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Kein DigitalTV mehr da Signal zu verzerrt??

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Kabel (DVB-C)" wurde erstellt von aaalexxx, 14. März 2004.

  1. aaalexxx

    aaalexxx Junior Member

    Registriert seit:
    14. Juni 2002
    Beiträge:
    25
    Ort:
    München
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    Hallo!

    Seit etwa einer Woche habe ich (mal wieder) das Problem, dass bei mir der Empfang von DigitalTV extrem gestört ist. Das gleiche Phänomen hatte ich bereits zur Fußball-WM2002: Beim Kanalsuchlauf werden nur noch eine handvoll Kanäle gefunden, die meisten Sender liefern ein schwarzes Bild (mit gelegentlichen Standbildern) und manchmal verzerrte Ton-Elemente. Die einzigen Sender des Premiere-Bouquets die ich mir noch ansehen kann sind Premiere-Krimi und Premiere-Serie, aber auch die haben schon Aussetzer. Dies tritt sowohl auf der d-box unter Neutrino, wie auch mit einer anderen d-box unter BN2.01 auf (die 2.01 startet erstmal gar nicht, da kein Signal gefunden wird).

    Neutrinos Satfind meldet z.B. unter Premiere1 eine BER(Bitfehlerrate) von 10485750, einen SNR(Signal/Rauschabstand) von ca. 52000 und eine SIG(Signalstärke) von 42148 - kein Bild, kein Ton. Bei Premiere Krimi eine BER von ca. 1750000, einen SNR von ca. 55000 und eine SIG von 41377 - Bild und Ton mit teils kurzen Hängern.

    Als im Jahre 2002 die gleichen Fehler auftraten habe ich - weil sich die Hausverwaltung sträubte etwas zu unternehmen, ich sei schließlich der einzige mit diesem Problem - auf eigenes Konto einen Premieretechniker beauftragt, der den Anschluss überprüft hat. Ergebnis damals: Das Signal am Übergabepunkt der Telekom war 1A, nach dem Hausverstärker aber unglaublichst verzerrt und auch so stark, dass der Techniker sich fragte, wie man denn im EG überhaupt fernsehen könne - ich wohne allerdings ganz oben im 4. Stock.

    Wir öffneten (widerrechtlich :cool: ) den Schrank, in dem der Verstärker verbaut war und - siehe da - die ach-so-tolle Kabelfirma, von der mir die Hausverwaltung so vorgeschwärmt hatte, hatte wohl irgendwann Probleme bekommen, weil die Signalstärke nicht ausgereicht hatte. Statt einen leistungsfähigeren Verstärker zu verbauen hatte man einfach einen zweiten Hausverstärker dierkt hinter den ersten gehängt. Dementsprechend ist die Verzerrung enorm.

    Leider verlief das aber damals im Sand, denn ich war danach kurz im Urlaub und als ich wiederkam funktionierte das DigitalTV wieder und die Hausverwaltung schört Stein und Bein, dass nichts daran gedreht worden sei.

    Nun meine Frage: Da man mich morgen bei der Hausverwaltung sicher wieder abkanzeln wird: Der Kabelanschluss ist bei mir Bestandteil der Miete. Sollte ich dann nicht etwa auch einen vollwertigen Anschluss bekommen? Selbst das Analogsignal ist schlechter als ich das noch aus Antennenzeiten kenne, der Bayerische Rundfunk ertrinkt ein Rauschen...

    Und: Falls man mir eben nicht helfen will, hätte ich dann wenigstens ein außerordentliches Kündigungsrecht bei Premiere? 40 EUR im Monat sind ja kein Pappenstil...

    Und zu guter letzt: Was glaubt Ihr, was könnte man denn in so einem Fall machen? Würde ein Auswechseln der zwei seriell angeschlossenen Verstärker gegen einen leistungsfähigeren mein Problem aller Voraussicht nach lösen?

    Vielen Dank für Eure Hilfe, Antworten und Anregungen!!

    Aleks.

    PS. Hier übrigens das Messprotokoll von "damals": http://www.geocities.com/aaalexxx.rm/

    <small>[ 14. M&auml;rz 2004, 18:04: Beitrag editiert von: aaalexxx ]</small>
     
  2. Gorcon

    Gorcon Moderator Mitarbeiter

    Registriert seit:
    15. Januar 2001
    Beiträge:
    107.328
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    Schwerin
    Technisches Equipment:
    Coolstream Zee², HD1
    Ein außerordentliches Kündigungsrecht bei Premiere hast Du nicht, aber ich würde Mietminderung mindestens in diesem Umfang machen. Wenn die Kosten auf die Miete umgelegt werden muss der Vermieter auch dafür sorgen das die Anlage in Ordnung ist.
    Gruß Gorcon
     
  3. kopernikus23

    kopernikus23 Platin Member

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    Burgenland (D)
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    Hallo,

    da am HÜP die Daten/ Pegel in Ordnung sein sollen, sollte es kein Problem sein den Pegel per Hausanschlussverstärker (HAV) so anzuheben, dass an jedem Anschluß im Haus, egal wie weit entfernt, ein normgerechter Pegel anliegt. Ist die Verkablung ordnungsgemäß ausgeführt und von richtigen Fachleuten ausgeführt, so liegt an jeder Antennendose nahezu der gleiche Pegel an.

    Folgende Normpegel sind einzuhalten:

    Am HÜP : min. 63 dBuV bis 83 dBuV (bis 440 MHz)

    Planungswerte für Hausverteilnetze: min 65 dB - max. 77 dB für analogen TV, digital ca. 10 dB abgesenkt

    Grundsätzlich werden keine HAV direkt (unmittelbar) hintereinander „geschaltet“. Ein 2. soll lediglich an ausgewählten Stellen den Leitungsverlust für längere Strecken und div. passive Bauteile (Abzweiger) ausgleichen.
    Entscheidend ist die richtige Wahl des HAV, wobei ein eingebauter Entzerrer die am Eingang des HAV vorhandene Pegelschräglage (bedingt durch die kabelabhängige unterschiedliche Dämpfung- frequenzabhängig- über die entsprechende Strecke ausgleichen sollte. Die Auswahl und Einstellung erfordert entsprechenden Sachverstand. Gleiches gilt für das Verteilnetz.

    Sollten die Mindestwerte nicht eingehalten werden, so gibt es die Möglichkeit sich bei der Landesmedienanstalt sich darüber zu beschweren. Zumindest sollte durchaus darauf Bezug genommen werden bzw. damit … werden.
     
  4. aaalexxx

    aaalexxx Junior Member

    Registriert seit:
    14. Juni 2002
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    München
    Hallo!

    Vielen Dank erstmal für Eure Hilfe! Na, dann werde ich morgen mal bei der Hausverwaltung anklopfen und dann mitteilen, was ich in Erfahrung gebracht habe.

    @kopernikus23: Was kann man denn aus dem Messprotokoll so herauslesen (bis auf die exorbitant hohe Fehlerrrate)?

    Im Übrigen wurde das Haus natürlich von der ach-so-tollen Kabelfirma (also ein Fachmann) verkabelt, aber die haben es laut dem damals erschienenen Premiere-Techniker sogar geschafft, in meiner Wohnung jede einzelne Antennenbuchse falschherum (also Eingang und Ausgang vertauscht) anzuschließen *kopfschüttel*. Dies hat der Techniker aber damals repariert...

    Aleks.
     
  5. dvbfuzzi

    dvbfuzzi Junior Member

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    Hallo
    Leider ist ja nicht bekannt wo die Messung vollzogen wurde.(Antennendose??)
    Aber eins ist sicher, der Dig-Pegel ist mit Sicherheit zu niedrig.(Sollte ca.10dB unter Analogpegel liegen)
    Aber das hat ja Kopernikus23 schon in seinem Post erwähnt.

    @Kopernikus23
    Klasse Beitrag.....Da schreibt mal einer mit fachlichen Verstand.

    Im übrigen muss Dir die Hausverwaltung die Adresse bzw. Tel.Nr. der Antennenbaufirma mitteilen.
    Du musst ja die Möglichkeit haben Dich mit denen in Verbindung zu setzen.(Termin etc.)
    Wenn Deine Wohnortangabe stimmt hoffe ich für Dich das nicht die Fa.Ziegelmeier für das Objekt zuständig ist....da habe ich schon die tollsten
    Verkabelungs-horror-ausführungen gesehen.

    <small>[ 15. M&auml;rz 2004, 14:09: Beitrag editiert von: dvbfuzzi ]</small>
     
  6. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

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    2.375
    breites_ kopernikus23 betreibt selbst ein Kabelnetz - noch dazu ein sehr preiswertes *UND* auch noch mit dem vollen Programm und nicht so ein Kastraten-TV, wie bei den Großen breites_
     
  7. aaalexxx

    aaalexxx Junior Member

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    Hallo!

    Vielen Dank für Eure Hilfe. Tja, was soll ich sagen? Heute früh will ich die Hausverwaltung anrufen, schalte vorher kurz Premiere ein und - siehe da: es geht wieder. Die Btifehlerrate war bei knapp 100000, auf BBC Prime sogar nur bei 50! Da habe ich natürlich von dem Anruf abstandgenommen. Blöderweise, muss ich jetzt sagen, denn prompt geht es heute Abend wieder nicht. Da frage ich mich allen Ernstes, wie kann denn das sein, dass es einmal geht und dann wieder nicht?

    Beste Grüße,
    Aleks.

    PS. Meine Adresse stimmt natürlich, ist München/Au. Die Messung wurde an meiner Antennendose durchgeführt. Den Namen der Kabelfirma weiß ich allerdings noch nicht...

    PPS. In unserem Haus werden dauernd Wohnungen renoviert. Habe irgendwie auch den Eindruck, dass es damit zusammenhängt...

    <small>[ 15. M&auml;rz 2004, 20:08: Beitrag editiert von: aaalexxx ]</small>
     
  8. kopernikus23

    kopernikus23 Platin Member

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    Bei derartigen Werten, konnte allerdings nur S29 erkennen, kann man kein Signal nutzen. Muß noch einmal nachsehen zur allgemeinen Bewertung.

    Bei uns sind die Werte für BER bei 0e-8 an den Antennendosen, besser geht es nicht. Der Wert für MER liegt bei 31,2(gerade geprüft).
     
  9. dvbfuzzi

    dvbfuzzi Junior Member

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    Ist natürlich denkbar.
    Da Durchschleifsystem...... mit 30 Jahre alten Kabeln hier wahrscheinlich Standart ist...oh graus.
    Ich kenne Deutschlandweit viele BK-Netze aber sowas wie im Raum München/Ingolstadt usw.habe ich noch nicht erlebt.Wie schon geschrieben Durchschleiftechnik, im Schnitt 20 Jahre alt und dann auf 860Mhz erweitert ohne Änderung.....höchstens wie aaalexx schon erwähnte zwei Verstärker hinereinander.
     
  10. kopernikus23

    kopernikus23 Platin Member

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    Beurteilung der gemessenen Bitfehlerrate (BER) bei QPSK- und QAM- Signalen (Auszug aus KWS…- Unterlagen):

    BER: kleiner e- 4 = Empfang: gut – einwandfreies Bild, ausreichend Schlechtwetterreserve

    BER: e-4 bis e-3 = Empfang: eingeschränkt – einwandfreies Bild bei gutem Wetter, bei bedecktem Wetter erste Störungen sichtbar

    BER: e-3 bis e-2 = Empfang: schlecht – laufend Bild- und Tonstörungen, Bild friert ein

    BER: größer e-2 = Empfang: unbrauchbar

    Beschreibung/ Zuordnung der Werte: e-4 = Messwerte x 10 hoch -4

    Findet man Messwerte größer als e-5 vor, so sollte man umgehend dafür sorgen, dass die Ursachen dafür ermittelt und abgestellt werden. Für mich gilt die Zielsetzung, dass die BER- Werte sich in Bereich von 0e-8 bis ..e-7 bewegen. Andere Werte machen mich trotz vorhandener Toleranz (bis e-4) unruhig. Ich sage dies dem Betroffenen dann auch, dass hier etwas nicht in Ordnung ist und weise ausdrücklich daraufhin, dass diese Fehler umgehend behoben werden müssen.
    Bei dieser (meiner) Bewertung spielt grundsätzlich es keine Rolle, ob sich der Nutzungspunkt am Anfang oder am Ende des Kabelnetzes befindet!

    Das Ergebnis des Messstreifens hätte den Monteur sofort veranlassen müssen auf Fehlersuche sich zu begeben. Falsche Verstärkerauswahl, Missachtung der einfachsten "Spielregel", falsch eingestellte HAV, schlechte Kabelverbindungen usw. führen immer wieder zu Störungen beim Digitalempfang im Kabel.
    Oft werden die entsprechenden Arbeiten von div. Elektrofirmen ausgeführt, deren Mitarbeiter im Regelfall die entsprechende Qualifikation fehlen und man einfach glaubt dieses Gebiet auch so nebenbei mitzubedienen kann. Aus eigenem Erleben habe ich sehen können welch Unfug da zum Teil getrieben wird und die Folgen nicht erkannt werden.
     

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