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Großer Nachteil von DAB+ - mangelde Reichweite

Dieses Thema im Forum "Digital Radio / DAB+" wurde erstellt von Kopernikus, 30. April 2015.

  1. Kopernikus

    Kopernikus Gold Member

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    Ich fahre seit dieser Woche einen Passat mit DAB+ Radio. Mein Wohnort ist die Mitte von D-dort wo Hessen,Bayern und Thüringen sich treffe,
    Ohne Probleme empfange ich an meinem Standort und auf dem weg zu meiner Arbeitsstätte die Sender des hr, des BR und des mdr. Hinzu kommen NDr2 und NDR vom Brocken. Die diversen Privaten wie Antenne Thüringen, Antenne Bayern und Hitradio FFH funzen natürlich auch _ wie gesagt über UKW.
    Nun bin ich doch etwas enttäuscht, dass mir nur noch das mdr Bouquet vom Inselsberg reicht. An meinem Arbeitsplatz 12 Kilometer kommt der Kreuzberg über DAB+ absolut nicht rein, während ich die UKW Sender vom Kreuzberg mit einem nassen Handtuch empfange.
    Bevor wie in Schweden, der UKW Rundfunk abgeschaltet wird, ist noch eininges zu tun, denn die gegenwärtige Empfangssituation über DAB+ ist absolut unzulänglich...ein Overspill nicht vorhanden....
     
  2. beocom3

    beocom3 Senior Member

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    AW: Großer Nachteil von DAB+ - mangelde Reichweite

    Vielleicht verbaut VW auch schlechte DAB-Tuner oder Antennen!

    Es ist lange nicht alles gut, was vom Volkswagen-Konzern kommt.
     
  3. Nelli22.08

    Nelli22.08 Lexikon

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    AW: Großer Nachteil von DAB+ - mangelde Reichweite

    Overspill wird es auch nur in den seltensten Fällen geben, da jeder Sender die Zuhörer für sich behalten will.

    Das habe ich schon von Anfang an kritisiert.
    Es wird sogar extra so gesendet, das es nur einen Geringen Overspill gibt.
     
  4. beocom3

    beocom3 Senior Member

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    AW: Großer Nachteil von DAB+ - mangelde Reichweite

    Unsinn!

    Bei DAB kann man mit Außen-/Dachantenne auch Sender empfangen, die man über UKW höchstens mit starkem Rauschen bzw. meistens gar nicht empfangen konnte. Ich kann jetzt z.B. auch den Regional-Mux aus München hören und zwar rauschfrei. Dabei liegt der Sender 90 km Luftlinie entfernt! Mit UKW war das undenkbar.

    DAB ist somit eine erhebliche Verbesserung.

    In diesem Fall wird aber die Antenne im Auto nicht besonders gut sein, evtl. nur so eine Stummelantenne auf dem Dach oder geklebt hinter einer Fensterscheibe. Das Auto ist zudem immer in Bewegung, was den Empfang zusätzlich erschwert.

    Was die Hausantennen angeht, haben die meisten eben noch keine entsprechende Antenne für DAB und häufig haben die Leute und auch die Fernsehtechniker noch nicht die Erfahrung/Know-how um eine Antenne mit bestmöglichem Empfang zu installieren. Man muss da etwas anders vorgehen, als beim Analogempfang.

    Ich habe schon einige DAB-Antennen gesehen, die ohne Ausleger montiert wurden, dadurch wird der Empfang verschlechtert. Weiters werden sie gerne - wie zu Analogzeiten üblich - auf denn nächstgelegenen Sender ausgerichtet. Das ist in der Regel unsinnig, denn die Muxe, die dieser Sender ausstrahlt kann man ja praktisch immer mit der Zimmerantenne empfangen und zwar rauschfrei, dank Digitaltechnik. Mit einer Außen-/Dachantenne sollte immer versucht werden, mehr Sender empfangen zu können. Daher sollte die Antenne auf einen weiter entfernten Sender ausgerichtet werden, um weitere Muxe zu empfangen. Die Muxe des näher gelegenen Senders werden dann trotzdem störungsfrei und zuverlässig empfangen.

    Durch die vertikale Polarisation kann evtl. ein stärkeres DAB-Signal auch an einer niedrigeren Position am Haus empfangen werden. Es muss auch nicht immer eine komplette VHF-Antenne verwendet werden. Da das System mit Reflektionen arbeitet ergeben sich an jeder Stelle an der Außenwand/auf dem Dach eine andere Empfangssituation, manchmal ist der Empfang auch auf der von Sender abgewandten Seite besser. Man muss in schwierigen Empfangslagen manchmal etwas suchen und die Antenne an der Stelle montieren, wo die Signale am stärksten sind. Manchmal ist es auch besser, wenn man von der VHF-Antenne nur den Dipol verwendet und ihn an der Stelle der Außenwand/des Daches montiert, wo eben alle Muxe am besten empfangen werden. Ein Verstärker ist immer empfehlenswert. Nach meiner Erfahrung und im Gegensatz zu DVB-T kann das DAB-Signal praktisch nicht übersteuert werden. Auch mit einem 40dB Verstärker passiert nichts Nachteiliges.

    Wichtig ist einfach, eine richtige VHF-Antenne bzw. den Dipol einer richtigen VHF-Antenne zu verwenden und nicht eine DVB-T-UHF/VHF-Aktivantenne oder Stabantenne zu benutzen.
     
  5. plueschkater

    plueschkater Platin Member

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    AW: Großer Nachteil von DAB+ - mangelde Reichweite

    Hier ist eine ähnliche Situation: mein Standort ist Richtung München/Olympiaturm total abgeschattet - die UKW-Programme von dort kommen höchstens mit O=1 herein, oder gleich gar nicht. DAB+ vom Olympiaturm ist hingegen indoor zu empfangen, das wurde insbesondere zu der Zeit deutlich, in denen der Bundesmux mit 5C nur vom Olympiaturm kam.
    11C (München-Mux) hat natürlich den Vorteil, dass er nicht nur vom Olympiaturm ausgestrahlt wird, sondern auch von Ismaning, was die Reichweite nochmals verbessert. Am Fenster funktioniert sogar die 0,5kW - Testfunzel mit 12A aus Freimann.

    Fazit: es gibt auch Standorte, an denen DAB+ dem UKW-Empfang überlegen ist.
     
  6. Nelli22.08

    Nelli22.08 Lexikon

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    AW: Großer Nachteil von DAB+ - mangelde Reichweite

    Über UKW empfängst Du die 100 kW Sender bis zu 150 Kilometer weit. Ohne große Außenantenne.
    Die mit 0,1 kW daher dümpelnden DAB+ Sender empfängt man nicht mal mehr am Ende des Sendeturms.

    Ihr in Mittelbayern seit von UKW eben seit Jahren nur ein geringes Senderangebot gewöhnt, daher kommt euch DAB+ als der Quantensprung in Sachen Sendervielfalt vor.

    Über DAB + gibts bei uns 29 Programme über UKW über 50

    Allein aus Berlin/ Brandenburg sind es 30
    Sachsen- Anhalt 10
    Niedersachsen 10
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. April 2015
  7. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    AW: Großer Nachteil von DAB+ - mangelde Reichweite

    Statinär mittels Außen-/Dachantenne ist DAB(+) doch völlig unintressant, weil man über DVB-C/S Radio und Webradio ohne Aufwand eine viel grössere Sendervielfalt hat. :winken:

    Intressant ist DAB(+) nur mobil, da hier DVB-C/S Radio unmöglich und Webradio wegen dem Volumenverbrauch auch nicht praktikabel ist.

    Naja, meine Antennenanlage besteht nur aus zwei reinen UHF-Yagis und ich empfange damit trotzdem DAB und FM mit. Klappt ganz passabel, besser als ne Wurfantenne.

    Auf FM hab ich schon wesentlich mehr als 90km Luftline geschafft.

    Dauerhaft gehen hier in Ostbayern an manchen Flecken z.B. Kronehit vom Patscherkofel, Kiss Jizni Cechy aus Votice-Mezivrata und FFH vom Grossen Feldberg. :winken:
     
  8. plueschkater

    plueschkater Platin Member

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    AW: Großer Nachteil von DAB+ - mangelde Reichweite

    Ist schon lustig, hier am Standort (süd-östlich von München, mit Fernsicht nach Osten, dafür nach Westen abgeschattet) sieht es genau umgekehrt aus:
    - UKW 28 Programme aus Deutschland und Österreich, inkl. Regionalversionen von Bayern 1 und Ö2, sowie Stationen die ganz schwach hereinkommen, wie Life Radio Tirol (103,4 vom Standort St.Johann/Harschbichl).
    - DAB+ 45 Programme inkl. Regionalversionen von Bayern 1, indoor-Empfang der vier Mulitiplexe (Deutschland, die beiden bayernweiten und München).
     
  9. Kapitaen52

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    AW: Großer Nachteil von DAB+ - mangelde Reichweite

    Und wie machst Du das mit den 73 Programmen. Wieviel Sekunden lässt Du denn jedes Programm laufen damit Du auch alle hören kannst.

    Das ist doch sowas von blödsinnig über Programmmengen zu sprechen.
    Man hört im Normalfall 1-2 Sender und das war's doch.

    Mir reicht jedenfalls 1 Sender und ich glaube da bin ich in millionenfacher Begleitung.
     
  10. KlausAmSee

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    AW: Großer Nachteil von DAB+ - mangelde Reichweite

    Bezüglich UKW-Fernempfang habe ich in der Nähe von Flensburg vor vielen Jahren Radio Hamburg und meistens auch FFN vom Rosengarten empfangen können (bis der Ort Kabelfernsehen bekam...), das sind deutlich mehr als 90 km.

    Solche Einzelreichweiten sind bei DAB aber gar nicht gewollt, denn ein SFN würde sich so selbst stören. Daher ist bei DAB außerhalb des gewollten Empfangsgebiets einfach früher schluss.

    Natürlich kommt dazu, dass der DAB-Ausbau alles andere als flächendeckend ist. Damit meine ich nicht nur die ganz großen unversorgten Gebiete insbesondere im Norden, sondern auch die fehlenden Regionen im Bundesmux, aber auch die Lücken in den eigentlich recht gut ausgebauten ÖR-Muxen.

    Ich bin jetzt niemand, der auf Krampf an UKW festhalten will. Solange ich aber wie hier in der Region weder ein 1:1-Abbild der per UKW verfügbaren (deutschen) Sender habe, noch zusätzliche interessante Sender (z.B. per Bundesmux oder Privatmux), braucht mir niemand zu kommen, ich solle auf DAB umsteigen.
     

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