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Ex-"Stern"-Chefredakteur rechnet mit Medien ab

Dieses Thema im Forum "DF-Newsfeed" wurde erstellt von DF-Newsteam, 31. August 2009.

  1. DF-Newsteam

    DF-Newsteam Lexikon

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    München - Michael Jürgs, ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift "Stern", kritisiert in seinem Buch "Seichtgebiete - Warum wir hemmungs- los verblöden", Privatfernsehsender und deren "Blödmacher" wie Bohlen & Co.

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  2. hopper

    hopper Lexikon

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    AW: Ex-"Stern"-Chefredakteur rechnet mit Medien ab

    Ich bezeichne die Deutsche Gesellschaft ja auch als völlig verblödet und von Gier verfressen. Aber das ist ja auch politisch und wirtschaftlich so gewünscht. Die größte Gefahr ist immer noch, dass jemand vor dem Kauf das Hirn einschalten oder alle 4 Jahre bei der Wahl.
     
  3. arte-neu

    arte-neu Talk-König

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    AW: Ex-"Stern"-Chefredakteur rechnet mit Medien ab

    Wie unauffällig und seriös doch seine Aussagen sind. Ein ganzer Artikel darüber, wie schlecht das Privat-Fenshen ist und immer nur das Privatfernsehen und nur das Privatfernsehen.

    Wer den gesunden Menschenverstand nicht ausgeschaltet hat, der kann demnach den Umkehrschluß seiner Aussage ziehen: Abschaffen des Privatfernsehen und die Bildungskrise in Deutschland ist vorbei und unsere Kinder werden wieder zu einem Volk von Dichter und Denker und Erfinder.

    Wie polemisch und absolut sinnbefreit sind seine Aussagen.

    Für die Politik gibt es denn eine gute Nachricht derweilen. Investitionen in Bildung lohnt nicht, ist gar nicht erforderlich. Schafft einfach das Privatfernsehen ab. Der Bildungsnotstand ist damit beendet und es kostet der Politik nicht mal etwas.

    Wenn das nicht geradezu genial ist!
     
  4. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: Ex-"Stern"-Chefredakteur rechnet mit Medien ab

    Genau das würde jemand, der den gesunden Menschenverstand nicht ausgeschaltet hat, eben nicht tun.

    Aber das Ziehen von falschen Umkehrschlüssen geht mit der allgemeinen Verblödung einher. :rolleyes:
     
  5. arte-neu

    arte-neu Talk-König

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    AW: Ex-"Stern"-Chefredakteur rechnet mit Medien ab

    Warum falscher Umkehrschluß. Wenn das Privatfernsehen als Hauptursache für die Verblödung ausgemacht wird, muss der Umkehrschluß nicht lauten, ohne Privatfernsehen keine wesentliche Verblödung, da die Grundlage dieser Verblödung fehlt.

    Wenn man dann mit gesundem Menschenverstand sieht, dass dieser Umkehrschluß wohl kaum die Realität wiedergibt, dann stellt man fest, dass die eigentliche Aussage über das Privatfernsehen im gleichen Maße unstimmig ist.

    Es scheint doch wohl richtiger zu sein, dass nicht das Privatfernsehen Ursache für die Verblödung ist, sondern schlicht weg die fehlende Medienkompetenz der Bürger. Das mag in frühen Jahren sogar ein Erziehungsproblem der Eltern sein. Das fängt damit an, wenn Eltern ihre Kinder vor dem Fernseher "parken".

    Schon grotesk wird es, wenn Jürgs die Hitliste der Bestseller in der Literatur angreift "Feuchtgebiete" um Promotion für seine "Seichtgebiete" zu machen. Bestätigt er im Nachhinein seine eigene These, wenn sein Buch auf Platz 1 landet oder würde es doch eher seinen grundlegenden Irrtum untermauern?

    Wie dem auch sei, hier poltern jemand auf ziemlich polemische Weise auf das Privatfernsehen (ohne überhaupt das Fernsehen in seiner Ganzheit zu betrachten - zumindest in diesem Artikel) und mißbraucht es um ganz profan Werbung für sein Buch zu machen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. September 2009
  6. SvenC

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    AW: Ex-"Stern"-Chefredakteur rechnet mit Medien ab

    Wie war das doch noch gleich mit den Hitler-Tagebüchern, lieber @stern? :D
    Fritze Hitler.... rofl
     
  7. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: Ex-"Stern"-Chefredakteur rechnet mit Medien ab

    Wer oder was sagt dir mit solcher Sicherheit, dass sich die Medienlandschaft auch ohne Privatfernsehen im gleichen Maße entwickelt hätte?
    Ja, und? Welchen Schaden würden Kinder medieninkompetenter Eltern nehmen, wenn es keine "verdummenden" Medieninhalte gäbe?

    Mein "gesunder Menschenverstand" sagt nämlich, dass man die Menschen nicht ändern kann. Wir müssen akzeptieren, dass es nun einmal Eltern gibt, die nicht in der Lage sind, sich 24h um ihre Kinder zu kümmern. Sei es aus wirtschaftlichen Zwängen, schlichter Faulheit oder weil sie dumm wie Brot sind.

    Ich kann mich an meine Kindheit erinnern: Wenn ich krank war, dann durfte ich auch vormittags fernsehen. Weil damals nix anderes lief, hab ich mir dann halt den Telekolleg oder entsprechende Sendungen angeschaut. Ich hatte gar keine Möglichkeit, mich durch das Fernsehen verblöden zu lassen.

    Gag
     
  8. arte-neu

    arte-neu Talk-König

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    AW: Ex-"Stern"-Chefredakteur rechnet mit Medien ab

    Das ist nicht die Frage. Jürgs hat, wie ich finde ziemlich plakativ, ausgesagt, dass Grundlage für die Verblödung das Privatfernsehen sei.
    Ohne Privatfernsehen würde die Medienlandschaft mit Sicherheit anders aussehen (schon eine logische Konsequenz), aber ob der Grad der Verblödung auch ein anderer wäre, das wage ich zu bezweifeln, noch mehr die Kausalität zwischen Verblödung und Privatfernsehen.

    Gar keinen Schaden, zumindest nicht aufgrund eines ungezügelten Medienkonsums, vorausgesetzt die Eltern erweisen sich als medienkompetent. Das allerdings kann wohl kaum als Beweis oder zumindest Indiz für die Richtigkeit der These von Jürgs dienen.

    Dein Beispiel zeigt aber deutlich auf, dass die Erziehungskompetenz der Eltern einen erheblichen Einfluß auf den Grad der "Verblödung" ihrer Kinder hat.

    Andersherum gibt es aber keinen Beweis, dass Du in diesem Beispiel heute erheblich verblödeter wärst, hättest Du seinerzeit überwiegend Privatfernsehen konsumiert, wenn verfügbar.
     
  9. Gag Halfrunt

    Gag Halfrunt Lexikon

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    AW: Ex-"Stern"-Chefredakteur rechnet mit Medien ab

    Wir sind uns doch einig darüber, dass heutzutage Kinder von medieninkompetenter Eltern stärker verblöden, als diejenigen kompetenter Eltern, oder?

    Nun die Frage: Was hat sich in den letzten 25 Jahren geändert: Die Medienlandschaft oder die Kompetenz der Eltern?
     
  10. Spoonman

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    AW: Ex-"Stern"-Chefredakteur rechnet mit Medien ab

    Beides. ;) Denn die aktuelle Elterngeneration ist ja die erste, die schon mit dem Privatfernsehen aufgewachsen ist. Die haben RTL als Leitmedium verinnerlicht und halten das, was dort gesendet wird, für gesellschaftlich relevant oder sogar für richtig und wünschenswert. Und jetzt, wo ihre eigenen Kinder durch den ganzen Medienmüll gestört sind, suchen sie natürlich Rat bei... der Super-Nanny von RTL. So kann sich die Abwärts-Spirale munter weiter drehen. ;)

    Disclaimer: Ich kenne das Buch von Herrn Jürgs nicht, und es ist sicher auch zu einfach, wenn man alles auf die Medien schiebt. Aber dass das Privatfernsehen einen wesentlichen Anteil an Verblödung, Bildungsmisere und der immer oberflächlicher werdenden Gesellschaft hat, steht für mich außer Frage.

    Irgendwer hat mal gesagt: Früher haben schlaue Leute Fernsehen für schlaue Leute gemacht [Anm. von mir: Die weniger Schlauen haben mitgeguckt und wurden dadurch schlauer]. Dann machten schlaue Leute Fernsehen für dumme Leute. Heute machen dumme Leute Fernsehen für dumme Leute.
     

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