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Erdung + Potentialausgleich bei EFH-Sanierung

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von mittelhessen, 8. Juli 2015.

  1. mittelhessen

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    Zunächst mal möchte ich vorab mitteilen, dass es ja bereits den bekannten Erdungsthread gibt, den ich durchaus schon zur Kenntnis genommen habe. Auch konnte ich daraus einige wichtige Infos ziehen. Dennoch finde ich den Thread inzwischen so zerklüftet und unstrukturiert, dass ich mir erlaube für mein Projekt einen eigenen Thread zu eröffnen.

    Zusammengefasst ist der aktuelle Stand, dass in einem Einfamilienhaus der 20 Jahre eine Sanierung der gesamten Elektrik durchgeführt wird. Eine Erdung ist bisher nur in der Form eines äusseren Blitzschutzes vorhanden. Alleine durch die augenscheinliche Begutachtung, ist dieser jedoch (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) nicht mehr funktionsfähig. Wie die Erdung für den bisherigen Blitzableiter durchgeführt ist, steht zudem in den Sternen. Die für mich logische Schlussfolgerung ist deshalb, dass der Blitzableiter abgebaut wird.

    Die Sat-Antenne kann leider nicht an der Fassade montiert werden und deshalb in den ungeschützten Bereich des Dachs und ist demnach erdungspflichtig.

    Da bei dem Gebäude kein äusserer Blitzschutz (mehr) vorhanden ist, stehe ich vor der Entscheidung ob der Mast direkt oder isoliert gegen direkte Blitztreffer geschützt wird. Beides scheint nach aktuellen Normen zulässig zu sein, wobei die indirekte Erdung wohl die bessere Variante ist. Ich möchte mich an den aktuellen Stand der Technik halten, allerdings auch die Kosten und die Praktikabilität im Auge behalten.

    Diee erste Frage wäre also, ob es angesichts der nicht vorhandenen Blitzschutzanlage Sinn macht die Antenne mit einer isolierten Fangstange zu schützen.
     
  2. MartinP

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    AW: Erdung + Potentialausgleich bei EFH-Sanierung

    Ich habe natürlich die bestehende Blitzschutzanlage nicht gesehen. Möglicherweise ist es wirklich sinnvoll, sie komplett zu demontieren, wenn sie aus den 20er Jahren ist...

    Wenn aber die oberirdischen Teile noch dem Stand der Technik entsprechen, und nur unterirdisch alles weggerottet ist, könnte man überlegen, ob man sie mit den eh notwendigen neuen Tiefenerdern für den indirekten Blitzschutz der Antenne verbindet, und somit das ganze Haus wieder gesichert hat...
     
  3. mittelhessen

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    AW: Erdung + Potentialausgleich bei EFH-Sanierung

    Der sichtbare Teil der bestehenden Blitzschutzanlage lässt nicht darauf schließen, dass er noch dem Stand der Technik entspricht. Dagegen sprechen wahrscheinlich schon die grobmehrdrätige Ausführung der Leiter, die ungewarteten und wahrscheinlich unbrauchbaren Übergänge usw.. Deswegen würde ich jetzt vorab davon ausgehen, dass diese Anlage NICHT mehr verwendet wird.
     
  4. Wolfgang R

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    AW: Erdung + Potentialausgleich bei EFH-Sanierung

    Eine isolierte Fangeinrichtung ist der Direkterdung immer vorzuziehen und kann unabhängig von einer vorhandenen Blitzschutzanlage errichtet werden.


    Da sowohl die Errichtung einer neuen Blitzschutz-Anlage für die Sat-Antenne als auch die Wartung der bestehenden Anlage von einem Fachbetrieb durchgeführt werden muss, würde ich mir einfach einen entsprechenden Fachbetrieb ins Haus holen.


    Vielleicht würde ja eine Ertüchtigung der bestehenden Anlage unter gleichzeitiger Erweiterung für die Sat-Anlage mit Erneuerung des Erders gar nicht so viel teurer kommen, als eine isolierte Fangstange nur für die Sat-Antenne mit Erneuerung des Erders.


    Ich lasse bei mir mit der Erneuerung der Wasserleitung nun einen weiteren Erder einbringen und mit meiner Elektro-Anlage verbinden. Kostet im Rahmen der Erdarbeiten quasi nichts extra, der durchführende Bau-Architekt hat es schon mit eingeplant.


    Wolfgang
     
  5. MartinP

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    AW: Erdung + Potentialausgleich bei EFH-Sanierung

    Das war das, was auch ich meinte, nur habe ich weniger treffend formuliert :winken:
     
  6. Dipol

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    AW: Erdung + Potentialausgleich bei EFH-Sanierung

    Es gibt nichts besseres als Isolierten Blitzschutz für das gesamte Gebäude. Zweitbeste Variante sind getrennte Fangeinrichtungen für schützenswerte Dachaufbauten, womit Einkopplungen galvanischer Teilblitzströme in die Antennenanlage und daran angeschlossenen Endgeräte vermieden werden.

    Alte Erdleiter, die mit Querschnitten von 10 oder 16 mm² zumeist ohne blitzschutztechnisches Problembewusstsein innen verlegt wurden, können als überdimensionierter PA-Leiter für den Antennenmast und die Antennenleitungen umfunktioniert werden.

    Wegen des Skin-Effekts wären eigentlich feindrähtige Leiter am besten und werden auch im Blitzschutz bei Ausgleichsbändern mit penibel industriell verpressten und typgeprüften Kabelschuhen verwendet.

    Massivdrähte sind gegen die elektrodynamischen Kräfte leichter zu fixieren und weniger von Korrosion betroffen. Wenn die verseilten Leiter Einzeladern mit min. 1,7 mm Durchmesser haben, dürfen die in brauchbarem Zustand noch als Ableitung einer getrennten Fangstange genutzt werden.

    Um einen neuen Erdspieß (möglichst aus NIRO) wird man nicht herum kommen und die blitzstromtragfähige Verbindung zur HES ist ohnehin obligatorisch.

    Es ist alles andere als einfach eine Firma zu finden, die der Normdefinition einer vom VDE oder VdB geprüften qualifizierten Blitzschutzfach entspricht.

    Blitzschutzbauer ist kein eigenen Handwerksberuf, das machen meistens gelernte Dachdecker und Klempner in deren Ausbildung der Äußere Blitzschutz noch nicht unterrichtet wurde. In unserer Region gibt es im Radius von 50 km um Stuttgart zahllose als Blitzschutzbauer tätige Eisenbieger, aber nur zwei zertifizierte Firmen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2015
  7. satmanager

    satmanager Institution

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    AW: Erdung + Potentialausgleich bei EFH-Sanierung

    Und wie du aus akt. Anlass gerade selbst gelesen hast (anderer Beitrag) sind diese zertifizierten Firmen nicht immer gewillt auch "kleine" Arbeiten anzunehmen, die uns gerade unter gekommene Aussage war das 30km Anfahrt zu weit wären ......
    Akt. Meinung von mir: da läuft was falsch, selbst wenn man etwas absolut vom passenden Fachmann machen lassen möchte ist es so schwer einen zu finden das bzw. tlw sogar überhaupt gar nicht möglich.
     
  8. Dipol

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    AW: Erdung + Potentialausgleich bei EFH-Sanierung

    Für einen eigenen Handwerksberuf Blitzschutzbauer gibt es einfach zu wenige Betriebe und bis sich die neuen Lehrpläne der Dachdecker und Klempner in der Praxis auswirken können, dauert es noch Jahre.

    Blitzschutz sollte besser Elektrofachkräften vorbehalten sein. Aber die meisten Elis wissen ja schon bei der Antennentechnik nicht mehr wirklich was sie da machen und an den gefühlt 95 % normwidrig installierten Antennenanlagen ist die Gilde nicht unschuldig.
     
  9. satmanager

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    AW: Erdung + Potentialausgleich bei EFH-Sanierung

    Selbst wenn man die 1000€ hin legt und den Leergang machen würde, was bringt es einem .... Eine Bescheinigung "sie haben teilgenommen". Die Eintragungen etc. etc. kosten wiederrum so viel das es sich gar nicht lohnt es richtig ausüben zu können dann.

    Aber die werden immer heran gezogen um es dann zu machen wenn der qualifizierte absagt da 30km Anfahrt zu weit ist......
    Was dann raus kommt kennst du.
     
  10. MartinP

    MartinP Board Ikone

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    AW: Erdung + Potentialausgleich bei EFH-Sanierung


    Wenn die Einhaltung der technischen Regularien bei der Errichtung einer Empfangsanlage ähnlich streng kontrolliert würde, wie die Gültigkeit der TÜV-Plakette am Auto, gäbe es auch ausreichend qualifizierte Fachkräfte...

    Wenn frei nach Deiner Signatur 90 % der Autos in Deutschland noch niemals einem TÜV-Prüfer vorgeführt worden wären, und dies völlig ungestraft, müsste man auch sehr lange nach qualifizierten TÜV-Prüfern suchen, weil das "TÜV-Prüfer werden" eine brotlose Kunst wäre....
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juli 2015

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