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Expertenfrage: Warum H/V und 22khz usw?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von BlackWolf, 20. Dezember 2004.

  1. BlackWolf

    BlackWolf Wasserfall

    Registriert seit:
    19. September 2003
    Beiträge:
    8.158
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    So, ich hab da mal ne Frage (will das in meiner Webpage einbauen) bzgl. der Technik, auch wenn ich mir nachher wohl sag "au, da hättest auch selbst drauf kommen können".

    Also: Warum funktioniert eigentlich eine Sat-Anlage so kompliziert, dass das LNB/Mulitschalter permanent in bidirektionalem Kontakt zum Receiver stehen muss. Also, dass der Receiver jedesmal dem LNB sagen muss "schalte ins Highband" bzw. "ändere die Polarisation".
    Wieso kann eine Sat-Antenne nicht genauso wie eine terrestrische Antenne funktionieren, die einfach die empfangenen Signale in ein Kabel einspeist (bzw. beim Sat halt zusätzlich die Frequenz senkt) und sich jeder Receiver von dem Signal einfach nimmt, was er braucht. Somit könnte man ja problemlos wie beim Kabel- oder Antennen-TV Geräte hintereinanderschalten. Mit H/V Polarisation kann man mehr Sender auf ähnlichen Frequenzen unterbringen, aber selbst das braucht man ja beim Kabelfernsehen nicht, obwohl dort ja fast die gleiche Menge an Sendern auf geringer Bandbreite übertragen werden kann.

    Hat sich das einfach so "geschichtlich" eingebürgert oder welcher Sinn steckt dahinter, dass bei Sat die Frequenzen in Hi und Lo unterteilt werden müssen und manuell polarisiert werden muss, während das bei der Terrestrik faktisch gleichzeitig geschehen kann (eine Antenne horizontal und die andere vertikal drehen).
     
  2. lobo999

    lobo999 Neuling

    Registriert seit:
    29. Dezember 2003
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    Deutschland
    AW: Expertenfrage: Warum H/V und 22khz usw?

    Ist das ernst gemeint ?? ;-) Einfach gesagt Terrestrik ist AM (Amplitudenmodulation) mit Transpanderbandbreite 6-8 Mhz, Sat ist FM (Frequenzmodulation) mit Tansponder 26-34? Mhz für den gleichen "Informationsgehalt". AM braucht viel zuviel Leistung um über Sat abgestrahlt zu werden. Die Information ist hier in der "Änderung der Sendeleistung" codiert. FM sendet mit voller Leistung und bringt die Information in "unterscheidlichen Frequenzen" (also höherer Bandbreite) unter"

    Deshalb Polarisierung, Hi/Low...
    Bidirektionaler Kontakt hat nichts damit zu tun. Es ist einfach nur praktisch noch eine weitere Schaltmöglichkeit (z.B. Astra/Eutelsat) zu haben.
     
  3. Commander Keen

    Commander Keen Gold Member

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    AW: Expertenfrage: Warum H/V und 22khz usw?

    Das ausgerechnet von dir "Blackwolf" so eine "triviale" Frage kommt...
    Nun ja, warum hat man 4 Ebenen?
    Es hat sich eigentlich geschichtlich so entwickelt, wie's jetzt ist...
    Zunächst mal gab's lange Zeit gar keine H/V Umschaltung mit 17/18V (das wurde erst mit den Marconi-LNBs "modern"), die Ebenen H und V wurden entweder beide zum Receiver geführt (das LNB bestand eigentlich aus 2 getrennten LNCs, die auf ein Feed mit mech. Polarisationsentkopplung geflanscht waren, oder 2. Fall, das "LNB" hatte einen mech. oder magn. Polarizer und nur ein LNC..
    Warum's horizontal und vertikal (entsprechend LZ oder RZ) gibt, dürfte ja wegen der Verdopplung der prakt. nutzbaren Bandbreite auf der Hand liegen...

    Es wäre durchaus auch möglich gewesen, nun alles vom LNB in einem Rutsch ohne Polarisationsumschaltung zu übertragen, (was durch die analoge Einkabellösung praktiziert wurde), doch man wollte auf keinen Fall mit der ZF unter 950MHz (UHF Band, die Störungen beim Empfang würden dann wie beim DECT Problem massig zunehmen)...
    Nach oben konnte man wegen der Kabeldämpfung auch nicht ewig, somit entschied man sich für eine manuelle Polarisationsumschaltung.

    Zum High-Band:
    Auch dieses war schon sehr früh mit den DSF Kopernikus-Satelliten erschlossen, wurde aber bei Astra aufgrund der Einfachheit des Empfanges und, weil es nicht notwendig war, erst recht spät erschlossen...
     
  4. jsffm

    jsffm Senior Member

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    AW: Expertenfrage: Warum H/V und 22khz usw?

    Bist Du Dir da sicher?
    Meines Wissens ist LW, MW und KW AM, UKW, VHF und UHF FM.

    MfG

    Jürgen
     
  5. vinyl

    vinyl Gold Member

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    AW: Expertenfrage: Warum H/V und 22khz usw?

    @jsffm: lobo999 meinte nur den terrestrischen analogen TV-Empfang. Selbst bei DVB-T siehts ja auch schon wieder anders aus ;)

    Bei DVB-s ist es ja auch was kein FM, sondern QPSK. Es ging bei lobo999 also wirklich nur um analoges TV.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Dezember 2004
  6. sderrick

    sderrick Board Ikone

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    AW: Expertenfrage: Warum H/V und 22khz usw?

    ..ist das ein ernstgemeinter beitrag? :rolleyes:
     
  7. lobo999

    lobo999 Neuling

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    Deutschland
    AW: Expertenfrage: Warum H/V und 22khz usw?

    @vinyl: Exakt.
    Ich habs nochmal nachgeschaut, damit ich es richtig schreibe: Digital über Satellit: quadrature phase shift keying (QPSK); Digital im Kabel: quadrature amplitude modulation (QAM).
    Das Problem ist: Mit welchem Modulationsverfahren bekomme ich mein Signal mit bestmöglicher Leistung vom Satelliten abgestrahlt. Ich habe "nur ca. 100 Watt" Sendeleistung am Satelliten. Da kann ich mit AM "einpacken" ;-).
     
  8. lobo999

    lobo999 Neuling

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    7
    Ort:
    Deutschland
    AW: Expertenfrage: Warum H/V und 22khz usw?

    Zitat:
    Bist Du Dir da sicher?
    Meines Wissens ist LW, MW und KW AM, UKW, VHF und UHF FM.

    MfG

    Jürgen


    @jsffm
    LW, MW und KW ist AM
    UKW ist FM
    TV analog terrestrisch ist eine Mischung aus AM und FM um Platz zu sparen und weil AM eben früher verfügbar war. Das SW-Bildsignal ist "Einseitenband AM". Die Farbe und der Ton sind in 2 weiteren FM-Tägern versteckt. Für das Farbsignal werden Teile des Bildsignals entfernt und dort der Farbträger untergebracht.
     
  9. BlackWolf

    BlackWolf Wasserfall

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    Beiträge:
    8.158
    AW: Expertenfrage: Warum H/V und 22khz usw?

    Die Frage war durchaus ernst gemeint und mich interessieren die genauen technischen Hintergründe. Und ich finde das alles andere als trivial, wir lernen gerade in der Uni Informationsübertragung durch elektr. Felder und Wellen.

    Ich meine es kann doch nicht so schwer sein in ein Kabel von 950 bis 2250MHz die etwa 70-80 Sat-Transponder durch geschickte Modulation und Frequenzkonvertierung reinzupacken. Beim Kabelfernsehen hat man ja eine viel geringere Bandbreite, dennoch sind bis zu 500 Sender digital möglich (haha, nicht bei Kabel Deutschland :D ). Dass vom Satellit aus mit H und V geschaltet werden muss ist klar, man hat dadurch doppelt so viel Platz. Daran müsste sich ja auch nichts ändern.

    Nur, warum konvertiert das LNB nicht einfach die Signale dann ähnlich einer kleinen Kabelkopfstation auf eine Frequenz von 950-2400 MHz in viel kleinere Intervalle. In einem Kabel braucht man ja nicht so ein großen Frequenzabstand. Und bei gut geschirmten Kabeln sollte doch auch der UHF-Bereich nutzbar sein.

    Zumindest die 22KHz-Highbandumschaltung ergibt für mich kein Sinn, wieso können nicht Universal LNB's alles von 10700-12750MHz empfangen und die LOF abziehen? Wieso muss das getrennt werden? Dadurch verkompliziert man doch die ganze Verschaltung enorm.

    Irgendwie finde ich das ganze nicht wirklich durchdacht, wenn man dies mal verbessern würde, könnte man doch auf die ganzen Probleme des Sat-Fernsehens, die besonders in Mehrfamilienhäusern in erster Linie durch die aufwendige Stern-Verkabelung und teure Multischalter entstehen, lösen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Dezember 2004
  10. vinyl

    vinyl Gold Member

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    Pforzheim / BW
    AW: Expertenfrage: Warum H/V und 22khz usw?

    Wenn das LNB sämtliche Signale von QPSK in QAM modulieren soll (gerade dadurch passt ja mehr auf einen Kabelkanal), dann kannst du aber die Kosten für einen LNB mal mindestens verhundertfachen.
     

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