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Geräteschaden durch zu hohen Antennenpegel?

Dieses Thema im Forum "HILFE!!!! Alles kaputt???" wurde erstellt von GregorSamsa, 9. Oktober 2008.

  1. GregorSamsa

    GregorSamsa Neuling

    Registriert seit:
    9. Oktober 2008
    Beiträge:
    4
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    Hallo,

    ich bin neu hier im Forum, habe schon mit Interesse etliche Beiträge gelesen. Trotzdem habe ich gleich eine Frage an die Fachleute, zu der ich mit der Suchfunktion keine eindeutige Antwort gefunden habe:

    Könnte ein zu hoher Pegel der Antenne (= zu wenig Dämpfung) eventuell die angeschlossenen Geräte beschädigen?

    Hintergrund meiner Frage:
    Ich habe vor einiger Zeit Kabel Digital bekommen. Sowohl Analog als auch Kabel funktionierten tadellos. Bis auf eine Ausnahme: Auf Digital gab's die Sender der ARD Gruppe nicht. Lesen im Internet ergab: Das liegt wohl an einer veralteten Antennendose.

    Also: Dose gewechselt. Ergebnis: Jetzt zeigt auch der Digital-Receiver die ARD-Gruppe. Also lag DAS Problem schonmal wirklich an der Dose. Aber: Alle Sender Analog/Digital haben mit der neuen Dose schlechte Qualität (analog Schnee/digital Klötzchen). Meine Vermutung: Dämpfung der neuen Dose ist falsch. Problem: Die alte Dose ist überhaupt nicht beschriftet. Bevor ich einen Fachmann zum Durchmessen rufe, wollte ich erst eine kostengünstige Variante selbst versuchen: Dose mit sehr geringer Dämpfung + Dämpfungsregler und dann selbst versuchen, ob ich's vielleicht hinbekomme. Nur möchte ich dabei natürlich nichts beschädigen. Deswegen meine obige Frage.

    Dass man bei den Dosen außer Dämpfung noch zwischen Durchgangs und Enddosen unterscheiden muss, ist klar. Da bei mir nur ein Kabel in die Dose geht brauche ich wohl eine Enddose.

    Eine Nebenfrage noch: Auf meiner Dose steckte bei Einzug so eine Art 'Brücke', die Radio und TV Eingang verbindet und wohl aufgesteckt werden soll, wenn kein Gerät angeschlossen ist. Daran hab ich mich auch immer gehalten...aber wozu dient die überhaupt?

    Puh....gleich viel Text für's erste Post......vorab schonmal danke für eventuelle Antworten....


    Beste Grüße
     
  2. Dipol

    Dipol Talk-König

    Registriert seit:
    21. Oktober 2007
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    6.101
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    Raum Stuttgart
    AW: Geräteschaden durch zu hohen Antennenpegel?

    Also erst mal willkommen im Forum!

    Zuerst die leidige Begriffsverwirrung mit den Dosen:

    1.) Durchgangsdosen sind für Reihenschaltung an einer Stammleitung, haben daher zwei Anschlüsse und Anschlussdämpfungen von ca. 8 bis 20 dB. In den Ausgang der letzten Dose muss ein Abschlusswiderstand eingesetzt werden.
    2.) Stichdosen werden nach Abzweigern gesetzt, haben nur einen Kabelanschluss und lassen nahezu den gesamten Pegel aus.
    3.) Enddosen sind bereits intern terminierte Durchgangsdosen (somit auch nur ein Kabel).

    Zunehmend werden aber Stichdosen fälschlich mit Enddosen gleichgesetzt. Diese Wortschluderei findet man inzwischen leider sogar bei Antennenherstellern. Nachdem WISI kürzlich eine terminierte Modem-Enddose herausgebracht hat, wird sich das hoffentlich wieder ändern.

    Und jetzt zu den Überpegeln. Für Endgeräte sind Pegelfenster genormt, die in der Anlagenprojektion zu beachten sind. Analoge TV-Signale müssen zwischen 57 und 77 dB(µV) betragen. Nach alter Norm 60 bis 80 dB(µV).

    60 dB(µV) = 1 mV, 80 dB(µV) = 10 mV. Die kritische Schwelle für einen HF-Eingangspegel liegt je nach Gerät bei 120 bis 130 dB(µV). Das entspricht 1 bis 3,3 Volt. Solche Werte werden nur von alten Kanalverstärkern, aber keinem modernen BK-Breitbandverstärker gefahren. Selbst bei Direktanschluss an einen Verstärker darf nichts passieren, wenn etwas schief geht ist das dann eher von verschleppter Netzspannung (Kein Pot.-Ausgleich) verursacht.

    Das mit der Brücke ist mir schleierhaft. Evtl. sollen hier die Ausgänge hf-dicht gemacht werden. So ein Bauteil ist mir aber unbekannt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Oktober 2008
  3. GregorSamsa

    GregorSamsa Neuling

    Registriert seit:
    9. Oktober 2008
    Beiträge:
    4
    AW: Geräteschaden durch zu hohen Antennenpegel?

    Hallo,

    danke für die schnelle Antwort!

    Nach der Definition scheine ich wohl eine Stichdose zu haben, da es im Haus vermutlich ca. 3 Anschlüsse gibt.

    Wenn die alte Dose eh kaum dämpft, könnte ich als Erstversuch doch einfach mal einen Stecker ohne Dose direkt auf die Leitung machen, dann einen Regler und dann ins Gerät. Wenn's so klappt wär's eine billige Lösung. Oder spricht etwas dagegen?
     
  4. Dipol

    Dipol Talk-König

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    Raum Stuttgart
    AW: Geräteschaden durch zu hohen Antennenpegel?

    Wenn es kein Dauerzustand wird, ist dieser Versuch zur Feststellung der S 02/S 03-Problematik nicht zu beanstanden. Das lässt sich aber etwas einfacher über die Type der Steckdose feststellen.
     
  5. GregorSamsa

    GregorSamsa Neuling

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    9. Oktober 2008
    Beiträge:
    4
    AW: Geräteschaden durch zu hohen Antennenpegel?

    Hallo,

    danke für die Antwort.

    Der Typ der Dose ist ja genau das Problem. Ich war damit bereits bei 3 TV Services und jeder erzählt mit etwas anderes. Die Dose ist, wie gesagt, nicht beschriftet. Sie hat drei Ausgänge (TV, Radio, Schraubanschluss für Sat?). Intern hat sie zwei Anschlüsse, von denen aber nur einer belegt ist, mit dem Kabel, das aus der Wand kommt. Der andere interne Anschluss ist leer und enthält auch keinen Widerstand zum Einstecken. Ich als Laie hätte ja gedacht, ich zeige denen die mitgebrachte Dose, die erkennen entweder so schon, was es für eine ist oder können dann die Dämpfung einfach kurz durchmessen. Aber das geht wohl leider nicht, wie sie mir erläuterten. Dazu müsse ein Techniker ins Haus kommen, die gesamte Anlage durchmessen und eventuell alle Dosen und den Verstärker tauschen. Dass das wohl die sicherste Möglichkeit ist, das Problem sofort zu lösen, ist mir auch klar. Allerdings scheue ich mich noch etwas vor dieser wahrscheinlich nicht unerheblichen Investition. Die Kabelkosten laufen nicht über die Mietnebenkosten und der Anschluss ist von meiner Vormieterin auf eigene Rechnung gelegt worden. Folglich würden auch die Kosten alleine auf mich falllen. Deswegen möchte ich eben vorher probieren, ob ich das Problem nicht selbst lösen kann, zumal ich möglicherweise nicht mehr ganz so lange in dieser Stadt wohnen bleibe.

    Grüße
     
  6. Dipol

    Dipol Talk-König

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    Raum Stuttgart
    AW: Geräteschaden durch zu hohen Antennenpegel?

    In BK-Netzen wird der Schraubanschluss für das Modem genutzt. Ich kenne aber keine Modem-Dose, die unbeschriftet ist. Bei Sat.-Dosen wird S 02/S 03 zumeist selektiv auf der Radiobuchse ausgelassen. Falls bei dir evtl. doch eine Sat.-Dose eingebaut ist: TV-Kabel mit einem Adapter auf den Radioausgang stecken und die ARD-Digitalprogramme checken. Wenn es funzt, neue Breitband-Stichdose oder eine BK-Modemdose einbauen.
     

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