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FTD: Ein Leit(d)artikel für Edmund Stoiber

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Neuabonnent, 17. September 2002.

  1. Neuabonnent

    Neuabonnent Junior Member

    Registriert seit:
    20. März 2002
    Beiträge:
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    Ort:
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    An Wahlsonntagen soll es ja früher in bayerischen Dörfern so zugegangen sein :

    Der Pfarrer stellte sich auf die Kanzel und erklärte seinen Schäfchen nicht etwa, dass sie CSU wählen sollten. Er sprach vielmehr:
    "Wählt eine Partei, die christlich ist und sozial"

    Und heute:
    Heute gibts die Tageszeitung "Financial Times Deutschland" die noch einen Schritt weiter geht und ihren Lesern in einem langen Leitartikel dringend empfiehlt CDU/CSU zu wählen, ohne Wenn und Aber.

    Nach dem Motto:
    Bilde Dir deine eigene Meinung und mach dann dein Kreuzchen bei CDU/CSU.

    Ich finde, ist schon ne Frechheit

    FTD

    <small>[ 17. September 2002, 12:10: Beitrag editiert von: Neuabonnent ]</small>
     
  2. Michael

    Michael Platin Member

    Registriert seit:
    29. Januar 2001
    Beiträge:
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    Erkner bei Berlin
    Technisches Equipment:
    DM800, AZBox HD, Elanvision, Openbox...
    soviel zu "unabhängig - überparteilich"

    Ich lese die Printausgabe der FT schon ziemlich lange und muss sagen, dass mir diese Geschichte hier etwas neu - um nicht zu sagen merkwürdig - vorkommt.

    Wurde die FT-D denn kürzlich an Springer verkauft?!
    Ansonsten würde ich das eher unter der Kategorie "Meinung eines Autors" oder "Kommentar eines Autors" (gibts auch bei den ARD Tagesthemen) oder schlichtweg "Ironie" ablegen.

    Tja ... ich weiss nur eins: Die Aktie der Mobilcom ist gestern um 180% gestiegen. Steht übrigens auch in der FT l&auml;c

    <small>[ 17. September 2002, 11:46: Beitrag editiert von: Michael ]</small>
     
  3. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    22.650
    Ort:
    Geldspeicherstadt
    Lustig finde ich ja, dass immer wieder von "Zeit für einen Wechsel" die Rede ist. Auch in der FTD. Aber welchen Wechsel meinen die? Vor vier Jahren wurde doch ein Wechsel eingeleitet, der jedoch bis heute noch nicht vollständig vollzogen wurde. Warum glauben alle Leute denn, dass es eine Regierung innerhalb von wenigen Monaten schafft, das zu retten, was andere in 16 Jahren schleichend verbockt haben?

    Und noch viel lustiger finde ich, dass Silberlocke immer mit "Kompetenz" wirbt. Kompetenz in was? Immerhin ist die Hälfte seines Kompetenzteams schon einmal in politische Affären verwickelt gewesen. Amigo & Co. Darüber hinaus sind das ja alles alte Säcke. Also ein Wechsel in die Zeit vor vier Jahren?

    Kopfschüttelnd,

    Gag
     
  4. BikerMan

    BikerMan Platin Member

    Registriert seit:
    19. Juli 2001
    Beiträge:
    2.234
    Ort:
    MUC
    Der Artikel ist umfangreich und wengistens ehrlich und klar geschrieben, andere Blätter wie die Blöd-Zeitung machen auch Wahlkampf, aber halt subtiler.
    Man muß sich aber mal die Überschrift mit dem Fazit vergleichen:
    "FTD-Wahlempfehlung: Zeit für einen Wechsel"
    Fazit:
    "Erreicht die Union ausreichend Stimmen, um die rot-grüne Regierung abzulösen, gäbe es wohl eine Koalition mit den Liberalen - jener Partei, die wir auf Grund ihres Personals für kaum wählbar halten. Und just die Grünen, deren Reformwillen wir bei aller Kritik anerkennen, müssten in die Opposition wechseln. Da wir unter allen Umständen einen Wechsel brauchen, müssen wir das in Kauf nehmen - und in vier Jahren erneut abwägen."

    Gute Analyse der Situation, aber warum folgt diese Zeitung nicht dann ihrer eigenen Analyse und spricht sich für eine Schwarz-Grüne Koalition aus?
    Statt dessen wird mit Bauchgrimmen das politische Schemadenken gepflegt. Schade...

    <small>[ 17. September 2002, 12:45: Beitrag editiert von: BikerMan ]</small>
     
  5. Cyber Warrior

    Cyber Warrior Silber Member

    Registriert seit:
    13. September 2001
    Beiträge:
    783
    schonmal die aktuelle Kolummne gelesen die einen Tag später in der Zeitschrift erschien:

    um es nochmal auch für mich als nicht FTD zusasmmenzufassen, erst sagt man groß und breit man solle CDU wählen, obwohl ansich doch die Grünen besser sind

    Und ein Tag später sagen sie dann in einer Kolummne in der selben Zeitung ... achne eigentlich sollte man Rot Grün wählen ...

    HÄH !!??

    Orginaltext aus der neuen Kolummne:
    "Die Wahl fällt schwer, schwerer womöglich als in den meisten vorangegangenen Fällen. In der Abwägung lässt sich die Hoffnung auf bessere Zeiten unter einer unionsgeführten Regierung allerdings nicht stichhaltig begründen. Die Union ist dabei, die Erstarrung der Kohl-Ära zu überwinden. Eine wirkliche personelle und konzeptionelle Alternative bietet sie heute aber noch nicht.

    Das spricht dafür, auf einen Regierungswechsel 2002 zu verzichten und Rot-Grün eine zweite (und vielleicht letzte) Chance zu geben."

    Somit hatt man ja seine Leser nun noch mehr verunsichert als vorher ... aber die letze KOlummne die ich da gerade lese ist sehr gut, eine Kurzzusammenfassung des derzeitigen Dillemas ...

    http://www.ftd.de/sp/hi/1032113053107.html?nv=cpm
     
  6. garfield82

    garfield82 Gold Member

    Registriert seit:
    16. Januar 2001
    Beiträge:
    1.346
    Ort:
    D 47057 Duisburg
    Es ist mittlerweile seitens der FTD schon mehrmals gesagt worden, dass die Entscheidung nicht einstimmig in der Redaktion ausfiel.

    Andere Redakteure haben nun in den nächsten Tagen die Gelegenheit, ihre Meinung kund zu tun. Das bedeutet, dass diese Redakteure auch eine andere Wahlempfehlung aussprechen können.
    Ferner hat man auch gesagt, dass man am liebsten Bündnis90/DIE GRÜNEN wählte, allerdings dieses daran scheiterte, dass es dann nicht zum gewünschten Wechsel komme und Schröder weiterhin Kanzler bleibt.

    Bin zwar auch nicht der Fan von Wahlhetze und Printschlachten, allerdings war dies ein sehr guter Leitartikel der FTD, der im Gegensatz zu anderen Zeitungen und Meinungen sehr sachlich begründet war - egal ob dieser Artikel meine eigene Meinung nun wiedergibt oder nicht. Es wurde deutlich gesagt, dass dieser Artikel für heftige Diskussionen gesorgt hat und andere Schreiber haben nun auch die Chance, ihre Meinung darzulegen.

    Außerdem ist es doch schön, dass eine Zeitung wie die FTD selbst Bündnis90/DIE GRÜNEN eher empfiehlt, als die so-called wirtschaftserfahrene FDP.
     
  7. scirocco

    scirocco Junior Member

    Registriert seit:
    14. August 2002
    Beiträge:
    106
    Ort:
    Hagen/NRW
    __________________________________________________

    Original von GAG HALFRUNT:

    Und noch viel lustiger finde ich, dass Silberlocke immer mit "Kompetenz" wirbt. Kompetenz in was? Immerhin ist die Hälfte seines Kompetenzteams schon einmal in politische Affären verwickelt gewesen. Amigo & Co. Darüber hinaus sind das ja alles alte Säcke. Also ein Wechsel in die Zeit vor vier Jahren?
    __________________________________________________

    Dann doch lieber die alten Säcke,als die potthäßlichen Mädels der Gruenen.(Das Auge wählt mit...) breites_

    Gruss scirocco
     
  8. Kalle

    Kalle Gold Member

    Registriert seit:
    23. Juli 2002
    Beiträge:
    1.632
    Wollte eigentlich diesmal nicht wählen gehen, aber die gestern gestartete Schmutzkampagne der CDU/CSU, die wieder auf den Rücken der Ausländer Stimmung macht, veranlassen mich am Sonntag die SPD und somit Gerhard Schröder zu wählen. Eine korrupte Partei wie die CDU, die auch in Hessen mit "Chefaufklärer" Koch mit Schwarzgeld und Schmutzkampagnen an die Macht gekommen ist hat es nicht verdident Regerungsverantwortung zu übernehmen. Immerhin hat die CDU in 16 Jahren die Karre wunderbar in den Dreck gefahren!
     
  9. venture

    venture Junior Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    44
    Ort:
    Hamburg
    Ich hoffe das noch viel mehr Leute so denken, eine gute Wahlbeteiligung wäre doch mal wieder was!
     
  10. Neuabonnent

    Neuabonnent Junior Member

    Registriert seit:
    20. März 2002
    Beiträge:
    27
    Ort:
    d
    Natürlich haben Zeitungen, haben Redakteure politische Überzeugungen, die sie gemeinhin in Kommentaren darstellen.
    Das über alldem aber größtmögliche Objektivität steht, war bislang in der Medienbranche zumindest als Prinzip unumstritten, auch wenn sich manch einer mal ganz gerne im politischen Kampfjournalismus übt.
    Aber was sich sich die FTD hier leistet:
    Ratschläge ihren Lesern geben, die ja intellektuell nicht in der Lage sind, sich selbst ein Bild zu machen und eine Wahlentscheidung ganz alleine zu treffen.
     

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