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HDTV-Aufnahmen framegenau schneiden - Schnitte aus mehreren Aufnahmen zusammenführen?

Dieses Thema im Forum "Digitale Audio- und Videobearbeitung" wurde erstellt von Tigerfox, 23. Mai 2022.

  1. Tigerfox

    Tigerfox Senior Member

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    Hallo,

    Ich nehme seit ca. 15 Jahren fast täglich was im TV auf und archiviere auch eine Menge davon. Bisher habe ich werbefreie HDTV-Aufnahmen der ÖR in H.264/AVC immer nur mit TS-Doctor am Anfang und Ende geschnitten, bei SD-Aufnahmen der Privaten in MPEG-2 hingegen mit Cuttermaran framegenau die Werbung rausgeschnitten und, wenn möglich, auch zwei Aufnahmen so zusammengeschnitten, dass keine Übergänge zur Werbung erkennbar waren, als auch Einblendungen nach der Werbung herausgeschnitten und aus einer zweiten Aufnahme mit Werbung an anderen Stellen ersetzt.

    Nun habe ich über Vodafone die HD-Option inklusive und kann daher mit meiner VU+ auch die Privaten in HD aufzeichnen. Gibt es eine Software, mit der ich das auch so wie oben für MPEG-2 beschrieben mit H.264 machen kann? Framegenaue Schneiden habe ich bisher nur VideoReDo gefunden und da sind zwar tatsächlich Schnitte innerhalb einer Aufnahme framegenau und damit unmerklich möglich, aber mit zwei Aufnahmen kann ich da nicht arbeiten, ein umständliches joinen einzelner Dateien aus mehreren Aufnahmen führt zu einem spürbaren Stocken beim Übergang, ebenso wie beim joinen mit TS-Doctor.

    Schon genannt wurden mir VideoReDo, VidCutter und Avidemux, aber die können alle keine Segmente aus mehreren Aufnahmen nahtlos zusammenführen, nur über mergen o.ä. und dann immer mit sehr deutlichem Ruckler an der Nahtstelle.

    Wenn es soetwas nicht gibt, dann wüsste ich das auch gerne, dann muss ich mich begnügen, die Nachwiederholungen mit möglichst wenigen Werbeunterbrechungen und Einblendungen aufzunehmen.
     
  2. loger

    loger Senior Member

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    Framegenaues Schneiden von Videosequenzen ohne komplette Neucodierung (sog. "Smart Encoding") ist alles andere als trivial, aus diesem Grund gibt es kaum Software welche das vernünftig kann, also ohne daß es an der Schnittstelle zu Rucklern oder sichtbaren Störungen oder ähnlichem kommt. Außerdem funktioniert das nur unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. müssen die Videosequenzen exakt gleich encodiert sein, also gleicher Encoder und absolut gleiche Encoder-Einstellungen. Beim Zusammenfügen von zwei verschiedenen Aufnahmen ist das sicher nicht der Fall.

    Ich denke in diesem Fall wirst du um eine komplette Neuencodierung der Aufnahmen nicht herum kommen.

    Vor ein paar Jahren war das noch ein Problem, heute jedoch nicht mehr - moderne PCs sind inzwischen so leistungsfähig daß der Zeitaufwand für eine Neucodierung in einem erträglichen Zeitrahmen liegt, vor allem wenn die Hardware (Grafikkarte, Treiber) Hardware-Encoding unterstützt. Bei einem brauchbaren Encoder ist der Qualitätsverlust vernachlässigbar.

    Was du für dein Vorhaben brauchst ist ein beliebiger Videoeditor welcher nichtlinearen Videoschnitt beherrscht (NLVE). Neben diversen kommerziellen Programmen gibt es inzwischen auch einige brauchbare kostenlose Tools. Ich arbeite z.B. mit dem Opensource-Tool "Shotcut". Solch ein Editor hat den Vorteil daß man den Videostream auch verändern kann, z.B. bei Sendungen welche im falschen Bildformat ausgestrahlt wurden kann man damit die schwarzen Balken wegschneiden, etc... Ich füge z.B. auch immer am Beginn der Aufnahme eine Einblende und am Ende der Aufnahme eine Ausblende sowie ein paar Sekunden Schwarzbild ein - das sieht dann gleich viel professioneller aus.

    Problem dabei: Enthält die Aufnahme Fehler, z.B. aufgrund von Empfangsstörungen, oder findet innerhalb der Aufnahme ein PTS-Rollup statt dann führt das zu Problemen beim Editieren des Videos oder der Editor kapituliert gleich komplett. Auch mit zusätzlichen Daten im Video-Stream, ,wie z.B. Teletext-Daten, haben manche Programme Probleme. Aus diesem Grund sollte die Aufnahme vor dem Editieren immer überprüft und neu gemultiplext werden, z.B. mit Project X oder dem TSDoctor.