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Israel

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von littlelupo, 20. September 2004.

  1. littlelupo

    littlelupo Guest

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    Ich habe einfach mal hier abgeschrieben:
    Bundeszentrale für politische Bildung
    Da gibt es eine Reihe "Informationen zur politischen Bildung"
    Da habe ich etwas aus diesem Heft herauskopiert:

    http://www.bpb.de/publikationen/WXJUD4,0,0,Zu_diesem_Heft.html


    Es hat hier im DF-Forum im Mai schon mal einen ähnlichen Thread gegeben, der ist dann aber doch zu sehr ausgeartet. Ich vermute es deshalb mal mit diesem eher "historischen" Ansatz.



    Ideelle Wurzeln
    Der Begriff "Zionismus" wurde 1890 von dem jüdischen Wiener Journalisten Nathan Birnbaum (1864-1937) geprägt. "Zion" - die Bezeichnung eines Hügels im Süden der Altstadt Jerusalems - war im Verlauf von Jahrhunderten zum Synonym für das Areal des Tempelbergs und später für ganz Jerusalem und das Land Israel geworden. Die Sehnsucht nach Zion als dem Ursprung jüdischen Glaubens und Volkstums war den seit der Zerstörung des Zweiten jüdischen Tempels durch die Römer (70 n. Chr.) in alle Welt zerstreuten Juden gemeinsam. Sie wurde in Gebeten, Gesängen und Legenden lebendig gehalten und von Generation zu Generation weitergegeben. Es ist somit nicht verwunderlich, dass die sich Ende des 19. Jahrhunderts herausbildende jüdische Nationalbewegung die Renaissance des Judentums mit der "Rückkehr" nach Zion verband.


    Impulse für die Staatsgründung
    Die moderne Geschichte Israels beginnt mit dem Zionismus, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts als ideologisches Konzept und politisches Programm zur Neubestimmung jüdischer Identität und als Antwort auf den modernen Antisemitismus in Europa entstand. Mit der Schaffung einer jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina sollten die "Judennot" in der Diaspora beendet und das jüdische Volk den anderen Völkern der Welt gleichgestellt werden. In ihren Heimatländern nicht selten diskriminiert und verfolgt, in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch den deutschen Nationalsozialismus von der Auslöschung bedroht, fanden zunächst insbesondere europäische Juden Zuflucht im "Land der Väter". Ihre Ansiedlung war nicht nur von einem zähen Ringen mit den Unbilden der Natur, sondern auch von Auseinandersetzungen mit den osmanischen sowie später den britischen Machthabern begleitet. Sie stieß zunehmend auf den Widerstand der sich formierenden arabisch-palästinensischen Nationalbewegung.

    Werden und Sein des israelischen Staatswesens sind in hohem Maße durch die Schoah (hebr.; Katastrophe), die nationalsozialistische Judenverfolgung, geprägt. Der UN-Teilungsbeschluss von 1947, der die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates auf dem Boden des britischen Mandatsgebietes Palästina vorsah, kam nicht ausschließlich als Antwort auf die jüngste Tragödie des jüdischen Volkes zustande. Deren Bekanntwerden bildete allerdings einen vitalen Impuls für die Schaffung des jüdischen Staates - sei es als "Rettungsfloß" für die Überlebenden, sei es als dauerhafte Heimat für die Juden der Diaspora. In Israel nehmen die Erfahrung mit antisemitischer Verfolgung und das Trauma der Schoah bis heute einen zentralen Platz im kollektiven wie im individuellen Bewusstsein der jüdischen Bevölkerungsmehrheit ein.

    Der Gründungsakt vom Mai 1948, mit dem der Staat Israel ins Leben trat, stellte eine Zäsur für die jüdische Geschichte und die zionistische Bewegung dar. Es entstand erstmals ein politisches, zugleich jedoch auch ein neues geistig-kulturelles Zentrum für die Juden, das in vielfältiger Weise mit der Diaspora verknüpft blieb. Heute zählt Israel etwa 6,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner und ist ein durch mehr als 150 Staaten diplomatisch anerkanntes Mitglied der Völkergemeinschaft der Vereinten Nationen. Aus dem Agrarland der Pioniergeneration wurde ein hoch entwickelter Industriestaat, der Erzeugnisse der Hochtechnologie in alle Welt exportiert, führend auf den Gebieten der Elektronik und Elektrotechnik ist und über eine schlagkräftige Armee verfügt


    Nahost-Konflikt
    Seit der Staatsgründung wird die Geschichte des Landes durch den Nahost-Konflikt geprägt. Davon zeugen fünf zwischenstaatliche Kriege unterschiedlichen Charakters sowie die virulente israelisch-palästinensische Konfrontation. Die jahrzehntelange Weigerung der arabischen Staaten, Israel anzuerkennen, wurde 1979 von Ägypten durchbrochen. Ungelöst blieb dagegen das "Palästinenserproblem". Die seit 1967 anhaltende Besetzung fremden Territoriums und damit die Herrschaft über eine große Bevölkerungsgruppe, die nicht dem eigenen Staatsvolk angehört, haben die Entwicklung Israels nachhaltig beeinflusst und zeitweilig empfindlich gehemmt.
     

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