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Liberty will nicht mehr und neuer Chef gefunden

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von tmovbm, 16. Januar 2002.

  1. tmovbm

    tmovbm Junior Member

    Registriert seit:
    15. Juni 2001
    Beiträge:
    116
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    Hallo,
    diesen Artikel hat dpa heute verbreitet:
    "2002-01-16 16:35:02


    München/Bonn (dpa) - Der Kabelnetz-Aufkäufer Liberty Media will nicht
    mehr beim defizitären Bezahlsender Premiere einsteigen. Der US-
    Konzern von John Malone zog seinen entsprechenden Antrag beim
    Bundeskartellamt überraschend zurück. «Wir haben Kirch aber ein
    Angebot für eine langfristige Zusammenarbeit unterbreitet», sagte ein
    Liberty-Sprecher.
    Nach Spekulationen in Branchenkreisen könnte das Unternehmen
    möglicherweise die Übernahme von Vertrieb und Marketing bei Premiere
    World anstreben. Dem Erwerb von sechs Kabelnetzen der Deutschen
    Telekom und des Kabelnetzbetreibers TeleColumbus durch Liberty muss
    das Kartellamt weiter zustimmen. Neuer Chef von Premiere World wird
    ebenso überraschend der frühere ProSieben-Chef Georg Kofler.
    Kofler wollte sich nicht konkret zu den Formen einer möglichen
    Zusammenarbeit mit Liberty äußern. «Ich bin aber offen für jeden, der
    Premiere verkaufen will», sagte Kofler der dpa. Er übernimmt am 1.
    Februar offiziell den Vorsitz bei Premiere World. Er wolle rasch die
    Ertragslage des verlustreichen Bezahlsenders verbessern und die
    Abonnentenzahl spürbar steigern. «Ich will innerhalb weniger Wochen
    Mister Premiere werden, so wie ich früher Mister ProSieben war.» Bei
    operativen Erfolgen werde es auch keine Probleme auf der
    Gesellschafterseite geben.
    Die KirchGruppe wollte die Entscheidung von Liberty nicht
    kommentieren. In Unternehmenskreisen wurde darauf hingewiesen, dass es
    noch keine konkreten Verhandlungen mit Liberty über eine
    Zusammenarbeit bei Premiere gebe.
    Premiere World konnte die Abonnentenzahl 2001 nur um fünf Prozent auf
    2,41 Millionen steigern und hat damit seine Ziele verfehlt. Wenn der
    Bezahlsender bis Herbst nicht bestimmte Ziele erreicht, kann
    Mitgesellschafter Rupert Murdoch seinen 22-prozentigen Anteil an Kirch
    zurückzugeben.
    Kirch müsste dafür rund 1,5 Milliarden Euro (3 Mrd DM) an Murdoch
    bezahlen. Liberty Media hatte ohne Rücksprache mit der KirchGruppe
    einen möglichen Einstieg bei Premiere World beim Kartellamt
    angemeldet. Der Plan war auf Kritik gestoßen, weil Malone dadurch Netz
    und Inhalte kontrollieren würde.
    Schon gegen die Übernahme der Kabelnetze der Telekom durch Liberty
    hatten sich die großen deutschen Fernsehveranstalter gewehrt. Auch die
    KirchGruppe sprach sich für eine Untersagung des Liberty-Telekom-
    Deals aus. Kirch-Vize Dieter Hahn warf Liberty öffentlich vor, sein
    Unternehmen aus dem deutschen Medienmarkt drängen zu wollen.
    Das Kartellamt wird nun voraussichtlich Ende Februar über den Kauf der
    Kabelnetze entscheiden. Die Behörde will nach Angaben eines Sprechers
    die Auswirkungen der Liberty-Entscheidung prüfen. Ob sich die Chancen
    für eine Zustimmung der Wettbewerbshüter zum Kauf der Kabelnetze
    verbessert hätten, wollte der Sprecher nicht sagen.
    Die KirchGruppe versucht seit Jahren, mit Premiere auf einen grünen
    Zweig zu kommen. An der Spitze des Pay TV-Senders gab es im
    vergangenen Jahr mehrere Wechsel. Im Dezember hatte der letzte
    Geschäftsführungs-Sprecher Ferdinand Kayser nach nur wenigen Monaten
    im Amt seinen Abtritt angekündigt. Kayser war nach dem Rücktritt von
    Manfred Puffer an die Spitze gerückt, der auch erst seit Januar Chef
    war.
    Der gebürtige Südtiroler Kofler war 1989 mit ProSieben auf Sendung
    gegangen. Schnell entwickelte sich der Sender zum profitabelsten
    Spielfilmsender in Deutschland. 1997 ging der von der KirchGruppe
    dominierte TV-Konzern an die Börse. Seine Rücktrittsankündigung 1999
    kam für viele überraschend.
    In Branchenkreisen wurde über Unstimmigkeiten zwischen Kofler, der
    immer auf eine gewisse Eigenständigkeit von ProSieben pochte, und der
    KirchGruppe spekuliert. Kofler betonte nun aber seine gute Beziehung
    zu Kirch. «Wir telefonieren jede Woche.» Auch bei der
    Einkaufssender-Kette Hot Networks, wo Kofler Vorstandschef ist,
    arbeite er mit Kirch zusammen."
    Thorsten
     
  2. Florian

    Florian Administrator Mitarbeiter

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    14. Januar 2001
    Beiträge:
    2.480
    Ort:
    Magdeburg
    Diese Meldungen gibt es zum Glück ja auch bei DigiTV.de täglich aktuell.
     

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