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Mehrfamilienhaus auf Sat-Empfang umstellen

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von JARSi, 2. Dezember 2014.

  1. JARSi

    JARSi Neuling

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    Hallo zusammen!
    In der Eigentümerversammlung diskutieren wir,
    das MFH (5 Etagen, 18 Wohnungen) von (derzeit recht altem) Kabelempfang auf Satelliten-Empfang umzustellen
    1. Ist die Verkabelung des Kabelfernsehens für Satelliten-Empfang nutzbar
    2. Welche Technik ist für den Sat-Empfang empfehlenswert?
    3. Was ist zu beachten bzw. in Erfahrung zu bringen
    4. Gibt es auch eine kabellose Alternative? (habe ich nur für EFH gefunden)
    5. Welche Kosten würden entstehen?

    Leider scheint unser Hausverwalter technisch sehr unbedarft zu sein...
     
  2. Lefist

    Lefist Wasserfall

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    AW: Mehrfamilienhaus auf Sat-Empfang umstellen

    1.Zu recht altem Kabel kann dir wohl keiner eine Garantie geben. Meist funktioniert es noch, aber bei 50er 60er Jahre Kabel hätte ich große Bedenken.
    2. Empfehlenswert bei Sat ist immer Sternverteilung. Wird vermutlich aber alles durchgeschleift installiert sein. Dafür gibt es die Lösung Unicable Systeme.
    4. mir keine bekannt
    3+5: am Besten Radio TV Techniker kommen lassen, Kabel begutachten, evtl. Messversuche durchführen. Kosten sind von den zu nutzenden Anschlüssen abhängig, nicht von Wohnungsanzahl. Dabei beachten ob möglicherweise eine Twin-Lösung im Wohnzimmer gewünscht ist
     
  3. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Mehrfamilienhaus auf Sat-Empfang umstellen

    Folgende Angaben wären noch wichtig:
    - ist momentan eine eigene Ableitung pro Wohnung vorhanden?
    - wie viele Anschlüsse gibt es pro Wohnung, wie werden die angefahren, wie viele Empfangsgeräte sollen betrieben werden (Minimalausstattung oder 2 Kinderzimmer, Büro, Hobbyraum...)
    - sind Leerrohre vorhanden?
    - sind Fremdsprachenprogramme notwendig/gewünscht, wenn ja welche?
    - wie sieht es mit DSL-Versorgung bzw. Internet via Kabel-TV aus?
    Wenn aktuell Kabel-TV eingespeist wird, dann muß das Netz ausreichend geschirmt sein. Die Schirmungsanforderungen für die Sat-ZF sind geringer, deswegen kann man alte Leitungen meistens mit guten teilnehmergesteuerten Einkabelsystemen weiterverwenden, die hohe Dämpfung lässt sich ausgleichen.
     
  4. sat 01

    sat 01 Gold Member

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    AW: Mehrfamilienhaus auf Sat-Empfang umstellen

    Twin Anschlüsse im WZ ist heute üblich,dann noch min. zwei weitere Anschlüsse einplanen. Also pro Wohnung 4.
     
  5. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Mehrfamilienhaus auf Sat-Empfang umstellen

    Es gibt dafür die DIN 18015 (Elektrische Mindestatsstattung in Wohngebäuden), diese schreibt schon in der geringsten Ausstattungsvariante zwei Antennensteckdosen im Wohnzimmer vor. Bei Umrüstungen erlischt der Bestandsschutz, d.h. es muss mindestens entweder eine Twin-Dose her oder man stellt zwei Userbänder zur Verfügung.
     
  6. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Mehrfamilienhaus auf Sat-Empfang umstellen

    Mindestausstattung nach DIN 18015-2:2010-11 Tabelle 2:

    Je Wohnzimmer zwei Steckdosen, in Kinder-, Schlaf-, Gäste-, Arbeits-, Esszimmern oder Essecken ebenso wie in einem Büro eine Dose.

    Die Norm legt also nur die Anzahl der Dosen fest und differenziert nicht nach Terrestrik, BK oder Sat.-Empfang in Single- oder Twin-Ausführung bzw. mit Unicable oder JESS.

    Falls eine WEG die Dummheit begeht für jede Wohnung nur einen Single-Anschluss zu beauftragen kommt niemand in den Knast. In einem Bestandsgebäude sind schwerlich zugfähige Leerrohranlagen in Sternverteilung oder zentrale Kommunikationsverteiler umsetzbar, aber gleichwohl Lösungen mit großer Zukunftssicherheit.

    Beispiele: Jultec Applikationen
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Dezember 2014
  7. Isotrop

    Isotrop Board Ikone

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    AW: Mehrfamilienhaus auf Sat-Empfang umstellen

    Da hamma aber mehr Fundamenterdung als Mindestausstattung im Kopf ghabt...
     
  8. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Mehrfamilienhaus auf Sat-Empfang umstellen

    Nö, nur der Finger ist unkontrolliert eine Taste zu weit geraten.
     
  9. JARSi

    JARSi Neuling

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    AW: Mehrfamilienhaus auf Sat-Empfang umstellen

    Erst einmal: Danke, danke, danke! Das war fast ein Kick-Start!
    (auch wenn ich nicht alles verstanden habe)
    Nochmal kurz für Dummies:
    1. Es klingt, als könne das Kabel verwendet werden, richtig?
    2. Wenn ja, wie kommt es zum Anschluss (vom Dach zum Kabel)?

    zu den Fragen:
    Ist das bei 18 Parteien nicht zwangsweise so?
    das müsste ich vom Hausverwalter in Erfahrung bringen können, oder?
    Oder muss sich das ein Techniker anschauen?
    Wir empfangen Kabel-TV, sind aber kein Kunde (ehem. Bosch Kabel, ist wohl nicht mit verkauft worden damals). Daher auch wohl kein Internet via TV.

    Die Abschirmung ist so, dass z.T. das erste Programm kaum empfangbar ist.
    Daher wurde vom Hausverwalter ein Angebot für
    - eine Erneuerung des Hausanschlussverstärkers (Kathrein 137 ) und
    - der Antennensteckdosen
    eingeholt.

    Zum Alter der Kabel: Das Haus ist aus den 80ern

    und zu 5 (den Kosten): Klar, das Detail macht der Techniker. Gibt es aber die Möglichkeit einer "über-den-Daumen"-Schätzung?? ;-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Dezember 2014
  10. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Mehrfamilienhaus auf Sat-Empfang umstellen

    Guten Morgen,
    Einen pauschalen Freifahrtschein können wir nicht geben, aber oft sind die alten Leitungen nicht so schlecht, wie man befürchtet.
    Da müssen pro Satellit entweder 4 Koaxleitungen oder eine Glasfaser gezogen werden. Blitzerdung muss natürlich auch. Die Antenne muss aber nicht unbedingt aufs Dach.
    Nein, es können auch 6 Leitungen sein, die jeweils durch 3 Wohnungen verlaufen oder 3 Leitungen durch 6 Wohnungen oder andere Kombinationen.
    Wenn es wirklich an einer schlechten Schirmung liegen sollte, dann wäre diese Maßnahme kontraproduktiv.
    Da hat man zwar angefangen, die Leerrohre wegzugeizen, aber das Koaxkabel war noch ganz ordentlich (meistens schon foliengeschirmt)
    Das geht ohne sich das angeschaut zu haben wirklich nicht. Der Aufwand für Blitzschutz und Montage wird höher als die Komponentenpreise werden. Wendet euch an einen Radio-Fernseh-Mann vor Ort, der soll den bestand aufnehmen und sich ggf. zur Unterstützung an einen Hersteller entsprechender Technik wenden. Ich gehe davon aus, dass es auf ein teilnehmergesteuertes Einkabelsystem mit separater Ableitung pro Wohnung (ggf. nachträglich eingezogen) hinausläuft.
     

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