1. Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen
    Information ausblenden
  2. Willkommen im Forum von DIGITAL FERNSEHEN - dem führenden Portal für digitales Fernsehen, Medien und Entertainment. Wenn du hier neu bist, schau dich ruhig etwas um und melde dich an, um am Forengeschehen teilnehmen zu können.
    Information ausblenden

Interview: "Ohne Grundverschlüsselung macht Volldigitalisierung keinen Sinn"

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 30. Juni 2008.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Moderator

    Registriert seit:
    25. Januar 2007
    Beiträge:
    82.174
    Anzeige
    Leipzig - Mit Prodigital TV haben die Betreiber von Spartenkanälen seit Mai ihre eigene Interessenvertretung. DIGITAL FERNSEHEN sprach daher mit Kai Flatau, Koordinator von Prodigital TV, über die Ziele der Interessenvertretung, Probleme der Digitalisierung und die Rolle, die die öffentlich-rechtlichen Sender dabei einnehmen.

    Komplette Nachricht in neuem Fenster öffnen
     
  2. Terranus

    Terranus ErdFuSt Mitarbeiter

    Registriert seit:
    8. Mai 2002
    Beiträge:
    28.675
    Ort:
    Fränkische Schweiz / München
    AW: Interview: "Ohne Grundverschlüsselung macht Volldigitalisierung keinen Sinn"

    Ja, schon ärgerlich, dass die ÖR sich gegen die Verschlüsselung stemmen. So ein Pech auch.
    Wo sind die Zuschauer Leidtragende? Viele Zuschauer sind eben an zig neuen kleinen Sendern nicht interessiert. Das ist was Herr Flatau sicher nicht hören will. Wenn dem nämlich so wäre, würden die massenweise Kabelreceiver anschaffen. Also ruft man dann nach der Politik, die soll dem Zuschauer dann vorschreiben, was er tun soll...
    Denn was er auch nicht sagt ist, dass die kleinen Sender die Verschlüsselung wollen, nicht um "auffindbar" zu sein, sondern weil man darüber mehr Geld einnehmen will.
    Darüber soll der Marketingbegriff "Grundverschlüsselung" hinwegtäuschen.

    Man will einfach mehr PayTV verkaufen. Und das wird von der Masse der dt. Zuschauer weiterhin nicht angenommen.
     
  3. tofir

    tofir Neuling

    Registriert seit:
    3. Juni 2008
    Beiträge:
    6
    AW: Interview: "Ohne Grundverschlüsselung macht Volldigitalisierung keinen Sinn"

    Es ist schon richtig das wir endlich einen harten Umstieg auf Digital-TV in Deutschland benötigen, gerade im europäischen Vergleich sind wir hierzulande Entwicklungsland. Bei DVB-T hat das ja auch schon fast in ganz Deutschland geklappt. Ich verstehe die ÖR Sender nicht das fast alle Dritten Programme, Phoenix, KiKa, arte noch über Sat analog senden müssen, man sollte sich hier auf Das Erste, ZDF, 3sat einschränken. Ich denke das wäre ein großer Schritt hin zu DVB-S wobei dann auch private Sender nachziehen würden - allein schon aus Kostengründen. Beispiel: 1.2.3.tv schaltet ja heute analog auf Astra ab.

    Im Kabel sollten auch nur noch die Hauptsender (Das Erste, ZDF, lokales Drittens Programm, Pro7, Sat.1, RTL, RTL2, VOX, Kabel 1, 3sat etc.) analog eingespeist werden. Ich selbst habe neben dem DVB-S Empfang auch noch Kabel um alle Räume im Haus zu versorgen. Mein Grund warum ich nicht auf DVB-C - also Digital-TV via Kabel - umsteige ist recht einfach. Mein Netzbetreiber Unitymedia gibt mir als Kunden einen DVB-C Receiver inklusive und ist der Meinung das ich für alle anderen Geräte je einen DVB-C Receiver mieten kann - Kosten: 3,90 Monat pro Gerät - da sage ich mal nein Danke!

    Somit werde ich mittelfristig komplett auf DVB-S umsteigen und mein Kabelbetreiber wird mich als Kunden verlieren.

    Free-TV muss Free-TV bleiben und darf nicht durch die Hintertür zum Pay-TV werden!!! Aber genau das versuchen gerade die großen Kabelnetzbetreiber!!! :mad:

    Wir Nutzer müssen uns dagegen stellen da die Privaten sich ja aus den Werbeeinnahmen finanzieren sollen und nicht von den Zuschauern!
     
  4. Sebastian2

    Sebastian2 Guest

    AW: Interview: "Ohne Grundverschlüsselung macht Volldigitalisierung keinen Sinn"

    Wenn man die Gesamtdigitalisierung dahernimmt in den Vergleich sind sind wir ganz weit entfernt von entwicklungsland.
    Wenn man aber nur die senderzahl bei sat dahernimmt dann passt das schon.

    Nur wird sich das bald erledigt haben. Mehr als 60 % digital nutzer sind es jetzt schon bei sat und es werden immer mehr. Warum sollte man als sender dann noch analog anbieten?

    Im Kabel sieht das ganze anders aus. Gerade der analog empfang ist im Kabel ja eins der vielen vorteile.

    DVBT hatte auch eine ganz andere zuschauerzahl...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. Juni 2008
  5. Terranus

    Terranus ErdFuSt Mitarbeiter

    Registriert seit:
    8. Mai 2002
    Beiträge:
    28.675
    Ort:
    Fränkische Schweiz / München
    AW: Interview: "Ohne Grundverschlüsselung macht Volldigitalisierung keinen Sinn"

    DVB-T ist nicht verschlüsselt... und deswegen halten sich die Privaten ja zurück. Nicht weil es zu teuer ist, das ist ein Mär.
    Man möchte in Zukunft kein freies Privat TV mehr, das ist die Wahrheit. Und weil das nicht populär ist verschanzt man sich hinter Begriffen wie "Grundverschlüsselung".
     
  6. Kellerkind

    Kellerkind Wasserfall

    Registriert seit:
    30. März 2004
    Beiträge:
    7.283
    AW: Interview: "Ohne Grundverschlüsselung macht Volldigitalisierung keinen Sinn"

    Eben.
    Das einfachste Argument für die ÜBerzeugung des Zuschauers sollte doch das Geld sein.
    Falls man in - sagen wir - 2 Jahren eine Grundverschlüsselung einführen wollte, müssten locker mal 20 Mio Zapping-Boxen getauscht werden. Dazu kommen Abo-Verwaltungsgebühren für jedes Gerät von min 1,50 € pro Monat. Bei 16 Mio HH kann man von min 25 Mio "Anschlüssen" ausgehen.

    Wenn eine neue Set-Top-Box 80 Euro kostet, kommen im ersten Jahr 2 Milliarden Euro auf den Zuschauer zu. Damit er das gleiche Angebot sehen kann. In den Folgejahren drohen je weitere 500 Mio €.

    Dazu kommen dann mit Sicherheit nicht vorhandene digitale Schnittstellen an den Boxen und Aufnahmesperren. Und natürlich dem EPG, der einem RTL auf Platz Drei knallt, egal ob man das nun sehen will oder nicht. Von einem Gewinn für den Zuschauer kann nicht die Rede sein.
     
  7. teletext

    teletext Gold Member

    Registriert seit:
    13. Mai 2004
    Beiträge:
    1.371
    Ort:
    Hainichen/Sachsen
    AW: Interview: "Ohne Grundverschlüsselung macht Volldigitalisierung keinen Sinn"

    Am Ende des Artikels steht zwar daß die Antworten die Meinung des Gefragten wiedergeben, aber die Fragen wurden auffällig so gestellt daß man wieder einmal schön gegen die Öffentlich-Rechtlichen wettern kann.
     
  8. G-Tech

    G-Tech Silber Member

    Registriert seit:
    17. Juli 2006
    Beiträge:
    575
    AW: Interview: "Ohne Grundverschlüsselung macht Volldigitalisierung keinen Sinn"

    Naja, seid doch mal ehrlich: Einerseits wird hier immer gegen die Privaten gewettert: Das Programm sei schlecht, die viele Werbung wäre eine Zumutung. Andererseits wird aber auch abgelehnt, dafür zu zahlen. Auch die ÖRs sind PayTV, und das obendrein auch noch recht teures. Wer neben den ÖRs noch anderes, privates Programm sehen will, wird sich entscheiden müssen: Entweder viel Werbung oder eben gegen Bezahlung.

    Was der Lobbyist Herr Flatau allerdings anspricht, ist ein anderes Thema: Kleine private Sender können sich aufgrund der zu geringen Zuschauerzahl nicht kostendeckend über Werbung finanzieren. Man verspricht sich von der Grundverschlüsselung hier Vorteile, weil man die Sender im Paket anbieten kann und dadurch eine Querfinanzierung ermöglicht.
    Das eigentliche Problem ist aber vielmehr die mangelnde Innovation im deutschen Fernsehen, vor allem die Kabelprovider versuchen immerzu, durch Quantität statt Qualität zu überzeugen. Auf den Internetseiten sind Sprüche zu lesen wie "5000 Sender für nur 29 Euro pro Monat". Dass von den 5000 Sendern 4999 Schrott sind und ohne dieses Marketing nicht annähernd überleben könnten, spielt dabei keine Rolle.
    Der Kunde nimmt diesen Überfluss an drittklassigen Einheitsmüll nicht an, zudem hat er keine Lust auf Knebelverträge mit häufig betrügerischen Hintergründen, das kundenunfreundliche Smartcard-System sowie die vorgeschriebenen Settop Boxen.
    Das ist der wahre Grund, warum sich das Kabel so schlecht "digitalisiert". Bei SAT hat's ja auch funktioniert: Hier hat man bislang nicht versucht, den ganz allgemeinen technischen Fortschritt über fragwürdige Geschäftsmodelle zum zusätzlichen Geschäft zu machen. Das Fazit beim Satelliten ist ganz einfach: Digital bietet besseres Bild, mehr Sender (und dabei auch einige gute, rein digitale), und das alles zu den gleichen Kosten für den Verbraucher: Nämlich keine. Die Tatsache, dass man für digitalen Satellitenempfang nichts unterschrieben und keinen gesonderten Vertrag abschließen muss, ist sicherlich ein weiterer Grund für die höhere Akzeptanz des digitalen Satellitenfernsehens.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Juni 2008
  9. Kellerkind

    Kellerkind Wasserfall

    Registriert seit:
    30. März 2004
    Beiträge:
    7.283
    AW: Interview: "Ohne Grundverschlüsselung macht Volldigitalisierung keinen Sinn"

    Sie sind FreeTV, weil der Zugang frei ist. Der Zugang entscheidet über Free- und PayTV.
    Bedeutet aber, dass Abo-Gebühren (oder wie man bei RTL sagt Urheberrechtsabgaben) flächendeckend Standard werden sollen.
     
  10. Sebastian2

    Sebastian2 Guest

    AW: Interview: "Ohne Grundverschlüsselung macht Volldigitalisierung keinen Sinn"

    Nur weil man bezahlt wird doch die werbung nicht weniger.

    Zeigen amerika und england doch wunderbar ;).

    @Kellerkind
    Genau genommen sind sie öffentlich-rechtlich. Die dritte einteilung ;).
     

Diese Seite empfehlen