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ORF im deutschen Kabelnetz - Rechtlicher Hintergrund?

Dieses Thema im Forum "Pay-TV Themensender auf diversen TV-Plattformen" wurde erstellt von brunosmurf, 14. April 2012.

  1. brunosmurf

    brunosmurf Junior Member

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    Huhu, keine Ahnung wie ich den Titel besser formulieren soll :D

    Mich beschäftigt gerade folgende Frage. Wie kommt es eigentlich, dass irgendwie "alle" (kenn nur drei^^) Kabelnetzbetreiber ORF, teilweise in HD einspeisen und das unverschlüsselt. Versuche ich als SAT-Nutzer an Zugang zu kommen ist das offiziell nicht möglich, mangels Ösi-Wohnsitz.
    Bei unseren kleinen Kabelnetzbetreiber könnte ich sogar noch vermuten, dass der das nach dem Motto- Wo kein Kläger da kein Richter macht, aber in meiner Unistadt halte ich das schon für weniger wahrscheinlich.
    Kennt sich da jemand aus und weiß wie die KNB das mit ORF und den Lizenzen handhaben?
    Reine Neugierde.

    grüße
    brunoSMurf
     
  2. MarkusM

    MarkusM Guest

    AW: ORF im deutschen Kabelnetz - Rechtlicher Hintergrund?

    Ich bin rechtlich auch kein Experte.

    Jedoch kann man grundsätzlich folgendes sagen: Wenn ein Kabelnetzbetreiber den ORF oder meinetwegen das schweizer Fernsehen einspeist, dann ist meistens vor Ort der Empfang mittels Dachantenne (DVB-T) möglich. Man geht also vom ortsüblichen Empfang aus.

    Hier in München ist z.B. ORF 1 nur bei einem Kabelnetzbetreiber (kleinerer Art) eingespeist. ORF 2 aber überall.
    Das ORF 1 nicht bei den großen Kabelnetzbetreibern zu empfangen ist, hat folgenden Hintergrund:
    Die Privatsender beschwerten sich Mitte der 90er Jahre über die gern genutzten ORF-Sender hier in Bayern und speziell in München. Dort fürchtete vor allem RTL Quoteneinbußen. So kam es, dass der ORF die Antennenleistung von ORF 1 gen München massiv drosseln musste und letztlich hier mit Dachantennen nur noch schlecht zu empfangen war. Dadurch wurden die KNBs ebenfalls angewiesen, ORF 1 nicht mehr anzubieten, da es nicht mehr ortsüblich war.

    ORF 2 wurde hingegen noch gut empfangen und blieb daher im Kabelnetz vorhanden.

    Die Vereinbarungen zwischen dem ORF und diesen KNBs sind meistens vertragslos. Die KNBs bieten ORF an, ohne den ORF genau zu fragen.

    Anders sieht es da im Norden aus. Da gibt es ja die Dänen, die mit Kabel Deutschland einen gewissen Anspruch auf dänisches Fernsehen ausgehandelt haben gegen Bezahlung.

    Ich hoffe, ich konnte etwas Klarheit bringen.
     
  3. teucom

    teucom Talk-König

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    AW: ORF im deutschen Kabelnetz - Rechtlicher Hintergrund?

    Ähnliches gilt auch hier im Westen NRWs, hier sind Nederland 1 und 2 ganz offiziell mit Vertrtrag im NC Kabel eingespeist, auch wenn zB in Köln nicht unbedingt ortsüblich (und daher per SAT).
    Die Einspeisung von Nederland 3 hingegen wird vom Veranstalter nicht gewünscht wegen Sport und Disney, aus den gleichen Lizenzgründen gibts hier auch nur ORF2 E.
    Früher waren es bei fremden Inlandsprogrammen die technische Reichweiten, heute sind Lizenzfragen der Knackpunkt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. April 2012
  4. globalsky

    globalsky Talk-König

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    AW: ORF im deutschen Kabelnetz - Rechtlicher Hintergrund?

    Ich gaube nicht, dass es da ganz legal zugeht, wenn ein Kabelnetzbetreiber weit weg von technischen Möglichkeiten des terrestrischen Empfangs die ORF-Programme unverschlüsselt und teils sogar die HD-Varianten derselbigen Sender anbietet.

    Möglich wäre aber auch, dass die Kabelnetzbetreiber den / die ORF-Transponder digital 1:1 umgesetzt in DVB-C einspeisen, weil da ja auch unverschlüsselte Sender (z.B. 'Servus TV HD', 'ORF 2 Europe', etc.) übertragen werden. Dann sind die ORF-Programme in verschlüsselter Form enthalten und werden dann an den Endgeräten mittels modifizierten Softwaregeschichten oder Modulen entschlüsselt. In diesem Falle wäre eine Weiterverbreitung der ORF-Programme nicht zu beanstanden; allerdings macht sich der Nutzer einer alternativen Software strafbar.
     
  5. qay57

    qay57 Gold Member

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    AW: ORF im deutschen Kabelnetz - Rechtlicher Hintergrund?

    ... DVB-T - ortsüblich usw. - stimmt ...

    Zum Thema "Kabel" - soweit ich mich erinnere, ich war fast ein viertel Jahrhundert in dieser Branche :eek: ...

    ... außer den üblichen, hoch komplizierten Rechteangelegenheiten - ORF und die deutschen Privaten hatten eine Art "Einkaufsgemeinschaft" in Sachen Filmrechte usw., d. h. die Ösis zahlten dadurch größen wesentlich weniger für die entsprechenden Rechte.

    Als sich hier in Südbayern dann, "völlig überraschend" natürlich, herausstellte das viele "Schlaue" keinen Bock auf "Werbung" hatten ...
    ... zogen die Privaten die Notbremse, um zuverhindern dass das Zuschauernutzvieh sich die teuer eingekauften Filme/Serien beim ORF1 ohne Werbegarnierung reinziehen.
    Da wurde damals von den deutschen Privaten aber so was von mächtig "Druck" hinter den Kulissen auf den ORF ausgeübt, nach dem Motto dann könnt ihr in Zukunft selber euren Rechteeinkauf regeln usw. ...

    ORF 2 ist meist noch drin - Warum? - da kommen so gut wie keine relevanten Filme/Serien, sprich die nicht sowieso bei den werbefreien ÖR laufen oder Co-Produktionen sind ...
     
  6. brunosmurf

    brunosmurf Junior Member

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    AW: ORF im deutschen Kabelnetz - Rechtlicher Hintergrund?

    naja, ich hatte es ja auch so verstanden. ORF "kauft" die Filmrechte für einen relativ geringen Personenkreis (alle Österreicher) und muss daher sicherstellen, dass es auch nur von diesen genutzt wird- Daher verschlüsselt aber gegen "geringes" Entgeld gibt die ORF-Karte.
    Das frei Empfangbare ORF2E (E eventuell für Europa) wird so zurecht geschnitten, dass es nur Programm enthält wofür ORF die europaweiten Ausstrahlungsrechte hat.
    Daher ORF2E kein Thema.

    Und ich dachte das ORF eventuell vertraglich noch mit ausländischen klein/mittel/großen Kabelunternehmen abrechnet und auch beim Filmeinkauf diese mit angibt. Also Österreicher+soundsoviele Ausländer. Aber das scheint auch nicht so zu sein.

    Müsste ich ja fast mal den örtlichen Kabelanbieter fragen :D
     
  7. teucom

    teucom Talk-König

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    AW: ORF im deutschen Kabelnetz - Rechtlicher Hintergrund?

    "Ortsüblich" gibts nicht mehr - auch ortsübliches darf ohne EInspeisevertrag, d.h. Genehmigung durch den Anbieter, in Deutschland nicht eingespeist werden.

    Er kann sich aber eine Karte des ORF besorgen, das ist nicht strafbar. Ein Verstoss gegen die "AGB" des ORF, diese haben aber in D keinen Gesetzesstatus :). Er kann dann halt nur nichts einklagen, wenn seine Karte deaktiviert wird.
     
  8. globalsky

    globalsky Talk-König

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    AW: ORF im deutschen Kabelnetz - Rechtlicher Hintergrund?

    Da muss ich kurz widersprechen. Die komro GmbH in Rosenheim gab auf meine Anfrage bekannt, dass die ORF-Programme aus dem DVB-T-Angebot durchaus auch ohne Erlaubnis für eine Einspeisung herangezogen werden dürfen, wenn der Kabelnetzbetreiber auch die anderen Programme ohne ein Entgelt für die Einspeisung den Zuschauern zur Verfügung stellt. Das heißt, dass die Netzbetreiber keinem Programmveranstalter eine Einspeisegebühr in Rechnung stellen. Die komro GmbH nutzt die Empfangsmöglichkeit des Salzburger DVB-T-Angebotes, um 'ORF eins', 'ORF 2 Salzburg' und 'ATV' analog sowie 'ORF eins', 'ORF 2 Salzburg', 'ORF III', 'ATV' und 'Puls 4' digital anzubieten.
     
  9. thom82

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    AW: ORF im deutschen Kabelnetz - Rechtlicher Hintergrund?

    Wie viele Titel stehen eigentlich zum Start zur Auswahl ?
    100 , 200 oder wie viel?
     
  10. Radioman2000

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    AW: ORF im deutschen Kabelnetz - Rechtlicher Hintergrund?

    Ich muß mal wieder klugsch...: Der ORF ist kein PayTV und hier geht es um...

    "Pay-TV Themensender auf unterschiedlichen Plattformen"

    Es gibt extra einen Header "Ausländische Sender". Da steht genügend dazu drin.
     

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