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Filmkritik: 2 Brüder

Dieses Thema im Forum "Kino, Blu-ray und DVD" wurde erstellt von Tuvok, 2. Januar 2005.

  1. Tuvok

    Tuvok Silber Member

    Registriert seit:
    25. Februar 2001
    Beiträge:
    644
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    AIDAN MCRORY (Guy Pearce) ist nicht nur Jäger, er sammelt auch Antiquitäten, und hier in Indochina, 1920, wundern sich nicht nur die jungen Damen was einen so hübschen Engländer hierher verschlagen hat freiwillig noch dazu. Was keiner weiß, in Angkor Wat, wachsen 2 putzige Tiger auf, in den alten Tempelruinen, dort wo kein Mensch bisher hinkam.



    KUMAL und SANGHA heißen die Jungen, die aufwachsen wie im Paradies, und Ihr erstes Abenteuer ist es, mit einer wilden Zibetkatze fertig zu werden, aber KUMAL läßt sich nicht erschrecken, er hat ja schon Erfahrung im Umgang mit wilden Tieren, wie dem Davonlaufen vor Schmetterlingen.



    AIDAN versucht einige Kunstschätze zu rauben, die Mutter von SANGHA und KUMAL merkt die Menschen und nimmt SANGHA und flüchtet, vergisst dabei aber KUMAL im Tempel, was AIDAN entdeckt, und nun anfängt die Tigerfamilie zu jagen.



    Da erscheint der Vater und versucht sein Junges zu retten, doch bei einem Handgemenge stirbt der Vater und KUMAL kann gerade noch entkommen. Klar das AIDAN ihn fängt, Mitleid mit dem Wolleknäuel bekommt und im nächstgelegenen Dorf, diesen Tiger dem Dorfältesten gibt, wo er auf Naï-Rea trifft, die ihm sofort gefiel.



    Kurz danach wird AIDAN abgeführt, Schmuggel von Statuen, und nur deswegen weil er KUMAL nicht abgeben wollte, und der Dorfälteste ihn verraten hat. Er muß dort bleiben, wird aber von der Mutter entdeckt die ihn befreien will, und von den Dorfbewohnern mit Feuer vertrieben wird, und am nächsten Tag sieht wie vor Ihren Augen Ihr Sohn mit einem Auto entführt wird, wo er in einem Zirkus landet, indem man nicht gerade zimperlich mit ihm umgeht.



    Kurz darauf wird auch die Mutter gefangen, und für die Jagd missbraucht, denn der König des hiesigen Landkreises will einen Tiger erlegen, der jedoch entkommt. Der Sohn vom Gouverneur RAOUL kommt in die Hände des 2. Bruders, SANGHA und nimmt ihn zu sich, nicht nur weil er sich in das Wollebiest verliebt.



    1 Jahr vergeht, und aus KUMAL wurde ein berühmter Tiger, aus SANGHA inzwischen SANGHA zu einer wahren Bestie herangereift und nun sollen beide miteinander kämpfen,.



    Vor 15 Jahren ist der Regisseur Jean Jacques Annaud mit dem Film „Der Bär“ berühmt geworden, und hat Filmgeschichte geschrieben, jetzt nimmt er das Sujet wieder auf und schafft in einem wahrhaft grandiosen 105 Min. langen Film die einmalige Verbindung von Mensch und Tier, von Bestie und Bestie, die anfangs ziemlich unrealistisch ist, und sich auch fortsetzt, aber alleine durch die herrliche Landschaft schon stark besticht.



    Vor dem Filmstart haben die Umweltstiftung und der Filmverleih TOBIS einen kostenlosen Unterrichtsleitfaden an 20.000 Schulen in Deutschland verschickt. Der Plan und die Aussage der Leute waren: „Wir möchten den Film nutzen, um den Kindern auf spielerische Art die Faszination Tiger und seine Bedrohung nahe zu bringen“, erläutert WWF-Artenschützer Stefan Ziegler. „



    Der WWF Deutschland kämpft seit drei Jahrzehnten für das Überleben der Tiger. Für den Herbst bereitet die Umweltstiftung eine Kampagne vor, um auf die verzweifelte Situation der letzten 500 Sumatra-Tiger aufmerksam zu machen. Ziel ist es, den Kahlschlag in den Regenwäldern der indonesischen Insel zu stoppen und den Wilderern das Handwerk zu legen. Nach einer aktuellen Studie fallen jedes Jahr 50 Sumatra-Tiger der Wilderei zum Opfer. Vor allem die Nachfrage nach Tigerprodukten in der traditionellen chinesischen Medizin macht die illegale Jagd zu einem lukrativen Geschäft. „Wenn wir nicht entschlossen handeln, werden wir Tiger in Zukunft nur noch auf der Leinwand und im Zoo bewundern können“, so Ziegler. Die Einrichtung von Schutzgebieten, die untereinander durch Korridore verbunden sind, gehört zu den wichtigsten Zielen der Naturschützer.



    Star-Regisseur Jean-Jacques Annaud unterstützt das WWF-Engagement: „Tiger gehören in die Wildnis. Ich hoffe sehr, dass es dem WWF gelingt, ihren Lebensraum zu erhalten. Es wird noch ein langer Kampf für das Überleben der faszinierenden Tiere. Ich hoffe, mein Film trägt ein wenig dazu bei, dass die majestätischen Katzen eine Zukunft haben.“



    Natürlich ist nicht alles was hier im Film gezeigt wird der Wahrheit entsprechend. Z.B ist der Tiger kein gutes Haustier wie hier im Film, da er z.B bis zu 65 Km am Tag herumläuft, ca. 230 Kg schwer wird, und bis zu 3 Meter lange wird, außerdem ist er gefährlich und ein Wildes Tier, egal wie sehr man ihm vertrauen kann. Hat ja unlängst die Geschichte von Siegfried und Roy gezeigt.



    Im Film zieht der Tigervater das Kind auf, was auch nicht ganz der Wahrheit entspricht, da männliche Tiger Ihre Weibchen verlassen sobald die Jungen geboren sind. Die Jungen bleiben 2 Jahre bei MAMA, lernen alles, und suchen sich dann ein eigenes Revier.



    Ob Brüder oder nicht, Tiger sind sehr dominante Tiere, und das sie sich kümmern ist natürlich ein unrealistischer Filmaspekt, der aber dem Film die gewisse weihnachtliche Würze gibt. Und wenn sie zusammen leben, dann ist das höchst selten. Das sie sich an Menschen gewöhnen ist nicht richtig, denn in der Natur lassen sie keinen Menschen an sich. Das sollten vor allem diejenigen überlegen die sofort auf Tigerstreicheljagd gehen.



    In dem Film wurde viel getrickst, selbst die Metallkette war aus Plastik, das Metallgeräusch kam später dazu, die Tiger fielen auf Matten, das Feuer wurde durch den Computer hinzugefügt, kein Tier mußte leiden. 18 Tiere wurden dafür genommen, viele Jungtiere, die in Wirklichkeit auch höchst putzig sind.



    Also alles in allem, bin ich nicht nur froh das in dem Film kein Tier leiden mußte, sondern vor allem ist der Film eine kindgerechte Unterhaltung gewesen, wenn auch teilweise unrealistisch, und ein Film wie der ist eigentlich was für Kinder die Ihre Erwachsenen teilweise Erziehungsberechtigten quälen mitzugehen, und so ließ ich mich überreden und war froh so einen schönen Film gesehen zu haben.



    87 von 100
     

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