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Kann Energiesparen im Kapitalismus überhaupt funktionieren?

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von Martyn, 1. Juni 2011.

  1. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    Ich frag mich ob fas aktuell so stark propagierte Energiesparen in einem Kapitalismus überhaupt funktionieren kann.

    Nehmen wir mal an, die Automobilhersteller und die Hersteller von Elektrogeräten würden es schaffen das sich der Spritverbrauch von Durchschnittsautos auf 3,5 l/100km und der Stromverbrauch auf so 1350 kWh halbiert.

    Ich denke das würden jetzt die Mineralölkonzerne und Energieversorger garnicht gerne sehen, weil sie ja zum Einen für dir Raffinierien und Kraftwerke Fixkosten haben. Zum Anderen sind es jetzt auch keine gemeinnützigen Unternehmen die nur Kostendeckung wollen, sondern Internationale Konzerne die Wachstum beim Umsatz und Gewinn wollen und auch brauchen.

    Also müssen sie schauen das sie mit der Hälfte an Sprit und Strom mindestens genausoviel verdienen wie bisher. Und das geht ja nur wenn man dann die Preise massiv, z.B. aufs Doppelte erhöht.

    Dann sind aber am Schluss die Verbraucher, Privathaushalte und Unternehmen wieder die Geprellten, weil sie trotz aller Sparbemühungen und möglicherweise auch Komfortverzicht am Ende die gleichen oder gar noch höhere Kosten haben.

    Und selbst staatliche Mineralölkonzerne und Energieversorger würden das Problem nicht lösen, weil dann vermutlich die sinkenden Einnahmen durch höhere Steuern, vorallem Verbrauchssteuern wie Umsatzsteuer, Tabaksteuer, Mineralölsteuer, ... kompensiert würden.

    Also kann Energiesparen doch eigentlich nur im Sozialismus oder Kommunismus funktionieren. Aber das will ja dann auch keiner oder?

    Energiesparen wird ja nur funktionieren wenn die Verbraucher davon auch finanzielle Vorteile und somit mehr Freiraum für andere Sachen haben!

    Aber wenn nicht nur einige wenige Energie sparen, sondern alle Energie sparen wollen, dann sind doch keine finanziellen Vorteile mehr möglich.
     
  2. besserwisser

    besserwisser Platin Member

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    AW: Kann Energiesparen im Kapitalismus überhaupt funktionieren?

    Herzlichen Glückwunsch zur späten Erkenntnis.
    Der Markt funktioniert nur, wenn ordentlich konsumiert wird.

    :rolleyes:
     
  3. MRM

    MRM Senior Member

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    AW: Kann Energiesparen im Kapitalismus überhaupt funktionieren?

    Es ist sogar noch schlimmer - ein supersparsames Auto würde den Erdölverbrauch erhöhen ...

    Jevons? Paradoxon ? Wikipedia

    Insgesamt würde dann vermutlich sogar mehr Öl insgesamt gefördert, das dürfte den Ölfirmen sogar fast entgegenkommen. Überleg einfach mal folgendes ... würde es ab morgen nur noch Autos geben die 100l/100 km verbrauchen, kaum ein ******* könnte sich dann noch leisten Benzin zu verfahren, das aus der teuren Ölsandgewinnung produziert wird -> Ölsande bleiben wo sie sind.

    Haben wir ab morgen Autos die nur 0,1 l/100 km verbrauchen, dann könnten sich die meisten auch leisten, Benzin zu verfahren, das noch weitaus aufwändiger und teurer gewonnen wird -> insgesamt wird mehr gefördert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juni 2011
  4. hopper

    hopper Lexikon

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    AW: Kann Energiesparen im Kapitalismus überhaupt funktionieren?

    Und die Leute fahren dann 10.000 km am Tag? Aber ich gebe Dir in soweit recht, dass die Leute dann zu faul wären, abends den Motor abzustellen.

    Die Gefahr besteht nicht darin, dass das Öl schneller gefördert wird. Sondern in der Abhängigkeit. Wenn man viel fördert, weil man viel verschwendet, gibt es keine Abhängigkeit. Man kann leicht weniger verschwenden. Wenn man aber nichts mehr einsparen kann, dann wird Öl zu einem Gut, dass mit Krieg gesichert werden muss.

    Mit Kapitalismus hat das wenig zu tun.
     
  5. MRM

    MRM Senior Member

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    AW: Kann Energiesparen im Kapitalismus überhaupt funktionieren?

    Das wohl nicht, aber es gäbe wohl mehr Leute die sich den Unterhalt eines Fahrzeuges leisten können. Mehr fahren würden wohl auch einige ( kostet ja dann kaum noch was ) Zudem wird dann länger Erdöl gefördert, auch wenn man dazu Minifelder am Nordpol anzapfen müsste, weil man selbst mit dem Öl dann noch Fahrzeuge wirtschaftlich betreiben könnte. Entsprechend wäre auch der Druck geringer, andere Fahrzeugkonzepte zu entwickeln.

    Schneller vielleicht nicht unbedingt - aber länger und letztendlich mehr.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juni 2011
  6. -Blockmaster-

    -Blockmaster- Wasserfall

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    AW: Kann Energiesparen im Kapitalismus überhaupt funktionieren?

    Die Preise koppeln aber nicht sofort zurück. Daher wird es eher dazu führen das noch mehr gespart wird um den verzögert ansteigenden Preis wieder zu kompensieren. Und wenn der Preis erst einmal gestiegen ist, wird wohl niemand mehr verbrauchen in der Hoffnung das dadurch der Preis wieder sinkt. Das geht nur wenn die Anbieter die Preise senken.
    Das große Wunder von "Angebot und Nachfrage". :winken:
     
  7. hopper

    hopper Lexikon

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    AW: Kann Energiesparen im Kapitalismus überhaupt funktionieren?

    Das Ziel ist eh, bis zum letzten Tropfen alles Erdöl zu fördern und zu verbrauchen. Genauso jedes Molekül Erdgas. Was spielt das also für eine Rolle? Außer eine mögliche egoistische Betrachtungsweise, nach mir die Sinnflut, Hauptsache es reicht solange ich lebe.
     
  8. Sky-Kunde2

    Sky-Kunde2 Guest

    AW: Kann Energiesparen im Kapitalismus überhaupt funktionieren?

    Natürlich kann man auch im sogenannten Kapitalismus Energie sparen.

    Ich war einmal abends durch die Stadt spazieren. Und da sehe ich Energieverschwendung in den Geschäften am laufenden Band. In fast jedem 2. Geschäft war fast die ganze Beleuchtung an oder es liefen Fernseher mit Werbevideos, obwohl ja abends so gut wie keine Leute auf der Strasse sind. Und das war nur in einer kleinen Stadt. Ich bin mir sicher da könnte man mindestens 1 AKW einsparen, wenn die Geschäfte nach Ladenschluß ihre Lichter und andere Gerätschaften komplett ausschalten würden.
     
  9. emtewe

    emtewe Lexikon

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    AW: Kann Energiesparen im Kapitalismus überhaupt funktionieren?

    Man könnte auch neue Bedürfnisse wecken, die vorher nicht da waren. Wenn die Stromverbraucher sparsamer werden, müssen die Leute halt mehr Geräte kaufen die Strom verbrauchen, wenn also jemand einen sparsamen Kühlschrank kauft, dann gebe ihm 30% Rabatt auf eine Klimaanlage.
    Kauft jemand ein Auto das nur 1 Liter verbraucht, dann biete ihm auf den 500 PS Sportwagen 50% Rabatt, oder verkaufe die Supersparsamen Autos direkt nur im Bundle mit einem Spritschlucker. Keine Sorge, das bekommt man schon in den Griff... ;)

    Gruß
    emtewe
     
  10. Proon

    Proon Senior Member

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    AW: Kann Energiesparen im Kapitalismus überhaupt funktionieren?

    Dieses Gesellschaftssystem welches uns gerade beglückt und wohl auf der Basis des einstigen Frühkapitalismus funktioniert, ist schlichtweg zum Erbrechen!
    Hier wird doppelzüngig geredet, hier wird gelogen, hier lesen die begeisterten Bürger gern die BILD.
    Folgende Situation: In der Schule erzählt man den halbwüchsigen, zukünftigen Wählern, man muß Energiesparen, wegen der begrenzten Ressourcen, wegen Umweltverschmutzung durch CO2 und so. Nun, das ist alles noch ok. Zu Hause angekommen fragt der kleine Benno, sag mal Pappi, wir haben doch im letzten Jahr viel Wasser, Strom und Gas gespart, wieso müssen wir den jetzt mehr dafür bezahlen ?
    Ach Benno, sagt der Pappa, Kapitalismus ist halt der größte SHIT von der Welt!
    Und Pappa hat Recht


    Gruß Proon

    Die Bosse, die Politiker dieses Systems sind halt alle Verbrecher und wer denen auch nur noch ein Wörtchen glaubt ist nicht einmal mehr bedauernswert.
    Lasset uns lieber als Soldat in Afghanistan die Freiheit Deutschlands verteidigen, lol
     

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