abstimmungen über Grundsatzfragen wie EU-Verfassung, Euro, Rechtschreibreform abzuschmettern. Man bleibt lieber unter sich
    und kungelt dies zusammen mit den jeweiligen Lobbyisten, die gibt's auch auf lokaler Ebene, unter sich in den 'Parteien' aus.
    Mit dem Ergebnis wie unsere Republik heute aussieht.

    Natürlich mag in Foren so manche Entgleisung, radikale Meinung Links/rechts
    vorkommen, die gibt es aber nun mal im richtigen Leben. Mancher Politiker würde solche störenden Bilder der Realität gerne ausblenden, klar.
    's behindert halt die Wahrnehmung auf dem Weg in den Mainstream.
    Ich halte Politiker, die aktiv sind, und derartiges wie berichtet äußern
    für weit gefährlicher und damit gerade als selbsternannte 'Experten' klar gegen den Geist der Verfassung handelnd als jemanden der etwa hier mal eine nichtkonforme Tirade gegen was auch immer abläßt. Schöne Grüße an den guten Mann -> er hat sich demaskiert.
    Ach ja, alle Staatsgewalt geht vom Volke aus, Art. 20 II GG
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Dezember 2007
  4. tvfreund

    tvfreund Senior Member

    Registriert seit:
    4. Juni 2004
    Beiträge:
    240
    AW: Politik im Internet

    Spontan ist mir hier ein Deja Vue-Gefühl gekommen. ( "PISA" lässt grüßen ! ).

    Das Verbot/Die Ächtung von politischen Diskussionen im Internet kommt einer Zensur gleich und ist eigentlich eines zeitgeschichtlich gebildeten Politikers nicht würdig.
    Ich möchte jetzt nicht unbedingt gleich das Extrembeispiel der "Weißen Rose" bemühen, in der sich der ethisch-moralische Widerstand finden musste. Es beginnt eigentlich schon in kleinerem Maßstab.
    Es reicht einfach nicht, alle x- Jahre sein Kreuzchen auf dem Wahlzettel abzugeben und dazwischen stillzuhalten. Dadurch bewegt sich eigentlich gar nichts ( positives ) mehr.

    Zum Thema "Jungpolitiker" wundert mich allerdings, dass in letzter Zeit immer mehr die dissonanten Töne über Nachwuchssorgen durch die Presse klingen.

    Zum Thema "politische Diskussion im Internet" :

    Man muss sich bei der Diskussion immer bewusst sein, dass es sich um subjektive Meinungen handelt. Von verschiedenen Beiträgen kann und lasse ich mich zu weiteren Recherchen anregen ( nicht nur über das Internet, sondern auch über herkömmliche Medien :) ), das ist gut für die Allgemeinbildung.
    Ich versuche zumindest, oberhalb des Stammtischniveaus zu bleiben. Sollte es dann doch einmal der Fall sein, so bin ich bemüht, dies das nächste Mal
    wieder sachlich begründet beitragen zu können.


    Meine Stimme gilt also weiterhin : PRO "Politik im Internet"
     
  5. fenerdelisi

    fenerdelisi Junior Member

    Registriert seit:
    26. November 2007
    Beiträge:
    25
    AW: Politik im Internet

    Ist dieser junge politiker nicht exemplarisch für die entwicklung für unsere demokratie? Pluralismus findet man sehr selten, meinungen können fraktionen -aber keine einzelnen haben, wer nicht folgt, fliegt und es geht schon längst nicht mehr um interessenvertretung sondern um macht...

    kein wunder, dass extreme parteien in diesem land erfolge feiern können...:winken:

    für
     
  6. moonwalker5

    moonwalker5 Junior Member

    Registriert seit:
    2. Januar 2007
    Beiträge:
    83
    AW: Politik im Internet

    Politische Diskussionen im privaten Bekanntenkreis sind gefährlich, da sich nicht jeder daran anschließen kann. Im privaten Bekanntenkreis kann man seine Meinung äußern und ist für die Öffentlichkeit auch "anonym", da man niemandem was zuordnen kann.

    Ich glaube, der junge Politiker findet die Foren deswegen gefährlich, weil dort die Politik seiner Partei entlarvt werden könnte und die Menschen den Betrug dann nicht mehr glauben.

    Ich denke, dasss das Internet durchaus ein Medium für Diskussionen aller Art sein kann. Bei komplexen Themen wie Politik kann man dann selbst entscheiden, ob Diskussionen über Details sinnvoll sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Dezember 2007
  7. duddelbacke

    duddelbacke Board Ikone

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    AW: Politik im Internet

    jusos sind schrott und Wahlen anonym-jedenfalls glauben wir das noch.
    Und viele von uns (ich nicht) glauben das wir noch eine Demokratie haben.:eek:
     
  8. fenerdelisi

    fenerdelisi Junior Member

    Registriert seit:
    26. November 2007
    Beiträge:
    25
    AW: Politik im Internet


    Politische organisationen sind die basis der demokratie denn sie vertreten die stimme des volkes und sind deshalb eben kein schrott. Die jusos können dir natürlich inhaltlich nicht gefallen aber schrott sind die deshalb noch lange nicht. Im gegenteil: sie fördern das interesse für politik bei jugendlichen und haben daher eine sehr wichtige aufgabe. außerdem ind auch die jusos eine informationsquelle.;)
     
  9. tvfreund

    tvfreund Senior Member

    Registriert seit:
    4. Juni 2004
    Beiträge:
    240
    AW: Politik im Internet

    :confused: Hmm. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen : Woher stammen dann die Nachwuchsprobleme, die die "Jungpolitischen" Organisationen der etablierten Parteien zur Zeit beklagen. Ist es die allgemeine "Null-Bock"-Mentalität oder verbreitetes Desinteresse ?

    Stammt die Angst der Politiker vor der Inhaltlichen Auseinandersetzung nicht vielmehr davon, dass sie sich immer mehr davon entfernen, die "Stimme des Volkes" zu vertreten; und mehr ihre eigenen Interessen vertreten ?
     
  10. amsp2

    amsp2 Wasserfall

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    7.890
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    ----------
    AW: Politik im Internet

    Aus seiner Sicht sicherlich, keine Kontrolle und das scheint für Politiker das gefährliche zu sein. V

    Wo ist das Problem? Eine Meinungsäußerung muss anonym möglich sein.

    Und? Viele politische Diskussionen finden hinter verschlossenen Türen mit Lobbyisten statt. Zum neuen Urheberrecht wurden vorwiegen Vertreter der Industrie und Medienanwälte gehört, sage und schreibe 1 Normalbürger - ganz abgesehen davon das die Urheber offensichtlich unwichtig waren. So eine Situation ist deutlich gefährlicher, als eine Internetdiskussion, die zumindest theoretisch jedem offen steht.

    Eben und deswegen auch die starken Bestrebungen das Internet zu zügeln.

    Wer sagt denn das Politiker zeitgeschichtlich gebildet sind? Ich fürchte sie sind es nicht.

    Was zu beweisen wäre.
     

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