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mit Premiere gehts weiter so oder so!!!

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von Romeser, 10. April 2002.

  1. Romeser

    Romeser Junior Member

    Registriert seit:
    29. März 2002
    Beiträge:
    49
    Ort:
    Reutlingen
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    Kirch-Insolvenz
    Murdoch pokert um Premiere

    Der Medienunternehmer Rupert Murdoch verzögert die Pleite von Premiere. Obwohl der Insolvenzantrag für das hoch defizitäre Bezahlfernsehen von Leo Kirch bereits seit Tagen vorbereitet ist, wurde er am Dienstag nicht eingereicht.
    Verhandlungen über Kontrolle bei Premiere
    Bis spätabends verhandelten Vertreter von Murdoch mit den Banken darüber, gemeinsam die Kontrolle bei Premiere zu übernehmen. Auch Manager des TV-Konzerns Mediaset, der dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi gehört, schalteten sich wieder ein.

    Murdoch macht Vorschlag
    "Die Sache ist noch nicht zu Ende", sagte ein mit den Gesprächen Vertrauter. Man werde in den nächsten Tagen weiter verhandeln. Geplant ist ein Rettungspaket sowohl für Premiere als auch für die bereits insolvente Kirch Media in Höhe von drei Milliarden Euro. Allein der Kapitalbedarf für eine Rettung von Premiere wird auf zwei Milliarden Euro geschätzt. Diesen Betrag will Murdoch gemeinsam mit den deutschen Gläubigerbanken, der Bank Lehman Brothers, Mediaset sowie dem saudischen Ölscheich Al-Walid aufbringen. "Wir haben Wolfgang van Betteray über diesen Plan informiert", sagte ein Vertreter der Investorengruppe.

    Wertlose Anteile
    Voraussetzung seien jedoch erfolgreiche Nachverhandlungen der teuren Filmbezugsverträge mit Hollywood. "Die Studios haben Kirch lange genug ausgenommen", so der Vertreter. Zudem räumte er ein, dass die Abwendung einer Insolvenz weiterhin sehr unwahrscheinlich ist. Das aggressive Vorpreschen von Murdoch und Berlusconi verdeutlicht die Sorgen der beiden Medienunternehmer über die bisherigen Abläufe im Fall Kirch. Durch die am Montag angemeldete Insolvenz von Kirch Media wurden die Minderheitsanteile von Murdoch und Berlusconi wertlos. Auch der Hamburger Axel Springer Verlag und die Essener WAZ-Gruppe haben ihr Interesse an Teilen der Kirch Media signalisiert.

    Strategischer Trumpf
    Murdoch will eine ähnliche Situation bei Premiere vermeiden. Dort hält der Australier über sein britisches Bezahlfernsehen BSkyB rund 20 Prozent. Zwar ist dieser Anteil in den Bilanzen von BSkyB abgeschrieben. Solange Premiere aber nicht insolvent ist, hat er einen strategischen Wert in den Gesprächen mit der Bayerischen Landesbank und der HypoVereinsbank, die um ihre Kredite bangen. Premiere ist bei beiden Banken mit knapp einer Mrd. Euro verschuldet. Den Großteil davon dürfte die BayernLB tragen, die zur Hälfte dem Freistaat gehört.

    Interesse wird heruntergespielt
    Ein Sprecher von BSkyB versuchte ein Interesse an der operativen Kontrolle von Premiere herunterzuspielen. "Wir beobachten die Situation." Um Ängste von BSkyB-Aktionären über neue Investitionen in das deutsche "Pay-TV-Grab" zu beschwichtigen, fügte BSkyB-Sprecher Julian Eccles auf Anfrage hinzu: "Wir haben keine Absicht, weiteres Geld in Premiere zu investieren."

    Banken an Premiere beteiligen
    Nach Informationen der FTD hat Hypo-Vorstand Dieter Rampl vergangenen Donnerstag bei einem Treffen mit Murdoch unter anderem die Frage diskutiert, inwieweit seine Bank die Kredite an Premiere in eine Beteiligung umwandelt und Murdoch dort das operative Geschäft überlässt. Diesem Modell würde sich auch die Bayerische Landesbank anschließen, deren Vorstand Dietrich Wolf per Konferenzleitung zugeschaltet war. "Das Gespräch lief konstruktiv, auch wenn eine konkrete Lösung nicht erzielt wurde", hieß es aus informierten Kreisen.

    Frisches Geld dringend benötigt
    Premiere braucht dringend frisches Geld, um die Kosten für teure Programmlieferungen zu decken. Der Sender bezieht den Großteil von der insolventen Kirch Media, insbesondere Hollywood-Spielfilme und Fußballspiele der Bundesliga. Die Investoren schätzen den Kapitalbedarf für einen Überbrückungskredit auf weniger als 100 Millionen Euro.

    Premiere sendet vorerst weiter
    Dass Premiere im Fall einer Insolvenz abgeschaltet wird und die 2,4 Millionen Abonnenten vor einem schwarzen Bildschirm sitzen, schließt Premiere-Chef Georg Kofler aus. "Ich rechne fest damit, dass Premiere in den nächsten Wochen weitersenden wird - sowohl die großen Sportereignisse als auch aktuelle Filme."

    Quelle: Financial Times Deutschland
     
  2. Tranquilizer

    Tranquilizer Platin Member

    Registriert seit:
    9. März 2002
    Beiträge:
    2.406
    Na toi toi toi....so ganz ohne wär' auch irgendwie blöd'. Auch wenn man sich oft ärgert, irgendwie ist mir meine D-Box ans Herz gewachsen. sch&uuml
     
  3. HBFF

    HBFF Silber Member

    Registriert seit:
    27. Juni 2001
    Beiträge:
    529
    Ort:
    Erfurt, Deutschland
    Sag ich doch, ist auch meine Meinung. Wir verstehn uns! winken winken
     

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