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Kabelfernsehanlage störungsfrei machen...

Dieses Thema im Forum "Analog-Ecke" wurde erstellt von stiege, 20. Juni 2005.

  1. stiege

    stiege Neuling

    Registriert seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    14
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    Hallo Liebe Leute,

    eine komplexere Frage an die Experten.

    Habe eine Kabelfernsehanlage (Ish), mit 4 Teilnehmern, ca. 14 Dosen, einen 4-fach Verteiler und einen Hirschmann Verstärker 20 DB. Die Anlage ist Bj. 1989

    An sich funktioniert die Anlage, bis auf Programme wie ARD und noch ein paar andere, da ist leichter Schnee drauf und teilweise senkrechte wandernde Störungslinien.

    Das ist schon immer so, muss es aber Beseitigen.

    Ich habe mir einen neuen Verstärker bestellt, den Spaun HNP 30/30 UPE. 20 – 30 –DB Verstärkung wählbar (günstig bei ebay).

    http://www.spaun.de/html/hnv_30_30_upe.html

    Ist das der richtige Verstärker?
    Wenn nicht warum nicht?

    Was muss ich ggf. noch beachten?

    Müsste ich ggf. noch andere Komponenten Austauschen?

    Ich möchte eine einwandfrei funktionierende analoge Anlage haben, andererseits nicht mehr als notwendig investieren.
    Wer kann mir hier weiterhelfen.

    Danke Euch schon mal für Eure Antworten.

    Viele Grüsse
    stiege
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juni 2005
  2. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

    Registriert seit:
    8. Februar 2005
    Beiträge:
    9.064
    AW: Kabelfernsehanlage störungsfrei machen...

    Welchen Verstärker Du nimmst, hängt von mehreren Faktoren ab... Beginn mal am Hausübergabepunkt den Anlagenaufbau nachzuvollziehen. Einfach wild drauf loszuverstärken muss das Problem nicht lösen. Du solltest ganz nach der vorhandenen Kanalbelegung am Verstärkerein- und -ausgang mal die Antennenspannung für den niedrigsten, einen mittleren und den höchsten ausgekabelten Kanal messen. Ist das Netz bis 862 MHz ausgebaut, kannst Du ohne Probleme eine Schräglage von 10 dB aus dem Hausanschlußverstärker ausgeben, geht´s nur bis 606 MHz, nimmst Du 7-8 dB, geht´s nur bis 450 MHz nimmst Du 5 dB. Schau Dir mal an, welche Verteilkomponenten sich innerhalb jedes Signalstranges befinden. Sind es nur der 4fach-Verteiler und die jeweilige Dose (z.B. bei einem Vier-Strang-Durchschleifsystem) kommt´s auf die Auskopplung der Dose an, sie liegt dann vermutlich bei Werten ab 15 dB. Dazu die 8 dB vom Verteiler wären wir bei etwa 23 dB Dämpfung, rechnen wir noch 3dB pauschal für´s Kabel, macht dann 25. Einen HAV fährt man in Spitze nicht höher als 100 dBuV wegen seines Eigenrauschanteils. Mit 100 dBuV käme rechnerisch im gedachten Beispiel eine angenommene Antennenspannung von etwa 75 dBuV an der Dose raus, was einem recht "fetten" Signal entspricht. Schau Dir auf jeden Fall den Netzaufbau genauer an, damit Du die Dämpfungen je Teilnehmer und Signalstrang überschlagen kannst. Dabei legst Du rückwärts gerechnet immer einen Mindestpegel von 65 dBuV je Dose zugrunde, dann liegst Du immer auf der sicheren Seite und kennst die Pegel, mit denen Du den HAV optimal zu fahren hast. Die Frage ist natürlich, ob am HÜP ein Normsignal anliegt, das kannst Du an seiner Meßbuchse ermitteln.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juni 2005
  3. stiege

    stiege Neuling

    Registriert seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    14
    AW: Kabelfernsehanlage störungsfrei machen...

    Danke Schüsselmann, für Deine ausgezeichneten Ausführungen.

    Da ich kein Meßgerät habe, werde ich Deine ermittelte Verstärkerleistung von 25 db versuchen einzustellen.

    1.) 30 db einstellen
    Verstärkung wählbar: 30 dB oder 20 dB
    [​IMG]

    2.) Pegelbereich auf -5 (= 25 db eingestellte Verstärkerleistung Pegelstellbereich 0 ... -12 dB
    [​IMG]

    3.) Mit dem Leitungsentzerrer kann ich nichts anfangen???
    Leitungsentzerrer Stellbereich 0 ... -15 dB

    [​IMG]

    Habe ich das so richtig beschrieben?
    Könnte ich mit dieser Grundeinstellung beginnen?
    Falls noch Bildstörungen da sind, mit dem Pegelsteller von -5 auf - 2 bis -8 langsam drehen bis das Bild besser wird, richtig????
    Was kann man mit dem Leitungsentzerrer machen?

    Gruß
    stiege
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juni 2005
  4. Schüsselmann

    Schüsselmann Wasserfall

    Registriert seit:
    8. Februar 2005
    Beiträge:
    9.064
    AW: Kabelfernsehanlage störungsfrei machen...

    Ohne Messgerät ist das ehrlich gesagt Scheibenkleister. Momentan hast Du noch eine nicht umfassend richtige Vorstellung. Ein Verstärker hat immer eine Festverstärkung in sich, nachgeschaltet sind geräteintern ein Entzerrer und ein Dämpfungsglied. Dein Bezugspunkt ist ja das Eingangssignal am Verstärker, diesen Pegel musst Du kennen, willst Du es wie ein Bro-Vieh machen. Ziel ist ja, einen Pegel von sagen wir 65 dB möglichst linear an den Dosenausgang zu bringen. Vom Eingangspegel am HAV und den zu erwartenden Dämpfungen im Signalstrang hängt nun ab, wieviel von z.B. 30 dB Verstärkung Du zu nutzen hast. Deshalb ist die genaue Kenntnis des Anlagenaufbaus erforderlich. Liegen z.B. 70/75 dB am HAV-Eingang an, müsstest Du nur 20/25 verstärken, um mit 90 zu 100 auf die Leitung zu gehen. Ob Du das mit diesem Wert machen kannst, hängt nun auch davon ab, was da hinter dem HAV noch kommt. Es hängt auch davon ab, wie weit das Netz ausgebaut ist und genutzt wird. Liegen nur 60/65 am HAV-Eingang an, müsstest Du anders verstärken um auf den selben Ausgangspegel zu kommen. Gleichzeitig kannst Du am HAV (Messpunkte) die Qualität der Eingangs- und Ausgangssignale beurteilen und damit ggf. Gerätefehler ausschließen. Kommt dann vom Signal erheblich weniger an der Dose an (mit den beschriebenen Bildfehlern), gilt es den Fehler zwischen HAV und Dosenausgang zu suchen. Das kann ein Massefehler durch einen madigen Stecker, die Dose selbst oder ein beschädigtes Kabel sein. Eine Ferndiagnose ohne Messgerät ist aber nicht wirklich möglich. Ein Leitungsentzerrer hat die Aufgabe, die Pegelunterschiede zwischen den niedrig- und den höchstfrequenten Kanälen auf einen Maximalwert zu begrenzen, z.B. 10 dB.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juni 2005

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