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Kabel- & SAT-Signal parallel zur Verfügung stellen

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von Goldstück, 20. April 2012.

  1. Goldstück

    Goldstück Neuling

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    Hallo zusammen,

    wir sind gerade dabei unsere Elektroinstallation für unser neues Haus zu planen und ein Punkt ist mir dabei noch nicht ganz so klar. Aus den uns derzeit vorliegenden Angeboten werde ich auch nicht ganz schlau. Daher hoffe ich, dass mir hier jemand weiterhelfen und Licht ins Dunkle bringen kann.

    Unser Haus bekommt einen Kabelanschluss. Zusätzlich lassen wir uns auch noch eine SAT-Anlage auf das Dach setzen. Wir möchten gerne für alle Eventualitäten gerüstet sein. Die Frage die sich mir in diesem Zusammenhang stellt ist: Wie bekomme ich am vernünftigsten beide TV-Signale (Kabel & SAT) zu allen Dosen ins Haus? Ich möchte gerne vermeiden, dass ich an den TV oder Radiogeräten irgendwelche Schalter umstecken muss, in Abhängigkeit davon, ob ich gerade einen TV-Sender über Kabel oder über Satellit sehen möchte.

    Hoffe mein Anliegen ist verständlich. Ansonsten dürft Ihr mich auch gerne noch ein mit Rückfragen löchern ;-)

    Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe!

    Gruß
    Goldstück
     
  2. raceroad

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    AW: Kabel- & SAT-Signal parallel zur Verfügung stellen

    Wozu - außer evtl. für Kabelinternet - bracht man bei Satempfang noch Kabel-TV? Aber egal: Im Prinzip macht man dann eine Sat-Installation: Das Sat-Signal wird vom LNB einem Multischalter zugeführt, der das Signal sternförmig an die Anschlüsse im Haus verteilt.

    Dargestellt wird das z.B. in dieser Applikation. Abweichend davon würde am Terrestrik-Anschluss des Multischalters keine Antenne angeschlossen werden, sondern man würde das Kabel-TV-Signal einspeisen. Antennendosen trennen Sat- und Kabelsignal voneinander. Achtung: Zum Aufzeichnen einer Sendung parallel zum laufenden Programm mittels Twinreceiver braucht man bei Sat anders als bei Kabel-TV zwei Antennenkabel. Zu den Hauptempfangsplätzen daher je zwei Kabel verlegen!

    Außerdem ist auf die Auswahl der Antennensteckdosen zu achten. Die für Sat meist verwendenten 3-Loch Single-Dosen (1 Satanschluss) und auch die 4-Loch Twindosen (2 Satanschlüsse) eignen sich größtenteils nicht für Kabel-TV. Geeignet für einen Sigleanschluss wäre z.B. die ESD 30 von Kathrein.

    Soll über den Kabelanschluss auch der Internet-Zugang abgewickelt werden, ginge das zwar mit geeigneten Multischaltern so wie oben dargestellt. Das wäre aber vergleichsweise aufwändig. Einfacher wäre es, hierfür das Kabel-Signal vorher aufzuteilen und für ein Kabelmodem einen separaten Anschluss vorzusehen. Wenn man etwa von einem Hausanschlussraum zentral eine Netzwerk-Verkabelung ausführt, käme das Modem eh dorthin.
     
  3. Goldstück

    Goldstück Neuling

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    AW: Kabel- & SAT-Signal parallel zur Verfügung stellen

    Hallo Raceroad.

    Stimmt, bei SAT braucht man Kabel eigentlich nicht mehr. Nur das Kabel jetzt ins Haus zu legen kostet 199 Euro. Möchte man das später nachholen, wird es um ein vielfaches teurer. Beim Telefonkabel gehen wir genauso vor, obwohl die Wahrscheinlichkeit hoch sein wird, dass wir kein Festnetztelefon mehr benötigen werden.

    Man braucht demnach also nur einen entsprechend großen bzw. erweiterungsfähigen Multischalter, um die Kabel und SAT Signale zu den Dosen zu bringen. Kannst Du hier ggf. einen Hersteller empfehlen?

    Was hat es mit dem Trennen auf sich? Oder ist das rein eine technische Sage und hat mich als Endnutzer "eigentlich" nicht zu interessieren?

    Das ist bekannt, aber danke noch einmal für den Hinweis.

    Verstehe ich das bei einer Single-Dose dann richtig, dass ein Anschluss zum Radio geht, einer direkt zum Antennenanschluss des Fernsehers (Kabelsignal) und der andere zum SAT-Receiver (SAT-Signal)?

    Und wie wird der SAT-Receiver dann an den Fernseher angeschlossen (mittels Scart-Anschluss)?


    In Sachen Netzwerk kenne ich mich glücklicherweise etwas mehr aus ;-) Die Netzwerkverkabelung läuft ebenfalls im Technikraum des Kellers zusammen. Ein evtl. Kabelmodem würde dort stehen und dort an das Patch-Panel angeschlossen werden. Eine Weiterleitung des Signals an einzelne TV-Dosen ist nicht geplant. Dafür gibt es genügend Netzwerkdosen im Haus ;-)

    Wenn ich das jetzt alles richtigt verstanden habe, dann ist das gar nicht so kompliziert. Hm...

    Wie ist das das mit dem Wechseln der Sender? Kabel-Programme wie gewohnt über die Fernbedienung des Fernsehers und SAT-Programme über die Fernbedienung des SAT-Receivers?

    Viele Grüße
    Goldstück
     
  4. raceroad

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    AW: Kabel- & SAT-Signal parallel zur Verfügung stellen

    Insbesondere wegen der Option Kabel-TV würde ich einen Schalter wählen, bei dem die Entkopplung zwischen den Ausgängen hoch ist (u.a. wichtig dafür, dass sich die Endgeräte nicht gegenseitig stören). Obwohl auf den Produktseiten kein Wert angegeben wird, sollen die Schalter von Jultec wie der JRM0512.. (es gibt ebenso Versionen mit 8 und 16 Ausgängen) auch in dieser Beziehung sehr gut sein. Der Schalter wird komplett von den Satreceivern gespeist (= Er verursacht selbst keine Betriebskosten), für Terrestrik bzw. Kabel-TV braucht man aber noch einen Verstärker. Gut wären z.B. auch die Schalter von Wisi wie der DY 12, der allerdings Netzteil-versorgt ist.

    Möchte man Programme von mehr als nur einer Satellitenposition empfangen, braucht man Schalter mit einer größeren Zahl von Eingängen. Statt einem 5/X-Modell (4 Sateingänge, einer für Terrestrik bzw. Kabel-TV / X Ausgänge) für eine Satellitenposition z.B. einen 9/X für zwei Satellitenpositionen.

    Abgesehen von seiner Hauptaufgabe, eine der vier Signalebenen pro Satellitenposition auf das Kabel zum Satreceiver aufzuschalten, kombiniert der Multischalter das Sat- mit dem Kabel-Signal (Radio + TV) bzw. alternativ mit Terrestik- (UWK, DAB, DVB-T). So weit, so gut. Nur: Möchte man an einem Ausgang des Multischalters z.B. einen Satreceiver und ein UKW-Radio betreiben, muss man das Signal auf diese Endgerät aufteilen. Dazu verwendet man vorzugsweise eine Antennendose.

    Abstrakt: Die Antennendose stellt eine Verbindung des Einganssignals mit den Geräteanschlüssen (bei Durchgangsdosen zusätzlich noch mit dem Stammausgang) her, indem die zugeführte Leistung auf mehrere Zweige aufgeteilt und / oder das Eingangssignal in Teilsignale mit nur einem Teil des Eingangsfrequenzspektrums getrennt wird. Aufteilen der Leistung bietet den Vorteil, dass die Ausgänge der Dose sehr variabel zu nutzen sind, geht aber mit einer signifikanten Schwächung des Signals einher. Trennen der Frequenzen schränkt zwar die Nutungsmöglichkeiten der Ausgänge ein, ist aber in Bezug auf die am Anschluss zur Verfügung stehende Leistung effektiver.

    Konkret: Für einen Singleanschluss würde ich die ESD 30 von Kathrein nehmen. Ausgänge: 1 x Sat + 2 x Kabel-TV. Die beiden Ausgänge für Kabel-TV (bzw. alternativ Terrestik) sind gleichberechtigt = keine Trennung der Frequenzen für UKW-Radio einerseits und Digitalradio bzw. TV andererseits.

    Für einen Twinanschluss bieten sich 3-Loch Twindosen wie Kathrein ESD 32 oder Triax EDS 322 F an. Ausgänge 2 x Sat + 1 x Kabel-TV. Möchte man außer Sat an einem Twinanschluss UKW und Kabel-TV gleichzeitig ohne zusätzliche Aufteilung nach der Dose nutzen, so ginge das von den mir bekannten Dosen nur mit der neuen 4-Loch Twindose SSD 7-00 von Axing. Ausgänge: 2 x Sat, 1 x UKW, 1 x TV. Für 3-Loch Dosen bekommt man Zentralscheiben vom Hersteller des Schalterprogramms oft in allen Farben, während die Farbauswahl bei Zentralscheiben für 4-Loch Dosen eingeschränkt sein kann.

    Das kann, muss aber nicht so sein. So könnte man an die oben genannte ESD 30 außer einem Satreceiver direkt auch zwei Fernseher (Kabelsignal) oder zwei UKW-Radios anschließen.

    Auch hier wieder: Das kann, muss aber nicht so sein. Scart ist im Zeitalter von Flachbild-TVs mehr oder weniger ein Auslaufmodell, da nur analoge Signale und die auch nur in Standardauflösung übertragen werden können. Mittlerweile gibt es Receiver, die gar nicht mehr über analoge Bild- und Tonausgänge verfügen. Für hochauflösendes Fernsehen nutzt man meist eine HDMI-Verbindung (digitales Signal).

    Wenn man einen Fernseher mit eingebautem Sattuner kauft, braucht man keinen Receiver und damit auch keine Signalverbindung.

    Wenn für Kabel-TV (analog oder DVB-C) die Tuner des TVs, für DVB-S (digitales Sat-TV) hingegen ein externer Receiver genutzt wird, kann das doch vom Grundsatz her nicht anders sein. Statt mehreren Fernbedienungen könnte man natürlich eine Universalfernbedienung verwenden.

    Die allermeisten Fernseher mit Tuner für DVB-S haben allerdings auch einen für DVB-C. Die parallele Nutzung dieser Tuner ist bei den Fernsehern der Massenhersteller i.d.R. allerdings umständlich, während man bei (leider vergleichsweise teuren) Fernsehern von TechniSat, Loewe, Metz und ?? Sender verschiedener Empfangsarten in einer gemeinsamen Liste durchmischen kann.


    Ganz anderer Punkt:

    Antenne auf dem Dach bedeutet, dass sie erdungspflichig ist. Erdung wird deutlich erleichtert, wenn an passender Stelle ein Anschluss des Fundamenterders nach außen geführt wird bzw. hoffentlich wurde. Siehe zum Thema Erdung und Potenzialausgleich z.B. den Beitrag: Sat-Forum: Satanlage richtig erden.
     

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