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Kabelprogramme über DVB-T in Deutschland

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von simpelsat, 24. November 2007.

  1. simpelsat

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    Technisches Equipment:
    DVB-S
    10x Zehnder DX1500s (2x Kathrein ADR) und Spaun 9982
    33er DigiDish für 19e (bisher nur bei Gewitter im Mai 2007 ausgefallen)
    70er Triax-78 auf SG-2100A für 53e-34.5w (Standard 28e)
    (72e-58w - möglich bei Dachinstallation)

    DVB-T
    168 DX-Speicherungen bzw. 27 Programme mit Zimmerantenne:
    ct-Dipole und Hirschmann Zifa 15 / 16 und mobile 84cm-Richtantenne
    für DK DVB-T1778-7" und Skymaster DT 50 sowie LCD
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    Anfang November habe ich in der Schweiz ein Kabelprojekt on air mit etwa 70 (!!!) Fernseh- und Radio-Programmen erlebt. Es hat mich derart beeindruckt, dass ich mir vergleichbare Projekte dringend auch in Deutschland wünsche.

    Daher nun einige Überlegungen zur Machbarkeit - die bisherigen Antworten von Kennern der Materie machen mir einigermaßen Mut:

    Demnach sollte es doch möglich sein, in Großstädten eine zweite, lokal begrenzte DVB-T-Ebene einzuziehen - denn es würden nach dem schweizer Modell nur ganze vier Kanäle benötigt. Einige freie Kanäle zur Ausstrahlung eng begrenzter Versorgungsgebiete von Innenstädten scheinen offenbar bereit zu stehen - beispielsweise sind in Köln die Kanäle 21/23/40/44/45/47/53/59 60 und 61/62/63/67/68/69 weit und breit ungenutzt.

    Dass hier das übliche Regelwerk der Frequenzverteilung greifen muss, versteht sich von selbst. Aber wenn die Planungen für derartige Projekte jetzt zumindest schon mal gewollt und angesetzt würden, so ergäbe sich mit Einführung des neuen Standards für DVB-T eine günstige Gelegenheit, entsprechende Receiver auf den Markt zu bringen.

    Für die kriselnden Kabelgesellschaft könnte dieser Vertriebsweg eine lukrative Marktnische werden. Dazu wäre lediglich das bereits existierende, geniale Geschäftsmodell der Schweizer zu adaptieren - also keines der in Deutschland so ungeliebten vagen Experimente, die hierzulande normalerweise viele kreative Ansätze zerstören.

    Ich weiss jedenfalls nur, wenn man so ein überragendes Programmangebot einschließlich Radio über die kinderleichte, auch mobile Nutzung von DVB-T (im Gegensatz zum Satellitenempfang) erst einmal erlebt hat, dann lässt es Einen kaum noch los ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. November 2007
  2. Terranus

    Terranus Moderator Mitarbeiter

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    AW: Kabelprogramme über DVB-T in Deutschland

    Das ist medienpolitisch nicht gewollt und wird daher keinesfalls kommen. Die Privatsender wollen das nicht. Sie wollen die techn. Abwicklung von den Kabelfirmen durchführen lassen, für das dann die Kabelkunden zahlen. Man hat kein Interesse daran seine Programme unverschlüsselt und kostenlos zur Verfügung zu stellen.
     
  3. paul71

    paul71 Board Ikone

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    AW: Kabelprogramme über DVB-T in Deutschland

    Ja, es ist keine Frage der technischen Machbarkeit (geht alles), es ist die Frage der Vermarktung und des finanziellen Nutzens.. Das heutige DVB-T in D. ist ein Subventionsprojekt in dem so kein Geld zu verdienen ist.
     
  4. simpelsat

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    AW: Kabelprogramme über DVB-T in Deutschland

    Mit meinen Hinweisen auf Kabelgesellschaften und eine neue Receiver-Generation im zukünftigen DVB-T-Standard hatte ich bereits andeuten wollen, dass es sich hier wie in der Schweiz leider, aber nachvollziehbar um ein kommerzielles Projekt mit Gebühren und Verschlüsselung über Karten oder Ähnliches handeln müsste.

    Somit lassen sich die Möglichkeiten dieses Projekts nicht einfach mit Hinweisen auf den Ist-Zustand von Medienpolitik und Subventionierung vom Tisch wischen. Es geht um denkbare Zukunftsmodelle - und nicht darum, was in Deutschland auf gar keinen Fall möglich ist.

    Da helfen nur kreative und konstrukive Beiträge jenseits der Bestandbeschreibung weiter.

    Aber danke für die erneute Bestätigung zumindest der technischen Machbarkeit - wie sollte es auch andes sein, wenn es woanders bereits reibungslos läuft. Wenn das nicht so wäre, dann würde dieses Projekt mit Sicherheit als völlig absurd abgetan - so wie es in dem verlinkten Thread mehrfach gepostet wurde.

    Jetzt bleibt da eben nur noch, andere Standard-Bedenken vorzuschieben ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. November 2007
  5. paul71

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    AW: Kabelprogramme über DVB-T in Deutschland

    Ja natürlich! Wenn ein entspr. Geschäftsmodell mit erkennbarem Nutzen dahinter steckt ist das kein Probelm. Du sagst ja selbst: "leider, aber nachvollziehbar - komerziell". Wie gesagt, technisch ist das alles machbar, bei besseren Modulationsmethoden wäre sogar noch mehr (z.B. HD) drin.

    Ich erinnere mich, dass bei der Versteigerung der Wimax Frequenzen auch die Kabel Deutschland mitbieten wollte. Der Zweck war ihre Platform auch over-the-air zu nutzen, also so etwas ähnliches wie du beschreibst nur Wimax nicht DVB-T. Sinn macht das schon, weiss leider nicht wie das ausgegangen ist - ich glaube wegen Bedenken seitens der Kartellbehörden haben sie sich aus der Auktion zurückgezogen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. November 2007
  6. mischobo

    mischobo Lexikon

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    AW: Kabelprogramme über DVB-T in Deutschland

    @simplesat

    ... man kann nicht einfach so irgendwelche vor Ort nicht genutzte Frequenzen belegen und in Deutschland sind derzeit die Frequenzen knapp. An großflächiges "Kabel on Air" ist hier nicht zu denken. Lokale Projekte sind durchaus möglich, aber da wo es sich lohnt wurde schon Kabel verlegt.

    Dort wo kein Kabel liegt bleibt die Frage, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Alternativ kommen entweder eine Satverteilung oder eine eigene Kabelkopfstation in Frage, womit man erheblich flexibler ist als mit "Kabel on Air". Es lassen sich über Kabel erheblich mehr Programme verbreitet werden. Das ermöglicht dem Anbieter auch die Vermarktung von Pay-TV-Programme, woran der auch noch mitverdient
    Vor 5 Jahren haben die regionalen Kabelnetzbetreiber noch so dahin gedümpelt und nur Verlsute gemacht. Heute bieten diese Kabelnetzbetreiber ein recht umfangreiches digitales Angebot, Unitymedia und Kabel Deutschalnd auch mit eigenen Pay-TV Paketen. Darüberhinaus werden die Kabelnetze nach und nach modernisiert, sodass auch Internet und Telefonie möglich sind. Heute machen die Kabelnetzbetreiber Gewinne. Von einer Kriese der Kabelnetzbetreiber überhaupt keine Spur.

    Freunde von mir wohnen etwas außerhalb von Bonn. Schnelles Internet ? Fehlanzeige. DSL der Telekom ? Fehlanzeige, lohnte sich nach Aussagen der Telekom nicht. Einzige Möglichkeit ist "DSL on Air", was allerdings nicht unbedingt preiswert ist. Dann kam Unitymedia und hat das Kabelnetz dort ausgebaut. Und was passiert ? Auf einmal ist es der Telekom nicht mehr zu teuer DSL anzubieten.

    Theoretisch kann über DVB-T auch Internet angeboten werden, allerdings sind die Kapazitäten begrenzt. Auf einem Kanal stünden ca. 24 Mbit/s Downstream zur Verfügung. Diese Bandbreite müssten sich dann alle am "Kabel on Air"-Netz angeschlossenen Haushalte teilen. Über Kabel lassen sich pro Kanal mit DOCSIS 2.0 50Mbit/s übertragen. Es stehen mehrerer Kanäle zur Verfügun und bei Kapazitätsengpässen kann der Kabelnetzbetreiber den Fiber Node splitten und damit die Bandbreite deutlich erweitert.

    Funkbasierte Netze werden eher die Ausnahme bleiben, ganz egal aob "Kabel on Air", "DSL on Air" oder ähnliches. "DSL on Air" hat dort Chancen, wo es kein DSL und kein Kabel gibt. Bei TV gibt es jedoch ncoh die Alternative des DtH-Satempfang. Mehrteilnehmeranalgen oder Kabelanlagen sind auch möglich.

    Aufgrund den Nachteilen gegenüber Kabel und vor allem gegenüber Sat ist "Kabel on Air" in Deutschland eher eine Notlösung. Ein Satschüsselverbot wird sich mit "Kabel on Air" sowieso nicht durchsetzen lassen. "Kabel on Air" wird aber mit Sicherheit kein Ersatz für etablierte Infrastrukuren.

    Was in dem von dir als " Das Paradies für DVB-T " bezeichnet Projekt auf 2 Kanälen verbreitet wird, kann im Kabel in identicher Qualtität auf auf einem Kanal verbreitet werden. Das von dir genannte Projekt nutzt 4 Kanäle zur Verbreitung von TV-Programmen. Im Kabel wären dazu nur 2 Kanäle erforderlich. Sowohl über Kabel als auch über "Kabel on Air" müssen die Programme empfangen, transmoduliert und in ein neues Mulitplex gepackt werden. Dazu bedarf es eines PlayOutCenters.
    Mit einer Kabelkopfstation muß allerdings nicht unbedingt ein solcher Aufwand betrieben werden, denn man kann die Sattransponder 1:1 ins Kabel übernehmen. Dazu bedarf es nur einfacher Transmodulatoren. Ein PlayOutCenter ist hier nicht erforderlich ...
     
  7. simpelsat

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    Na gut - die Schweiz hat es gut.
     
  8. mischobo

    mischobo Lexikon

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    AW: Kabelprogramme über DVB-T in Deutschland

    ... warum hat es die Schweiz gut ? Topographisch ist die Schweiz eher ungünstig für die terrestrische Verbreitung von TV-Programmen ...
     

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