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Kuriose Kostenfalle: Anrufbeantworter stimmt teurem R-Gespräch zu

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von TV.Berlin, 19. Februar 2005.

  1. TV.Berlin

    TV.Berlin Wasserfall Mitarbeiter

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    Besitzer eines Anrufbeantworters können in eine kuriose Kostenfalle geraten. Experten von Computerbetrug.de und Dialerschutz.de haben nachgewiesen, dass die Ansage des Anrufbeantworters unter Umständen als Bestätigung für die Annahme eines teuren R-Gesprächs gewertet wird. Die Folge können hohe – und für den Betroffenen unerklärliche - Kosten auf der Telefonrechnung sein. Die Erkenntnisse werden nun auch in einem Gerichtsverfahren eine große Rolle spielen.


    Seit Herbst 2002 wird in Deutschland das System des R-Gesprächs angeboten. Dabei zahlt nicht der Anrufer die Gesprächsgebühren, sondern der Angerufene. Dieser muss zur Sicherheit bestätigen, dass er die Kosten kennt und bereit ist, diese zu übernehmen. Das geschieht je nach System dadurch, dass der Angerufene entweder eine Tastenkombination in sein Telefon eingibt oder mit einem lauten „Ja“ die Zustimmung gibt. Doch das System hat seine Tücken, wie ein Experiment deutlich zeigt. Denn die Bestätigung mit „Ja“ muss nicht unbedingt der Angerufene selbst geben – es genügt, wenn er eine entsprechende Ansage auf seinem Anrufbeantworter hat.

    Bei einem Expertentreffen von Computerbetrug.de und Dialerschutz.de in Bonn gelang der Nachweis. Bei einem ankommenden R-Gespräch wurde vor Zeugen ein als Ansage auf Anrufbeantwortern beliebtes Hörstück angespielt. In diesem beschwert sich ein fiktiver Kunde lautstark über seinen vermeintlich defekten Videorekorder. Das Hörspiel heißt 200Puls.mp3 und ist dutzendfach im Internet zu finden. Es zeichnet sich dadurch aus, dass etliche Sätze mit den Worten „Ja, verdammte *******“ beginnt. Bei entsprechendem Start des Hörspiels geschah das Erstaunliche: Das R-Gespräch-System akzeptierte das „Ja“ der Bandansage als Bestätigung. Die Zeugen konnten sich auf Kosten des Angerufenen das Hörspiel zu Gemüte führen. Das System wurde auf diese Weise in einem von vier Versuchen überlistet – immerhin eine Quote von 25 Prozent. Das liegt auch daran, dass das „Ja“ der Bandansage in dem Zeitraum zu hören sein muss, den das R-Gesprächssystem für die Bestätigung vorgibt.

    Die in unserem Experiment gewonnenen Erkenntnisse werden nun auch in einem Gerichtsverfahren eine Rolle spielen. In diesem Fall hatte ein Telefonbesitzer eine hohe Rechnung für angeblich akzeptierte R-Gespräche erhalten. Konkret handelte es sich um mehr als 40 R-Talk-Gespräche, alle in einer Länge von rund zwei Minuten – was wiederum der Länge des bei ihm auf dem Anrufbeantworter laufenden Hörspiels entspricht. Eine der Verbindungen ging allerdings über 17 Minuten. Das Gespräch wurde aufgezeichnet. Dabei ist zu hören, wie sich zwei Jugendliche darüber lustig machen, dass der Betroffene das Gespräch bezahlen müsse. Nachdem sich der Angerufene jedoch weigerte, die Kosten zu übernehmen, beantragte das entsprechende Telefon-Unternehmen einen Mahnbescheid. Um eine zügige Klärung der Angelegenheit im Klageverfahren zu erzwingen, hat der Anwalt des Betroffenen nun die Durchführung des strittigen Verfahrens beantragt. Welche Folgen die offensichtliche Sicherheitslücke im System der R-Gespräche hat, bleibt abzuwarten. Nutzer von Anrufbeantwortern sollten auf jeden Fall aufmerksam werden, wenn sie auf ihrer Telefonrechnung unerklärliche Posten für R-Gespräche finden. Wer ganz sicher gehen will, kann R-Gespräche bei den Dienste-Anbietern für seinen Anschluss sperren lassen.

    Q: dialerschutz.de
     
  2. horud

    horud Lexikon

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    AW: Kuriose Kostenfalle: Anrufbeantworter stimmt teurem R-Gespräch zu

    Also ganz ehrlich, Anrufbeantworter sind auch nicht dafür gedacht, irgendwelche "Hörstücke" als Ansage laufen zu lassen. Solche Sachen halte ich für infantil und stillos. Selbst schuld, kann man da nur sagen, mehr nicht...:rolleyes:
     
  3. HHI

    HHI Silber Member

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    AW: Kuriose Kostenfalle: Anrufbeantworter stimmt teurem R-Gespräch zu

    Ist es nicht so, dass man bei seinem Telefonanbieter das so einstellen lassen kann, dass R-Gespräche an seinem Telefonanschluss nicht möglich sind?
     
  4. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: Kuriose Kostenfalle: Anrufbeantworter stimmt teurem R-Gespräch zu

    Schon mal daran gedacht, dass auch bei "herkömmlichen" Ansagen der Sprachcomputer ein "Ja" heraushören könnte? :rolleyes:
     
  5. horud

    horud Lexikon

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    AW: Kuriose Kostenfalle: Anrufbeantworter stimmt teurem R-Gespräch zu

    Schon mal oben gelesen, dass der Typ ein Hörspiel auf dem AB hatte? :rolleyes:
    Die wenigsten "normalen" Ansagen werden ein "Ja" drinhaben.
     
  6. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: Kuriose Kostenfalle: Anrufbeantworter stimmt teurem R-Gespräch zu

    Lesen kann ich in der Tat. Deshalb schrieb ich ja auch, dass es "auch" bei herkömmlichen Ansagen passieren "kann"
    Sag das bitte mal dem Hernn Jaworski.

    Oder selbst die lockere Begrüßung "Ja, hallo!" kann da fatal wirken.

    Außerdem weiß doch jeder, der schon mal mit einem Sprachcomputer telefoniert hat, dass der da manchmal Sachen versteht, die man nicht gesagt hat.

    Gag
     
  7. panta_rhei

    panta_rhei Senior Member

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    AW: Kuriose Kostenfalle: Anrufbeantworter stimmt teurem R-Gespräch zu

    Hallo Horud,
    Welche "Trefferquote" und welche Fehlerquote hat denn bitte eine Spracherkennungssoftware?

    Ist es für dich undenkbar, das ein "Ja" erkannt wird, obwohl jemand nur "da" sagt? Zum Beispiel im Satz "Ich bin nicht da,..."

    IMHO ist der Diensteanbieter verpflichtet zu beweisen, dass ein rechtsgültiger Vertrag zustandegekommen ist. Aber das wird vermutlich recht schwierig für ihn, außer er zeichnet den Teil des Gesprächs auf, und dann ist der Fall klar.

    Gruss Panta Rhei
     
  8. casper100

    casper100 Wasserfall

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    AW: Kuriose Kostenfalle: Anrufbeantworter stimmt teurem R-Gespräch zu

    R-Gespräche und 0190/0900 kann man vom Anbieter blocken lassen.
    Kostet einmalig 7,95 €.

    Wenn man Kinder hat, kommt man nicht drumrum sich mit sowas zu beschäftigen.
     
  9. Lechuk

    Lechuk Institution

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    LD
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    AW: Kuriose Kostenfalle: Anrufbeantworter stimmt teurem R-Gespräch zu

    Ist es nicht traurig,das man alles abschalten muß?
    Bei Kindern geht es auch anders!



    edit:
    Was ist wenn ich irgendeinen dieser Dienste aber doch mal brauch?
    Gehe ich dann zum Nachbarn?
    Als ich bei der Fahne war und nur 150M monatlich bekam,da rief ich
    immer per R Gespräch zu Hause an.
    Stellt Euch mal vor,es gibt Leute,die nutzen sowas und auch die
    Mehrwertdienste heute noch.
    Manchmal brauch man sie eben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Februar 2005
  10. panta_rhei

    panta_rhei Senior Member

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    AW: Kuriose Kostenfalle: Anrufbeantworter stimmt teurem R-Gespräch zu

    Hallo Casper100,
    da bleibt nur noch die Frage, ob das dann für alle Anbieter gilt, oder nur für diesen speziellen.
    Beispiel:
    Man ist Kunde der Firma mit dem T und ein anderer Anbieter leitet ein R-Gespräch an einen weiter, wird das dann geblockt?

    Gruss Panta Rhei
     

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