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Neues Invacom LNB mit Lichtwellenleiter

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Dipol, 8. Februar 2008.

  1. Dipol

    Dipol Talk-König

    Registriert seit:
    21. Oktober 2007
    Beiträge:
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    Ort:
    Raum Stuttgart
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    In der neuesten Ausgabe der TELE-SATELLIT 02-03 wird berichtet, dass Invacom auf der ANGA 2008 ein LNB mit LWL-Anschluss vorstellen wird. Bei diesem System werden alle vier Satelliten-Ebenen in einen Bereich von 1 bis 5 MHz aufeinander gestackt, wie dies von Johansson bei Koaxübertragung bereits mit 2 Ebenen praktiziert wird.

    Lichtwellenleiter haben eine wesentlich geringere Dämpfung als Koaxkabel, wodurch Nachverstärker erst nach wesentlich größeren Strecken erforderlich sind. Invacom liefert konfektionierte LWL mit einer Dämpfung von 0,3 dB/1000 m aus. Mittels entsprechender Splitter können bis zu 32 Teilnehmer versorgt werden.

    Vorteile:
    Glasfaserleitungen sind dünner, leichter und inzwischen preiswerter als Koaxkabel.
    Die extrem geringe Dämpfung erlaubt die verstärkerlose Zuführung über sehr große Strecken.
    Es gibt keine Probleme mit EMV und Potenzialunterschieden.

    Nachteile
    Das System benötigt zusätzlich eine separate LNB-Stromversorgung.
    So lange keine Receiver mit LWL-Anschluss + Wandler am Markt sind, ist je Teilnehmer ein externes Bauteil erforderlich.
    Zum Einziehen in Leerrohre muss der LWL-Stecker abgeschnitten und ein neuer Anschluss hergestellt werden.
    Die Übertragungskapazität ist auf Vollbandempfang von einem Satelliten beschränkt.
     
  2. mittelhessen

    mittelhessen Board Ikone

    Registriert seit:
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    4.951
    AW: Neues Invacom LNB mit Lichtwellenleiter

    Cool!

    Zumal die Lichtwellenleiter wohl sehr viel dünner sein werden, als ein übliches Koaxialkabel. Dann sind die Verbindungskabel auch für Kupferdiebe nicht mehr so interessant! *Spaß Vermutlich wird das ganze aber einiges kosten?! Zunächst mal, muss ja im LNB ein Wandler und Modulator eingebaut sein und dann muss es wohl eine Art Multiswitch mit optischem Eingang geben, da ich noch nie was von der Planung von Receivern mit optischem Antenneneingang gehört habe. Ich denke, dass diese Lösung wahrscheinlich genauso ein Nischendarsein führt wie alle Einkabellösungen. Vielleicht denkt man in 10 Jahren anders drüber, aber bisher sehe ich dafür nur wenige Einsatzgebiete. Wirklich Sinn macht es nur dort, wo wirklich elend lange Kabel vom LNB zum Multiswitch gelegt werden müssen. Der Vorteil wird da bei 20-30 Metern noch nicht ausgespielt...
     
  3. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

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    9.064
    AW: Neues Invacom LNB mit Lichtwellenleiter

    Richtig interessant wird LWL erst, wenn´s mal geklebt werden muß oder ein Verstärker in´s Spiel kommt. Kathrein hat da sehr nette Teile :)
     
  4. mittelhessen

    mittelhessen Board Ikone

    Registriert seit:
    2. Juli 2005
    Beiträge:
    4.951
    AW: Neues Invacom LNB mit Lichtwellenleiter

    Solange nur die Bandbreite für eine Sat-Position zur Verfügung steht, ist es wohl auch für den professionellen Anwendungszweck noch nicht gut geeignet. Das Medium LWL ansich, hat ja sicher eine größere Übertragungskapazität als Koax, aber es liegt wohl an den (De-)Modulatoren und da ist es dann wohl bisher noch eine Kostenfrage.

    Verstärker beim Sat-Empfang mit LWL? Ich glaube, dass wird erst interessant, wenn das LNB mind. 100 km vom Empfänger entfernt steht. :-D
     
  5. usul

    usul Institution

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    Beiträge:
    15.713
    AW: Neues Invacom LNB mit Lichtwellenleiter

    Oder bei mehr als 32 Teilnehmern?
    Sowas wäre ja ideal zur Versorgung vor Häusern mit sehr vielen Wohnungen (wenn die Kabelkanäle nicht genug Platz für ne richtige Sternverteilung haben) und könnte "unbegrenzt" viele Anschlüsse pro Wohnung zur verfügung stellen.

    Aber die Beschränkung auf eine Sat Position mindert den Nutzen dann trozdem gewaltig. Es bleibt dabei, ne Sternverteilung ist das einzig wahre.

    cu
    usul
     
  6. mittelhessen

    mittelhessen Board Ikone

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    AW: Neues Invacom LNB mit Lichtwellenleiter

    Ja, ideal, wenn denn die Empfänger selber mit LWL-umgehen könnten. Aber entweder gehts nur bis zum Knotenpunkt oder jeder Empfänger braucht einen Wandler. Da stellt sich halt die Frage, was es kostet und wie zuverlässig es ist.
     
  7. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

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    9.064
    AW: Neues Invacom LNB mit Lichtwellenleiter

    Bau mal ´ne Kopfstation mit optischem Patchfeld und - Ausgang ohne optischen Sender/Verstärker, sehr weit kommst Du damit nämlich nicht ;) Er ist deshalb ganz besonders preiswert im Gegensatz zum optischen Empfänger. LNB´s mit LWL ergeben auch im professionellen Bereich kaum Sinn, da die Kopfstelle ja meist in Nähe der Kopfstation steht. Zumindest kenn ich es nicht anders.
     
  8. mittelhessen

    mittelhessen Board Ikone

    Registriert seit:
    2. Juli 2005
    Beiträge:
    4.951
    AW: Neues Invacom LNB mit Lichtwellenleiter

    Eben! :)
     
  9. zado89

    zado89 Silber Member

    Registriert seit:
    20. Oktober 2004
    Beiträge:
    833
    AW: Neues Invacom LNB mit Lichtwellenleiter

    Selbst im Netzwerkbereich hat sich LWL nur im Backbonebereich durchsetzen können, obwohl es dort eine Masse an Geräten gibt, die diese Technik unterstützen. Hauptproblem ist die schwierige und von den Geräten her teure Verarbeitung der Kabel, wenn es um Stecker, Verlängerungen etc. geht. Kupfer ist da doch wesentlich einfacher zu handhaben und von jedem einigermaßen begabten Heimwerker zu verarbeiten.

    Daher sehe ich auch nur einen Nischenmarkt für solch ein Produkt. Alle vier Ebenen über ein Kabel im Sinne einer Einkabellösung ist ja an sich eine tolle Sache, nur leider bringt es nicht viel, wenn man dafür neue Kabel verlegen muss. Da kann man in den meisten Fällen dann auch gleich neues Kupfer verlegen, wenn es nicht gerade auf einen extrem dünnen Kabelquerschnitt ankommt.

    Interessant wird es, wenn man mehrere Wohnblocks von einer zentralen Stelle auf speisen will. Dort kommen dann die Kabellängen und die Potenzialproblematik zum Tragen. Wahrscheinlich wird es dann aber so aussehen, dass bis zum Multiswitch LWL genutzt wird und danach Kupfer. Eben so wie es im Netzwerkbereich auch an der Tagesordnung ist.
     
  10. usul

    usul Institution

    Registriert seit:
    29. November 2004
    Beiträge:
    15.713
    AW: Neues Invacom LNB mit Lichtwellenleiter

    Von T-Home gabs da doch auch was, die Idee war das man das sehr dünne LWL Kabel einfacher verlegen kann als das dicke Kupferkabel.
    Da dürfte LWL in die meisten Privathaushalte gebracht haben.

    Wobei ich es in diesem Fall auch blödsinnig finde da 24/7 zwei Wandler laufen zu haben (Kostet ja Strom).

    Unicable ist da eine weitaus sinnvollere Technik ohne die Beschränkung auf eine Sat Position. Nur leider praktisch auch noch nicht wirklich nutzbar da nicht JEDER Receiver damit umgehen kann.

    cu
    usul
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Februar 2008

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