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Erklärung: Mantelstromfilter / Ferritkern

Dieses Thema im Forum "Analog-Ecke" wurde erstellt von mittelhessen, 2. März 2006.

  1. mittelhessen

    mittelhessen Board Ikone

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    Hiermit wollte ich mal fragen, wo eigentlich genau der UNTERSCHIED zwischen den o. g. "Filtern" liegt.

    Eine galvanische Trennung und somit die Vermeidung von Brummschleifen ist meines Wissens doch nur mit einem Mantelstromfilter (=Trennübertrager?!) möglich. Wieso werden dann so viele Antennenanschlusskabel mit Ferritkernen, insbesondere für 100 Hz-CRTs angeboten?
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. März 2006
  2. Oliver.M

    Oliver.M Senior Member

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    Rhein-Neckar
    AW: Erklärung: Mantelstromfilter / Ferritkern

    Ich habe das mal so verstanden, dass dadurch Störungen (Blindspannungen oder Frequenzen) die auf dem Mantel mitübertragen werden oder durch Einfluß von Außen darauf geraten vor dem Gerät abgehalten werden.
     
  3. mittelhessen

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    AW: Erklärung: Mantelstromfilter / Ferritkern

    Das ist klar, aber das steht ja auch schon so in meinem Thread. Mir gehts um den Unterschied der beiden Varianten. Ist es richtig, dass ein richtiger Mantelstromfilter beim Sat-Kabel gar nicht benutzt werden kann, weil dann die Umschaltsignale nicht durchkommen? Müsste ja eigentlich so sein, da die Masse ja aufgetrennt wird.
     
  4. mittelhessen

    mittelhessen Board Ikone

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    AW: Erklärung: Mantelstromfilter / Ferritkern

    Kann ein Mantelstromfilter bei Sat-Empfang benutzt werden oder wird dadurch auch die 14/18 V-Spannung unterbrochen?
     
  5. Wolfgang R

    Wolfgang R Board Ikone

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    Böblingen
    AW: Erklärung: Mantelstromfilter / Ferritkern

    Probiers aus: Entferne von einem Sat-Kabel die Ummantelung, so daß also nur noch der Innenleiter Kontakt hat. Kein Bild mehr! Die Schaltsignale gelangen nicht mehr zum LNB.

    Folglich: NEIN, er kann nich benutzt werden!
     
  6. mittelhessen

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    AW: Erklärung: Mantelstromfilter / Ferritkern

    Der beantwortet aber nicht die Frage, nach einem Kabel mit Mantelstromfilter. Diese Filterung geschieht offensichtlich nicht immer mit galvanischer Trennung.
     
  7. Angel

    Angel Talk-König

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    AW: Erklärung: Mantelstromfilter / Ferritkern

    Du hast doch oben selbst erklärt was ein Mantelstromfilter ist und so ein einfaches Kabel mit einem Ferritkern ist es nun mal nicht. Es kommt auf die galvanische Trennung an.
     
  8. mittelhessen

    mittelhessen Board Ikone

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    AW: Erklärung: Mantelstromfilter / Ferritkern

    OK, dann frage ich mich, wieso dieses Kabel mit Ferritkernen dann als Kabel mit Mantelstromfilter angeboten wird, dass insbesondere zur Vermeidung vom Brummschleifen bei 100 Hz-Fernsehern dienen soll.
     
  9. KlausAmSee

    KlausAmSee Board Ikone

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    AW: Erklärung: Mantelstromfilter / Ferritkern

    Also folgendes: So ein Koaxkabel besteht ja aus zwei Leitern, dem Innenleiter und dem Schirm. Stülpt man einen Ferritkern drüber so unterdrückt man Gleichtaktstörungen, also im Prinzip Störungen, die auf dem Schirm laufen. Man muß sich das wie eine in Reihe geschaltete Spule vorstellen. Ein solcher Ferrit hat jedoch erst bei höheren Frequenzen eine Wirkung, weniger bei 50Hz. Wenn jemand HF-Einstreuungen hat dann könnte so ein Ferrit was bringen.
    Ein Galvanisches Trennglied trennt Schirm und Innenleiter auf und verbindet diese mit je einem Kondensator. Kondensatoren leiten besser je höher die Frequenz ist. Also HF gut, Brumm (50Hz) nahezu gar nicht, DC (also Sat-Fernspeisung) überhaupt nicht. Vorsicht mit den Trenngliedern: es können sich über ihnen gefährliche Potentiale aufbauen. Und nochmal achtung: Durch die Auftrennung des Schirms kann es Schirmungsmaßprobleme geben (DECT).

    So nun haben wir 2 Möglichkeiten, den Brumm "aufzuhalten". Es gibt aber noch die Möglichkeit, den Brumm kurzzuschließen (das bevorzuge ich): einfach eine Brücke zwischen dem Metallgehäuse der Antennendose und dem Schutzkontakt der nächsten Steckdose ziehen (muß aber einen separaten Schutzleiter haben). Dann fließt der Brumm gar nicht erst durch die Geräte. (Siehe EN50083).

    Ach ja noch etwas: wenn man den Leuten lange genug einredet, sie bräuchten irgend etwas besonderes, dann wirds auch gekauft, insbesondere wenns richtig Geld kostet und interessant verpackt ist. Mantelstromfilter sind so etwas. Trennglieder benutzt man nur in richtig großen Verteilnetzen. In einer gescheit installierten Anlage braucht man so was nicht.

    Gruß

    Klaus
     
  10. mittelhessen

    mittelhessen Board Ikone

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    AW: Erklärung: Mantelstromfilter / Ferritkern

    Das ist doch mal eine fundamentale Erklärung :) Vielen Dank! Eine galvanische Trennung kann also funktionieren, wenn keine Schaltspannung nötig ist und das LNB durch andere Receiver oder einen MS versorgt wird. Bei meinem Kabel handelt es sich damit um Ferritkerne. Eine Verbesserung oder Verschlechterung des Bildes habe ich dadurch aber weder erwartet, noch festgestellt. Ich gehe davon aus, dass es in erster Linie auf eine gute Gesamtschirmung des Kabels, samt korrekter Steckermontage ankommt. Leider habe ich bei einem Teilnehmer das Problem von DECT-Störungen mit analogem Receiver. Auf n-tv konnte ich dies durch umstellen der Basisstation und wahl einer anderen Steckdose vermindern, doch auf CNN kommt das Bild noch aus dem Tritt oder zeigt Streifen. Das ganze liegt jedoch an einem alten, schlecht geschirmten und leider unter Putz verlegtem Koaxkabel. Aus diesem Grund habe ich zur Zeit dort noch einen Inlineverstärker eingesetzt, der durch den höheren Signalpegel das Problem minimiert. Dieser bringt hier mehr, als die Ferritkerne :)
     

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