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gesetzlich Krankenversichert + Tumor = tod

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Lechuk, 25. Februar 2005.

  1. Lechuk

    Lechuk Institution

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    MONITOR: Zwei-Klassenmedizin in der Krebsbehandlung
    Krankenkassen verweigern Kostenübernahme für lebensrettende Medikamente


    Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland verweigern zunehmend die Kostenübernahme lebensrettender Medikamente für unheilbar kranke Tumorpatienten, wenn diese Medikamente bislang nur im Ausland zugelassen sind. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR in seiner heutigen Ausgabe (ARD, 20.15 Uhr).
    Dies betrifft zum Beispiel das Medikament Thalidomid (früher Contergan), das in zahlreichen internationalen Studien eine hohe Wirksamkeit bei vielen Patienten mit einer Knochenmarks-Krebserkrankung bewiesen hat, aber bislang nur im außereuropäischen Ausland für diese Krankheit zugelassen ist. "Thalidomid entscheidet bei vielen unserer austherapierten Patienten über Leben und Tod", sagt Dr. Heinz Dürk, Chefarzt des Tumorzentrums am St. Marien Hospitals in Hamm. Doch die monatlich 800 bis 3000 Euro können viele Kassenpatienten nicht selber aufbringen. Privatversicherten wird das Medikament von ihrer Kasse erstattet.

    Die gesetzlichen Krankenkassen berufen sich auf ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 18.Mai dieses Jahres, dessen schriftliche Begründung im Oktober veröffentlicht wurde. Danach müssen gesetzliche Krankenkassen Medikamente, die noch keine Zulassung in Deutschland oder bei der EU haben, nicht erstatten. "Letztlich bedeutet das, dass man Möglichkeiten, das Leben zu verlängern, verspielt hat, wenn man gesetzlich krankenversichert ist und dass der Privatpatient durch die Kostenübernahme seiner Krankenkasse sein Leben im Einzelfall erheblich verlängern kann", kritisiert Chefarzt Dr. Dürk und spricht von einer "Zwei-Klassengesellschaft in der Tumorbehandlung in Deutschland". Die Deutsche Leukämie und Lymphom-Hilfe nennt das Vorgehen der gesetzlichen Krankenkassen "menschenunwürdig" und "unethisch". Dutzende von Patienten hätten sich in den letzten Wochen verzweifelt an die Selbsthilfegruppe gewandt.

    ----------------------
    Bravo Ulla-die Reformen greifen-die Kostenverursacher werden immer weniger.
    Quelle
     
  2. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: gesetzlich Krankenversichert + Tumor = tod

    War auch "vor Ulla" nicht anders.
     
  3. *scirocco

    *scirocco HAL 2015 Mitarbeiter

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    Hagen
    AW: gesetzlich Krankenversichert + Tumor = tod

    Bei solchen Berichten bekomme ich immer einen riesen Kamm! :wüt:
    Anderes Beispiel:
    Inzwischen bekommen viele Leute, die unter schweren Stoffwechselstörungen leiden, den dringenden Rat von ihren Krankenkassen sich doch mehr von Fisch zu ernähren!
    Soll eine "gute Alternative" zu lebensnotwendigen Blutwäschen sein, deren Kosten kaum noch von den KKs übernommen werden und so ist das Leben vieler Patienten mit dieser Erkrankung überschaubar geworden. :(
    Es wird immer obskurer..

    Schon mal um das eigene Leben gerannt..? :rolleyes:

    scirocco
     
  4. littlelupo

    littlelupo Guest

    AW: gesetzlich Krankenversichert + Tumor = tod

    Ich hoffe, Ihr kennt alle die "Vorgeschichte" dieses Medikaments und welche "Auswirkungen" es immer noch in der Dritten Welt hat (Contergan-geschädigte Kinder).
    Wenn ich mir überlege, was manche privaten Krankenkassen bei AIDS-erkrankten Versicherten eben nicht bezahlen, halte ich die Aussage "sein Leben im Einzelfall erheblich verlängern" für ziemliche Heuchelei.
     
  5. amsp2

    amsp2 Wasserfall

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    ----------
    AW: gesetzlich Krankenversichert + Tumor = tod

    ---------------------------------------------------
     
  6. *scirocco

    *scirocco HAL 2015 Mitarbeiter

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    AW: gesetzlich Krankenversichert + Tumor = tod

    @littlelupo

    Ich glaube den Patienten ist die Vorgeschichte des Medikaments scheixxegal, wenn es hilft zu überleben.. ;)

    scirocco
     
  7. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: gesetzlich Krankenversichert + Tumor = tod

    Es reicht nicht aus, keine Meinung zu haben. Man muss auch unfähig sein, diese auszudrücken.... ;)

    Gag

    PS. Eigene Beiträge kann man meines Wissens auch komplett löschen.
     
  8. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: gesetzlich Krankenversichert + Tumor = tod

    Aber die Vorgeschichte ist der Grund, warum es nicht (mehr) zugelassen ist.

    Gag
     
  9. *scirocco

    *scirocco HAL 2015 Mitarbeiter

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    AW: gesetzlich Krankenversichert + Tumor = tod

    Anscheinend doch..! ;)

    Gruss scirocco
     
  10. uli12us

    uli12us Platin Member

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    AW: gesetzlich Krankenversichert + Tumor = tod

    Wieviel soll das kosten 800 bis 3000€ sprich 1600 bis 6000DM im Monat. Das war damals in den späten 50er anfang 60er ein billiges Schmerzmittel sowas wie aspirin.
    Das hat damals sicher nicht ein komplettes Monatseinkommen gekostet. Und da die Patente sicher seit wenigstens 25Jahre ausgelaufen sind kann das jeder generikahersteller um nen Spottpreis verkaufen. Sind die Pharmakonzerne jetzt komplett wahnsinnig geworden. Übrigens in meiner Klasse in der Schule war ein Conterganopfer. Ich bin da auch sehr sehr vorsichtig ob man Medikamente mit solch extremen Nebenwirkungen wieder zulassen sollte, schliesslich besteht immer die Gefahr dass sowas missbräuchlich verwendet wird und wieder behinderte Kinder entstehen.
     

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