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Neue Verschlüsselung bald geknackt

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von TV-Nutzer, 2. September 2003.

  1. TV-Nutzer

    TV-Nutzer Senior Member

    Registriert seit:
    15. März 2003
    Beiträge:
    344
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    Experten rechnen bald mit Premiere-Entschlüsselung

    Die neue Verschlüsselungstechnik des Abo-Senders Premiere dürfte nach Einschätzung des Chaos Computer Clubs bald wieder geknackt sein.

    Auch das neue System werde "sicherlich Lücken" haben, sagte Club-Sprecher Lars Weiler. Da der Sender bei seinen rund 2,8 Millionen Abonnenten nicht die Empfangsboxen austauschen könne, müsse die neue Verschlüsselung mit dem bisherigen Verfahren kompatibel sein.

    "Wer sich mit der Technik auskennt, kann das System vielleicht schon bis zum Weihnachtsprogramm knacken", schätzt Weiler.

    Premiere hatte zu Wochenbeginn begonnen, seine Abonnenten mit neuen Entschlüsselungskarten zu versorgen. Hacker hatten das vorherige Sicherungssystem geknackt und über Internet verbreitet, wie der Premiere-Code umgangen werden könne.

    Dem Sender zufolge gab es dadurch zwischen 500.000 und eine Million Schwarzseher - und einen Umsatzverlust von bis zu hundert Millionen Euro jährlich.

    http://brandenburg.rbb-online.de/nachrichten/nachrichten.jsp?activeid=241&key=news1132606

    ______________________________________________


    Neuer Premiere-Schlüssel nicht unknackbar - ein Jahr Pause

    Selbst Premiere scheint langsam einzusehen, dass auch Nagravision knackbar ist, jedenfalls bestätigt dies Premiere-Chef Georg Kofler am Rande der IFA.

    Sicherheit für ein Jahr

    Allerdings geht Premiere davon aus, dass der neue Schlüssel immerhin ein Jahr nicht geknackt werden kann. Das neue System Nagravision wurde extra für Premiere angepasst, die Auslieferung der neuen Smartcards soll in diesen Tagen beginnen.

    Allerdings spielt schon die Tatsache, dass keine neuen Boxen verteilt und keine neue Software notwendig ist, dafür, dass ein Umgehen des Schlüssels früher oder später möglich sein wird. Letztlich muss sich zeigen, wie sauber die Einbindung des neuen Schlüssels gelungen ist und ob sich Angriffspunkte auftun.

    Lebendige Hackerszene

    Premiere kann sich jedenfalls sicher sein, dass viele Hacker versuchen werden, den Code zu knacken, sobald sie das neue System als Kunde zugeschickt bekommen. Gerade die Nutzer von Linux-Varianten wie Neutrino haben dabei gute Karten, denn sie müssen für einen neuen Key keine Smartcard programmieren, sondern können das Entschlüsseln allein in Software ausführen und Updates über eine Netzwerkverbindung aufspielen.

    Daher gehen viele Experten, mit denen wir auf der IFA gesprochen haben, davon aus, dass früher oder später das neue Verschlüsselungssystem vollständig geknackt sein wird - vielleicht nicht mit Piratenkarten, jedoch mit speziellen Linux-Programmen für die dbox 2 mit Linux-Aufsatz. Doch wer weiß, vielleicht haben sich bis dahin viele Schwarzseher bei Premiere angemeldet.

    http://www.onlinekosten.de/news/artikel/12670
     
  2. Tribun

    Tribun Silber Member

    Registriert seit:
    11. April 2001
    Beiträge:
    544
    Ort:
    Solingen
    Bleibt abzuwarten. Jeder DAU kann aber sicherlich die nächsten Monate nicht über Nacht zum Karten-Ali mutieren.
     
  3. whitman

    whitman Wasserfall

    Registriert seit:
    21. Mai 2003
    Beiträge:
    8.483
    Ort:
    München
    Zum einen das, zum anderen ist ja so, das der große Schwachpunkt, die Karte, getauscht wird. Da bringen auch die alten "Tricks" nichts mehr.
    Natürlich hat der CCC recht, das nichts sicher ist, aber bis Weihnachten......

    whitman
     
  4. ibico

    ibico Gold Member

    Registriert seit:
    31. Oktober 2002
    Beiträge:
    1.712
    Ort:
    Germany
    München (Reuters) - Mit neuen Verschlüsselungskarten will der Pay-TV-Sender Premiere Hunderttausende von Schwarzsehern zu zahlenden Abonnenten machen.

    Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, er hoffe darauf, durch den neuen Code etwa ein Zehntel der schätzungsweise ein bis zwei Millionen illegalen Zuschauer als reguläre Kunden zu gewinnen. Mehreinnahmen seien dadurch ab dem kommenden Jahr zu erwarten, aber noch nicht im Geschäftsplan enthalten. Die Zahl der unberechtigten Premiere-Nutzer schätzte Kofler auf ein bis zwei Millionen Haushalte. "Die werden in wenigen Wochen nur noch einen schwarzen Bildschirm sehen." Solange werde es dauern, den rund 2,8 Millionen zahlenden Abonnenten ihre neuen Zugangskarten zuzuschicken.

    Mit besonderen Angeboten wolle Premiere in der zweiten Jahreshälfte möglichst viele dieser Schwarzseher zu zahlenden Kunden machen. Wer etwa den Sender bisher mit einem digitalen Empfangsgerät und einer gefälschten Codekarte empfangen habe, könne nun die neue Verschlüsselungskarte einzeln bestellen, ohne wie sonst üblich auch ein Empfangsgerät kaufen oder mieten zu müssen. Der Anteil der Neukunden durch dieses Angebot sei schwer vorauszusagen, sagte Kofler. Er hoffe auf zehn Prozent der Schwarzseher. Bei ähnlichen Aktionen von Sendern in anderen Ländern seien sogar 30 bis 50 Prozent erreicht worden, fügte er hinzu.

    "Viele der illegalen Nutzer haben sich an Premiere gewöhnt und ja auch schon dafür bezahlt, nur leider an den Falschen", sagte er. Gefälschte Chipkarten mit den Premiere-Zugangscodes werden unter anderem über das Internet verkauft. Dass auch der neue Code bald von Hackern entschlüsselt werde, befürchte er zunächst nicht, sagte Kofler: "In den nächsten neun bis zwölf Monaten werden wir Ruhe haben." Wenn dann doch einem Hacker die Fälschung gelinge, könne Premiere besser darauf reagieren als in der Vergangenheit. "Dann können wir einfach den ausgestrahlten Code ändern."

    In den Geschäftsplan für 2004 habe Premiere die zusätzlichen Abonnement-Erlöse noch nicht eingestellt, sagte Kofler. Im laufenden Jahr werde die Aktion ohnehin keine Mehreinnahmen bringen, sondern eher Belastungen durch zusätzliche Abschlussprovisionen für den Handel.

    Anfang August hatte Kofler angekündigt, Premiere werde dieses Jahr mit 40 Millionen Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen weniger Verlust machen als bislang erwartet. Ab 2004 soll Premiere operative Gewinne machen, ein Börsengang wird frühestens 2005 anvisiert. Das Unternehmen gehörte einst zum zusammen gebrochenen Medienimperium von Leo Kirch. Jetzt liegen etwa 55 Prozent der Anteile bei der Beteiligungsgesellschaft Permira. Gut 20 Prozent hält Kofler selbst.


    http://www.reuters.de/news_article.jhtml?type=internetnews&StoryID=3368275
     
  5. foo

    foo Wasserfall

    Registriert seit:
    5. Januar 2002
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    9.385
    Ort:
    Bayern
    Technisches Equipment:
    d-box II - Neutrino
    NAS200
    Ich verstehe nicht, wie der CCC so etwas einfach behaupten kann. Das alte Verfahren wurde an sich nie geknackt, lediglich die Karte und die wird ja nun ausgetauscht.
    Überhaupt sehe ich die ersten Schwarzseher in der MOSC und nicht in der EMU-Szene, mal abgesehen von dem CW-Sharing proposal, das für Premiere aber nicht wirklich zum Problem werden wird, da zu freakig.
    Ich bin zuversichtlich, dass das neue System schon länger durchhält. Die sollten doch aus den Problemen mit den Betacrypt-Karten gelernt haben.

    <small>[ 02. September 2003, 17:18: Beitrag editiert von: foo ]</small>
     
  6. Na endlich kommt Herr Kofler zurück auf den Boden der Tatsachen.
    Ich persönlich schliesse mich der Einschätzung des CCC an.Die Jungs lagen mit Ihren Prognosen bisher immer richtig.Auf das Kompatibilitätsproblem der D-Box Plattformen habe ich in anderen Postings schon vor geraumer Zeit hingewiesen,bin aber von dem hier schreibenden Premierebereitschaftsdienst sofort in der Luft zerissen worden.
    Die angeordnete Premiere-Realität hat schliesslich anders auszusehen.
    Den Optimismus des Herrn Kofler teile ich in keinem Punkt. Der Vergleich mit anderen Ländern in Europa hinkt.Dort herrschen andere Voraussetzungen.In diese höchst unkomfortable Lage hat sich Premiere mit seinen Betaresearch-Entwicklern selber gebracht.Alle Fachleute haben gewarnt-und Premiere hat die Piratenkarten noch bis vor kurzem schlichtweg geleugnet.
    Nun auf einmal sind die Piraten die Summe allen Bösens,das glaube mal wer will.
    Und sicher irrt Herr Kofler bereits wieder wenn er meint das man ständig neue Keys austrahlen kann ohne Probleme mit der vorhandenen Hardware zu bekommen. Wo ist die Sicherheit der "Unknackbarkeit" der vergangenen Tage geblieben???
    Wie dem auch sei. Kundenfeindliche AGB´s und ein Service der schlicht und ergreifend keiner ist
    werden den von Missmanagemet gebeutelten Sender, auch nicht in den nächsten, Jahren in die Gewinnzone bringen.
    Die Piraten sind wesentlich leichter Schachmatt zu setzen als das Premiere meint.
    Wie??? KUNDENDIENST+SERVICE heissen die Zauberworte.
    Ein Blick nach UK reicht.Und wenn man mal begreift das der Bestandskunde ein Juwel ist,und kein lästiges Übel,dürfte Premiere was dazugelernt haben. Auf technischem Gebiet waren Hacker und Piraten der Schlafwagengesellschaft aus Unterföhring immer um Sonderzüge voraus und werden es auch ganz sicher bleiben.
    Das Wort des ehrbaren Kaufmanns ist in dieser Republik leider abhanden gekommen. Hand drauf von beiden Seiten und der Vertrag steht.
    Da brauche ich keine 20 Seiten AGB´s die mittlerweile von Juristen in mehreren Bundesländern auf sittenwidrigkeit geprüft werden.
    SO klappt das mit der Kundenbindung NIE!
     
  7. Berliner

    Berliner Lexikon

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    Und die Karte wird dann von der Premiere eigenen Task Force "Sicherheit" an den Besteller überbracht. winken

    Das kannste aber vergessen. Die Schwarzgucker gucken nicht deshalb schwarz weil die Hotline (angeblich) so unfreundlich ist sondern weil sich dort die typisch deutsche Mentalität wiederspiegelt "alles haben wollen aber umsonst". Dazu kommen die Proll-Kiddies "ey Alter, isch guck Premiere umsonst..voll geil" und die, die egal was es kostet aus Prinzip kein Abo machen. Die kannste alle nur mit radikalen Methoden zum zahlen bringen, aber nicht mit gutem Willen. Und kein Schwarzgucker macht jetzt ein Abo wenn er die Gewißheit hat, dass er spätestens an Weihnachten wieder alles für lau kriegt. Auch wenn der Service nichts mehr zu wünschen übrig lassen würde.

    Eines muss man Kofler aber lassen. Den Zeitpunkt für den Verschlüsselungswechsel hat er clever gewählt, denn jetzt in den letzten 4 Monaten gibt es vor allem im Film Bereich wieder sehr gutes Programm, nachdem das Sommerloch einigermaßen überstanden ist. So wird der Zugzwang für die Schwarzgucker höher. Entweder hoffen dass es bis Ende des Jahres geknackt wird oder doch ein Abo machen.

    Grüße
     
  8. TheGood

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    1. Konnte ich nie erkennen dass kofler jemals gesagt hat sein system sei unknackbar. Er hat nur gesagt dass bei den schwarzsehern, der bildschirm dunkel wird. Damit hat er ja recht.

    2. Sicherlich ist premiere schon immer klar gewesen dass die neue verschlüsselung nicht unknackbar ist und intern wurde schon ewig von diesen ca. 12 monaten ausgegangen.

    3. Die 10 % Quote von Schwarzseher Umsteigern ist imho sehr niedrig angesetzt und diese Zahl werden sie locker erreichen. Der Grund ist ganz einfach: Premiere ist gefragt. AUch wenn das viele nicht glauben können. Aber warum gibt es sonst so viele Schwarzseher?? Kein Mensch würde Premiere schwarzsehen, wenn es einfach nur beschissen wäre.

    4.Dazu wette ich noch dass wenn betacrypt abgeschalten ist dass die Sportschau mal locker 500.000 Zuschauer mehr hat.
     
  9. qb][/QUOTE]Das kannste aber vergessen. Die Schwarzgucker gucken nicht deshalb schwarz weil die Hotline (angeblich) so unfreundlich ist sondern weil sich dort die typisch deutsche Mentalität wiederspiegelt "alles haben wollen aber umsonst". Dazu kommen die Proll-Kiddies "ey Alter, isch guck Premiere umsonst..voll geil" und die, die egal was es kostet aus Prinzip kein Abo machen. Die kannste alle nur mit radikalen Methoden zum zahlen bringen, aber nicht mit gutem Willen. Und kein Schwarzgucker macht jetzt ein Abo wenn er die Gewißheit hat, dass er spätestens an Weihnachten wieder alles für lau kriegt. Auch wenn der Service nichts mehr zu wünschen übrig lassen würde.

    Eines muss man Kofler aber lassen. Den Zeitpunkt für den Verschlüsselungswechsel hat er clever gewählt, denn jetzt in den letzten 4 Monaten gibt es vor allem im Film Bereich wieder sehr gutes Programm, nachdem das Sommerloch einigermaßen überstanden ist. So wird der Zugzwang für die Schwarzgucker höher. Entweder hoffen dass es bis Ende des Jahres geknackt wird oder doch ein Abo machen.

    Grüße [/QB][/QUOTE]

    @berliner--

    Ich denke wir meinem im Grunde das gleiche.
    Das die typisch Deutsche Mentalität,alles zum Null Tarif haben zu wollen,und die Schwarzseherei immer noch als Kavaliersdelikt in der breiten Öffentlichkeit angesehen wird sollte nicht vom Kern der Sache ablenken.
    Das mit der Schwarzseherei gilt im übrigen genauso für ARD+ZDF.Nur hier hat man leider ein Zwangsabo.Aber auch daran arbeiten die Juristen der EU.
    Du hast sicher recht wenn Du die Hotline hier ins Feld führst-wegen deren Unfreundlichkeit respektive Unfähigkeit-das triffts besser- wird keiner kündigen.Ich habe bei den Mitarbeitern der Hotline auch schon sehr freundliche Menschen am Telefon gehabt.Leider hat deren Freundlichkeit nie ein Problem gelöst.
    Wenn jemand dort anruft ist das Mass sowieso schon voll.
     
  10. Patrick S

    Patrick S Foren-Gott

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    Mann, wenn ich das schon wieder höre, Verschlüsselung bald geknackt, da kann ich schon wieder nen Kropf kriegen... w&uuml;t Man braucht doch mal richtig nur zu den Nachbarn kucken. Na, waren die geknackt oder nicht? Bis auf Sky mehr oder weniger ja! Und was ist jetzt? SECA2, Irdeto2, Viaccess2 offen? NEIN! Und haben die außer den Karten irgendwelche sonstige Hardware getauscht? NEIN!

    Also, warum sollte Premieres System so schnell wieder gecrackt sein? Falls ja, bestimmt nicht wegen der Hardware, sondern vielmehr, weil wieder Pfusch bei der Entwicklung gebaut wurde. Wobei ich mir das kaum Vorstellen kann, da Kudelski mit seinen älteren Nagra-Versionen auch Probleme hatte. Die haben bestimmt dazugelernt, und überhaupt ist es nicht angebracht, auszuruhen, es muß das System, ich habe es schon vielfach gesagt, weiteretwickelt werden. Nur so ist eine Verschlüsselung dauerhaft einigermaßen sicher zu halten.
    Sky hat es vorgemacht, die waren zu Analogzeiten mit Videocrypt 1994/95 in einer nahezu gleichen Situation wie Premiere heute, es gab dann mehr oder weniger regelmäßige Smartcardtauschs, bis das System sicher war, diese Strategie ist auch unter der digitalen Ausstrahlung beibehalten, die ,,Sky Subscribers" bekamen dieses Jahr auch schon neue Karten. So manch ein Brite würde wahrscheinlich über unsere Vorstellungen dazu lachen winken

    viele Grüße,

    Patrick
     

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