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Komplettverlust: Eutelsat-Satellit W2M nach Defekt nicht mehr einsatzfähig

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 28. Januar 2009.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Lexikon

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    Paris - Eutelsat Communications informiert darüber, das der im letzten Jahr gestartete Satellit W2M nach einer "bedeutenden technischen Anomalie" nicht den mit dem Hersteller EADS Astrium/ISRO Antrix vereinbarten Erfordernissen gerecht wird.

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  2. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Komplettverlust: Eutelsat-Satellit W2M nach Defekt nicht mehr einsatzfähig

    Wie immer hat jede Sache zwei Seiten. Damit ist vielleicht den Besitzern der Puppenstuben-ASTRA-Antennen eine Erfahrung durch Störungen von 16° Ost einstweilen erspart geblieben. Die Galgenfrist ist immerhin um 1 1/2 Jahre verlängert.
     
  3. PapaJoe

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    Artikel 26
    (1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen
    wer den, das friedliche Zusammenleben der
    Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges
    vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind
    unter Strafe zu stellen.
    AW: Komplettverlust: Eutelsat-Satellit W2M nach Defekt nicht mehr einsatzfähig

    Aber ein Öffnungswinkel von 5° wie bei meinem "unsichtbaren" 33er Schüsselchen
    auf dem Balkon ist ja nun so unnormal nicht. Vor ein paar Jahren gab es schon
    mal die ORF-Störungen von 16°E. Das Problem sind ja nicht die 3° Abstand,
    sondern die unkoordinierte Ausstrahlung dann auch noch auf derselben
    Frequenz in derselben Polarisation. Das müsste ja nun wirklich nicht sein.

    :eek:
     
  4. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Komplettverlust: Eutelsat-Satellit W2M nach Defekt nicht mehr einsatzfähig

    Wenn etwas bis ins kleinste Detail koordiniert worden ist, dann war das die Positionierung und Downlink-Zuteilung der Satelliten.

    Das Problem sind die 3° Abstand! Es gibt eben auch bei dieser geringen Distanz gemeinsam genutzte Frequenzbereiche. Zu jedem Orbitabstand errechnet sich ein max. zulässiger Öffnungswinkel = erforderlicher Schüsseldurchmesser. ASTRA wie EUTELSAT propagieren schon immer unisono einen Mindestdurchmesser von 60 cm. Aber weil digital viel weniger Pegel ausreicht, wollen einige den Wettlauf um den kleinsten Schüsseldurchmesser gewinnen. Und wenn das eines Tages schief gegangen ist, sollen es gefälligst die "blöden" Sat.-Betreiber besser koordinieren.

    Wie soll die Polarität bei völlig anderen Transponderrastern mit unterschiedlicher Bandbreite gegenseitig abgestimmt werden? Soll man dann etwa jede 3°-Zwischenposition total stilllegen, oder auf jeden zweiten Transponder verzichten? Oder die Satelliten mit dem Shuttle einfangen und Transponderraster und Symbolrate ändern und wieder hochschicken?
    Was einstens bei der Störung des Analogsignals von "Das Erste" noch möglich war, geht bei Vollbandnutzung nicht mehr. Damals hat EUTELSAT den Gleichkanal-Transponder auf eine noch freie Frequenz verlegt, obwohl dazu keinerlei Verpflichtung bestand.

    Höhere Entkopplung ergäbe sich durch Umstellung auf Zirkularpolarisation. Von eben der haben aber ASTRA und EUTELSAT selbst in den Bändern abgesehen, wo das mal festgelegt war, weil das die LNBs drastisch verteuert hätte. Bis auf 16° Ost der Nachfolgesatellit positioniert ist, werden in der Galgenfrist sicherlich noch zahlreiche Minischüsseln installiert. Mitte 2010 werden wir sehen, ob sich das rächt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2009
  5. PapaJoe

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    AW: Komplettverlust: Eutelsat-Satellit W2M nach Defekt nicht mehr einsatzfähig

    Du bist albern. ;)

    In einer Welt, wo der Krümmungswinkel einer Banane, die Größe eines
    Kondoms oder auch die Öffnung einer Toilettenbrille genormt werden,
    muss es doch möglich sein, dergleichen im HighTec-Bereich für
    Satellitenbelegungen zu tun.

    Auf VHF/UHF und sogar UKW (!) hat das schließlich auch funktioniert.

    Feste Orbitposition, dazu festes Transponderraster und alternierende
    Polarisation. Dann braucht man weder Satellitenpositionen noch Transponder
    stilllegen.
     
  6. györgy3

    györgy3 Guest

    AW: Komplettverlust: Eutelsat-Satellit W2M nach Defekt nicht mehr einsatzfähig

    Dipol und sein Lieblingsthema ;)
     
  7. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Komplettverlust: Eutelsat-Satellit W2M nach Defekt nicht mehr einsatzfähig

    Systembasis ist und war Paraboldurchmesser > 60 cm. Und wer es kleiner macht, darf sich nicht beklagen wenn Gleichfrequenzstörungen auftreten.
    Der Vergleich geht aber völlig daneben. Der Vorteil der Satellitenübertragung ist nun mal, dass man Frequenzbänder unter Einhaltung bestimmter Öffnungswinkel mehrfach nutzen kann.
    Man entwerfe einen neuen Transponderplan mit dem außer Mode gekommenen Halbtransponderversatz und schon ist alles gelöst? Nur etwas realitätsfern, was die Umsetzung an den bestehenden Orbitern betrifft, die noch einige Jährchen Laufzeit haben. Da gibt es sogar Transponder, die ohne Versatz auf beiden Ebenen senden!

    Welches leider einen sehr realen Hintergrund hat!
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2009
  8. simpelsat

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    70er Triax-78 auf SG-2100A für 53e-34.5w (Standard 28e)
    (72e-58w - möglich bei Dachinstallation)

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    AW: Komplettverlust: Eutelsat-Satellit W2M nach Defekt nicht mehr einsatzfähig

    Tut mir leid, Leute, aber ich sah mich absolut gezwungen, hier meinen ganzen Einfluss im Orbit geltend zu machen. Dieser Unfall musste sein.

    Andernfalls hätte ich (wie tausende Andere) in wenigen Tagen meine heißgeliebte DigiDish33 wegen totaler Empfangsprobleme auf allen Astra-19e-Kanälen umgehend verschrotten müssen.

    Bereits ohne die Ankunft des W2M haben mir die bisherigen Transponder von 16e nahezu alle Frequenzen auf 19e ziemlich ungenießbar gemacht. Noch schlimmer hätte es mit der aktuellen Erweiterung einfach nicht kommen dürfen.

    Aber Dipol, der hat es gut. Er hat aufgrund seiner fast neurotischen Berührungsängste zum Glück keine Chance, eine kleine DigiDish überhaupt auch nur zu installieren - trotzdem weiß er aber Alles. Theoretisch-physikalisch.

    Physik ist reine Theorie - Praxis ist reine Wahrheit ...
     
  9. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Komplettverlust: Eutelsat-Satellit W2M nach Defekt nicht mehr einsatzfähig

    ... und der Strauß genießt eindeutig den besten Schutz, wenn er den Kopf in den Sand steckt. Mathematiker und auch Physiker von Newton über Clark bis Einstein sind sowieso praxislose Spinner. Das Thema wird dummerweise wieder aktuell, wenn auf 16° Ost mit um 1 bis 2 dB höherer EIRP gesendet wird. Vielleicht klappt ja der nächste Launch 2010. So dann Störungen auftreten, darf man auf die gewandelte Argumentation gewisser Praktiker gespannt sein.

    Die 1992 aufgetretene Analogstörung von "Das Erste" durch den EUTELSAT II-F3, war ebenso wie das Pendant durch den W 2 im Jahre 1999 leider kein theoretisches Hirngespinnst. Und EUTELSAT hat beides Mal brav auf eine andere noch freie Frequenz gewechselt. Nur irgendwann wird auch hier die ganze zugeteilte Bandbreite belegt sein. Bei ausgeprägter Theorie-Resistenz wird vielleicht auch das hier als blanke Panikmache und gezielte Desinformation einer Fachzeitschrift abgetan.
    Das kann aber einen gewieften Praktiker in seinem Glauben nicht erschüttern, dass der größere Öffnungswinkel seiner DigiDish 33 auch in Zukunft von solchen Effekten verschont bleiben wird. Und wenn nicht, die gigantischen Leistungsreserven dieser Schüssel lassen ja vielleicht noch ein Wegdrehen auf 23,5° Ost zu, die früher dadurch zwangsläufig verursachten Spikes sind ja nicht mehr zu befürchten.

    EDIT: Für alle, die auch noch theoretische Grundlagen würdigen, Diagramme auf Seite 14, Bild 4 und 5: http://www.kriebelverlag.de/pdf/SAT-REPORT%202008%2001
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2009
  10. PapaJoe

    PapaJoe Board Ikone

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    AW: Komplettverlust: Eutelsat-Satellit W2M nach Defekt nicht mehr einsatzfähig

    Ich glaube, eine der dort aufgemalten Nebenkeulen hat dich am Kopf getroffen.;)

    Du weißt, dass eine Hummel rein physikalisch völlig flugunfähig ist?

    :winken:
     

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