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Kuztest: Technisat TechniPlus 47 Isio

Dieses Thema im Forum "Heimkino-Kaufberatung" wurde erstellt von Eike, 26. Januar 2014.

  1. Eike

    Eike von Repgow

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    Technisat TechniPlus 47 Isio

    Hatte mal wieder das Vergnügen einen Fernseher kennenzulernen.
    Technisat ist vor allem bekannt durch seine Receiver-Schmiede Made in Germany.
    Aber durch den Zukauf der ehemaligen Fernsehentwicklung bei RFT in Dresden und dem Erwerb des TV-Werkes in Staßfurt, mischt Technisat seit einigen Jahren im hochwertigem TV-Segment mit.


    Vereint man die Receivererfahrungen Daums und die TV-Produktion in Staßfurt kommt etwas sehr Vernünftiges dabei heraus - wie es scheint.


    Mit der neuen Reihe TechniPlus, kommt endlich ein preislicher Kompromiss zum tragen. Es bleibt bei der hochwertigen Verarbeitungsqualität, dem Quattro-Tuner in Twinausführung, dem Bedienkonzept was weitgehend dem Isio-Receivern entnommen wurde. Andererseits wird auf eine interne Festplatte verzichtet und auch Tonal wurde abgespeckt.
    Dafür bietet Technisat zusätzlich Soundbars an bei Bedarf.
    Anschließen kann man externe USB-Festplatten bis 2TB.
    Im Test lief meine 1TB WesternDigital. In einer rückwärtigen Tasche des TVs kann man die Festplatte "verstauen".


    Aufgerüstet wurde bei 3D. Ein lange versäumtes Thema insgesamt bei den deutschen Herstellern. Obwohl bis heute 3D bei den Zuschauern ein Stiefkind ist, hat Technisat jetzt eine 3D Funktion mit Augenverträglichen passiven Brillen.


    Bildqualität

    Schon ab Werk liefert mit den Voreinstellungen der TS ein angenehmes neutrales Bild was kaum noch Nachhilfe nötig hat.
    Mit Burosch BR bin ich auf folgende Werte gekommen:


    Bildmodus: Benutzerdefiniert
    Lichtsteuerung: Manuell
    Hintertleuchtung: 90
    Farbtemperatur: Neutral
    Kontrast: 60
    Helligkeit: 50
    Farbe: 55
    Brillianzstufe: 2
    Bewegungskompensation: An


    Dynamische Bildeinstellungen sollten abgeschaltet werden.
    Der Blickwinkel ist für einen LCD sehr ordentlich, offensichtlich stützt sich auch Technisat neben anderen deutschen Herstellern und Panasonic sowie LG und Sharp auf IPS-Panele. Die vermeintliche Kontrastschwäche der IPS-Panele wird durch ein Vollbilddimmig kaschiert. Das Panel ist sehr gut ausgeleuchtet, trotz Edge-LED-Beleuchtung. Man sieht am Rand keine Lichthalos. Schwarz bleibt recht perfekt schwarz.
    Die Farbtemperatur im Weiß dürfte für die meisten Zuschauer perfekt sein, ist aber real etwas zu kühl bei 7000 Grad Kelvin.
    Mich persönlich hat das nicht gestört da ich auch zu Hause auf die oft empfohlenen warmen Temperaturen verzichte da sie für meine Augen "zu Gelb" sind. Die Farbtemperatur "Normal" ist auch bei meinem Philips zu Hause für mich optimal obwohl die meisten Fachmagazine "Film" wählen.


    Die Zwischenbildberechnung arbeitet sehr gut. Laufschriften, Wasserfälle etc waren perfekt.
    Der Soap-Effekt war kaum wahrnehmbar. Nur bei extrem schnellen (und seltenen) Bildbewegungen geriet die Kompensation mal aus dem Takt. Das passiert aber mit anderen Marken sehr viel früher.


    Wertung Bild:

    2+ sehr gut


    Tonqualität

    Hier hat Technisat mit der neuen Reihe abgespeckt zu Gunsten des Verkaufspreises.
    Der Ton reicht im Alltag für die Nachrichten oder Serie in Zimmerlautstärke aus und scheppert auch nicht. Der Spielfilm- oder Musikliebhaber wird aber zu Soundanalagen greifen (müssen).


    Wertung Ton:

    3 befriedigend


    Netzwerkfunktionen, Internet

    Wer die ISIO-Receiver kennt und schätzen gelernt hat, der wird auch mit dem TV zufrieden sein.
    Man kann den TV kabelgebunden oder mit einem W-Lan-Adapter (leider nicht eingebaut) an das WWW anschließen.
    Das Gerät findet UPnP-Geräte auf die er zugreifen kann. Aufnahmen vom Technisat lassen sich auch von anderen Wiedergabegeräten abspielen.


    Die Apps sind beim Technisat, so wie man es gewohnt ist, nicht in Form von Piktogrammen sondern in Form einer Textgebundenen Liste nach Art einer Programmliste erstellt.
    Im Isio-Live-Portal findet man dann auch selbst konfigurierbare Apps wieder bis hin zu einer Umfangreichen Internetradioliste mit exotischen Sendern bis hin zum Gay-Radio.


    Es gibt übrigens keinen Store zum Apps "kaufen", sondern die Internet-Liste wird via Internet auf Wunsch automatisch oder, empfehlenswerter, manuell aktualisiert. Toll.


    Sender die HbbTV unterstützen werden wie gewohnt per Roten Knopf bedient wenn das Piktogramm auftaucht.
    Das alles funktioniert völlig reibungslos und ruckelfrei und das selbst beinen einer kleinen 16er Geschwindigkeit die ich bei MDCC geordert habe.


    Für den freien Webrowser sollte man sich hingegen eine vernünftige Tastatur anschaffen die TS ebenfalls im Portfolio hat.


    Völlig vermissen wird man beim Technisat die Skype-Funktion und eine eingebaute Kamera.
    Letztere ist auch nicht anschließbar.


    Wertung: 1 Hervorragend




    EPG, Twin-Quttro-Tuner, Pay-TV-fähigkeit

    Beim EPG setzt TS auf den bewährten redaktionell gepflegten SFI. Vorteil, die Daten werden nachts geladen und sind i.d.Regel ausführlicher als die Sender-Daten. Fehlen SFI-Daten, die in Kooperation mit der TV-Digital erstellt werden, werden sie mit den normalen EPG-Daten der Sender aufgefüllt. Handhabe und Bedienung ist der den man vom SFI gewöhnt ist, mit umfangreichen Suchmöglichenkeiten. In den EPG werden demnächst auch die watchmi-Internet-Sender integriert, so wie man es schon man den Sat/Kabelreceivern her kennt. Somit verschmilzt tatsächlich Internet und TV in einer Liste zu einer Einheit. Die Internet-Kanäle "Welt der Wunder", "Bild Kicker" oder "grobi.TV" in einer Programmliste? Kein Problem
    Ebenfall kann man dann eigene watchmi-Kanäle erstellen. So kann man dann z.B. einen Serien oder Spielfilmkanal anlegen und frei in der TV-Liste und im SFI platzieren z.B. auf Platz 3 etc.
    Der SFI-sucht dann alle Möglichkeiten ab und zeichnet Sendungen automatisch auf weil der watchmi Dein eigenes TV-Verhalten kennenlernt in dem Du Sendungen bewertest. Also eine Art "anytime" ala Sky nur in persönlicher Ausführung.


    Es gibt eine Hauptprogrammliste und drei Favoriten.
    Alles lässt sich persönlich ordnen. DVB-T, S, C oder Kabelanalog-Sender lassen sich in einer Liste frei sortieren. Großer Pluspunkt.
    Im EPG lassen sich problemlos Sender zum aufzeichnen markieren. Ein Knopfdruck reicht. "Perfektrecording" sorgt dafür das ÖR- uns auch Sky-Sendungen auch bei Überlängen oder verspäteten Startzeiten perfekt auf gezeichnet werden.
    Freie Vorlauf- und Nachlaufzeiten lassen sich natürlich auch anlegen.
    Mit an Bord ist auch ein komfortabler Serien-Timer. Unkonfiguriert grast er den kompletten EPG quer über alle Sender nach "Guten Zeiten oder Schlechten Zeiten ab" oder man konfiguriert den Serien-Timer enger nach Sender und Uhrzeitbegrenzung so da in einem meiner Fälle Montag - Donnerstags nach "Happy Endings" auf VIVA HD gesucht wird aber die Wochenendwiederholungen ignoriert werden. Natürlich kann man auch Ordner anlegen so das man seine Serie oder andere Sendungen chronologisch geordnet in einem Ordner wiederfindet.
    Zwei CI-Zugänge lassen sich mit jeder Art von CI-Modulen (mit und ohne +) bestücken und werden auch erkannt.
    Die Aufnahmen erfolgen entschlüsselt und ohne Restriktionen auf der Platte. Die Festplatte muß vom TV nicht formatiert und zugeordnet werden. Restriktionen gibt's nur mit + Modulen, die aber vermieden werden können.


    Im meinem Test arbeitete ein Alphacrypt One4All mit einer V14 Sky-Karte auf der die Privaten in HD (via MDCC) und die Sky-Sender freigeschaltet waren. Alles lief problemlos.
    Alles konnte aufgezeichnet oder auf Fremdgeräte übertragen werden.
    Der TV hat auf allen Empfangswegen einen Twin-Tuner. Bei verschlüsselten Programmen setzt aber das Modul Grenzen. Meist kann nur ein verschlüsseltes Programm verarbeitet werden wenn man nur ein Modul nutzt.
    Sonst ist jederzeit Twin-Tuner Funktionalität vorhanden.


    Zu guter letzt noch ein Wort zum Stromverbrauch und Bootzeiten:


    Aus dem Deepstandby benötigt der TV ca 20 Sekunden zum Hochfahren. Das könnte schneller gehen.
    Aus dem normalen, aber nicht empfehlenswerten Standby unter 3 Sekunden.
    Der normale Stromverbrauch im Betrieb lag höchstens bei 90 Watt!
    In der Regel eher bei 70 Watt. Ein sehr guter Wert.


    Die Umschaltzeiten zwischen zwei verschlüsselten HD-Sendern (von ProSieben HD auf Sky Cinema HD) lag bei 2,5 Sekunden.


    Fazit: Die neue Technisat-TV-Reihe ist in einigen Punkten marginal abgespeckt. Es bleiben erhalten die gute Verarbeitungsqualität, die typischen Technisat-Philosophien bei der Ausstattung und Bedienung.


    Dafür ist das Gerät nun bezahlbar und kann mit anderen Herstellern im Preis mithalten.
    Mit einem Straßenpreis beim Fachhändler bei 1599,- € (47 Zoll) und 1999,- (55 Zoll) ist das Gerät mehr als nur Konkurenzfähig. Es ist fast jedem Überlegen inkl. der 5 Jahre Garantie! Bei diesem Gerät kann man wirklich auf einen externen Receiver verzichten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Januar 2014
  2. Hose

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    AW: Kuztest: Technisat TechniPlus 47 Isio

    Ist der Stromverbrauch so hoch im Standby oder warum ist der nicht empfehlenswert?
     
  3. Eike

    Eike von Repgow

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    AW: Kuztest: Technisat TechniPlus 47 Isio



    Ja, im normalem Standby wird der eingebaute Receiver nicht runtergefahren. Das hatte knapp 20 Watt zur Folge die umsonst verbraucht werden. Im "richtigem" Standby dann praktisch nicht messbar.
     
  4. brixmaster

    brixmaster Wasserfall

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    AW: Kuztest: Technisat TechniPlus 47 Isio

    Das Oberteil ist optisch sicherlich ansprechend.
    Aber der Ständer, und so ein Ständer gehört mit zum Gesamtbild, sorgt aufgrund dessen Hässlichkeit, das von Seiten TS angedacht sein sollte, seinen Ständer ein anderes Design zu geben.

    Ansonsten gibt TS einige Alleinstellungsmerkmale, wie eben auch bei Löwe oder Metz Geräten, die dessen höhere Preise gegenüber Normalmodellen in Grenzen durchaus berechtigen.
     
  5. Kakadu

    Kakadu Guest

    AW: Kuztest: Technisat TechniPlus 47 Isio

    Hallo Eike!

    Welche Festplatte verwendet Du genau?

    Ich hab schon drei verschiedene 2.5" mit USB-3.0-Anschluß ausprobiert, die alle nicht oder nicht ohne weiteres Laufen. Dazu gibt's hier im Forum schon einen Thread.

    Auf grobi.tv ein Interview zu sehen, in dem ein Technisat Mitarbeiter recht vollmundig erklärt, dass der Fernseher deutlich mehr Strom eben für externe USB-Festplatten liefert. Aber selbst ein Y-Kabel hilft nicht um "normale" Festplatten zu betreiben.

    Ich hab aber übrigens das 42" Model. Vielleicht bieten ja nur die größeren Modelle ausreichend Strom für die Platten.
     
  6. Eike

    Eike von Repgow

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    AW: Kuztest: Technisat TechniPlus 47 Isio

    Diese:
    http://www.amazon.de/Elements-Porta...100839&sr=8-1&keywords=1+TB+USB+Festplatte+WD
    läuft tadellos an meinem ISIO C.
    Und auch am Fernseher im Test.
    Formatieren muß man die Platte übrigens nicht.


    Keine Geräusch und keine Wärmeentwicklung. Stabil ohne irgendwelche Mucken.
    Als Alternative zur Technisat Techniport Festplatte die genauso gut läuft aber deutlich teurer ist.


    Mit Platten die eine externe Stromversorgung haben sollen hingegen Technisat-Receiver Probleme haben.
    Ohne das bestätigen zu können. Auch sollte man am USB-Anschluss keine größeren Platten verwenden. Theoretische Grenze ist 2 TB.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Februar 2014
  7. Batman 63

    Batman 63 Talk-König

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    AW: Kuztest: Technisat TechniPlus 47 Isio

    Kann ich nur bestätigen. Hatte selber schon zwei 2,5" Platten von Western Digital an verschiedenen Receivern von Technisat. Immer ohne Probleme.
     
  8. Wolfgang R

    Wolfgang R Board Ikone

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    AW: Kuztest: Technisat TechniPlus 47 Isio

    Und das bei DVB-C, richtig?

    Also kann man wohl davon ausgehen, dass es bei DVB-S (bedingt durch die notwendigen Kommandos zur Positionsumschaltung sowie H/V low/high) um die knapp 3 Sekunden dauert.

    Das ist schwach. Aber da ist zumindest Metz genau so träge und langsam.

    Allgemein fällt mir auf, dass die eingebauten Receiver oftmals ziemlich langsam beim Umschalten sind.

    Übrigens hätte ich jetzt schon mal rein von den Bildeinstellungswerten drauf getippt, daß ein IPS-Panel eingebaut ist :)

    So stelle ich LG-Fernseher normalerweise auch immer ein (die "Brillianzstufe" wird bei LG über die Experteneinstellung H und V-Sharpness geregelt, hier liege ich auch immer um die 70-80%).

    Wolfgang
     
  9. Eike

    Eike von Repgow

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    AW: Kuztest: Technisat TechniPlus 47 Isio

    Aktuell werden sowohl eingebaute Receiver, als auch Externe, eher langsamer durch die HD+ Zugänge die ausgewertet werden müssen und HbbTV.

    Aber 2,5 Sekunden zwischen verschlüsselten HD-Sendern auf unterschiedlichen Frequenzen ist eher ein guter Wert.
     
  10. Gorcon

    Gorcon Moderator

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    AW: Kuztest: Technisat TechniPlus 47 Isio

    Ja die Umschaltzeiten werden durch abfragen des Jugendund Kopierschutz länger. HbbTV dürfte da keine Rolle spielen das sollte das Gerät erst danach machen (so wie das bei TVs auch üblich ist). Das kann nochmal 2-3sek dauern.
     

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