1. Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen
    Information ausblenden
  2. Willkommen im Forum von DIGITAL FERNSEHEN - dem führenden Portal für digitales Fernsehen, Medien und Entertainment. Wenn du hier neu bist, schau dich ruhig etwas um und melde dich an, um am Forengeschehen teilnehmen zu können.
    Information ausblenden

Mysteriöse runde Dose von Kathrein

Dieses Thema im Forum "Analog-Ecke" wurde erstellt von cchrisa, 28. September 2010.

  1. cchrisa

    cchrisa Neuling

    Registriert seit:
    27. September 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    Anzeige
    Guten Abend!
    Wir sind derzeit dabei zu Hause erstmalig digitales Kabelfernsehen zu nutzen und in diesem Rahmen habe ich auch das Verteilnetz unter die Lupe nehmen müssen, da die Signale an einigen Dosen zu schwach für Digitalempfang sind.
    Dabei habe ich auf dem Dachboden eine runde Metalldose von Kathrein entdeckt, in die vier Koaxkabel hineingehen (1 Zuleitung aus dem Keller und 3 Leitungen in die Zimmer. Daher zunächst die Frage: Kennt jemand von Euch diese runden Dosen von Kathrein? Leider hat eine mehrstündige Internetrecherche zu dem Thema nichts ergeben, sprich ich habe keinen Hinweis auf eine Modellbezeichnung oder ein Datenblatt gefunden. Ich habe nämlich den Verdacht, dass diese Dose nicht richtig angeschlossen ist, also sprich das Eingangsignal nicht auf den Eingang, sondern auf einen Ausgang gelegt wurde. Daher die nächste Frage (falls jemand diese Dosen kennt), wie erkennt man, wo der Eingang ist und wo ist dann der (Durchgangs-)Ausgang und wo die beiden (Auskoppel-)Ausgänge. Ist es eigentlich schlimm, wenn der (Durchgangs-)Ausgang nicht mit einem Widerstand bzw. einer Stichleitungsdose abgeschlossen ist?
    Ich bedanke mich für alle Antworten!
     
  2. KeraM

    KeraM Foren-Gott

    Registriert seit:
    6. Februar 2010
    Beiträge:
    11.490
    Zustimmungen:
    3.721
    Punkte für Erfolge:
    213
    AW: Mysteriöse runde Dose von Kathrein

    Moin,
    hat diese "mysteriöse" Dose kein Typenschild oder andere Bezeichnung?
    Kannst du ein Foto machen?
     
  3. cchrisa

    cchrisa Neuling

    Registriert seit:
    27. September 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    AW: Mysteriöse runde Dose von Kathrein

    Leider ist gar kein Typenschild vorhanden. Ein Foto kann ich machen, es ist aber wirklich nur eine runde Metalldose mit ca. 5 cm Durchmesser, die Kabel kommen von allen vier Richtungen, also in einem Abstand von 90° zueinander.
     
  4. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

    Registriert seit:
    8. Oktober 2004
    Beiträge:
    5.251
    Zustimmungen:
    1.423
    Punkte für Erfolge:
    163
    AW: Mysteriöse runde Dose von Kathrein

    Das ist entweder ein Abzweiger, oder ein Verteiler, auf jeden Fall ziemlich alt.
    Wenn es ein Abzweiger ist (was ich vermute), dann funktioniert er nicht richtig, wenn der Stammausgang nicht abgeschlossen ist.
    Hat das analoge Kabelbild Schatten im Bild?

    Klaus
     
  5. cchrisa

    cchrisa Neuling

    Registriert seit:
    27. September 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    AW: Mysteriöse runde Dose von Kathrein

    Moin,
    ich habe die Dose eben aufgemacht, die vier Kabel sind dort mit Schrauben angeklemmt. Einer der Anschlüsse ist schwarz (vmtl. der Eingang), die anderen sind weiß. Eine Typenbezeichnung ist auch aufgedruckt: EBC 31
    Es handelt sich also hier vermutlich um einen Verteiler (?), doch auch der hat doch einen Stammausgang, oder sind alle drei Ausgänge 100%ig gleichberechtigt? Wie erkenne ich diesen "Stammausgang". Ist es bei einem Verteiler schlimm, wenn einer der Ausgänge nicht abgeschlossen ist?
     
  6. EgbertM

    EgbertM Senior Member

    Registriert seit:
    16. November 2004
    Beiträge:
    413
    Zustimmungen:
    10
    Punkte für Erfolge:
    28
    AW: Mysteriöse runde Dose von Kathrein

    Frage doch mal Daniel28-55-59, so wie sich sein verlinkter Beitrag liest, kennt er sich damit ganz gut aus. ;)
     
  7. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

    Registriert seit:
    8. Oktober 2004
    Beiträge:
    5.251
    Zustimmungen:
    1.423
    Punkte für Erfolge:
    163
    AW: Mysteriöse runde Dose von Kathrein

    Der ECB31 sollte ein Dreifachverteiler sein (100% sicher bin ich nicht). Solch ein Teil hat keinen Stammausgang, nur 1 Eingang und 3 Ausgänge. Ein 3-fach-Verteiler ist nie ganz symmetrisch, d.h. in der Regel haben 2 Ausgänge die gleiche Dämpfung und ein Ausgang ist etwas "besser". Es hängt von der Schaltung ab, welcher das ist, und wie viel "besser" er ist.
    Von einem Verteiler darf man übrigens nicht auf Stichleitungsdosen fahren, weil die Entkopplung zu gering ist, das verursacht Welligkeiten/Reflektionen, und das ist ein KO-Kriterium für DVB-C.

    Klaus
     
  8. cchrisa

    cchrisa Neuling

    Registriert seit:
    27. September 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    AW: Mysteriöse runde Dose von Kathrein

    Danke, an dieser Stelle möchte ich noch mal einhaken: Mit Stichleitungsdose meinst Du eine Enddose ohne Abschlusswiderstand, oder? Die derzeitige Installation sieht so aus, dass die 3 Kabel vom Verteiler jeweils nach einigen Metern in eine Durchgangsdose gehen und nach einigen weiteren Metern folgt dann eine Stichleitungsdose. Kann es sein, dass sich dann in der Durchgangsdose jeweils ein Abschlusswiderstand befindet?
    Was passiert, wenn man einen oder mehrere Eingänge vom Verteiler offen lässt, also nichts anschließt? Hat man dann auch Probleme mit Reflexionen und Stehwellen?
    Dann noch eine Frage zum Verteiler: Enthält der irgendwelche Bauelemente wie Dioden und/oder Kondensatoren, die kaputt gehen können, oder ist das eine reine Metallkonstruktion?
     
  9. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

    Registriert seit:
    8. Oktober 2004
    Beiträge:
    5.251
    Zustimmungen:
    1.423
    Punkte für Erfolge:
    163
    AW: Mysteriöse runde Dose von Kathrein

    Eine Stichleitungsdose ist im Prinzip nur ein auf die Buchse geführtes Koaxkabel. Eine Stichdose hat keine Entkopplung zum Eingang und ist keines falls mit einer "Enddose" zu verwechseln (was aber leider oft vorkommt). Die Kombination Durchgangsdose und Stichdose führt dazu, daß der Stammleitungsausgang der Durchgangsdose nicht richtig terminiert ist (wenn die folgende Stichdose unbenutzt ist, hängt die Leitung offen), was zu undefinierter Auskopplung an der Durchgangsdose und zu Reflektionen führt (im analogen Bild an Schatten zu erkennen). Reflektionen sind das schlimmste, was du DVB-C antun kannst (DVB-T ist dagegen dagegen immun). Richtig wäre, die Stichdosen gegen Durchgangsdosen mit Abschlußwiderstand (was zusammen einer echten "Enddose" entspricht) zu ersetzen.
    Ein Verteiler hat ja eigentlich nur einen Eingang, offene Ausgänge müssen abgeschlossen werden, sonst gibt es eine Fehlanpassung (keine 75 Ohm mehr), was wieder zu Reflektionen führen würde. Ein Abzweiger (der ist übrigens in einer Durchgangsdose drin) hat an den Abzweigen ausrechend Entkopplung, diese könnten offen bleiben (der Stammausgang darf natürlich nicht offen bleiben).
    BK-Verteiler bestehen normalerweise aus bewickelten Ferritkernen, zwischen den Ausgängen befindet sich ein Widerstand, zwischen den Kernen ein Kondensator nach Masse. Normalerweise sind bei reinen BK-Verteilern in der NE4 keine weiteren Kondensatoren oder Dioden vorhanden, da keine Fernspeisung vorhanden ist.
    Ein richtiger Zweifachverteiler hat 2 bewickelte Übertrager (manchmal beide Wicklungen auf einen Bilochkern), ein Dreifachverteiler hat je nach Schaltung 3 oder 4 Übertrager. Wickelvorschriften würden hier wohl zu weit führen.

    Klaus
     
  10. cchrisa

    cchrisa Neuling

    Registriert seit:
    27. September 2010
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    1
    AW: Mysteriöse runde Dose von Kathrein

    Danke erstmal für die ausführliche Antwort. Das Problem, das wir haben, ist folgendes: Auf dem Dachboden befindet sich ja dieser Verteiler, der die Leitung aus dem keller in drei Stämme aufteilt. An einem der drei Stämme (Stamm 3) waren nie Geräte angeschlossen, der Empfang an den anderen beiden Stämmen (Stamm 1 und 2) läuft problemlos. Schließt man nun an die letzte Dose des normalerweise ungenutzten Stammes 3 ein Gerät an, wird der Empfang schlagartig im ganzen Haus sehr schlecht. Selbst wenn man das Gerät sofort wieder abzieht, bleibt der Empfang an den anderen beiden Stämmen schlecht und normalisiert sich erst wieder nach mehreren Tagen. Am Verstärker im Keller liegt es nicht, da wir ihn getauscht haben und das Problem sowohl davor als auch danach besteht. Daraus habe ich jetzt folgende Schlussfolgerungen gezogen:
    1. Der normalerweise ungenutzte Stamm ist nicht ordnungsgemäß terminiert, wodurch im Normalfall ein Großteil der Leistung zum Verteiler zurückgeht. Durch das Anschließen eines Gerätes wird der Stamm plötzlich terminiert, wodurch sich die Signalverhältnisse am Verteiler schlagartig ändern.
    2. Der Verteiler scheint nicht in Ordnung zu sein, da er a) nicht richtig arbeitet, wenn alle drei Stämme terminiert sind und b) Erinnerungseffekte zeigt. Deshalb die Frage nach den enthaltenen Bauteilen. Ich kann mir diese merkwürdige Verhalten (tagelang schlechter Empfang, der allmählich besser wird) nur so erklären, dass durch das Anschließen eines Gerätes an Stamm 3 im Verteiler entweder die Ferrite ummagnetisiert werden oder Kondensatoren aufgeladen/entladen werden, was sich erst im Laufe von Tagen wieder langsam rückgängig macht. Am plausibelsten erscheint mir der Ansatz mit den Ferriten (Ummagnetisierung). Kann es vielleicht sein, dass der Verteiler durch den jahrelangen Betrieb mit einem "offenen" Stamm so verändert (ummagnetisiert) wurde, dass er nur noch in dieser Konfiguration sauber arbeitet und verrückt spielt, sobald sich die Verhältnisse ändern?

    Übrigens meinte der Fernsehtechniker, dass ein Abschlusswiderstand nur nötig ist, wenn die Dose ganz nah am Verteiler ist. Wenn die letzte Dose eines Stammes weit genug entfernt ist (im konkreten Fall sind es ca. 11-12 m), sei ein Abschluss "in der Praxis meistens nicht erforderlich."
     

Diese Seite empfehlen