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Geringqualifizierte: Armutsgefährdung in Deutschland steigt

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von 69magic, 27. August 2015.

  1. 69magic

    69magic Talk-König

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    Statistisches Bundesamt: Armutsgefahr für Geringqualifizierte steigt - SPIEGEL ONLINE

    [​IMG]DPA
    Bedürftige warten auf die Ausgabe von Lebensmitteln: Armutsgefahr steigt

    Geringqualifizierten droht in Deutschland heute häufiger ein Leben in Armut als noch vor zehn Jahren. Mehr als 30 Prozent derjenigen ohne Berufsausbildung und mit höchstens einem Realschulabschluss sind demnach armutsgefährdet.

    :confused: Sehr seltsam und nach den Berichten der letzten Tage doch sehr unglaubwürdig. :confused:
     
  2. Martyn

    Martyn Foren-Gott

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    AW: Geringqualifizierte: Armutsgefährdung in Deutschland steigt

    Bei weniger als 917€ pro Monat ist man meiner Meinung nach nicht nur armutsgefährdet sondern definitiv warm.
     
  3. Der Franke

    Der Franke Board Ikone

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    AW: Geringqualifizierte: Armutsgefährdung in Deutschland steigt

    Wenn man jetzt die Heizkostenersparnis hinzu rechnet, schaut es ja gar nicht so schlecht aus.:D

    Ansonsten ist diese Erkenntnis auch nichts neues.
    Nur noch nicht dazu gezählt, die Konkurenz unter den Geringqualifizierten dürfte steigen, da bedürfen noch sehr viele mehr das soziale Auffangnetz.
     
  4. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: Geringqualifizierte: Armutsgefährdung in Deutschland steigt

    Klar und leider gibt es viel zu viele Menschen, die durch das Sozial- und Förderungsraster hindurchgefallen sind, das ist sehr schade.

    Trotzdem würde mich interessieren, wie viele von denen da in der Schlange Raucher sind. Für den Gegenwert einer Packung Zigaretten könnte man mindestens Frühstück und belegtes Brot aus dem Supermarkt oder Discounter finanzieren.
    Raucher, die Lebensmittelspenden entgegennehmen, verhalten sich dadurch ungerecht gegenüber denen, die wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Das ist so, als wolle man sein Pay-TV-Abo nicht kündigen, obwohl nicht mal genug Geld fürs Essen da ist.

    Ich weiß, ist vielleicht etwas radikal gedacht, aber manchmal muss es auch mal diese radikalen Ansätze geben, um wach zu werden.
     
  5. brixmaster

    brixmaster Wasserfall

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    AW: Geringqualifizierte: Armutsgefährdung in Deutschland steigt

    Ist doch logisch, wenn einfache Tätigkeiten in Zukunft nicht mehr oder weniger gefragt sind, durch weiter fortschreitende Automatisierung, und vor allen Qualifikation zählt.

    Da gibt es nur 2 gleichwertige Möglichkeiten.
    Hochwertige Bildung und weg von Dingen wie
    etwa die schwachsinnigen Aktivierungszwangskurse für Erwerbslose.

    Und eine garantierte Mindestsicherung, unter die niemand sinken kann.

    Letztlich wird in Deutschland mittelfristig die körperliche Tätigkeit immer weniger nachgefragt, trotz angeblich aktueller guter Zahlen.
     
  6. dittsche

    dittsche Board Ikone

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    AW: Geringqualifizierte: Armutsgefährdung in Deutschland steigt

    edit. Sorry Doppelpost.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. August 2015
  7. dittsche

    dittsche Board Ikone

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    AW: Geringqualifizierte: Armutsgefährdung in Deutschland steigt

    Hier gab es in der Nähe mal ein interssantes "Experiment".

    Die Stadt Schwäbisch Hall hat im Jahr 2012 aus Portugal ganz aggresiv und zielgerichtet Arbeitskräfte angeworben. Man glaubte an eine WIN/WIN Situation.

    Die Idee klang nicht schlecht. In Schwäbisch Hall gab es viel Arbeit, aber wenig Fachkräfte. In Portugal gab es viele Fachkräfte, aber wenig Arbeit.

    So haben sich zwischen 10.000 und 15.000 Portugiesen beworben. Ein Großteil sah sich als Fachkraft, welche hier auf dem Arbeitsmarkt tätig werden kann.

    Das Ende vom Lied:

    Schwäbisch Halls Jobkampagne hat wenig gebracht - STIMME.de

    In der Realität waren dann unüberbrückbare Unterschiede, sofern Schwäbisch Haller Betriebe und Portugiesen über die Eigenschaft als "Fachmann" diskutiereten.

    Das Projekt ist leider gescheitert. Die Menschen, die kamen, waren einfach nicht qualifiziert für die Arbeit bei uns ( mit wenigen Ausnahmen ).

    Deshalb bringt es uns wenig, wenn viele Fachkräfte von überall auf der Welt zuwandern und meinen, sie wären Fachkraft und können hier problemlos arbeiten.

    Vielmehr wird es so sein, dass aus Fachkräften in der Realität plötzlich Geringqualifizierte werden. Diese Menschen stehen dann in Konkurrez mit jenen Menschen, die 69magig hier wohl angesprochen hat.

    Ich fand das Experimant aus Schwäbisch Hall damals spannend. Die Ausgangslage war ja erfolgsversprechend. Nicht zuletzt deshalb, da Portugal und seine Kultur usw. große Schnittmengen zu unserer Kultur und Lebensweise mitbringt.

    An dieses Beispiel muss ich immer denken, wenn irgendwo ein Politiker argumentiert, wir brauchen die exterenen Fachkräfte, bzw. ohne diese würde hier die Wirtschaft lahmen...

    Hier noch ein Bericht aus dem Spiegel aus des dem Jahr 2012:

    http://www.spiegel.de/karriere/beru...ng-von-fachkraeften-gescheitert-a-847380.html

    Da war das Scheitern schon etwas abzusehen. Heute leben wohl nur noch ca. 30 bis 50 Menschen in SH, die seinerzeit mit großen Hoffnungen gekommen sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. August 2015
  8. Checkers

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  9. Monte

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    AW: Geringqualifizierte: Armutsgefährdung in Deutschland steigt

    Es gibt einen Unterschied zwischen Zuwandereren und Flüchtlingen.
     
  10. XL-MAN

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    AW: Geringqualifizierte: Armutsgefährdung in Deutschland steigt

    Ich sehe eine geringe Chance für junge Männer in einigen handwerklichen Betrieben Fuß zu fassen.
    Es wird immer schwieriger junge Menschen zu gewinnen die z. Bspl. in Bäckereien mitten in der Nacht anzufangen "Teig zu kneten".
    Auch andere Handwerksbetriebe klagen über Arbeitskräftemangel.
    Aber ob das außerhalb von Ba./Wü. genau so ist weiß ich nicht.
    Wer aber glaubt, dass 100.000 de Flüchtlinge hier in D mit Arbeit versorgt werden können ist absolut unmöglich.
    Die reihen sich dann ein, in die Reihe der Menschen auf dem Bild des TE.

    Oder - Sonderregelungen - Flüchtlingen braucht kein Mindestlohn gezahlt werden, dann wird es "lustig" und ungemütlich in D.


    Ich möchte auch noch erwähnen wie stark die Zahl der Menschen zugenommen hat, welche über die "Tafeln" mit Lebensmitteln versorgt werden.
    Ich höre jeden Tag, wir leben in einem so reichen Land.
    Die €-Milliarden sind halt sehr ungleichmäßig verteilt.
    Ich sage: "Die Armut in unserem Land nimmt weiter zu".
     

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