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kein arena trotzt transponderumsetzer

Dieses Thema im Forum "HD+ und weitere Plattformen via Satellit" wurde erstellt von suxs, 18. Oktober 2007.

  1. suxs

    suxs Junior Member

    Registriert seit:
    15. Januar 2007
    Beiträge:
    33
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    Hallo,

    Seit dem Transponderwechsel der ProSieben/Sat.1 Sender
    empfange ich kein arena mehr.meine Anlage (Einkabelsystem) sieht wie
    folgt aus:

    Hirschmann CEF 211 D

    Bei dem
    Transponderwechsel wurde dann "Hirschmann BWE 107" eingebaut,was wohl
    wieder den empfang der ProSieben/Sat.1 Sender ermöglicht.
    Nun hab
    ich das Problem der zuständigen Firma geschildert woraufhin noch das
    "Hirschmann TPU107" eingebaut wurde womit laut dem techniker arena
    wieder empfangbar sein sollte.
    Nur leider hat sich durch den einbau nix geändert,immer noch kein arena.
    wäre es evtl möglich das ich kein arena bekomme da nun BWE107 UND TPU107 gleichzeitig angeschlossen sind?
    kenn
    mich damit nicht wirklich aus aber auf der hirschmann homepage hört
    sich das für mich so an als ob durch BWE107 die neuen sender empfangbar
    sind,die alten aber nicht mehr und durch das TPU107 die neuen und die
    alten zusammen empfangbar sind.
    wäre für antworten und evtl lösungsvorschläge sehr dankbar denn so langsam verlier ich den glauben an den techniker hier!
    Vielen dank schonmal im voraus!

    mfg basti
     
  2. Thrakhath

    Thrakhath Wasserfall

    Registriert seit:
    2. März 2001
    Beiträge:
    9.906
    AW: kein arena trotzt transponderumsetzer

    Ich hole einmal kurz etwas aus...

    Aus physikalischen und Frequenzregulierungsgründen liegt der Empfangsbereichen von Satreceivern zwischen ca. 950 und 2150 MHz. Die tatsächlich vom Satelliten abgestrahlten Frequenzen liegen aus vergleichbaren Gründen wesentlich höher. Aus diesem Grunde werden die abgestrahlten Frequenzen im LNB (Auge der Schüssel) herunter oszilliert, so dass sie im Empfangsbereich der Satreceiver liegen. Nun kann man genutzte Frequenzen nicht beliebig dicht packen und trotzdem wollte man mehr Programme unterbringen. Aus diesem Grunde nutzte man bei der Abstrahlung einen Trick die Frequenzen abwechselnd horizontal und vertikal ’auszurichten’. So kann man die Frequenzen dichter ’packen’. Dieser Trick funktioniert aber bei der Übertragung über ein Kabel zwischen LNB und dem Satreceiver nicht. Deswegen gibt der Receiver je nach Programm ein Schaltsignal (14 oder 18V) aus und das LNB schaltet zwischen horizontalem und vertikalen Empfang um. Mit Einzug des digitalen Empfangs wurden die Frequenzen erneut knapp. Nun strahlte man am Satelliten noch höhere Frequenzen ab. Damit diese wieder im Empfangsbereich des Satreceivers liegen benötigte man neue LNB’s, die diese höheren Frequenzen herunter oszillieren können. Diese sogenannten digitaltauglichen LNB’s haben also zwei Oszillatorfrequenzen. Natürlich können beide nicht gleichzeitig eingesetzt werden, da ja erneut in denselben Empfangsbereich des Satreceivers oszilliert würde. Es gibt also ein zusätzliches Schaltsignal (0 oder 22 KHz) um den LNB mitzuteilen, ob es den niedrigeren abgestrahlten Bereich (Low – LNB oszilliert 9750 MHz herunter) oder den höheren abgestrahlten Bereich (High – LNB oszilliert 10600 MHz) herunter oszillieren soll. Es ergeben sich also insgesamt 4 Empfangsebenen (jeweils Horizontal & Vertikal für Low und High) und der Satreceiver teilt dem LNB also per Schaltkriterien mit, welche empfangen werden soll. Bei einer Mehrteilnehmeranlage muss ein LNB alle 4 Ebenen gleichzeitig an einen Multischalter liefern und jeder Satreceiver teilt per Schaltkriterium dem Multischalter mit, welche Eebene er empfangen möchte. Das funktioniert natürlich nur, wenn jeder Satreceiver eine eigene Kabelverbindung zum Multischalter hat. Ansonsten könnte es Überschneidungen von Schaltkriterien und Frequenzen geben, wenn zwei verschiedene Ebenen über dasselbe Kabel angefordert werden.

    Bei einer Einkabellösung besteht meist das Problem, dass eine Verkabelung von einer Hausantenne oder ehemaligen Kabelanschluss vorhanden ist. Hier sind Buchsen in Reihe geschaltet und teilweise lassen Verstärker und Verteiler nur Signale in eine Richtung zu. Eine Umrüstung zu einer klassischen Mehrteilnehmeranlage, die ich eben beschrieben habe, ist also sehr aufwändig. Es gibt dann verschiedene Möglichkeiten trotzdem Satempfang über die bestehende Verkabelung zu realisieren.

    Bei der bei Dir realisierten Einkabellösung Hirschmann CEF 211 D wurden bislang bis zu einer bestimmten Frequenz nur horizontale Frequenzen umgesetzt und ab dort nur noch vertikale Frequenzen. Zusätzlich fordert das CEF 211 D nur die High Ebenen an (deswegen auch nur zwei LNB Eingänge). Das ergibt in der Summe dann folgende ausgegebene Zwischenfrequenzen (ZF / Frequenz nach Osizillation durch das LNB):
    - Horizontal 1100 – 1680 MHz
    - Vertikal 1820 – 2200 MHz
    Rechnet man die Oszillation wieder zurück ergibt das folgende Empfangsfrequenzen:
    - Horizontal 11700 – 12280 MHz
    - Vertikal 12420 – 12800 MHz
    Die des CEF 211 D bis wo horizontale Frequenzen bzw. ab wann vertikale Frequenzen umgesetzt werden, ist nicht veränderbar. Der Pro7 Transponder 104 lag auf 12480 MHz Vertikal und der Arena Transponder auf 12441 MHz Vertikal. Beide wurden also problemlos empfangen.

    Nun wechselte Pro7 & Co. auf Transponder 107 – 12545 MHz Horizontal. Somit war Pro7 & Co. Nicht mehr zu empfangen, da diese Frequenz als Horizontale Variante vom CEF 211D nicht umgesetzt wird.

    Das BWE 107 gibt nun einfach am Ausgang Vertikal auch die horizontalen Frequenzen aus. In Kombination mit dem CEF 211D ergibt das dann folgende ausgegebene Zwischenfrequenzen:
    - Horizontal 1100 – 1666 MHz
    - Horizontal 1800 – 2150 MHz
    Rechnet man die Oszillation erneut wieder zurück ergibt das folgende Empfangsfrequenzen:
    - Horizontal 11700 – 12266 MHz
    - Horizontal 12400 – 12750 MHz
    Der neue Pro7 Transponder 107 auf 12545 MHz Horizontal ist also wieder empfangbar, aber der Arena Transponder auf 12441 MHz Vertikal mangels Umsetzung vertikaler Frequenzen nicht mehr.

    Hätte man den TPU 107 stattdessen eingesetzt wäre es wie folgt gewesen:
    Der TPU 107 gibt keine horizontalen Frequenzen am Ausgang vertikal heraus. Das Einzige, was er macht, ist die horizontale Zwischenfrequenz 1945 MHz (vor Oszillation durch das LNB Empfangsfrequenz 12545 MHz – also TP 107, der neue Pro7 Transponder) erneut herunter zu oszillieren – und zwar auf 960 MHz. Folgende Zwischenfrequenzen wären also ausgeben worden:
    - Horizontal 1100 – 1680 MHz + 960 MHz
    - Vertikal 1820 – 2200 MHz
    Rechnet man die Oszillation wieder zurück ergibt das folgende Empfangsfrequenzen:
    - Horizontal 11700 – 12280 MHz + 12545 MHz
    - Vertikal 12420 – 12800 MHz
    Der neue Pro7 Transponder 107 auf 12545 MHz Horizontal wäre also empfangbar gewesen. Allerdings wird er ggf. bei einer automatischen Kanalsuche nicht gefunden, da er nicht auf der erwarteten Zwischenfrequenz liegt. Er müsste ggf. dann manuell auf Frequenz 10710 MHz (960 MHz + 9750 MHz), Horizontal, Symbolrate 22000, FEC 5/6 gesucht werden. Das könnte zur Verwirrung bzw. Ärger bei Nachbarn im Haus führen. Der Arena Transponder wird hierbei ganz normal empfangen, da dieselben vertikalen Frequenzen wie ohne TPU 107 empfangen werden.

    Nutzt man BWE 107 und TPU 107 passiert folgendes:
    Schaltet man BWE 107 zuerst, dann kommen am TPU 107 bereits keine vertikalen Frequenzen mehr an, da der BWE ja am eigenen Ausgang Vertikal auch horizontale Frequenzen ausgibt. Am CEF 211D kommen damit auch keine vertikalen Frequenzen mehr an.
    Schaltet man den TPU zuerst, kommen am BWE 107 noch vertikale Frequenzen an. Aber der BWE am eigenen Ausgang Vertikal ja nur horizontale Frequenzen ausgibt, kommen auch so am CEF 211D keine vertikalen Frequenzen mehr an.
    So oder so erhält man keine vertikalen Frequenzen und somit auch den Arena Transponder nicht. Dafür kann man vielleicht den Pro7 Transponder über zwei Frequenzen am Receiver finden. Du könntest mal versuchen, ob Du mit der manuellen Suche unter 10710 MHz, Horizontal, Symbolrate 22000, FEC 5/6 nicht nochmals den Pro7 Transponder findest.

    Eine Kombination von BWE 107 und TPU 107 macht also keinen Sinn. Die beste Lösung wäre es, nur den TPU 107 zu nutzen. Dabei würde ich zunächst testweise gucken, ob der Pro7 Transponder mit dann ungewöhnlicher Frequenz vom verwendeten Receiver automatisch und wenn nicht, dann nach manueller Suche auf Frequenz 10710 MHz, Horizontal, Symbolrate 22000, FEC 5/6 gefunden wird und problemlos läuft. Wenn ja, dann den Nachbarn Hilfestellung geben, um Ärger zu vermeiden, weil es schon wieder nicht läuft.

    EDIT:
    Hatte mich bei der Suchfrequenz für den neuen Pro7 Transponderunter Verwendung des TP107 vertan. Es muss 10710MHz (960MHz + 9750MHz) sind und nicht 10714MHz. Habe dies oben korrigiert!
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2007
  3. suxs

    suxs Junior Member

    Registriert seit:
    15. Januar 2007
    Beiträge:
    33
    AW: kein arena trotzt transponderumsetzer

    Danke für die ausführliche Antwort!
    Funktioniert einwandfrei so wie du es beschrieben hast!
    Vielen Dank!
     
  4. Thrakhath

    Thrakhath Wasserfall

    Registriert seit:
    2. März 2001
    Beiträge:
    9.906
    AW: kein arena trotzt transponderumsetzer

    Was mich hier interessieren würde:
    Wurde der Pro7 Transponder auf der (durch zusätzliche Herunteroszillation) ungewöhnlichen Frequenz bei allen angeschlossenen Receivern automatisch gefunden, oder war teilweise wie von mir beschrieben eine manuelle Suche auf 10710 MHz, Horizontal, Symbolrate 22000, FEC 5/6 nötig ?
     
  5. suxs

    suxs Junior Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    33
    AW: kein arena trotzt transponderumsetzer

    also kann nur für mich sprechen weil ich für die andren mieter nen zettel ins haus gehängt hab mit den änderungen.
    aber ich musste manuell auf der frequenz suchen weil der receiver den transponder beim automatischen suchlauf nicht gefunden hat.
     

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