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Es geht auch anders

Dieses Thema im Forum "Politik" wurde erstellt von greysky, 5. September 2012.

  1. greysky

    greysky Guest

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    Noch nicht gesehen, aber der Text liest sich sehr gut. Scheinbar geht es auch anders, um aus der jetzigen Krise wieder rauszukommen. Natürlich ändert das nichts am Fundament, dem Kapitalisums und seinen Auswüchsen, aber zumindest lässt es den Menschen mehr Luft zum Atmen. Wie war das noch gleich: Es gibt keine Alternative. Nun ja, scheinbar gibt es sie doch.

    DasErste.de - Plusminus - Vorbild Island (22.08.2012)
     
  2. Nelli22.08

    Nelli22.08 Lexikon

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    AW: Es geht auch anders

    Tolles Beispiel.
    Und Island denkt gar nicht dran, den betrogenen Sparern aus dem Ausland ihr Geld zu ersetzen.
    Die Ausländer die auf Island gesetzt haben haben Totalausfall.
    Alle Ausländischen Sparguthaben sind wech.
     
  3. _falk_

    _falk_ Platin Member

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    AW: Es geht auch anders

    Ein Argument mehr, die Krisenländer aus dem Euro zu treiben?

    Ansonsten ist Island kaum als Vorbild zu nehmen, denn eine schnelle wirtschaftliche Gesundung ist ohne eine abgewertete eigene Währung kaum möglich. Man hat ja schon bei der Währungsunion mit der DDR gesehen, dass sich Ostdeutschland mit der D-Mark wirtschaftlich schwerer getan hat, als z.B. Polen. Selbst über 20 Jahre danach hängt Ostdeutschland immer noch am finanziellen Tropf.
     
  4. Nelli22.08

    Nelli22.08 Lexikon

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    AW: Es geht auch anders

    Und das Saarland schon seit 1961.:winken:
     
  5. selassie

    selassie Platin Member

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    AW: Es geht auch anders

    Es gibt viele kreative Wege aus der Krise rauszukommen.

    Selbst in den Monopoly-Spielregeln finden sich Auswege aus der Krise:

    [​IMG]

    :D
     
  6. SliderXB

    SliderXB Junior Member

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    AW: Es geht auch anders

    Nun ja, man sollte vielleicht abwarten, wie die Isländer auf lange Sicht mit ihrem Modell fahren.

    Ausländische Sparer nicht zu entschädigen, kann man machen. Ich würde es noch nicht mal als wirklichen Betrug ansehen, denn die hohen Renditen, die isländische Banken geboten haben, kamen ja nicht von ungefähr.
    Da hätten sich Anleger denken können, daß das Risiko wohl auch größer sein muß.

    Der Preis den Island dafür zahlen dürfte, wird mangendes Vertrauen in das Land sein. Sie werden also in Zukunft auf sich allein gestellt sein.

    Allerdings bleibt nicht der isländische Staat seine Schulden schuldig, sondern isländische Banken - isländische Staats-Anleihen verkaufen sich aber auch nicht gut.

    Da die Wirtschaft Islands wenig industriell geprägt scheint, und sich die Vorfinanzierungskosten in Grenzen halten dürften, könnten sie sogar damit zurecht kommen.

    Könnte mir aber vorstellen, daß die Inflation der Preis sein wird, den der isländische Bürger zu tragen hat.
    Die ist dem Vernehmen nach in Island sei jeher sehr hoch.
    Wobei die jetzige Regierung bestrebt ist, sie bei 2,5% zu halten.
    (sie lag auch schon mal bei übr 50% :eek: - 1980 - und in 2008 bei auch noch satten 17%)


    Quelle der ganzen Aussagen: Wirtschaft Islands


    Ob man auch Andernorts so verfahren könnte?

    Island hat mit seiner überschaubaren Wirtschaft ganz andere (einfachere) Voraussetzungen, will man die Ressourcenverteilung - darum geht es in einer Volkswirtschaft, die Ressourcen, wie Kapital*, Material und Arbeitskraft dorthin zu verteilen, wo sie benötigt werden - zentral steuern.

    Das hat Island zwar nicht gemacht, aber offenbar hat man nur einen Teil des Bankenwesens verstaatlicht. Eine völlige Verstaatlichung käme der Planwirtschaft gleich. Selbst das könnte in Island sogar funktionieren.

    Daß jeder Betrieb planwirtschaftlich gesteuert ist, beweist, daß es funktionieren kann - bis zu einer gewissen Größe.

    Deshalb lassen sich isländische Erfahrungen nicht auf ein Land mit 80 Mio. Wirtschaftssubjekten übertragen.

    Was mir aber im Zuge der Krisen notwendig erscheint, (was eigentlich von Anfang an geregelt gehört hätte) ist ein Prozedere zu entwerfen, wie bei Staatsinsolvenzen vorgegangen werden soll.
    Bei jedem Unternehmen, daß Zahlungsunfähig wird, schauen am Ende Gläubiger in die Röhre. So unangenehm das auch ist.
    Im Falle von Staatspleiten läßt sich das auch nicht verhindern.


    Man muß "nur" schauen, daß die Volkswirtschaften der Gläubigerstaaten, durch eine Ressourcenklememme beim Kapital, nicht in Schwierigkeiten geraten - wie z.B. 2008.


    * Kapitalismus hat "Kapital" im Namen. Warum?
    Weil in einer industriellen Gesellschaft, die Ressource "Kapital" eine zentrale Rolle inne hat. Das kommt daher, weil es sauteuer ist, eine Fabrik zu errichten, die erst nach Fertigstellung "arbeiten" kann. Es existieren also bereits hohe Kosten, bevor man überhaupt mit dem Wirtschaften anfangen kann. Man muß notgedrungen "auf Pump" anfangen.
    Die Stärke des Kapitalismus ist, die Ressource "Kapital" "jederzeit"* zur Verfügung stellen zu können.


    * jederzeit =
    Kommt es beim "Kapital" zu Engpässen, kommt jede industriell geprägte Volkswirtschaft in Schwierigkeiten. Etwaige Enpässe wie in 2007/2008 und dessen Folgen, sind deshalb kein Argument gegen den Kapitalismus als solchen. So argumntieren nur Leute, die Grundsätzliches nicht verstanden haben (wie die Occupyisten). Diese Engpässe existieren ja in anderen Systemen (Planwirtschaft, Freiwirtschaft) noch viel mehr.

    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. September 2012
  7. greysky

    greysky Guest

    AW: Es geht auch anders

    Ach, es könnte alles so einfach sein, würden die Spieler sich an die Regeln halten. ;)
     
  8. greysky

    greysky Guest

    AW: Es geht auch anders

    Danke für Deinen Beitrag, wie immer lesenswert. :)

    Dennoch ein Einwand und ein Link. Die Steuern für die Reichen müssen rauf: Geld drucken schadet nicht - taz.de

    Ich denke nicht, dass die Druckerpressen nur im Kapitalismus laufen können. Wenn Geld gebraucht wird, kann man es schaffen. Ebenso kann es vernichtet werden, wenn es seine Aufgabe erfüllt hat. Einfach mal einfach denken - oder an das gute, alte Monopoly denken (siehe Bild oben) ;)
     
  9. selassie

    selassie Platin Member

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    AW: Es geht auch anders

    Das tun die doch jetzt. Die werfen die Druckerpressen an. Die Banker schaffen eben so viel Geld wie sie brauchen aus dem Nichts. Sie verwenden sozusagen gewöhnliches Papier, um soviel Geld zu beschaffen, wie sie benötigen.

    So stehts in den Monopoly-Spielregeln. Die Spielregeln des Marktes werden schon angewandt. Die der Vernunft leider nicht.
     
  10. greysky

    greysky Guest

    AW: Es geht auch anders

    Könnten meine Worte sein. (das Dicke da oben, der Rest aber im Prinzip auch) ;)
     

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