1. Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen
    Information ausblenden
  2. Willkommen im Forum von DIGITAL FERNSEHEN - dem führenden Portal für digitales Fernsehen, Medien und Entertainment. Wenn du hier neu bist, schau dich ruhig etwas um und melde dich an, um am Forengeschehen teilnehmen zu können.
    Information ausblenden

Insolvenz leicht erklärt

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von zoe, 5. April 2002.

  1. zoe

    zoe Junior Member

    Registriert seit:
    30. März 2002
    Beiträge:
    104
    Ort:
    Köln
    Anzeige
    Insolvenz leicht erklärt


    Ein Insolvenzverfahren wird eingeleitet, wenn ein Unternehmen oder ein Privatmann überschuldet oder zahlungsunfähig ist. Ziel ist es, unter Aufsicht eines Gerichts das verbliebene Vermögen gleichmäßig unter den Gläubigern aufzuteilen. Dazu werden Geld, Material, Grundstücke und Maschinen in die Insolvenzmasse aufgenommen und anschließend verwertet.

    Ansprüche können alle geltend machen, die noch Geld zu bekommen haben: Die Forderung der Großbank steht gleichberechtigt neben dem Anspruch des Arbeiters auf Zahlung seines Lohns. Der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens kann sowohl vom Schuldner selbst als auch von einem Gläubiger gestellt werden.

    Bevor ein solches Verfahren aber eröffnet wird, prüft das örtlich zuständige Amtsgericht, ob überhaupt genügend Geld zur Deckung der Kosten vorhanden ist. Ist zu wenig Geld vorhanden, wird der Antrag abgewiesen. In diesem Fall gibt es kein Insolvenzverfahren, und die Gläubiger müssen auf eigene Faust versuchen, an ihr Geld zu kommen.

    Wird ein Verfahren eröffnet, bestellt das Gericht einen Insolvenzverwalter. Der Verwalter wird vom Gericht mit der vorläufigen Führung der Geschäfte betraut, hat die Bücher zu prüfen, erstellt eine Übersicht über das verbliebene Vermögen und nimmt die Zahlungsansprüche der Gläubiger entgegen. Er kümmert sich auch um die Belange der Arbeitnehmer. Wenn etwa zu wenig Geld für Lohnzahlungen in der Firmenkasse ist, kann er bei der Bundesanstalt für Arbeit beantragen, dass den Beschäftigten übergangsweise ein auf drei Monate befristetes „Insolvenzgeld“ gezahlt wird.

    Wenn alle Ansprüche der Gläubiger und das gesamte Rest-Vermögen erfasst sind, setzt das Gericht abschließend eine Quote für die Begleichung der Schulden fest. Sie zeigt an, wie viel Prozent ihrer Forderungen die Gläubiger ausgezahlt bekommen. Dabei sind die Banken im Vorteil: Im Gegensatz zu den Arbeitnehmern haben sie ihre Kreditforderungen in der Regel durch Ansprüche auf Maschinen oder Grundstücke abgesichert.

    Neben der Abwicklung des Unternehmens besteht im Rahmen eines Insolvenzverfahrens auch aber die Möglichkeit, die Firma zu reorganisieren, zum Beispiel durch Stundungen oder Forderungsverzicht.
    Quelle: FocusOnline, 02.04.02, 14:27 Uhr
     
  2. Cyber Warrior

    Cyber Warrior Silber Member

    Registriert seit:
    13. September 2001
    Beiträge:
    783
    yahoo.de
    Größtes Sorgenkind der KirchGruppe war bisher der KirchPayTV- Bereich mit dem Bezahlsender Premiere. Vor Steuern und Zinsen erzielte Premiere im vergangenen Jahr einen Verlust von 989 Millionen Euro. Der neue Chef Georg Kofler will mindestens 30 Prozent der 2400 Stellen streichen. Bei einer Pleite der KirchMedia müsse wohl auch das PayTV Insolvenz beantragen, heißt es in Unternehmenskreisen. Die TaurusHolding hält 69,75 Prozent an der KirchPayTV. Rupert Murdoch kann seine 22-Prozent-Beteiligung im Herbst für rund 1,7 Milliarden Euro zurückgeben. Kirch hat das Geld aber nicht. Eine Übernahme des Senders durch Murdoch gilt als gut möglich.
     

Diese Seite empfehlen