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"Go West": DDR-Mauerdrama mit Jungstars auf Pro Sieben

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 5. Januar 2011.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Lexikon

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    "Go West - Freiheit um jeden Preis" heißt das zweiteilige DDR-Fluchtdrama, das der Privatsender Pro Sieben seinen Zuschauern an diesem Donnerstag und Freitag jeweils um 20.15 Uhr ans Herz legt.

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  2. bummi28

    bummi28 Junior Member

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    AW: "Go West": DDR-Mauerdrama mit Jungstars auf Pro Sieben

    Wie heisst es in einer Kritik:
    "Fluchtdramen hat es schon viele gegeben, aber noch keines, das so genau auf die junge Zielgruppe zugeschnitten war."

    Genau, nur der jungen Zielgruppe kann man so etwas vorsetzen, die kennen weder die Zeit, noch das Thema.

    Dieser Film ist der unglaublichste Mist, den ich jemals zu diesem Thema gesehen habe. Den ersten Teil habe ich noch tapfer durchgehalten und gehofft, dass es im zweiten Teil besser wird - Pustekuchen.

    Vor allem, wenn man, wie ich, zu dieser Zeit ungefähr in dem Alter der "Helden" war und sich mit dem Thema auskennt, ist es kaum zum aushalten, selten so einen unglaublichen Schund gesehen. Die Macher des Films haben von der wirklichen Realitaet des Themas ungefaehr so viel Ahnung, wie der Blinde von der Farbe. Ein absoluter Maerchenfilm...

    Wie gesagt, es geht dabei nicht um die Leistung der Schauspieler, die geben ihr Bestes. In der Realitaet waere die Handlung aber spaetestens nach der Aktion in der Gaststaette sehr schnell zum Ende gekommen, mit dem Fliucht Wartburg aus der Gaststaette waere es keine 10 Kilometer gut gegangen, aber in der Geschichte wird damit noch seelenruhig durch die Republik bis zu tschechischen Grenze gefahren. Aus welchem Grund dann aber 20 Kilometer zu Fuss bis zur Grenze gegangen werden muss, anstatt bis fast ran zu fahren bleibt ein Geheimnis des Drehbuchautoren - die Grenze zur CSSR kannte kein Sperrgebiet und Stolperfallen gabs da uebrigens auch keine.

    Spaetestens fuer die Situation im Prager Bahnhof haette es im uebrigen nur zwei moegliche Aufloesungen gegeben - Tod oder Verhaftung der Fluechtenden oder ein beliebiger Mix davon.

    Diese hirnrissigen Logikfehler ziehen sich durch den ganzen Film, ich will da jetzt nicht weiter schreiben.

    Nur eines noch, und damit wird der komplette Schwachsinn der Handlung deutlich - war man erst einmal (wissentlich) im Visier der Staatssicherheit, haette nur ein kompletter Vollidiot oder jemand mit Todessehnsucht einen Fluchtversuch fortgefuehrt. Fluchten aus der DDR funktionierten nur auf einem Weg (wenn ueberhaupt) - sehr konspirativ und sehr, sehr leise.

    Ich habe es jetzt sich mehr ausgehalten und umgeschalten zu Denzel Washington auf Sky Action, da weiss ich wenigstens, was mich erwartet und der Abend ist nicht voellig versaut.
     
  3. bangkok

    bangkok Silber Member

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    AW: "Go West": DDR-Mauerdrama mit Jungstars auf Pro Sieben

    Man sollte nichts auf die "Daumen nach oben" in gewissen Programmzeitschriften geben..Wen sie da ranlassen bei den Bewertungen...-) Vollkommene Trottel..
    Ich habe übrigends trotz "Daumen nach oben" nicht eingeschaltet..Hatte mir kurz die Story in der Programmübersicht durchgelesen..das genügte..
     
  4. Kalle

    Kalle Gold Member

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    AW: "Go West": DDR-Mauerdrama mit Jungstars auf Pro Sieben

    Bummi28:
    Deinen Ausführungen ist nichts hinzuzufügen; warum es 20km vor der Grenze zur CSSR zu Fuß weiterging hat sich mir auch nicht erschlossen. Auch die Stolperdrähte waren Mumpitz.
    Als wenn das allein nicht genügt hätte: der Werbeterror wird bald unerträglich; soll sich den Mist ansehen wer will; auch wir haben den zweiten Teil nicht mehr eingeschaltet.
     
  5. Spoonman

    Spoonman Lexikon

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    AW: "Go West": DDR-Mauerdrama mit Jungstars auf Pro Sieben

    Ich war ja bisher auch sehr kritisch, wenn es um Filme mit DDR-Thematik ging, weil ich die Wendezeit ebenfalls bewusst erlebt und (aus West-Perspektive) intensiv verfolgt habe. Aber mittlerweile glaube ich: Man sollte sich einfach dran gewöhnen, dass die DDR-Zeit als Hintergrund für Komödien, Action- oder Liebesfilme benutzt wird. Das wird mit allen anderen historischen Epochen auch so gemacht, warum sollten die Filmemacher also ausgerechnet vor der DDR halt machen?

    Natürlich war die Handlung eine ziemliche Räuberpistole, aber schließlich hat der Film auch nie behauptet, eine Dokumentation zu sein oder auf wahren Begebenheiten zu beruhen. Das Ganze ist Fiktion, nicht mehr und nicht weniger. Als mir das nach ca. 10 Minuten klar war, habe ich mich im weiteren Verlauf eigentlich ganz gut unterhalten gefühlt. Der Film war sehr gut besetzt und spannend inszeniert.

    Und übrigens: Dass eine Flucht aus der DDR nur auf diese oder jene Weise klappen konnte, kann man heute leicht sagen. Sicher wussten das auch damals schon einige Fluchtwillige, die sich lange und intensiv mit dem Thema beschäftigt haben. Trotzdem gab es aber auch genug Unbedarfte, die es auf unmögliche Weise versuchten und das z.T. mit ihrem Leben bezahlten. Und umgekehrt gab es auch "umögliche" Fluchten, die funktioniert haben (z.B. die von den Gebrüdern Bethke).
     

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