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hat Unicable Zukunft?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von kleeklee, 17. Januar 2007.

  1. kleeklee

    kleeklee Silber Member

    Registriert seit:
    24. Dezember 2006
    Beiträge:
    640
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    wie ein Unicable System funktioniert, ist denke ich hier allen Experten klar.
    http://www.st.com/stonline/press/news/year2004/t1493p.htm

    In der Theorie klingt dieses Konzept zu schön um wahr zu sein, aus der Praxis sind leider andere Töne zu hören.
    :eek: Anscheinend gibt es so ebensoviele proprietäre Unicable Systeme, wie Receiverhersteller, weiters sind Unicable Systeme immer auf eine durchgängige DC Verbindung und spezielle Durchschleifantennendosen angewiesen, was deren Einsatz über mehrere Haushalte, schon mal stark einschränkt.

    hat Unicable das Zeug? um einen kommenden IPTV Angriff auf einen SAT Direktempfang abzuwehren?

    können sich Receiverhersteller nicht auf einen gemeinsamen Unicable Standard einigen, oder wollen sie dies womöglich gar nicht?
     
  2. Speedy

    Speedy Foren-Gott

    Registriert seit:
    25. März 2001
    Beiträge:
    10.796
    Ort:
    Mechiko
    AW: hat Unicable Zukunft?

    Das System gibt es schon gut 1 Jahr. Und seit dem ist nix passiert.
    Bis auf Inverto und Lemmon unterstüzt doch kein Receiver das System.
    Keines der vielen neuen Geräte in der letzten Zeit unterstützt das System.

    Entweder zu teuer oder man hat kein Interesse.
    So jedenfalls wird sich das niemals durchsetzen.
     
  3. Hans2

    Hans2 Wasserfall

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    7.782
    Ort:
    Dresden
    AW: hat Unicable Zukunft?

    Unicable-Systeme werden dort eingesetzt, wo es Sinn macht. Sie können eine richtig ausgebaute Sat-Anlage im Rahmen ihrer technischen Möglichkeiten ersetzen.
     
  4. RolandKA

    RolandKA Gold Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.652
    Ort:
    Karlsruhe
    AW: hat Unicable Zukunft?

    warum proprietär? Der Standard ist klar von FTA.com/Inverto, deren Entwickler, definiert. Wie das in Receivern anderer Hersteller umgesetzt wird, ist wiederum eine andere Frage. Alle Receiver mit ST Micro-Chip wären dazu in der Lage und das sind die meisten. Ob die Hersteller anderer Firmen aber derzeit Zeit und Muße haben, dies softwareseitig exakt zu integrieren, ist im Moment aber noch zweifelhaft. Dies wird nur von wenigen bisher halbherzig umgesetzt. (Smart, Radix, teilw. auch Technisat)

    Es könnte sich aber ändern, wenn die Beschränkung auf 4 Teilnehmer erweitert wird und vorallem dann, wenn die derzeit noch über 60% Analog-Haushalte endlich mal auf digital umrüsten müssen. Hier gibt es noch viele Altbauten, die eine neue Verkabelung nur erschwert zulassen und sich diese Lösung dann förmlich anbietet.
     
  5. KlausAmSee

    KlausAmSee Board Ikone

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    8. Oktober 2004
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    Ort:
    Mitten im Hegau
    AW: hat Unicable Zukunft?

    Hi,

    also etwas Erfahrung mit Unicable hab ich schon. Das System kann gut funktionieren, allerdings sind dazu viele Kleinigkeiten wichtig, die am Scheitern des Systems beitragen können:
    - Handware: es gibt zwei Chiphersteller mit unterschiedlichen Konzepten. Beide funktionieren wenn man viel viel Zeit in die Entwicklung hineinsteckt. So manche "Bude" wird Produkte liefern, die z.B. Bildaussetzer haben, wenn ein anderer Receiver gerade den Transponder wechselt.
    - Receiver: ich kenne momemtan nur einen Receiver der wirklich sicher und schnell funktioniert, und das ist nicht der Lemon. Die Tuningbefehle sind auch nur DiSEqC-Befehle, und die könnte eigentlich jeder Receiver ausgeben. Nur die Feinheiten danach (DiSEqC-Kollisionen etc) erfordern etwas Grips, und genau da sind die Unterschiede.
    - Installation: Das Verteilnetz muß DC-durchgängig sein. Diodenentkoppelte Dosen sind erlaubt, ja sogar vorteilhaft (wegen Kurzschluß am Teilnehmerkabel; Receiver sollten ja eigentlich rückspeisefest sein). Ein falsch konfigurierter Receiver der konstant 18V liefert kann das gesamte System lahmlegen. Natürlich muß man beachten, daß noch immer Sat-ZF durchs Netz gehen muß.
    - Inbetriebnahme: ST hat eine "Autokonfiguration" vorgesehen. Diese funktioniert allerdings nicht ganz so doll (und unterbricht auch alle anderen Übertragungen). Man sollte darauf vorbereitet sein die "UB Slot ID" und die "UB Frequenz" (UB= UserBand) manuell einzugeben. Aber Achtung: hier ein Fehler und man legt die Übertragung vom Nachbarn lahm. Hier gibt es keinen Schutzmechanismus.
    - Standard: also das was ST uns da im Alleingang vor die Füße geworfen hat scheint alles andere als durchdacht und an den Marktnotwendigkeiten orientiert zu sein. Es funktioniert zwar für ein Single-LNB mit 4 Umsetzungen (OK, hier läuft potentiell die größte Stückzahl), aber an Multischaltersysteme hat wohl niemand gedacht. Momentane Limits: 2 Satellitensysteme, 8 Umsetzungen/Tuner. Das Protokoll ist total auf den ST-Chip zugeschnitten. Eigentlich ist das ST-Protokoll total überflüssig, da die ZF-ZF-Umsetzung bereits als DiSEqC 1.1 spezifiziert ist. Man hat inzwischen erkannt daß das Protokoll nur für Kleinanlagen ausreicht, deswegen wird es inzwischen als "SDU-Protokoll" bezeichnet (Single Dwelling Units). Bleibt zu hoffen das das geplante MDU-Protokoll nicht verhackstückt wird sondern das ordentlich nachholt wird, was beim ST-Protokoll vergessen bzw. ignoriert wurde.

    Aber um es noch mal zu wiederholen: es gibt durchaus Systeme die gut funktionieren. Aber ich würde bei einer Neuinstallation immer eine Sternverteilung machen. Nachrüstung/Upgrade ist ein anderes Thema.

    Klaus
     
  6. hjw

    hjw Gold Member

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    AW: hat Unicable Zukunft?

    Ich habe gerade ein SKYWIRE-LNB von Telestar mit je 2 Receivern Orbitech SD 2 CI und Orbitwin S2 (weitestgehend baugleich mit entsprechenden von Telestar) in Betrieb genommen. Ist im Grunde dasselbe wie UNICABLE. Einspeisung erfolgt über Durchgangsdosen zu den Verteilern und von dort weiter. Funktioniert, da die Koaxleitungen mitspielen. Immerhin liegt der obere Frequenzblock bei 2040 MHz.
    Lediglich die Beschreibung der Inbetriebnahme ist etwas verbesserungsfähig, obwohl die Anleitungen komplett (und gutes) deutsch sind.

    Mit "normalen" Receivern hat man keinen Empfang, also auch nicht mit einem (noch so teuren) Messempfänger. Daher ist die Anlage auch erst mal mit einem normalen Single-LNB aufzubauen und zu testen und danach erst mit dem Spezial-LNB auszurüsten.

    Sicherlich keine immer anwendbare Lösung, weder für Neu inst. noch für Umrüstung.

    Gruß Hajo
     
  7. hjw

    hjw Gold Member

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    Halstenbek, vor den Toren(NW) Hamburgs
    AW: hat Unicable Zukunft?

    Inzwischen sind 3 (drei!) Jahre ins Land gegangen und das System hat sich etabliert.
    GD 31 mit dem Frequenzversatz ist nicht zukunftssicher, da nur bestimmte festgelegte Bereiche aus 3 Ebenen angeboten werden. Bei der Umstellung auf HD scheint das nicht sehr glücklich.

    Eine ganze Palette von Receivern steht zur Verfügung und auch einige wenige Fernsehgeräte können mit EN 50494 umgehen.

    Habe bereits einige kleine Anlagen mit TechniSat Routern realisiert, die problemlos laufen.
    Fazit:
    Wenn das Verlegen von Leitungen keine Probleme bereitet, ist die "normale" Lösung dennoch vorzuziehen.
     
  8. satmanager

    satmanager Foren-Gott

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    AW: hat Unicable Zukunft?

    Ja, das kann man echt schon sagen ! Viele hatten in der Zeit z.B. "vom KabelTV die Schnauze voll" und haben auf SAT umgerüstet. Tlw. eben fürs Kabel eine Reihenverkabelung gehabt und somit Unicable als Umrüstungsvariante genutzt.... scheint bei denen zu funktionieren was man in vielen Foren liest.

    Nicht nur das GP31 (GD31 kenne ich jetzt nicht), da gibt es noch z.B. das DUR EK1, Smart DPA31/41 wobei für das 41er sogar updatebare Chips verfügbar sind mit welchen man zumindest 2 HDTV-Transponder erweitern kann.

    Premiumhersteller haben doch jetzt zu 95% den Unicable-Standard integriert, nur einige wenige LowBudget-Anbieter (z.B. Edision) haben den Aufsprung noch nicht erwischt... sogar FaVal hat jetzt mit der neuen Geräteserie verstanden das Unicable rein muss ins Gerät.

    Unicable-Produkte von Technisat bzw. Kathrein (uvm.) würde ich nicht verbauen. Die setzen immer noch auf die ST-Chips und noch nicht auf die neueren, besseren Entropic-Chips für Unicable (wie z.B. JULTEC bzw. Inverto). Vor allem für "Selbstbauer" einer solchen Anlage hat der Entropic-Chipsatz viele Vorteile und ist betriebssicherer.
     
  9. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: hat Unicable Zukunft?

    Nachdem der untote Thread wiederbelebt wurde, mal auch eine Bemerkung hierzu:
    Sogar mit meinem in die Jahre gekommenen MSK 33 kann ich jeden beliebigen DiSEqC-Befehl ausgeben. Das Problem liegt wohl eher in der Unkenntnis der richtigen UniCable-Kommandos. ;)
    Das ist für Einkabel-LNB ohne Legacy-Ausgang immer noch die gängigste Methode. Mit einem Legacy-Ausgang am LNB oder der Matrix ist dieser Umweg unnötig.
     
  10. satmanager

    satmanager Foren-Gott

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    AW: hat Unicable Zukunft?

    Naja, das war in 2007 !!!!!! Da gab es echt nicht viel bezahlbares was Unicable "messen" konnte indem man eine "Unicable-Messung" auf dem Messgerät direkt machen konnte... das ging also nur über "Workarounds" damals. Daher ist das nicht ganz unrichtig was da 2007 stand.
     

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