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Konfrontation USA gegen Rest der Welt

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von alfmuc, 3. April 2003.

  1. alfmuc

    alfmuc Junior Member

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    Es scheint vielen noch nicht klar zu sein, daß es um mehr geht als um das irakische Öl.

    Das ist nur ein Schritt zum größerem Ziel hin. Wenn diese Ölquellen sich alle in US-Besitz befinden läßt sich durch die großen Vorräte und die billige Fördermenge der Ölpreis beliebig manipulieren. Dadurch lassen sich Regierungen ohne großen militärischen Einsatz unter Druck setzen.

    Viel bedrohlicher ist jedoch die immer offensichtlicher zu erkennende Absicht der USA sich als allein bestimmende Macht in der Weltpolitik zu etablieren. Viel Rücksicht auf die Interessen anderer Staaten haben die USA ja noch nie genommen. Aber unter George Bush nimmt das jetzt wirklich bedrohliche Ausmasse an.

    Meint Ihr wirklich China, Rußland, Frankreich und Deutschland hätten sich zu dieser gemeinsamen Aktion (trotz zun Teil wesentlich unterschiedlicher Interessen)wegen Mißachtung irgendwelcher internationaler Normen durch die USA zusammengefunden?

    Dazu haben zumindestens China, Frankreich und Rußland diese Normen zu oft selbst nicht beachtet und sich nicht sonderlich daran gestört wenn sie von anderen Staaten übertreten wurden; Hauptsache die eigenen Interessen wurden nicht allzusehr tangiert.

    Ich kann nicht verstehen warum so viele europäische Politiker hier noch so zu den USA halten. Glauben die vielleicht sie würden von den USA besser behandelt werden wenn diese erst einmal ihr Ziel erreicht haben? Das wir wohl ein folgenschwerer Wunschtraum bleiben. Denn dann sind sie ja überflüssig.

    Was vielen bei Tony Blair als Abrücken von der amerikanischen Haltung erscheint, könnte auch einen anderen Hintergrund haben. Indem er so versucht bei den übrigen Europäern an Einfluß zu gewinnen könnte er sich quasi als europäischer Administrator der USA etablieren. Von den USA anerkannt weil er viele Probleme geräuschloser erledigen kann als die USA selbst; und bei den Europäern unentbehrlich weil nur er die guten Beziehungen zur USA hat.

    Fatal wäre es, wenn diese Koalition gegen die USA in der Endphase des Irakkrieges oder danach auseinanderbricht. Die USA könnten jeden einzelnen Staat nach Belieben abstrafen und eine erneute Opposition gegen die USA wäre auf Jahre hinaus unmöglich.
    Gruß Alfmuc
     
  2. Michael

    Michael Platin Member

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    endlich jemand, der weiter denken kann, als von 12 bis Mittags.

    Genauso sehe ich das auch.

    Und ich finde, dass es an der Zeit ist, Europa zur neuen Supermacht aufzurüsten. Der Euro kann den Dollar kilometerweit hinter sich lassen und mit unseren neuen Freunden im Osten kann es Europa schaffen, selbst die USA wie ein kleines afrikanisches Hungerland wirken zu lassen. Man muss nur den Mut dazu haben und nicht auf solch haltlose Texte wie die von Frau Merkel hören.

    Ich will keinen neuen Hitler. Ganz im Gegenteil! Ich will ein Europa, was sich einig in allen Punkten ist und auf die USA scheiBt. So einfach ist das.

    <small>[ 03. April 2003, 21:07: Beitrag editiert von: Michael ]</small>
     
  3. Parisia

    Parisia Neuling

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    Was ich nicht verstehe... wir sollen Europa aufrüsten weil wir Frieden wollen? Und gegen wen sollen die Waffen gerichtet sein, die USA?

    Das klingt eher danach, als ob die französische, deutsche und russische Rüstungsindustrie ihrem guten Kunden Saddam nachweinen und wenigstens so ihren Schrott loswerden wollen;)
     
  4. Michael

    Michael Platin Member

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    Aufrüsten weniger um Krieg zu führen sondern vielmehr um sich zu verteidigen. Wir sehen ja gerade, wie die USA gegen jedes x-beliebige Land vorgeht und auf die Weltgemeinschaft scheiBt.

    Hauptsächlich sollte die Wirtschaft mal endlich den Dollar vergessen. Der Euro ist kräftig genug, um selbst die Weltwirtschaft bestimmen zu können.
     
  5. Parisia

    Parisia Neuling

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    Jedes x-beliebige Land würde ich nicht sagen.

    Der Kosovo-Krieg war eine ähnliche Situation, da hat der UNO-Sicherheitsrat sich auch nicht zu einem Beschluss durchringen können. Trotzdem war es notwendig, um Völkermord zu verhindern.

    Saddam Hussein hat auch Völkermord begangen und wäre noch zu weit Schlimmerem in der Lage.

    Ich bin wirklich auch kein Bush-Fan, aber hatte nach dem 11. September schon eine Atombombe befürchtet. Und Afghanistan geht es doch jetzt wirklich besser.

    Außerdem nehme ich Blairs Position ernst, er gewinnt nun wirklich nichts von seiner Haltung.

    Russland dagegen hat sofort nachgefragt, wie es nach Saddams Abgang mit ihren Öl-Deals steht, die sollten doch bitte bestehen bleiben.

    Aufrüstung hat immer etwas mit Drohen zu tun, und das finde ich wirklich unangebracht. Ohne die USA gäbe es keine Bundesrepublik, und Saddam hatte 12 Jahre Zeit, sich an die Waffenstillstandsbedingungen zu halten. Leider hat er die aber alle gebrochen, ich wünschte wirklich, er hätte zumindest das Exil-Angebot angenommen und Krieg hätte vermieden werden können.
     
  6. alfmuc

    alfmuc Junior Member

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    Ich bin nun wirklich kein Militärfan. Aber wenn wir zur Erledigung so unangenehmer Aufgaben wie des Kosovo-Krieges die militärische Hilfe der USA brauchen, werden wir von denen nicht ernst genommen.

    Dabei sollte eine europäische Militärmacht nur äußerst spärlich eingesetzt werden. Eine Haudraufmentalität wie in den USA ist hierzulande ja auch wegen des europäischen Pluralismus schwer vorstellbar.

    Gruß Alfmuc
     
  7. majo

    majo Silber Member

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    Nochmal: In Ex-Yugoslawien hatten die Amis ein UN-Mandat, im Irak nicht. Die UN ist das beste, was unsere Menschheit hat, weil nichts anderes vergleichbares da ist. Wenn dieses Gremium von den wichtigsten Staaten nicht mehr akzeptiert wird, dann haben wir ein E N Dgültiges Problem im wahrsten Sinne des Wortes.

    Junge, Junge, eine EUROPA-Armee !! Sogar dazu zwingen einen die Amis mit Ihrer überheblichen, arroganten, kriegsversessenen Machtgeilheit!

    Damit sind die Weichen dann wirklich in eine Zukunft gestellt, wie sie in solchen Filmen wie MadMax dargestellt wird. Als ob die Menschheit keine anderen Probleme hätte!

    @DrBig: hier jemandem unterjubeln zu wollen, man hätte Saddam als Friedens- und Glückbringer dargestellt, dafür gehört dir was ganz anderes gegeben als ein mitleidiges Ignorieren!

    Grüße, majo
     
  8. Parisia

    Parisia Neuling

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    &lt;&lt;Aber wenn wir zur Erledigung so unangenehmer Aufgaben wie des Kosovo-Krieges die militärische Hilfe der USA brauchen, werden wir von denen nicht ernst genommen.&gt;&gt;

    Wir werden ernst genommen wenn wir gute Argumente haben und vor allem den Dialog suchen. Schröder hat die Irak-Frage künstlich aufgebauscht, um von anderen Wahlthemen abzulenken. Zu diesem Zeitpunkt hatte niemand auch nur irgendwas von Deutschland verlangt oder angefragt. Ein kategorisches "Nein, egal warum" nimmt einem doch jede Diskussionsbasis.

    Eine "Haudraufmentalität" sehe ich bei den USA auch nicht. Immerhin ist Bush zur UN gegangen, Cheney war nicht dafür. Und sechs Monate Geduld mit all den kleinlichen Meckereien hätte ich ihm auch nicht zugetraut.

    Saddam hat sich nicht an die Bedingungen des Waffenstillstands gehalten, darum ging es, und deswegen ist das ganze auch legal. Es gab etliche Resolutionen, die explizit Gewalt androhten und auf die 1441 auch Bezug nahm.

    &lt;&lt;Nochmal: In Ex-Yugoslawien hatten die Amis ein UN-Mandat, im Irak nicht. Die UN ist das beste, was unsere Menschheit hat, weil nichts anderes vergleichbares da ist.&gt;&gt;

    Ein Kosovo-Einsatz wurde nicht von der UN genehmigt, sondern explizit abgelehnt. Deswegen wurde das ein Nato-Einsatz, an dem sich deutsche Regierung beteiligt hat.

    Und wer hat nochmal die UN gegründet? winken Wenn die USA nur an Imperialismus und "Machtgeilheit" interessiert wären, hätten sie den Irak doch schon im 1. Golfkrieg samt aller Ölquellen übernehmen können;) Und einen Großteil Europas nach dem 2. Weltkrieg. Oder Ex-Jugoslawien. Oder Afghanistan.

    Dort gibt es jetzt überall eigenständige Demokratien. Das wird auch im Irak so passieren und hoffentlich dem sonst so in der Gegend beliebten Antisemitismus entgegensteuern.

    Oder wollen wir wirklich mitansehen wie Saddam Hussein in Ruhe (und mit Unterstützung der deutschen Waffenindustrie) eine Atombombe baut und sie dann Terroristen zuspielt (Hass verbindet)?

    Die meisten Exil-Iraker bitten sogar darum, Hussein zu stürzen. Sollten sie kein Gehör finden? Und haben wir nicht als Deutsche eine besondere Verantwortung Israel gegenüber?

    Die ach so bösen Amis zwingen uns nicht zu einer Europaarmee, das ist doch echt daneben. Ist Europa wirklich so sehr von ihnen abhängig? Haben wir keine Eigenverantwortung mehr?
     
  9. Michael

    Michael Platin Member

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    Wirklich besser? Warst Du schon da? Was man so im TV sieht, gehts denen nur in der Hauptstadt Kabul wirklich besser. Weiter draußen solls denen schlechter den je gehen. Grund: Kaum Nahrungsmittel, kaum Wirtschaft. Eigentlich haben die weniger als zuvor, denn selbst der Drogenanbau ist dort nicht mehr erlaubt. Und das war die Haupteinnahmequelle.
    Ich befürworte zwar keine Drogen und auch nicht die Geschäfte damit. Aber zum Überleben? Hmmm ...

    Aber besser geht's den meisten dort auf keinen Fall.
    Es ist ja nicht so, als wäre dort nun der unsagbare Reichtum und die Sozialwirtschaft eingeführt worden. Und selbst wenn man etwas Geld hat, so kann es nicht mal eben in den nächsten Supermarkt tragen.

    Du kannst denen aber nicht ewig hinterher buckeln. Du mußt es aus dem selben Blickwinkel sehen, wie die Amis einst ihre Europapolitik führten: wirtschaftlich.
    Geld ist nunmal das A und O und nicht die Freundschaft. Von Freundschaft kannst Du Dir nichts kaufen. Und wenn wir ewig den Amis hinterher buckeln, werden wir es niemals zu was bringen und immer nur der ewige Vasalle der Amis sein (so wie England schon seit Ewigkeiten)

    Ich glaube, wenn die Weltwirtschaft den Euro akzeptiert, dann wars das für Amis. Und dann wirst das wahre Gesicht der USA sehen. Das wird alles andere als freundschaftlich sein. Und aus diesem Grund muss Europa nicht nur wirtschaftlich aufstehen, sondern auch militärisch. Letzteres aber - wie bereits erwähnt - nur zur Verteidigung.
     
  10. Parisia

    Parisia Neuling

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    &lt;&lt;Wirklich besser? Warst Du schon da? Was man so im TV sieht, gehts denen nur in der Hauptstadt Kabul wirklich besser. Weiter draußen solls denen schlechter den je gehen. Grund: Kaum Nahrungsmittel, kaum Wirtschaft. Eigentlich haben die weniger als zuvor, denn selbst der Drogenanbau ist dort nicht mehr erlaubt. Und das war die Haupteinnahmequelle.
    Ich befürworte zwar keine Drogen und auch nicht die Geschäfte damit. Aber zum Überleben? Hmmm ...
    Aber besser geht's den meisten dort auf keinen Fall. Es ist ja nicht so, als wäre dort nun der unsagbare Reichtum und die Sozialwirtschaft eingeführt worden. Und selbst wenn man etwas Geld hat, so kann es nicht mal eben in den nächsten Supermarkt tragen.&gt;&gt;

    Den Frauen geht es mit Sicherheit besser. Und auch den meisten Männern, die Taliban hatten ein Terrorregime.

    Freiheit ist mir zumindest weit wichtiger als Geld, und was da wirklich los war ist schwer vorstellbar. Aber jetzt darf zumindest wieder Musik im Radio laufen... allein schon das wäre ein Horror für mich, und Menschen sind nicht wirklich so verschieden.

    Natürlich ist es wichtig, dass alternative Industrien und Strukturen aufgebaut werden, aber daran können sich doch auch deutsche Firmen beteiligen. Oder wird dazu doch wieder der US-Dollar benötigt? winken

    Ich glaube, dass es wirtschaftlich in anderen Teilen des Landes bergauf gehen kann, wenn die Terroristennester dort ausgeräumt sind, das ist noch nicht abgeschlossen. Und es dauert nun mal seine Zeit.

    &lt;&lt;Du kannst denen aber nicht ewig hinterher buckeln. Du mußt es aus dem selben Blickwinkel sehen, wie die Amis einst ihre Europapolitik führten: wirtschaftlich.
    Geld ist nunmal das A und O und nicht die Freundschaft. Von Freundschaft kannst Du Dir nichts kaufen. Und wenn wir ewig den Amis hinterher buckeln, werden wir es niemals zu was bringen und immer nur der ewige Vasalle der Amis sein so wie England schon seit Ewigkeiten
    Ich glaube, wenn die Weltwirtschaft den Euro akzeptiert, dann wars das für Amis. Und dann wirst das wahre Gesicht der USA sehen. Das wird alles andere als freundschaftlich sein. Und aus diesem Grund muss Europa nicht nur wirtschaftlich aufstehen, sondern auch militärisch. Letzteres aber - wie bereits erwähnt - nur zur Verteidigung.&gt;&gt;

    Es muss doch gar nicht ums "Buckeln" gehen.
    Gibt es in unserem Weltbild wirklich nur noch Drohgebärden oder Vasallentum? Ich bin für eine selbstbewusste Partnerschaft:)

    Wir haben nun mal am eigenen Leib erlebt, dass es den USA nicht um Imperialismus ging, als sie uns von Hitler befreiten. Warum muss das auf einmal vergessen werden? Und warum wird von Bush immer das Schlimmste angenommen und von Saddam Hussein, einem erwiesen perversen Massenmörder, das Beste?

    Ich bin total gegen Aufrüstung, gerade in der jetzigen wirtschaftlichen Lage. Da werden Renten gekürzt, Arbeitslosenhilfe wird gekappt, Leute werden immer ärmer, aber nein, anstatt das Geld in soziale Bereiche zu stecken wird aus der Friedenshaltung wird nun ein Rüstungswettlauf? Nur damit wir keine "Vasallen" mehr sind, Worte, Debatten etc. reichen nicht aus, um überzeugend argumentieren zu können? No thanks;)
     

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