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Fertige Einfamilienhaus Netzwerk/SAT/Kabel/Telefon Planung

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von copa, 18. September 2013.

  1. copa

    copa Junior Member

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    Hallo Leute,

    ich bin jetzt in der Endphase vom Planen meiner Planung für Netzwerk TV und Telefon für
    mein Haus was demnächst steht icon_smile.gif
    Bevor die Frage aufkommt nein es wird nicht in Putz gelegt sondern es sind alle 30cm Luftschlitze in meinem Fertighaus.
    Wenn etwas unklar ist bitte einfach direkt fragen Kritik und Verbesserungen nehme ich dankend an !

    Was in den Technikraum untergebracht werden muss

    - Telekomanschluss jedoch erstmal ohne nutzen
    - VDSL Leitung 50Mbit von Eltern
    - Unitymedia 150 Mbit
    - Unitymedia TV
    - Unitymedia Telefon ( FritzBox )
    - Sat TV soll 2 Satelliten ansteuern Astra und Hotbird
    - Server / NAS einen kleinen Windows Server
    - HDMI Switch
    - Videosprechanlage

    Laut Zeichnung

    LAN 30 Anschlüsse
    SAT 12 Anschlüsse
    Kabel 12 Anschlüsse


    Zur kleinen Erläuterung.

    Der Telefonanschluss von der Telekom werde ich zur Sicherheit mitbeantragen und
    in den Technikraum verlegen. Mein Internet werde ich über Unitymedia beziehen in
    diesem Vertrag ist Telefon Internet und Kabel TV mit dabei. Da ich schon öfters in meiner
    alten Wohnung Probleme mit den Unitymedia Anschluss hatte, werde ich von meinen Eltern
    (Nachbarhaus) per Leerohr eine VDSL Leitung beziehen. Diese wird die Hauptleitung.
    Ans Dach kommt eine Sat Schüssel, da in den Receivern ein Dual Tuner eingebaut ist Kabel
    und Sat TV und ich gerne in Genuss von den Kino und Extra Kanälen von Unitymedia kommen möchte.
    Zur Verteilung von Musik/Serien und Filmen habe ich einen Windows Server.
    Der HDMI Switch soll von Windows Server ins Wohnzimmer für den TV eingesetzt werden + Gast.



    Zum Aufbau

    Natürlich habe ich nicht direkt mit diesen Thread angefangen ohne die SuFu Funktion zu benutzen
    und habe mich ein bisschen eingelesen.

    Ich habe mir das so vorgestellt das ich mir einen größeren Serverschrank kaufen werde und dort
    alles einbauen wollte. Jedoch habe ich bei mehreren gelesen das man Netzwerk und TV trennen sollte.

    Im Anhang findet ihr den Grundriss EG und OG.


    In den TV Dosen soll jeweils Sat und KabelTV eingebunden werden. Hier habe ich gelesen das es
    bestimmte Mutliswitche gibt die über Terrestik den Kabel Anschluss einführen können. In meiner
    jetzigen Wohnung habe ich auch 3play von Unitymedia. Im Keller ist von dem Hauptkiste wo das
    Unity Kabel drin ist eine Verbindung zum Verstärker dieser ist dann noch weiter verbunden wie
    an ein BK-Verteiler für die einzelnen Räume. Jetzt verstehe ich nicht wie ich über ein einziges Kabel
    an den Multiswitch alle Receiver bedienen kann. Sprich wenn mehr als 2 Leute schauen trozdem
    verschiedene Programme anschaubar sind? Bei Sat ist mir das Klar.




    - Multischalter für SAT und Kabel TV
    - Cat6a Einzel/Doppeldosen ( möglicherweiße Kaiser? )
    - Netzwerkkabel CAT6a / 7 ? Nur welche Dosen bei 7.
    oder lohnen sich Multimediadosen?


    [​IMG]
     
  2. King W.

    King W. Senior Member

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    Technisches Equipment:
    CAS 90
    Giga-Switch 11/20
    IRCI 5400
    AW: Fertige Einfamilienhaus Netzwerk/SAT/Kabel/Telefon Planung

    Das gesamte Thema ist ja reichlich komplex. ich möchte mich an dieser Stelle auf den SAT-Empfang beschränken (damit kenne ich mich aus). :)

    Zunächst brauchst du eine SAT-Schüssel. Meine Empfehlung wäre die Gibertini SE, eine qualitativ hochwertige, leistungsstarke und dabei bezahlbare Antenne. Auch noch zu bekommen: eine Triax TDE, siehe hier:
    0,88m, Triax, Alu, ziegelrot, TDE-88 | Antennen:Sat | TV-Antennen | Seh1
    Diese Antennen werden leider nicht mehr gebaut, SEH hat die Restposten aufgekauft und es sind noch wenige Exemplare in ziegelrot verfügbar. Wenn dich die Farbe nicht stört, bekommst du eine Super-Antenne, absolut auf Augenhöhe mit der Kathrein CAS 90. Für die Leser dieses Forums bietet SEH die Antenne so lange der Vorrat reicht für 139€ an. Wenn du sie haben möchtest, bitte telefonisch bestellen und auf das Forum Bezug nehmen. Bei Bestellung über den Shop wird der dort ausgewiesene Betrag fällig. Das Bild vom Shop ist übrigens leicht fehlerhaft, der Feedarm ist im Original ebenfalls rot.

    Dazu einen passenden Multifeedhalter und zwei Alps Quattro LNB's. Von den LNB's aus geht es mit 8 Kabeln in den Technikraum. Dort übernimmt ein Jultec JRM0916 die Verteilung.

    Von dort, wo der Schalter hinkommt, ist zu jeder Antennensteckdose ein separates Kabel zu ziehen. Abgeschlossen wird das Ganze mit einer guten Stichleitungsdose, z.B. Axing SSD 5-00 (Einzeldose) bzw. SSD 5-07 (Twin-Dose). Andere Markenfabrikate funktionieren auch, achte aber bitte unbedingt auf das Klasse A Zeichen, weil nur diese Dosen ausreichend störfest sind. Du bekommst nur den Doseneinsatz, weil die Dosen dazu bestimmt sind, in die Schalterserien der bekannten Hersteller integriert zu werden. Du benötigst nur noch eine passende Abdeckplatte.

    Wenn man mal von Details absieht (Befestigung der Antenne, Blitzschutz, Potentialausgleich) wäre die SAT-Anlage damit schon betriebsbereit.

    Zum Einspeisen des Kabelsignals besitzt der Multischalter einen weiteren Anschluß (daher auch die Bezeichnung JRM0916). Dort kann das Kabelsignal eingespeist werden, die Frage ist aber, warum? Alle im Kabel vorhandenen Programme gibt es auch über Satellit, meistens sogar in viel besserer Qualität. Du würdest die Kabelprogramme, wenn sie fehlten, kaum vermissen.

    Da das Kabelsignal auf bis zu 16 Abnahmestellen verteilt wird, der JRM0916 aber keinen eingebauten terrestrischen Verstärker hat, tritt notwendigerweise eine Verteildampfung auf, die vor dem Einspeisen in den Multischalter durch Verstärken ausgeglichen werden muß. Hierzu ist ein Hausanschlußverstärker nötig, der von Unitymedia geliefert und eingemessen wird. Die Antennensteckdosen trennen das Kabel- und SAT-Signal dann wieder.

    Der Teufel steckt aber im Detail: Erdung und Potentialausgleich sind bei einer reinen SAT-Anlage deutlich einfacher zu bewerkstelligen, als bei einer Hybridanlage aus SAT- und Kabelfernsehen. Da gibt es viele, auch sich teilweise widersprechende Vorschriften, die alle eingehalten werden wollen. Vielleicht wird sich Dipol noch dazu äußern, er dürfte hier der einzige sein, der noch den vollen Durchblick hat.

    Es ist genau umgekehrt:
    Bei Kabel sind alle Programme über eine Leitung zu empfangen und die Leitung kann auch eine Reihenschaltung bilden, d.h. sie fängt irgendwo an und läuft dann von Steckdose zu Steckdose. Bei SAT geht das nicht, weil die Leitungen in beide Richtungen funktionieren müssen. Der Receiver muß ja den Satelliten vom Multischalter anfordern, den er empfangen will, und zusätzlich das Empfangsband. Wären nun zwei Receiver an einer Leitung angeschlossen, so können sich die Anforderungen der Receiver widersprechen und es würde nicht funktionieren. Einzige Möglichkeit, doch mehr als einen Receiver pro Leitung zu betreiben, wäre Unicable. Das aber sollte bei einer Neuinstallation nicht gemacht werden. Bei normalem Kabelfernsehen haben die angeschlossenen Geräte nichts zu wählen, jedes Gerät bekommt den Einheitsbrei, den der Kabelanbieter liefert und können sich lediglich das benötigte Programm daraus auswählen.

    So ist es. SAT und Kabel miteinander zu verschalten ist schon schwierig genug, bitte nicht auch noch Internet und Telefon. Solange noch nichts gebaut ist, hast du ja noch alle Freiheiten, die Systeme voneinander getrennt zu halten. Das vereinfacht nicht nur die Installation und erhöht die Betriebssicherheit, sondern erleichtert auch die Fehlersuche, wenn mal was nicht so funktioniert, wie es soll.

    Nimm doch eine Nummer kleiner und für die Antennengeschichte etwas Separates. Den Multischalter gibt es nämlich neuerdings von SEH auch fertig in einem Stahlschrank als "EFH-Jultec-Switch-Safe". Auf der Internetseite des Anbieters ist vorerst nur der Switch-Safe mit dem JRM0508 abgebildet, es können aber auch Schränke mit jedem anderen Jultec-Schalter geliefert werden. Näheres unter 02323/61887. Der Schrank ist abschließbar und schützt den Schalter sowohl vor mechanischer Beschädigung wie auch vor unerwünschtem Zugriff. Der Schrank ist direkt anschlußfertig, notwendige Erdungswinkel und alle nötigen Kabelverbindungen sind bereits eingebaut. Eine ausführliche Anleitung wird mitgeliefert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. September 2013
  3. copa

    copa Junior Member

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    AW: Fertige Einfamilienhaus Netzwerk/SAT/Kabel/Telefon Planung

    Hallo King W,

    danke für die fixe antwort.

    sorry das ich vergessen habe das eine sat schüssel schon vorhanden ist.
    Sat Antenne Gibertini "SE-Profi-Serie" 85cm ALU - weiss
    diese hatte ich noch in meiner alten wohnung ! diese würde ich weiter benutzen wenn du mir keine guten grund nennen würdest wenn diese mist ist^^


    bei dem lnb habe ich mal nachgeschaut die sind echt top
    der multischalter hersteller sagt mir jetzt grade nichts weil ich immer nur
    spaun geräte hatte.. hast du erfahrung mit diesem hersteller besser noch mit dem vorgeschlagenen gerät?

    du fragst dich warum ich gerne beides hätte? naja sagen wir so hab für sat und unitymedia sky verträge und kann halt über unitymedia noch ein bissl mehr schauen was bei sat nicht kommt - zb kino kanäle auto motor sport hd und so weiter..^^ deswegen brauche ich unbedingt noch kabel mit dran.

    zu dem verstärker für den multiswitch weiß ich genau was du meinst.. zZ habe ich von unitymedia so einen verstärker im keller. dieser ist so eingestellt für kabel empfang und internet. d.h von dem verstärker einfach nur das eine kabel rüber zum multischalter..?

    zur erdung wäre es echt top wenn ich da noch feedbacks bekommen könnte für beide anlagen da habe ich echt keine ahnung.

    um das nochmal zu hinterfragen.. also so wie ich das nun verstehe ist mit der reihenschaltung bei kabel so gemeint..
    raum 1 schaut sky kabel
    raum 2 kann dann einfach rtl kabel schauen und raum 3 schaut halt nen kino kanal? das bei sat jeder teilnehmer nen extra kabel brauch ist mir bekannt.. nur bei kabel wusste ich das nicht so genau.

    thema serverschrank.. werde ich wohl ein bisschen schauen was für eine lösung am besten ist. aber habe mir es auch gedacht das ich lieber sat/kabel und internet/telefon/netzwerk trennen werde.
     
  4. HansEberhardt

    HansEberhardt Gold Member

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    AW: Fertige Einfamilienhaus Netzwerk/SAT/Kabel/Telefon Planung

    Deine "alte" 85SE kannst Du natürlich weiter verwenden, da spricht absolut garnichts dagegen.
    Der Chef von Jultec ein früherer Entwicklungschef von Spaun. Die Jultec-Multischalter sind die absolute Referenzklasse bei den Multischaltern. In der Qualitätsklasse findet man fast nichts anderes mehr, da die meisten anderen Hersteller zu kostenoptimierten Produkten umgestiegen sind, da ja leider der Geiz geil ist.

    Bei Kabel ist alles im Frequenzbereich bis 1000MHz, da kannst Du theoretisch 100 TVs an einer Leitung haben (praktisch geht das dann wegen Pegelproblemen nicht mehr!) und jeder kann ein anderes Programm schauen, wenn so viele eingespeist werden. Bei Kabel hast Du eben (Anzahl der Satelliten) x 4 Bänder, die jeweils auf 1000-2150 MHz umgesetzt werden, also muß der Multischalter eines dieser nx4 auf die Empfängerleitung schalten.

    Zur Erdung/Potentialausgleich:
    Für Telefon und Netzwerkverkabelung wird normalerweise über eine direkte Verbindung zur Haupterdungsschiene der Potentialausgleich gemacht.
    Bei Kabelanschluß auch.
    Bei Satanlagen auf dem Dach muß der Mast per 16mm²-Leitung (außen heruntergeführt!) zur HES geerdet werden, sofern die Schüssel sich nicht im geschützten Bereich einer Fangstange (Blitzschutz) befindet. Der Potentialausgleich geht hier vom Multischalter gemeinsam mit den Antennenleitungen zur Schüssel zurück und wird dort am Mast angeschlossen.
     
  5. copa

    copa Junior Member

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    AW: Fertige Einfamilienhaus Netzwerk/SAT/Kabel/Telefon Planung

    hallo hans

    top das du dich so gut auskennst.. dann bin ich schonmal beruhigt was die schüssel angeht.

    das mit kabel wusste ich schon aber wollte halt nochmal genau nachfragen gut gut

    wegen der erdung habe ich auch keine bedenken was im hwr raum zutun ist.
    nur oben am dach bzw mast wo die schüssel hinkommt.. das wird bei mir ungefähr so aussehen.. sprich werde dort erdungsband einfach mit in den hwr raum ziehen und dort wo halt der rest geerdet ist mit anschließen?

    [​IMG]


    ----------------------- neu

    was mir grade nur mal so durch den kopf geht.. wenn ich statt 2 satelitten nur einen ansteure.. welcher wäre dann von jultec besser? weil 400 euro sind schon heftig
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. September 2013
  6. raceroad

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    AW: Fertige Einfamilienhaus Netzwerk/SAT/Kabel/Telefon Planung

    Wie nutzt Du das Kino auf Abruf? Das geht mit dem HD-Rekorder von UM. Dem reicht dazu ein rückwegfähiger Kabelanschluss, weil der Rekorder ein eigenes Modem hat. Würde man ihn nur so betreiben können und nicht alternativ auch mit einem Internetzugang über Netzwerk (Habe selbst keinen Plan diesbezüglich.), müsste ohne getrennte Zuleitung auch Kabelinternet über die Sat-Empfangsanlage laufen (> u.a. Sat-Multimedia Kombi-Antennendosen nötig).

    Da hast Du Dich verschrieben: SSD 5-07 ist keine Twin-Stichdose, sondern eine Single-Enddose (primär für Unicable-Anwendungen). Eine Twindose von Axing wäre die SSD 7-00. Sowohl SSD 5-00 (in aktueller Ausführung) wie auch SSD 7-00 sind voll Kabel-TV-tauglich. Das gilt aber nicht für alle anderen Markenfabrikate, so z.B. nicht für die KATHREIN ESC 30 (Es fehlte wenigstens Sonderkanal S2, bei UM Hessen/NRW mit Kino belegt).


    So wie sich das liest, geht das nicht! Das "mit in den hwr" verlegen klingt so, als wolltest Du den Erdungsleiter zusammen mit den Antennenkabeln verlegen. Das ist nicht erlaubt, weil sicherheitstechnisch höchst problematisch. Trotz des großen Querschnitts des Erdungsleiters resultiert aus einem Blitzeinschlag an ihm ein ganz erheblicher Spannungsabfall. Der Erdungsleiter muss daher zu leitfähigen Gebäudeteilen und anderen Leitungsnetzen wie auch den Antennenkabeln einen mit zunehmender Entfernung von der Haupterdungsschiene immer größer werdenden Trennungsabstand einhalten und ist deshalb separat zu verlegen. Siehe zum Trennungsabstand z.B. Seite 12 der Info Kleise: Für Gebäude der Blitzschutzklassen III und IV beträgt der Trennungsabstand über feste Stoffe pro Meter Entfernung von der HES 8 cm.

    Fällt was auf? Diesen Trennungsabstand u.a. auch zu den Antennenkabeln kann man zwar auf dem Weg zur Antenne einhalten, aber nicht an der Antenne selbst. Da der Abstand dort nicht eingehalten werden kann, sind zur Vermeidung eines Gleitüberschlags an direkt geerdeten Antennen die Schirme der Antennenkabel über einen mastnahen ersten Potenzialausgleich auf das Potenzial des Antennenträgers zu bringen. Nur: Damit mag man der Brandgefahr an der Antenne entgegenwirken können, aber spätestens der geforderte mastnahe PA macht klar, dass an direkt geerdeten Antennen unweigerlich im Fall eines Blitzeinschlags ein Teil des Blitzstroms über die Antennenkabel und ohne weitere Schutzmaßnahmen über die Endgeräte abfließen würde.

    Daher ist die Direkterdung einer Antenne zwar weiterhin erlaubt, aber technisch überholt. Teilblitzströme lassen sich nur durch die Montage der Antenne im Schutzbereich – sei es der des Gebäudes selbst oder der durch eine Fangeinrichtung geschaffene – vermeiden (siehe z.B. Bild 7 Info Dehn). Du planst eine recht umfangreiche Installation und möchtest reichlich Technik einsetzen. Umso mehr wäre es anzuraten, die auf dem Dach montierte Antenne nicht direkt zu erden, sondern von einem Fachbetrieb eine Fangeinrichtung installieren zu lassen.

    Das vermeidet auch den angesprochenen Konflikt:
    Es widersprechen sich – auch HansEberhardt hat in #4 darauf hingewiesen – die Bestimmungen zum Potenzialausgleich: Die Satanlage wird an direkt geerdeten Anlagen schleifenfrei ausschließlich über eine Verbindung zum geerdeten Mast hergestellt (> Parallel mit den Antennenkabel ist ein Potenzialausgleichsleiter von mind. Cu 4 mm² bzw. komplett geschützt mind. 2,5 mm² zu verlegen.), und zwar auch dann, wenn der Weg vom Multischalter im HWR zum Mast viel weiter als direkt zur HES ist. Denn eine direkte Verbindung zur HES darf es nicht geben. Der PA der BK-Anlage muss über eine Verbindung an die HES hergestellt werden, so dass über eine direkte Signalverbindung Kabel-TV > Sat auch die Satanlage direkt mit der HES verbunden wäre, was aber unzulässig ist. Ausweg könnte ein doppeltes galvanisches Trennglied zwischen dem Ausgang des BK-Verstärkers und dem Eingang des (Sat-)Multischalters sein.

    Würde die Antenne nicht direkt geerdet, sondern in den Schutzraum einer Fangeinrichtung gestellt werden, gäbe es diesen Konflikt nicht. Denn man könnte zur Verbindung des Mastes mit der HES parallel mit den Antennekabeln einen PA-Leiter vom Mast zum Potenzialausgleich beim Multischalter verlegten und bis zur HES durchverbinden, ohne dass hierdurch eine Schleife entstünde. Denn der Erdungsleiter ist nur mit der Fangeinrichtung verbunden, aber natürlich nicht mit dem Mast (Anderenfalls machte die Fangeinrichtung keinen Sinn.)

    Pendant des JRM0916T für nur eine Satellitenposition wäre der JRM0516T.

    Aber die Frage scheint mir nicht richtig gestellt zu sein. Aufwändig wird die ganz Sache so oder so. Für mich wäre die Frage, ob das Programmangebot des geplanten zweiten Satelliten Hotbird von Interesse ist oder nicht. Für mich wäre es das mit Programmen überwiegend in Italienisch, Polnisch und Arabisch (> 13°-Liste KingOfSat) nicht. Wären Dir die Programme hingegen wichtig, solltest Du mMn mit Hotbird planen, denn eine Nachrüstung käme teurer.

    Da Englisch die am weitesten verbreitete Fremdsprache sein dürfte: Wie wäre es mit den Programmen auf 28,2°? Leider sind die aber nur im Westen Deutschlands ähnlich leicht wie 13° zu empfangen.
     
  7. copa

    copa Junior Member

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    AW: Fertige Einfamilienhaus Netzwerk/SAT/Kabel/Telefon Planung


    sagen wir einfach ich bekomme freischaltungen über eine karte die im haus alle receiver versorgt. den kabelanschluss in den räumen soll ausschließlich nur für kabel tv fernsehen zur verfügung stehen nicht für telefon internet oder so.


    und wegen der 2ten sat position da habe ich mir verschrieben sollte natürlich 28 astra sein.. für sky uk ! das wäre mir halt wichtig wegen fussball
     
  8. raceroad

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    AW: Fertige Einfamilienhaus Netzwerk/SAT/Kabel/Telefon Planung

    Die Programme von 28° schaue ich zwar nicht sehr oft (aktuell ein wenig Tour of Britain bei ITV 4), missen möchte ich sie aber nicht mehr. In welcher Ecke von Deutschland wohnst Du denn?
     
  9. copa

    copa Junior Member

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    AW: Fertige Einfamilienhaus Netzwerk/SAT/Kabel/Telefon Planung

    wohne in hessen nähe wiesbaden
     
  10. raceroad

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    AW: Fertige Einfamilienhaus Netzwerk/SAT/Kabel/Telefon Planung

    19,2° + 28,2° liegen weiter auseinander als 19,2° + 13°. Außerdem ist das Signal der neuen Satelliten der Position 28,2° schwächer als das von 13°.

    Zum Glück hat sich die Empfangssituation von 28,2° in den letzten Wochen verbessert. Wenn die Vermutung zutreffen sollte, dass die zwischenzeitliche weitere Verschlechterung im Frühjahr / Sommer mit der Militäraktion in Mali in Zusammenhang steht (> Astra 2F-Thread) und es längerfristig ähnliche Verhältnisse geben wird wie aktuell, wirst Du auch 28,2° noch mit Reserven empfangen können. In der Gegend von Wiesbaden wird 28,2° minimal einfacher als bei mir (Nähe Gießen) zu empfangen sein. Ich nutze separate Antennen, für 28,2° aber nur eine ~75er. In den letzten Tagen hatte ich auch während der abendlichen Schwächephase von Astra 2F Empfangswerte, bei denen vermutlich zumindest mittelschwerer Regen noch nicht zu einem Ausfall geführt hätte.

    Dass die 85er Antenne mit Schielempfang 19,2° / 28,2° nicht gleich hohe Reserven wie in einer Konfiguration nur für 19,2° bieten kann, sollte aber klar sein. Einen Kompromiss wirst Du eingehen müssen. Ich würde beide LNBs gleich stark schielen lassen, um für 19,2° nicht zu viel zu verlieren.
     

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