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Gemeinschaftsanlage mit Glasfaser und Hausverteilung

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von lokari, 11. Juli 2012.

  1. lokari

    lokari Senior Member

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    Tach zusammen,

    wir ziehen demnächst um. Das neue Haus (Reihenhaus) gehört zu seiner Anlage bestehend aus mehreren Häusern für die eine DVB-S Gemeinschaftsanlage installiert wurde. Ich weiß leider weder Hersteller noch eine genaue Bezeichnung für die Anlage und kann das im Moment auch nicht so einfach rausfinden, allerdings würde ich mich nach Möglichkeit gerne etwas genauer mit der Systematik auseinandersetzen.

    Im Gegensatz zu unserer jetzigen Gemeinschaftsanlage (Zwischenfrequenzlösung mit begrenzten Kapazitäten v.a. für HD-Programme) soll dort in jeder Wohneinheit das volle Programmspektrum von Astra 19,2°E zur Verfügung stehen - auch jeweils auf den ursprünglichen Frequenzen.

    Die Übertragung des Signals ins jeweilige Haus passiert wohl über Glasfaser, im Haus erfolgt dann jeweils die Verteilung. In jedem Raum des Hauses gibt's eine Antennendose. Pro Haus seien angeblich 4 parallele DVB-S-Streams möglich.

    Weiß jemand wie sich so eine Anlage nennt? Gibt es Besonderheiten bei diesen Anlagen oder reichen meine Angaben evtl. nicht um dazu genaueres zu sagen? Mich würde z.B. interessieren ob an einer einzelnen Dose (mit einem Antennenanschluss) der betrieb eines Dual-Tuners bzw. eines Sat-Receivers mit zwei Tunern vollumfänglich möglich ist oder ob es dafür eine gesonderte Zuleitung zur Hausverteilung braucht (um ggf. vorab diese Kabel verlegen zu lassen).

    Danke schonmal für Eure Infos.
     
  2. Wolfgang R

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    AW: Gemeinschaftsanlage mit Glasfaser und Hausverteilung

    Meine Glaskugel ist derzeit leider in Reparatur ;)

    Da der Markt von optischen Komponenten jedoch sehr überschaubar ist, gehe ich davon aus, dass jedes Haus eine LWL-Endeinheit mit vier Ausgängen bekommt.

    Beispiel: Invacom FibreMDU Optische Quad Abschlusseinheit fr 4 Receiver - BFM Sat-Shop

    Wenn ihr nun in jedem Zimmer eine Sat-Dose habt, wird es wohl so gedacht sein, dass die entsprechenden Anschlüsse bei Bedarf mit einem der Ausgänge verbunden werden.

    Sollten keine Twin-Dosen in den Räumlichkeiten vorhanden sein, jedoch ein Twin-Tuner (Sehen und Aufnehmen gleichzeitig) betrieben werden, muss man auf Lösungen wie den Stacker/Destacker von Johansson oder ein UniCable (SatSCR)-Minirouter-Produkt zurückgreifen.

    Letzteres funktioniert nur mit SatSRC-kompatiblen Endgeräten, das Stacker/Destacker-Kit mit allen Endgeräten.

    Man benötigt dann aber an der optischen Endeinheit logischerweise zwei Ableitungen!

    Also 2x Wohnzimmer (Stacker/Destacker oder MiniRouter) und 1x Wohnzimmer und 1x Kind oder Büro wäre eine Lösung.

    Falls im Wohnzimmer Twin-Dosen sind, einfach die beiden Ableitungen fürs Wohnzimmer anschließen.

    Gruß,

    Wolfgang
     
  3. raceroad

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    AW: Gemeinschaftsanlage mit Glasfaser und Hausverteilung

    Glasfaser spielt ja nur bis zur zentralen Wandlung in der Wohnung eine Rolle, nicht mehr auf der "letzen Meile" bis zum Receiver. Bedeutet: Möchte man an einer konventionell mit Koaxkabel versorgten Antennensteckdose einen Twinreceiver in vollem Umfang nutzen, braucht man entweder ein zweites Kabel zur Dose, oder man muss auf Unicable ausweichen (Im Prinzip ginge auch Stacker / Destacker - ist aber weniger zu empfehlen).

    Sollten vier Singleanschlüsse nicht reichen wäre es sinnvoll nachzufragen, wie das Signal gewandelt und bereitgestellt wird: Es gibt Bausteine wie diesen, an die wie bei einem Quad-LNB bis zu vier Singelreceiver direkt angeschlossen werden können. Zwar wäre es auch mit einem solchen Baustein machbar, auf mehr als vier Anschlüsse und auch Unicable zu erweitern. Besser wäre für diesen Fall aber eine Signalwandlung mit einem Quattro-Umsetzer wie diesem (> Multischalter erforderlich).
     
  4. Wolfgang R

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    AW: Gemeinschaftsanlage mit Glasfaser und Hausverteilung

    Theoretisch ließe sich doch an der optischen Endeinheit auch ein herkömmlicher, (Quad-tauglicher) Multischalter (je nach vorhandener Endeinheit) betreiben, wenn man nicht auf optische (und sehr teure!) Verteilkomponenten angewiesen sein möchte.

    Der sollte dann nur möglichst MIT Stromversorgung sein, denn ein passiver MS und noch zusätzlich die Speisung der Endeinheit wird wohl zu viel für so manchen Receiver sein.

    Gruß,

    Wolfgang
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juli 2012
  5. raceroad

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    AW: Gemeinschaftsanlage mit Glasfaser und Hausverteilung

    Stimmt, genau darauf zielte mein "Zwar wäre es auch mit einem solchen Baustein machbar" ab, nicht auf ein Splitten des Optik Signals. Auch Quad-taugliche Unicable-Bausteine werden angeboten (Preisner, Axing).

    Nur betreibt man einen Multischalter wegen der potenziell besseren Ebenenentkopplung besser mit einem Quattro- als mit einem Quad-LNB. Übertragen auf Anlagen mit Umsetzung eines optischen Signals bedeutet dies, dass ein Quattro-Umsetzer die bessere Wahl wäre. Oder etwa nicht?
     
  6. Wolfgang R

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    AW: Gemeinschaftsanlage mit Glasfaser und Hausverteilung

    Klar ist Quattro die bessere Wahl.

    Ich denke aber, man wird bei dieser Art der Installation eben eine Quad-Komponente installieren, weil damit Otto-Normaluser gleich seinen Receiver anschließen kann und es läuft.

    Nicht alle Elektriker denken so fortschritlich wie wir, ich finde es ja schon mal absolut begrüßenswert, daß - um der Problematik des Potentialausgleiches bei verschiedenen Gebäuden aus dem Weg zu gehen - optische Komponenten verwendet werden!

    Die Lösung mit den galvanischen Trenngliedern, die bisher (wenn überhaupt!) bei herkömmlicher Koax-Verkabelung angewandt wurde, ist da eher eine technische Krücke.

    Vielleicht kann man ja mit dem zuständigen Elektriker noch reden, falls eine Multischalter-Unterverteilung in Frage kommt und nicht alles schon fix-und-fertig installiert ist.

    Gruß,

    Wolfgang
     
  7. satmanager

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    AW: Gemeinschaftsanlage mit Glasfaser und Hausverteilung

    Was hast den du für ein Haus ? :love:
    Bei mir sind das nur "Meter" und die werden in da sogar nur bis zur Hausverteilung gemessen und nicht bis zum Receiver.

    Aber mal Butter bei da Fisch.... wow, wer das geplant hat der ist nicht schlecht, Hut ab !
    Man hätte dann aber echt wenigstens in den Häusern anfragen sollen ob die Besitzer nicht eher einen Quattro-Umsetzer wünschen statt dem Quad-Umsetzer. Eine Aufklärung darüber das sie bei Verwendung des Quattro-Bausteins dann noch einen Multischalter selbst setzen müssen wäre ja nicht so schwer gewesen. Dann wäre aber auch der Einsatz von Multischaltern, vor allem Mischschaltern wie z.B. einem JRS0502-2+4T, einfacher gewesen (natürlich nur dann wenn sie keine Twin-Versorgung im Haus hergestellt haben).
     
  8. lokari

    lokari Senior Member

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    AW: Gemeinschaftsanlage mit Glasfaser und Hausverteilung

    Danke für eure ausführlichen Antworten. Vieles davon sind für mich spanische Dörfer, aber ich hab ja schließlich nach Fakten gefragt :) :winken:

    Stand der Dinge ist, dass ich wg. netzwerkverkabelung in ein paar Tagen nen Date mit dem Elektriker habe - von dem Haus stehen derzeit gerade mal die Grundmauern und das Erdgeschoss - es ist also noch nicht zu spät. Da es sich um ein Mietshaus handelt will ich da aber nur bedingt auf eigene Kosten erweitern.

    Mir ging es um ein geringfügiges Verständnis einer solchen Anlage um ggf. dem Elektriker direkt die richtigen Fragen stellen zu können. Nach dem was ich bisher weiß bekommt nahezu jeder Raum (außer Bad und Küche) - sogar inkl. Hobbykeller - eine Antennendose. Es werden also wie auch immer wohl mehr als 4 Dosen sein (vermutlich sowas wie 8) - angeblich können 4 Streams gleichzeitig abgegriffen werden - evtl. nochmal so ne Art Matrix dann vor diesem LWL-Koax "Umsetzer" (sorry für meinen saloppen Slang, aber ihr merkt schon ich hab nur so bedingt Ahnung von dem ganzen Zeug).

    Ich werde also zumindest mal klären ob ggf. Doppeldosen zum Einsatz kommen bzw. was der Elektriker zum Thema Doppeltuner sagt. Mal sehen was er mir an Details zur Anlage noch sagen kann.

    Danke einstweilen für Eure Hilfe!
     
  9. satmanager

    satmanager Institution

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    AW: Gemeinschaftsanlage mit Glasfaser und Hausverteilung

    Das ist einfach zu erklären (wenn du echt LWL-Zuführung bekommst = Lichtwellenleiter = optische Zuführung):

    In deinem Haus wird ein "Zwischenglied" gesetzt, so wie du das schreibst mit den "4 Streams" wird da angedacht sein ein Quad-Umsetzer zu setzen an den du 4 Antennendosen DIREKT anschließen könntest.

    Jetzt hast du (bzw. das Haus) aber mehr als 4 Abnahmeplätze die ja alle voll versorgt werden sollten. Das geht mit diesem Quad-Baustein nicht (oben ist der glaube ich sogar verlinkt --- ja #2).
    Du würdest statt diesem Quad-Baustein einen "Quattro-Baustein" benötigen. An den kann man dann aber keine Receiver DIREKT anschließen, sondern benötigt dahinter noch einen Multischalter. Der wird mit 4 Kabel an diesen Quattro-Umsetzer angeschlossen und hat dann 8,12,16,20, etc. Ausgänge an welche man dann die Antennendosen anschließen kann. Der kostet nicht viel, keine Angst.

    Bei der Hausverkabelung muss man aber auf mehr achten ! So z.B. sollte man in die Zimmer in denen viel TV geschaut wird eine Twin-Versorgung herstellen. Damit könnte man dann dort einen Twin-Receiver (ein Gerät mit 2 Empfangsteilen, meist auch mit einer eingebauten Festplatte gleich, das es ermöglicht ein/mehrere Programm/e aufzunehmen und parallel dazu noch ein anderes Programm NACH FREIER WAHL zu schauen) betreiben. Das ist heute schon akt. Stand der Technik. Gemacht wird das einfach indem man an diese Einsatzplätze 2 Kabel hin verlegt und dort dann statt einer 3-Loch Antennendose eine 4-Loch Antennendose setzt.
    Wenn nur eine Single-Versorgung (1 Kabel zu einem Twin-Receiver) hergestellt wird dann kann man parallel zu einer laufenden Aufnahme nur BEDINGT auswählen was man parallel anschaut, der Sender müsste dann auf der gleichen Ebene (VH, HH, VL, HL Band) ausstrahlen, die anderen wären blockiert.

    Das musst du mal mit dem Hauseigner durchsprechen, immerhin ist das ja seine Sache....


    Nachtrag: "Zwischenglied" = Bauteil das von dem optischen Zuführungskabel umsetzt auf deine SAT-Verteilung im Haus, also weg von optisch auf normale SAT-ZF (Sat-Frequenzen die dein Receiver wiederrum umsetzen kann in ein Bild)
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juli 2012
  10. Discone

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    AW: Gemeinschaftsanlage mit Glasfaser und Hausverteilung

    Falls in diesem innovativen Projekt das Invacom-System eingesetzt wird, dann im Haus einfach
    so eine Quattro Ablschlusseinheit setzen lassen:
    Invacom FibreMDU Optische Quattro Abschlusseinheit fr Multischalterbetrieb - BFM Sat-Shop
    Danach dann ein beliebiger 5/X-Multischalter, von diesem dann via Sternverteilung mit Koaxialleitungen zu den Twin- / Single-Satdosen. In ein Unterputz-Kabelrohr passen normalerweise auch bis zu drei Midi-Leitungen (z. B. Kathrein LCD 89), oder bis zu vier Mini-Leitungen.

    Verbindung der PA-Erdungswinkel am Multischalter mit der HES im Reihenhaus.
     

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