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Geron

Dieses Thema im Forum "Kinonews" wurde erstellt von Eike, 3. Oktober 2014.

  1. Eike

    Eike von Repgow

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    Tragikomödie. Kanada 2013. Drehbuch: Bruce LaBruce, Daniel Allen Cox. Regie: Bruce LaBruce. Darsteller: Walter Borden, Pier-Gabriel Lajoie, Marie-Hélène Thibault, Katie Boland. Laufzeit: 83 Minuten. Sprache: Englisch. Untertitel: Deutsch.


    Bruce LaBruce hat schon viele Tabus gebrochen. Diesmal überrascht der kanadische Regisseur mit einer Liebesgeschichte zwischen einem 18- und einem 80-Jährigen.

    "Gerontophilia", so heißt der Film im Original. Der Begriff "Gerontophilie" umschreibt laut Wikipedia "das dauernde überwiegende Interesse an älteren Menschen", oft aber "nur die sexuelle Fixierung eines jüngeren Menschen auf ältere Menschen".

    In Hal Ashbys Tragikomödie "Harold and Maude" von 1971 verliebt sich der leicht morbid angehauchte 18-jährige Harold in die lebenslustige 79-jährige Maude, umschmeichelt durch Songs von Cat Stevens. Bruce LaBruce liefert nun über drei Jahrzehnte später eine schwule Variante nach.




    In seiner langen Laufbahn hat Bruce LaBruce schon viele Hürden gerissen und in seinen Filmen unter anderem S/M ("Hustler White"), Sex mit Einbeinigen ("Skin Flick"), Zombies ("Otto") und Knarren ("The Raspberry Reich") gezeigt. Die Handlung blieb meist dünner Kitt, um die eindringlich-expliziten Szenen beisammen zu halten.

    Diesmal überrascht der kanadische Autor, Regisseur und Fotograf mit einer sensiblen Romanze und fast schon zurückhaltender Körperlichkeit. Bei der Schilderung einer generationsübergreifenden Liebe habe er "so weit als möglich gehen" wollen, "ohne gesetzliche Grenzen zu überschreiten", so LaBruce. "Doch selbst der sensibelste und sanfteste Umgang mit diesem noch immer tabuisierten Thema verstört viele Menschen zutiefst." In seinen charismatischen Hauptdarstellern, dem erfahrenen Walter Borden und dem Debütanten Pier-Gabriel Lajoie, fand der Regisseur geeignete "Botschafter".


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    Die selbst auferlegte Zurückhaltung zahlt sich aus: "Geron" zählt zu den Höhepunkten in der schon 27 Jahre umfassenden Filmografie von Bruce LaBruce und zu den eindrucksvollsten "schwulen" Neuerscheinungen der letzten Jahre. Sehr sehenswert!


    Quelle: Queer.de
     

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