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Kabel und Qualitäten

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von DGR, 28. April 2016.

Schlagworte:
  1. DGR

    DGR Neuling

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    Hallo,
    Es handelt sich um einen Hausneubau und ich bin absoluter Laie. Es wird also eine Satellitenschüssel mit Quattro-LNB installiert. Von dort gehen schon mal 4 Kabel zum Multischalter. Weitere Kabel von dieser Stelle zu den Endgeräten.
    • Auf welche Kabelqualitäten ist jeweils zu achten, wenn man einigermaßen zukunftssicher sein will ?
    • Gibt es Empfehlungen zu den Herstellern ?

    Also einerseits die Kabel vom LNB zum Multischalter und andererseits die Kabel im Haus.
    Danke.
     
  2. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    Hallo DGR,

    der wichtigste Punkt ist, dass Koaxkabel wie alle anderen Kommunikationsleitungen in gängige Leerrohre gehören. Das ist nicht nur notwendig, um die DIN 18015 zu erfüllen, sondern macht auch absolut Sinn. Ich empfehle Rohre mit 25 mm Durchmesser, diese sind von den potentiellen Empfangsstellen direkt zu einer zentralen Stelle zu führen, an der dann Multischalter, Netzwerkswitch usw. montiert wird.

    Beim Kabel gibt es erhebliche Unterschiede. Finger weg von Kabeln, die mit wunder wie viel Schirmungsmaß/Schirmdämpfung beworben werden (ehrliche 90 dB reichen eigentlich aus). Finger weg von StaKu (CCS) Kabeln. Und als Laie Finger weg von 4-fach oder mehr geschirmten Kabeln.

    Verwende ein Klasse A oder A+ Kabel, welches doppelt geschirmt ist. Es sollte eine Dämpfung von 30 dB/100m@2GHz nicht überschreiten (wobei im Notfall und bei Distanzen bis 30 m auch Minikabel mit mehr Dämpfung eingesetzt werden können).

    "Draußen" (also zum LNB) muss ein UV-beständiges Kabel eingesetzt werden.

    Ganz wichtig ist es, die zum Kabel wirklich passenden Kompressionsstecker zu verwenden. Aufschraubstecker sind absolut out.

    Ach ja, moderne Boxen lassen sich nur noch im Einkabelmodus vollständig nutzen, denke darüber nach, bevor du einen Multischalter kaufst.

    Klaus
     
  3. salvator24

    salvator24 Senior Member

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    iGude!

    Ergänzend zu @KlausAmSee:
    Ich hatte im letzten Jahr eine Aufstellung diverser Markenkabel gemacht. Link hier. Dort findest Du auch Links zu Montageanleitungen sowie zur Cabelcon-Datenbank, wo der passende Kompressionsstecker (Self-Install oder auch zum Pressen) abgerufen werden kann.

    In diesem Forum findest Du sehr oft Empfehlungen für das Kathrein LCD 111 für den Innenbereich sowie das LCD 115 für den Außenbereich. Aber auch andere Hersteller wie zum Beispiel Sytronic sind empfehlenswert (sind auch bei den großen Kabelnetzbetreibern freigegeben und im Einsatz).

    Obwohl die Logos zu "Klasse A" bzw. Klasse A+" bestimmten Kriterien unterliegen, nutzen auch 'schwarze Schafe' diese Bezeichnung zum Bewerben Ihrer Kabel - meist auch noch in Verbindung mit "BZT / Postzulassung" (die es jedoch schon lange nicht mehr gibt). Von diesen Kabel würde ich ebenso die Finger von lassen.

    Dann gibt es auch noch 'Nischenhersteller' wie hier, die zwar auch nach dibkom zertifiziert sind. Aber einen echten Mehrwert sehe ich da drin nicht (und würde perönlich auch die Finger davon lassen).

    Der Hersteller Kathrein schreibt auf seiner Homepage in den FAQs unter der Rubrik "Satelliten-Empfangstechnik: Begriffe, Erklärungen":
    Empfehlungen meinerseits:
    - Markenkabel verwenden
    - Innenleiter reiner Kupfer mit 1,0 bzw. 1,13 mm Durchmesser (die stehen bei diversen Shops im Internet meist unter Bezeichnungen wie "RG6" oder Kabel mit ca. 6-7 mm Außendurchmesser)
    - Dielektrikum geschäumt
    - Schirmgeflecht aus verzinntem Kupfer
    - Falls dreifach geschirmt: Äußere Schirmfolie mit dem Mantel verklebt (beispielsweise wie beim LCD 111 -> erleichert die Montage ungemein).

    Offene Überlegungen:
    - Klaus hatte - zu Recht - auf den Einkabelmodus hingewiesen. Dennoch sollte überlegt werden, ob nicht ggf. in das Wohnzimmer oder in andere Zimmer (dort wo später ggf. ein zweites Gerät stehen soll - Stichwort Aufzeichnung) gleich ein zweites Kabel mitverlegt werden soll(te).
    - Zusätzlich zu den Antennenkabeln gleich Netzwerkkabel mitverlegen und Netzwerkdosen in die Nähe der Antennendosen setzen. Schlagwort ist hier "Sat-IP" (Wiedergabe / Aufzeichung / Verteilung im gesamten Haus).

    Je nach Budget und Aufwand lassen sich hier verschiedene Möglichkeiten realisieren. Wichtig jedoch ist, den persönlichen Bedarf einzuschätzen und in diese Richtung zu planen.

    Ein gutes Gelingen wünscht
    Salvator24

    Nachtrag:
    Da es sich um einen Hausneubau handelt - mag nicht einer von den Erdungsspezialisten auch Tipps dazu geben, daß der "Eli" bei der Planung und Ausführung nicht gravierende Mängel macht? ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. April 2016
  4. Dipol

    Dipol Talk-König

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    Der Mehrwert besteht darin, dass man sich bei der Schirmdämpfung und dem Kopplungswiderstand darauf verlassen kann, dass die Klassifizierung nach A und A+ stimmt. Das wäre das erste mir beknnte Antennenkabel mit Alu-Billiggeflecht und Vier- bzw. Fünfach-Sinnlosschirmung, welches Kopplungswiderstand nach Class A+ erfüllt. Auch mit Dibkom-Siegel wird kein Kabelnetzbetreiber Kabel mit Alu-Geflecht und Fünfachschirmung approbieren
    Mit der Einschränkung, dass für die Montage zeitgemäßer Stecker eine verklebte Innenfolie entscheidender ist, stimme ich zu..

    Nach den Anleitungen von Cablecon und PPC ist bei Quadshield-Kabeln die äußere Folie und das äußere Geflecht zu entfernen. Technologisch sind bereits mit Zweifachschirmung über 100 dB Schirmdämpfung möglich, Vier- oder Fünfachschirmung soll Laien beeindrucken, erschwert aber nur unnötig die Leitungsverlegung und Montagen von Steckern und Steckdosen.

    Bei gleichem Dielektrikum hat ein Antennenkabel mit 1,13 mm Durchmesser eine geringere Dämpfung als eines mit nur 1 mm.
    Da ich weder an den Weihnachtsmann noch an ein Perpetuum Mobile glaube, werde ich bei Venton das Dibkom-Datenblatt erbitten, denn die Dämpfungswerte erscheinen mir völlig irreal.
    Damit man wegen Erdung nicht jedesmal bei Adam und Eva anfangen muss, gibt es den gepinnten Erdungsthread und bei solchen Anfragen sind Fundament-/Ringerder ohnehin zumeist schon normwidrig entgegen DIN 18014 vom Rohbauunternehmen einbetoniert und keine eigene Anschlussfahnen für den Schutz von Antennen oder PV-Anlagen mehr möglich.

    EDIT: Die Bitte um Zusendung der Dibkom-Zertifizierung ist soeben raus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. April 2016
  5. salvator24

    salvator24 Senior Member

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    {Off-Topic AN}

    Wirste nicht bekommen. Zumindest hatte ich im August 2015 (als ich die Übersicht der Kabelanbieter erstellt hatte) rein spaßeshalber ein Meßprotokoll angefordert. Außer dem Scan des Dibkom Zertifikats (nur Vorderseite) und den Verweisen auf das Datenblatt im Internet sowie dem hauseigenen Forum kam da nichts zurück...

    {Off-Topic AUS}
     
  6. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    Bezogen auf den Hausbau ist das Quasi Adam und Eva. Die Wichtigkeit eines dauerhaft funktionsfähigen Erders wird aber meistens völlig unterschätzt.
    Vor zwei Jahren hätte ich auch zwei Leitungen empfohlen. Es kommen aber (bedingt durch die Full Capture-Technologie) immer mehr Empfangsgeräte auf den Markt, die mehr als zwei (virtuelle) Tuner haben. Die haben aber nicht die entsprechende Anzahl an HF-Eingängen, sondern lassen sich tatsächlich nur im Einkabelmodus vollständig betreiben.
    Auch ohne SAT>IP macht der Netzwerkanschluss neben der Antennensteckdose absolut Sinn, denn es gibt ja auch noch HBBTV usw.. Antenne und Netzwerk dürfen in ein gemeinsames Leerrohr. Es ist aber darauf zu achten, dass dann ein vermaschter Potentialausgleich gemacht werden sollte (also keine direkte Antennenblitzerdung erlaubt!).
    Die in der DIN 18015 geforderten separaten Leerohre sind nur notwendig, wenn Antenne und Netzwerk zwei unterschiedliche Gewerke sind.
     
  7. Dipol

    Dipol Talk-König

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    Prophezeihung bereits eingetroffen!

    Die für ein ein Koax mit 1 mm Innenleiter und 4,6 mm Dielektrikum wundersam niedrigen Dämpfungswerte mit z. B. 29,7 dB/100 m bei 3 GHz will man nachprüfen und ggfls. berichtigen.
     
  8. dvbisti

    dvbisti Junior Member

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    Hi, ein interessanter Thread ...

    ich habe für eine neue Anlage 100m Kabel (5-fach geschirmtes, 135dB) von HB Digital gekauft. War es Blödsinn?

    ======================================
    Innendurchmesser des massiven Kupferleiters = 0,99mm
    Aussendurchmesser Kabel= 6,96mm/Teflonisolierungsdurchmesser des Kupferleiters 4,45mm
    Kabelaufbau von innen nach aussen. massiver Kupferleiter Isolation des massiven Kupferleiters Durchmesser=4,45mm /
    Folienschirmung/darüber Drahtgeflecht /darüber Aussenisolierung.
    Bemerkung: das Kabel ist ziemlich steif und erlaubt keine kleinen Biegeradien.Meiner Meinung nach resultiert die Steifigkeit des Kabels aus der Teflonisolierung des massiven Kupferleiters
    ======================================


    Was sind die Nachteile im Vergleich zu den Empfehlungen:

    Vielen Dank ...
     
  9. Dipol

    Dipol Talk-König

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    Wie du es nennst ist deine Sache, aber kein Kabelnetzbetreiber würde das Kabel approbieren.
     
  10. dvbisti

    dvbisti Junior Member

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    Ok. Alles klar. Die nächste Wolle wird dann das LCD111 von Kathrein (kostet ungefähr das Doppelte, was bei dieser Menge natürlich nicht so tragisch ist).

    Welches (technisches) Merkmal macht das Kathrein-Produkt besonders empfehlenswert?
     

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