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Jung & Schön

Dieses Thema im Forum "Blu-ray/DVD" wurde erstellt von Hoffi67, 21. April 2014.

  1. Hoffi67

    Hoffi67 Moderator

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    Im Sommerurlaub, wenige Tage vor ihrem 17. Geburtstag, schläft die hübsche Isabelle (Marine Vacth) das erste Mal mit einem Jungen. Für viele Mädchen ein großes Ereignis, lässt sie diese Nacht jedoch völlig kalt. Dennoch erkennt sie die Möglichkeiten, die der Austausch körperlicher Zärtlichkeiten ihr bietet: Mit Beginn des Schuljahres verabredet sie sich mit meist älteren Männern, die sie für Sex bezahlen. 300 Euro pro Nacht lassen es sich die Männer kosten. Während Isabelle an immer mehr Geld kommt, ahnen weder Eltern noch Freunde etwas von ihrem Doppelleben. Nach einem tragischen Zwischenfall kann sie ihr Geheimnis jedoch nicht mehr verbergen und ihre Nachmittagsbeschäftigung fliegt auf. Da Isabelle selbst nicht dazu Stellung bezieht, sondern beharrlich schweigt, ergeht sich ihre Mutter (Géraldine Pailhas) vornehmlich in Selbstvorwürfen.

    Marine Vacth als geheimnisvolle Isabelle ist die Entdeckung des Films. François Ozon gelingt ein kühles Erotikdrama ohne jegliche Wertung und das macht der eigentliche Reiz des Films aus. Und den Schlußpunkt setzt die Grande Dame Charlotte Rampling. Die Sexszenen sind keineswegs abstumpfend oder voyeuristisch dargestellt, auch dort legt Ozon großen Wert auf Fingerspitzengefühl. Auch die musikalische Untermalung fügt sich perfekt in den Film ein, der am Ende versöhnlich erscheint, aber dem Zuschauer die Schlußpointe überlässt. Sowas können halt nur die Franzosen! 7/10


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  2. seagal1

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    Sex ohne Liebe, so thematisiert der Film Isabelle's erstes Mal und ihr weiteres Verhalten. Nachdem deren Nachmittags-Hobby aufgeflogen ist, begegnen ihr alle Frauen in ihrer familiären Umgebung - selbst ihre Mutter - mit Argwohn und sehen sie tlw. als Konkurrenz. Isabelle versteht es, ihre Reize einzusetzen, bewahrt aber auch bei ihren Bekanntschaften eine Art kühle Distanz. Der Film wertet nicht und erhebt keinen moralischen Zeigefinger. Daher bleibt es dem Zuschauer selbst überlassen, wie er den Film sieht. Was mich ein wenig ratlos zurücklässt ist das fehlende Motiv Isabelle's Handeln. Das Geld, was sie verdient, benötigt sie im Grunde nicht und hortet es dafür in ihrem Schrank. Vielleicht sollte man es aber so sehen wie es ist: Sie hat einfach nur Spaß am Sex ohne Verpflichtungen oder Beziehungen eingehen zu müssen. Auf die Gefahr ihres Treibens wird allerdings nur am Rande hingewiesen. Trotzdem übt der Film eine magisch-kühle Faszination aus, die nicht zuletzt Marine Vacths schauspielerischen und optischen Präsenz geschuldet ist. Ich gebe 6,5/10 Punkte.
     
  3. Alaska

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    AW: Jung & Schön

    Francois Ozon ist einer meiner Lieblingsregisseure, ich fand den Film grandios, 10/10 Punkten. Gerade, weil er Lücken ließ und nichts erklärte. Der verlogene Umgang der Erwachsenen miteinander empfand ich als eigentlichen Skandal und nicht die Prostitution. Die habe ich als Mittel, in einem solch vergifteten Umfeld mögichst schnell erwachsen zu werden, empfunden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2014

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