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Grundsatzfragen zur DVB-C-Verkabelung

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von dumbman, 25. April 2006.

  1. dumbman

    dumbman Neuling

    Registriert seit:
    25. April 2006
    Beiträge:
    2
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    Hallo Zusammen!

    Derzeit haben wir an einem von drei Fernsehern ein sehr schlechtes Signal. Ausgerechnet an diesem Anschluss wird vermutlich bald ein Plasma-TV stehen, der mir das schlechte Signal noch weniger verzeihen wird.
    Daher muss die Verkabelung unbedingt optimiert werden. Der analoge Kabelanschluss wird dann auf DVB-C umgestellt.

    Derzeit wird das aus dem Hausflur kommende Signal mit einem zweifach Verteiler mit 3db Dämpfung in zwei Stränge aufgeteilt. Am ersten Strang hängt nur ein Fernseher, allerdings an einer Enddose. Empfang ist dort ziemlich gut. Am zweiten Strang hängt eine Durchgangsdose mit unbekannter Dämpfung. Von da geht es direkt weiter in den zweiten Fernseher. Empfang ist ebenfalls ok. Der dritte Fernseher, der normal an eben diese Durchgangsdose angeschlossen ist, hat ein sehr schlechtes Bild. Es liegt nicht am Kabel, nicht am Fernseher.

    Ich habe bisher aufgeschnappt, dass definitiv 75 Ohm Abschlusswiderstände fehlen. Enddosen sollen auch falsch sein.
    Trotzdem würde ich sehr gerne wissen, wie diese Verkabelung eigentlich aussehen sollte.
    Zwei weitere Durchgangsdosen plus Widerstände?!
    Welche Dämpfung?

    Für jeden Hinweis wäre ich sehr dankbar!


    Schönen Gruß & Vielen Dank,
    Jan
     
  2. Schwalbe

    Schwalbe Gold Member

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    AW: Grundsatzfragen zur DVB-C-Verkabelung

    abschlusswiederstände brauchst du nicht. haste schon n hausanschlussverstärker gesetzt? und wie viel m kabel ca?
     
  3. Indymal

    Indymal Talk-König

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    AW: Grundsatzfragen zur DVB-C-Verkabelung

    An einem Kabelanschluss liegen generell sämtliche Signale an, die der Kabelnetzbetreiber per Kabelkopfstation ins Netz einspeist. Ob diese analog oder digital sind ist dabei völlig egal.
    Wenn man die digitalen Programme nutzen will muss man dementsprechend lediglich einen digitalen Receiver anschaffen, da das digitale Signal schon die ganze Zeit da ist.

    Man könnte zwar auch am HÜP oder der Anschlussdose in der Wohnung gewisse Frequenzbereiche mit einem Zusatzgerät aussperren, die vornehmlich zur Übertragung digitaler Sender genutzt werden, das wird aber höchstens in kleinen Privatnetzen so gemacht.

    Und zu der Bildqualität. Bei digitalem TV gibt es nur Empfang oder keinen Empfang. Digitales TV ist etwas unempfindlicher gegen leichte Störungen und liefert bis zu einem gewissen Punkt immer noch ein klares Bild, während das analoge Bild schon Störungen aufweist.
    Wenn du Glück hast läuft das digitale Fernsehen also trotzdem einwandfrei.

    Aber zur generellen Bildqualität vei DVB-C in Verbindung mit LCD/Plasma Fernsehern ist noch anzumerken, daß es durch die Umstellung auf Digital nicht zwangsläufig besser wird.
    In hoher Qualität wird eigentlich nur das ZDF Paket eingespeist. Die Sender von ARD und Premiere sind durchschnittlich bis recht schlecht. Und die ganzen Privatsender liegen an der Qualitätsunterkante.

    Was auf einem kleineren Röhrenfernseher noch gut aussieht kann auf einem großen LCD oder Plasma schon ziemlich bescheiden aussehen. Nicht nur weil die Artefakte stärker vergrößert werden, sondern vor allem weil LCDs und Plasmas interpolieren müssen, was besonders bei schlechten Geräten das Bild erst richtig kaputt macht.

    Gruß Indymal
     
  4. KlausAmSee

    KlausAmSee Board Ikone

    Registriert seit:
    8. Oktober 2004
    Beiträge:
    4.830
    Ort:
    Mitten im Hegau
    AW: Grundsatzfragen zur DVB-C-Verkabelung

    Moment mal!
    1. Nach einem HÜP muß ein Verstärker engesetzt werden, um die Entkopplung zur nächst höheren Netzebene zu realisieren.
    2. Abschlußwiderstände müssen sein.
    3. Die oft als "Enddose" bezeichnete Dose ist meist eine "Stichdose", die darf wegen der fehlenden Entkopplung weder im Stamm noch mit einem Zweifachverteiler verwendet werden.

    So muß das Netz richtig aussehen: HÜP, Verstärker, von mir aus Verteiler, dann weiter in Durchgangsdosen mit 10 ... 20dB Auskopplung. Die letzte Dose bekommt einen Abschlußwiderstand am Durchschleifausgang. Stichdosen dürfen nur an Abzweigern angeschlossen werden.

    Zu digital im Kabel: hier wird (64) QAM-Modulation verwendet. QAM ist sehr empfindlich gegen Reflexionen. Diese entstehen, wenn Fehlanpassungen vorhanden sind (z.B. wenn Leitungen nicht richtig terminiert werden -> Abschlußwiderstand...). Wer also schon Schatten im analogen Bild hat, könnte digital Probleme bekommen.
    Sonst ist das Signal recht robust.

    Gruß

    Klaus
     
  5. Terranus

    Terranus ErdFuSt Mitarbeiter

    Registriert seit:
    8. Mai 2002
    Beiträge:
    28.639
    Ort:
    Fränkische Schweiz / München
    AW: Grundsatzfragen zur DVB-C-Verkabelung

    vorallem durch den fehlenden Fehlerschutz und Schutzintervall... da ist gleich Schicht im Schacht.
     
  6. dumbman

    dumbman Neuling

    Registriert seit:
    25. April 2006
    Beiträge:
    2
    AW: Grundsatzfragen zur DVB-C-Verkabelung

    Danke für eure Antworten!

    @Indymal:
    Danke für deine Erläuterungen

    Die drei Punkte von KlausAmSee sind besonders hilfreich.
    1. Laut Vermieter wird im Keller ein Verstärker eingesetzt.
    2. Abschlußwiderstände werden gekauft
    3. Gut, dann kommt da auch eine Durchgangsdose hin

    Das klingt doch vernünftig. So werde ich es versuchen.

    Gibt es irgendwo Hinweise, wie man die korrekten Dämpfungswerte berechnet?
    Ich weiß, dass HF ein ziemlich komplexes Thema ist, aber da könnte ich noch Hilfe bekommen, wenn ich zumindest etwas weiß.


    Vielen Dank nochmal & Auf Wiedersehen
    Jan
     

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