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Neubau Unicable mit Sternverteilung - welche Verteiler und Antennendosen?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von matzze2000, 24. März 2018.

  1. matzze2000

    matzze2000 Neuling

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    Hallo zusammen,

    ich plane grade die SAT-Anlage für unseren Neubau. Es wird definitiv ein System mit Unicable II/ JESS. Aktuell habe ich bereits das Dur-Line UK 124 Unicable II LNB. Ich habe zwar schon gelesen, dass das eventuell problematisch werden kann (Versorgungsspannung), aber da es bereits vorhanden ist werde ich das erst mal testen. Alternativ wird sonst wohl auf einen Jultec JPS0501-16TN Multischalter gewechselt.
    Nach vielem lesen zum Thema Verteiler und Dosen bin ich immer noch nicht ganz sicher, weil einige Beiträge auch widersprüchlich waren.

    Zur Installationssituation:
    - Einfamilienhaus, Schüssel (65cm Kathrein KEA 650) hängt am Giebel direkt unter dem Dach
    - verwendetes Kabel vom LNB zum ersten Verteiler: HB-Digital Vollkupfer, 135dB (EAN 4260348570191)
    - verwendetes Kabel in der Hausinstallation unbekannt (kommt vom Installateur, noch nicht verlegt)
    - 6 bzw. 7 fache Stern-Verteilung vom Dachboden aus in die einzelnen Räume
    - derzeit 2 Teilnehmer: VU+Duo 2 mit 2 Doppeltunern, VU+ Solo

    Aufbau:
    - Von der Schüssel bis unter den Dachboden (aktuell 1 Kabel am LNB angeschlossen, ich verlege aber bereits 4 Stück für ggf. notwendige Anpassung/ Erweiterung): ca. 10m
    - dort wird dann mit einem Verteiler die Unicable Leitung aufgeteilt
    - Kabelweg vom Verteiler bis in die einzelnen Räume: ca. zwischen 10 und 15 Metern.
    - in den Einzelnen Räumen Enddosen
    - ggf. hinter der Dose noch ein Verteiler (derzeit ein zweier Verteiler für die beiden Tuner der Duo2)

    Für den Verteiler im Dachboden hatte ich vorerst einen DUR-Line D6FV bzw. D8FV vorgesehen.
    Für die Dosen hatte ich die Jultec JAD 307TRS vorgesehen.

    Jetzt zu den Fragen bzw. Unklarheiten:
    Die Verteiler von DUR-Line sind ja diodenentkoppelt. Für den Verteiler im Dach sollte das nach meiner Recherche passen bzw. sogar notwendig sein, oder?
    Für ggf. notwendige Verteiler hinter den Antennendosen sollte dann kein diodenentkoppelter Verteiler genutzt werden, richtig?
    Ist die Antennendose von Jultec für diese Konstallation geeignet oder gibt es da eine bessere Variante?

    Eine kleine Besonderheit habe ich noch: Einer der Anschlüsse endet in meinem Serverschrank und soll später ggf. für SAT-IP genutzt werden können. Hier ist eigentlich keine Antennendose als Abschluss geplant, weil das Kabel mit den LAN-Kabeln direkt aus der Decke kommen wird. Benötige ich hier noch eine andere Komponente zum Terminieren, solange an dem Kabel noch kein Teilnehmer angeschlossen ist? Wenn der Teilnehmer später kommt: kann ich das einfach direkt anschließen oder wäre hier auch ein Zwischengerät als Ersatz für die fehlende Antennendose notwendig?

    Danke schon einmal für alle Hinweise und Unterstützung!
     
  2. King W.

    King W. Senior Member

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    So dann wollen wir mal ...

    Antenne:
    Die KEA 650 ist OEM-Ware und wird offensichtlich von Gibertini hergestellt. Sie entspricht in etwa der OP 65 XP. Eine gute Antenne, in etwa als obere Mittelklasse einzuordnen. - Paßt.
    LNB:
    Ich halte nicht viel von den Dingern, habe mit Jultec bessere Erfahrungen machen können. Aber versuch dein Glück, vielleicht klappt es ja.
    Kabel:
    Das HB Digital Vollkupfer Kabel kenne ich nicht. Bitte, laß dich aber nicht von überhöhten Angaben für die Schirmdämpfung blenden. Klasse A+ beginnt bereits bei 95 dB. Mehr braucht kein Mensch. Ich hoffe, der Installateur liefert gutes Markenkabel. Wichtiger als die Schirmdämpfung sind andere Kriterien: Ein physikalisch geschäumtes Dielektrikum (chemisch aufschäumen ist billiger, aber nicht langzeitstabil) Eine mit dem Dielektrikum verklebte Abschirmfolie und ein dichtes Außengeflecht. Darüber für außen am besten ein besonders wetterfester Mantel aus schwarzem PE. Innen reicht PVC Standardkabel. Bitte den Installateur, ausschließlich gutes Markenkabel zu verwenden, wenn du auch nach Jahren keinen Ärger willst.
    Verteilung:
    Die Jultec-Dosen JAD 3xx TRS bzw. die nahezu baugleichen Axing SSD 5-xx enthalten bereits Dioden. Weitere Dioden in der Verteilung sind eher kontraproduktiv. Nimm stattdessen Kathrein EBC 110 - 114 oder, wenn du etwas sparen möchtest, FTE SV-600F oder SV-800F. Die Teile werden auch unter AS 6 bzw. AS 8 angeboten. Die Dosen von Jultec bzw. Axing sind eine gute Wahl. Ich selbst verwende diese Dosen auch fast ausschließlich.

    Aufbau:
    Hier kann ich nichts Böses entdecken, der Kabelweg wie du ihn angibst, ist im Rahmen und macht keine Schwierigkeiten. Bitte, die Kabel zugfähig in Leerrohren verlegen, damit bei späteren Änderungen keine Probleme auftreten.
    Ein Verteiler hinter der Antennensteckdose ist möglich. Die meisten Receiver schleifen das Signal aber intern durch oder es wird hinten am Receiver eine Brücke gesetzt. In diesem Fall ist der Verteiler überflüssig. Wie es konkret bei deinem Receiver aussieht, weiß ich nicht.

    Bei einem 6-fach oder 8-fach Verteiler ist ein fehlender Abschluß zwar nicht vorschriftsmäßig, bleibt in der Regel aber ohne Folgen. Wenn du es korrekt machen willst, bringe am Ende des Kabels einen F-Stecker an, dazu eine Kupplung und einen entkoppelten Abschlußwiderstand, also z.B. so etwas.

    Wenn das Gerät später kommt, probier einfach aus, ob der Direktanschluß funktioniert. In der Regel sollte es klappen. Wenn nicht, kannst du auch eine JAD 307 TRS sozusagen als Zwischenstück einsetzen. Sie muß ja nicht eingebaut werden sondern kann einfach an ihrem Kabel hängen bleiben. Die Dose dämpft einen eventuell zu hohen Pegel und beinhaltet ja auch die Diode.
     
  3. elo22

    elo22 Silber Member

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    Ich möchte in keinem Raum an einer Antennendose einen Verteiler baumeln haben. Das kann man auch anders lösen z.B. Verteiler in Antennennähe, oder mit einer Durchgangsdose.

    Lutz
     
    King W. gefällt das.
  4. King W.

    King W. Senior Member

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    Grundsätzlich hast du Recht, die Frage war aber ob es überhaupt geht - und das tut es.
     
  5. matzze2000

    matzze2000 Neuling

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    Danke für die ausführliche Antwort!
    Dass das Kabel von der Beschreibung her eher übertrieben ist dachte ich mir schon. Zumindest gab es eine sehr gute Bewertung dafür vom "Satempfang" Magazin und die Bewertungen bei Amazon passen auch. Statt der beigefügten vergoldeten F-Stecker zum aufschrauben werde ich aber eher die Cabelcon Self Install Stecker verwenden.
    Zu den Verteilern: Ich denke ich würde dann auf die Kathrein Lösung gehen, das wirkt mir am solidesten und auf ein paar Euro kommt es da nicht an. Schade, dass es da maximal die 4-fach Verteiler gibt. Wie baue ich das dann auf? Einen Zweifachverteiler und daran dann entsprechend je einen 3/4-fach Verteiler? Wie sieht es da dann mit einem Potentialausgleich aus? Die haben ja einen Anschluss für den Potentialausgleich, benötige ich dann trotzdem noch eine Schiene hinter den Verteilern? Für den Anfang würde ich dann erst mal nur einen Zweifach-Verteiler anschließen und dann bei Bedarf die Verteiler nachrüsten. Da hat sich dann auch das Problem mit dem nicht genutzten Anschluss erledigt.

    Zu dem Thema Verteiler hinter der Anschlussdose: Der Hinweis ist natürlich berechtigt, dass es nicht schön und optimal ist ist mir klar. Allerdings verschwindet der Anschluss ohnehin hinter einem Schrank, wäre also maximal ein technisches Problem. Auf kurz oder lang wird die gute alte Duo2 ohnehin dort gegen ein neueres Modell getauscht, bei dem dann sehr wahrscheinlich keine zwei Kabel benötigt werden. Von daher wäre es auch verschenkt da jetzt extra noch eine Dose oder ein zweites Kabel einzusetzen. Zumal ich das Problem dann wieder am zukünftigen Aufstellort hätte.
     
  6. raceroad

    raceroad Talk-König

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    Zusammen mit den geplanten Dosen
    sind diese Verteiler suboptimal bis falsch. Wenn schon Einkabel-LNB wie UK 124, dann sollte der Spannungsabfall so niedrig wie möglich sein, um wenigstens eine Chance zu haben, ohne Power-Inserter und Netzteil auszukommen (> Mit NT auch höherer Betriebskosten!). Da in der JAD307TRS eine Diode eingebaut ist, sollte ein vorgeschalteter Verteiler wie bereits geschrieben einer ohne Dioden sein. Denn jede Diode bedeutet rund 0,6 V Spannungsabfall. Geeignete Verteiler explizit ohne Dioden gibt es von KATHREIN und Spaun, aber nur bis 4-fach. Die AS x bieten laut King W. scheinbar auch direkten DC-Durchgang (= keine Dioden), auch wenn der Anbeiter nicht zweifelsfrei darauf hinweist.

    Diese Dose ist hochwertig und nach einem Verteiler grundsätzlich auch richtig. Aber solange noch ein lokaler Verteiler für die Duo² nötig ist, müsste man in konsequenter Fortführung dessen, was ich eingangs schrieb, für den Anschluss mit der Duo² eine Dose ohne Diode (wie JAD300TRS) verwenden, an die man aber einen Tuner nie direkt, sondern über einen an dieser Stelle dann diodenentkoppelten Verteiler anschließt. Erstens hätte man nur so zwischen jedem Tuner und dem LNB genau die eine Diode im Signalweg, die man braucht. Zweitens schafft das Spielraum, um vom lokalen Verteiler nicht direkt auf die Tuner zu gehen, was genau genommen falsch ist, sondern über Festdämpfungsglieder.


    Für mich passt es nicht so recht zusammen, dass Du oben schon nach einer besseren Dose als JAD307TRS fragst und jetzt ansprichst, dass Dir die Verteiler von KATHREIN hochwertig erscheinen, dann aber die Anlage auf einem UK 124 basiert. Du schreibst ja selbst, von Schwierigkeiten mit diesem LNB gelesen zu haben. Jetzt hast Du das LNB schon gekauft und wohl auch schon montiert, aber wer mit dem Anspruch an die Sache herangeht, eine betriebssichere Anlage aufzubauen, der muss das mit hochwertigem ext. Einkabelumsetzer machen, auch wenn es so deutlich mehr kostet.

    Dennoch zur Frage
    Wenn man aus dem Sortiment von KATHREIN auf mehr als vier Ports splitten möchte, dann geht das nur durch Kaskadierung von Verteilern. Auf 6-fach käme man mit LNB > EBC 110 > 2x EBC 13, allerdings hätte man so bereits zentral eine Diode. Keine Dioden in der zentralen Verteilung hätte man mit LNB > EBC 110 > 2x EBC 114 (> Achtung: Ein Abschlusswiderstand auf einem sonst freien Port eines Verteilers ohne Dioden muss einer mit DC-Trennung sein!).

    Der PA muss auch beim Ausbau von Komponenten, also etwa auch dann, wenn man den Verteiler ausbaut, sichergestellt bleiben. Rein formal gestattet es die Norm für Antennensicherheit zwar, die Kabel für den Fall eines Austauschs nur temporär in den PA einzubeziehen. Dafür fehlten Dir im Zweifelsfalls aber die Mittel. Bedeutet: Wenn Du den Punkt PA ernst nimmst, dann ersetzt der Anschluss am Verteiler nicht das Führen der Kabel über die F-Buchsen eines Erdungswinkels.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. März 2018
  7. matzze2000

    matzze2000 Neuling

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    Naja, "besser" als Jultec war nur die Frage, weil ich selbst nicht einschätzen kann ob das jetzt hochwertig ist oder nicht. Die Jultec Dosen sind ja jetzt auch vergleichsweise günstig. Das UK 124 hatte ich in einer größeren Sammelbestellung bereits gekauft weil das auf den ersten Blick alles hatte was ich suchte und ich mich nicht so detailliert damit beschäftigt hatte. Auf die möglichen Probleme bin ich dann erst bei der Recherche zu den passenden Dosen gestoßen. Zurückschicken wird leider nichts mehr. Also probiere ich es erst mal damit und muss im Zweifel dann halt doch noch auf den separaten Einkabelumsetzer umsteigen. Hätte ich davon vorher gewusst hätte ich das Teil eher nicht genommen.

    Hätte die Variante mit den zentralen Dioden noch irgendwelche Vorteile? In meinem Fall würde das ja wegen des Verteilers für die Duo² rausfallen, außer ich setze dort noch einen diodenentkoppelten Verteiler, was dann aber auch wieder schlecht wäre.

    Ich hätte jetzt also als Favorit die Variante mit den diodenfreien Verteilern von Kathrein. Einen 2er und dahinter jeweils einen 3er. Dann als Enddosen die Jultec JAD307TRS bzw. die von King W. angesprochenen fast baugleichen Axing SSD 5-07. Für den Anschluss der Duo² gibt es die Jultec JAD300TRS Stichdose ohne Diode und dahinter einen diodenentkoppelten Zweifachverteiler.
     
  8. raceroad

    raceroad Talk-König

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    Sorry, aber der Argumentation kann ich nicht folgen [​IMG].

    Ich sehe jedenfalls nur einen Nachteil, keinen Vorteil. Zwar kann ich weder garantieren, dass ein UK 124 mit optimalem Netzaufbau ohne Power-Inserter / Netzteil spielt, noch dass es mit weniger optimalem Netz garantiert nicht ohne Netzteil klappt. Dennoch würde ich sicherlich für optimale Rahmenbedingungen sorgen. Und die hat man halt nur mit genau einer Diode. Das wiederum schafft man nicht, wenn es schon eine Diode in der zentralen Verteilung gibt. Jedenfalls nicht, solange man noch lokal einen Verteiler braucht. Denn dieser letzte Verteiler direkt vor den Tunern muss einer mit Dioden sein.

    Geht nicht. KATHREIN hat keinen 3-fach Verteiler ohne Dioden im Sortiment, sondern wie SPAUN nur 2-fach und 4-fach. 6-fach ginge, sofern die Info von King W. stimmt, nur mit einem Verteiler von FTE.
     
  9. matzze2000

    matzze2000 Neuling

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    Oh, stimmt. Da hatte ich ausversehen den diodenentkoppelten Verteiler genommen, ist aber auch ein Zahlenwirrwar. Dann also an den 2er einen 2er und einen 4er. Da der 4er eine größere Durchgangsdämpfung hat ist es dann wahrscheinlich auch sinnvoll an den 4er Verteiler die Leitungen mit der kleinsten Leitungslänge zu hängen, richtig?

    Danke jedenfalls schon mal an alle für die Antworten und Hinweise, jetzt ist mir dann doch einiges klarer.
     
  10. Slope

    Slope Junior Member

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    Moin Ihr,
    es gibt auch noch die SAT-Verteiler ohne Dioden von TELEVES,
    Typ: SDCVxxx als 2/4/5/6 und 8fach (nicht 3fach).
    Diese Verteiler stehen in der dt. Preisliste seit Anfang 2017 nicht
    mehr drin, es gibt sie aber weiterhin.

    MfG
     
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