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Forderungen nach Tariferhöhungen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von digifreak, 7. Dezember 2006.

  1. digifreak

    digifreak Gold Member

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    1.832
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    Zur Zeit äußern sich in sämtlichen Medien die führenden deutschen Politiker zu kräftigen Lohnerhöhungen, obwohl die Tarifautonomie bei den Arbeitgebern und den Gewerkschaften liegt.
    Dort wo die Politik im Rahmen der Gesetzgebung selbst für ihre Staatsdiener zuständig ist, nämlich bei den Beamten, sieht die Sache ganz anders aus. Seit 2004 keine Gehalterhöhung - im Gegenteil Kürzung/ Wegfall von Urlaubs- und Weihnachtsgeld bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit.


    dbb: Bundesregierung soll auf Kürzungen beim Weihnachtsgeld für Bundesbeamte verzichten

    07.12.2006

    Der dbb beamtenbund und tarifunion hat die große Koalition zu einem Verzicht auf Kürzungen des Weihnachtsgeldes für Bundesbeamte aufgerufen. Der stellvertretende dbb Chef Dieter Ondracek verwies am 7. Dezember 2006 in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters auf zusätzlichen Spielraum in den Kassen von Finanzminister Peer Steinbrück.
    Angesichts der sprudelnden Steuerquellen sei es nur redlich, wenn die gestrichenen Sonderzahlungen für die Zukunft wieder gewährt würden. Derzeit werde bei den Beamten deformiert, einkassiert und Zukunft verbaut, sagte Ondracek. Union und SPD hätten den Bundesbeamten durch die Erhöhung der Arbeitszeit und Halbierung des Weihnachtsgeldes Kürzungen im Umfang von einer Milliarde Euro abverlangt. „Damit werden sie in einem Maß zur Konsolidierung der öffentlichen Kassen herangezogen, das keine andere Berufsgruppe in den vergangenen Jahren hat hinnehmen müssen“, sagte Ondracek.
    Die rund 1,1 Millionen Betroffenen haben die Kürzungen mit der Auszahlung ihres Dezembergehalts vor wenigen Tagen erstmals schwarz auf weiß auf ihren Kontoauszügen feststellen können. Nach Ondraceks Worten ist ihnen die Festtagsstimmung dadurch verhagelt worden. „Die Kolleginnen und Kollegen sind sauer, empört und wütend“, sagte er. Die Regelung soll nach dem Willen der Bundesregierung noch bis zum Jahr 2010 anhalten



    Besonders hart betroffen sind die kleinen Beamten des einfachen und mittleren Dienstes.
     
  2. wolle

    wolle Senior Member

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    391
    AW: Forderungen nach Tariferhöhungen

    Die Gewerkschaftsbonzen mischen sich ja auch in die Politik ein, obwohl sie kein Mandat haben.
     
  3. Hubble

    Hubble Senior Member

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    AW: Forderungen nach Tariferhöhungen

    Na ja ist doch normal, dass wenn die Wirtschaft brummt, die Gewinne der Bosse explodieren , die Steuereinnahmen sprudeln , dass dann die Einkommen der Menschen sinken und die Belastungen steigen :eek:
    Der Protest des DBB ist wohl verständlich , aber erreichen werden sie nichts und die Beamten deren Weihnachtsgeld wieder einmal gekürzt wurde , dürfen darauf hoffen, dass dieses im nächsten auf NULL gesetzt wird, denn während die Leute in der freien Wirtschaft micht wisse n, ob ihr Job im nächsten Jahr von Billiglöhnern und Kinderarbeit erledigt wird , haben die Bediensteten des öffentlichen Dienstes noch ihren Job, wenn auch mit weniger Geld :(
    Bye
     
  4. Jazzman

    Jazzman Guest

    AW: Forderungen nach Tariferhöhungen

    Allerdings ist deren Einfluß auch deutlich geringer als immer dargestellt.

    Welches Mandat haben die Hundt's und Stiehl's und Rugowski's, die ihren Befehlempfängern die Anweisungen diktieren?? Und denen jeder Wunsch von den Lippen abgelesen wird...

    Eine Demokratie sieht anders aus.... :mad:
     
  5. digifreak

    digifreak Gold Member

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    Beiträge:
    1.832
    AW: Forderungen nach Tariferhöhungen

    Wobei man genau unterscheiden muss. Die tariflich Beschäftigten im öffentlichen Dienst, also Arbeiter und Angestellte haben Lohnerhöhungen erhalten und bekommen nach wie vor Urlaubs- und Weihnachtsgeld, während bei den Beamten kraftgesetz durch die Regierung die Wochenarbeitszeit erhöht wurde und Urlaubs- sowie Weihnachtsgeld gestrichen bzw. gekürzt wurde - wohlgemerkt ohne jeglichen Gehaltszuwachs der Monatsbezüge seit dem Jahre 2004.
    Die Sicherheit des Arbeitsplatzes ist zwar bei beiden Beschäftigtengruppen gegeben, allerdings sind Beamte auch ohne deren Zustimmung bundesweit einsetzbar.
    Tarifkräfte haben außerdem ein Streikrecht um nicht bedingungslos den öffentlichen Arbeitgebern ausgeliefert zu sein, während die beamteten Staatsdiener in einem Dienst- und Treueverhältnis stehen und ihre Alimentation dem Gutdünken des jeweiligen politischen Machthabers ausgeliefert ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Dezember 2006
  6. Hubble

    Hubble Senior Member

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    AW: Forderungen nach Tariferhöhungen

    Beamter sein heißt auf jeden Fall gesicherte Armut, das Urlaubsgeld ist mir schon vor Jahren gestrichen worden , das Weihnachtsgeld (Sonderzuwendung) jetzt wieder gekürzt und im nächsten Jahr gestrichen , so kommt es .:mad: Wenn schon bei boomenden Steuern und brummender Konjunktur , hier nur Kahlschlag herrscht, was passiert dann wenn die Konjunktur wieder abkühlt. Bei Schwarz Pharma scheint dagegen die Sonne, 10.000 Euro bekommt jeder Mitarbeiter als Erfolgsvergütung , da lacht doch das Herz wenn Unternehmen auch noch teilen können :love:
    Bye
     
  7. reselection

    reselection Gold Member

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    Beiträge:
    1.538
    AW: Forderungen nach Tariferhöhungen

    Nur teilweise richtig. Für Angestellte, deren EInstellungstermin im Jahr 2003 und später war, gilt das nicht mehr. Die kriegen kein Urlaubsgeld und auch deutlich weniger Weihnachtsgeld. Ist zumindest in NRW so. Davon abgesehen kriegen Beamte bei gleicher Arbeitsleistung deutlich mehr aufs Konto (liegt an den Lohnnebenkosten). Das Mitleid hält sich also in Grenzen
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Dezember 2006
  8. digifreak

    digifreak Gold Member

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    Beiträge:
    1.832
    AW: Forderungen nach Tariferhöhungen

    Meine Ausführungen beziehen sich auf Bundesbeamte. Gerade hier ist die Differenz der Nettobezüge im Vergleich zu Angestellten bei absolut gleicher Tätigkeit erheblich. Vor 20 Jahren erhielt der tarifl. Außendienstmitarbeiter ca. 300 DM monatl. mehr als der Beamte (Dienstposten A7). Zur Zeit beträgt der Nettomehrverdienst des Angestellten ca. 500€ bei gleicher Tätigkeit. Hinzu kommt noch die wesentlich höhere Vergütung bei Nacht- und Feiertagsschichten sowie diverse Sonderzulagen und Zuschläge, die der Beamte nicht bekommt. (Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, Schmutzzulagen, Arbeiten bei großer Hitze, Kälte oder in großen Höhen, Führen von Kraftfahrzeugen usw.) Überstunden müssen bei Beamten abgebummelt werden, der Angestellte bekommt sie ausbezahlt. Das Arbeitszeitgesetz schreibt dem Angestellten eine tägl. Maximalarbeitszeit von 10 Stunden, in besonderen Ausnahmefällen 12 Stunden vor. Der Beamte kann theoretisch unbegrenzt Dienst schieben.
    Desweiteren müssen sich Beamte privat krankenversichern und Arztrechnungen sowie Medikamente zunächst selbstbezahlen und danach der Krankenkasse einreichen.
    Bei der Altersversorgung sind Angestellte des Bundes durch Zusatzversicherungen neben der gesetzl. Rente bis zu 90% ihres letzten Nettogehaltes bevorteilt. Die Beamtenpension kann nach derzeitiger Gesetzeslage max. 72% der letzten Besoldungsstufe erreichen und muss zudem noch versteuert werden.
     
  9. reselection

    reselection Gold Member

    Registriert seit:
    5. September 2006
    Beiträge:
    1.538
    AW: Forderungen nach Tariferhöhungen

    Also, bei Landesbeamten sieht das aber ganz anders aus, da hat man mal eben ca. 500 € weniger aufm Konto bei BATIIa verglichen mit A13 (unter Berücksichtigung der Beiträge zur privaten Krankenversicherung). KAnn mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass das Verhältnis beim Bund umgekehrt sein soll. Für diese Behauptung würde mich mal ein LINK interessieren. Da würde man ja in NRW richtig verarscht als Angestellter :wüt: http://oevs.monster.de/7632_de_p1.asp

    Und die Verarsche geht ja weiter: durch den neuen Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst werden die Bezüge besonders für Neueinstellungen weiter zusammengestrichen.

    Zwar wird natürlich auch die Pension gekürzt, doch von 72 % können viele nur träumen. Mein Vater, früher A12, kriegt als Pension bald 400 € mehr pro Monat aufs Konto, als ich, der theoretisch mit A13 gleichgestellt sein soll und natürlich noch "voll" arbeite. So hoch sind die Steurn nämlich nicht, das sind nicht mal 200 €.

    PS du meinst es doch nicht wirklich ernst, dass die privat Krankenversicherung ein Nachteil ist???
    Ich zahle in die Krankenkasse deutlich mehr ein, als ein privat Versicherter bei deutlich schlechterer Leistung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Dezember 2006
  10. Cord Simpson

    Cord Simpson Senior Member

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    Beiträge:
    446
    AW: Forderungen nach Tariferhöhungen

    Also, ich bin selbst in A13 und kann nur sagen: Gut dass ich Beamter bin. Meine angestellte Kollegin geht Netto mit weniger Geld nach Hause. Das ist die Realität. Völlig unmöglich, dass die Angestellten mehr raus bekommen.
     

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