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Einkabellösung digitalisieren - überhaupt möglich?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Stefan1100, 30. April 2008.

  1. Stefan1100

    Stefan1100 Gold Member

    Registriert seit:
    4. Dezember 2003
    Beiträge:
    1.895
    Ort:
    Im Herzen Bayerns
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    Ein Bekannter hat mich um Mithilfe gebeten bei seiner Notlösung.

    Ein 6-Parteienhaus hat eine Einkabellösung, der Aufbau sieht folgendermaßen aus:

    Vom LNB (Typ nicht bekannt) kommen zwei Kabel ein eine kleine Kathrein-Box (kein Modell ablesbar), Eingänge als horizontal und vertikal beschriftet, von dort geht ein Kabel in einen Einschleusverstärker Preisner ESV2828. Von dort widerum geht ein Kabel raus ein einen SAT-Verteiler Schwaiger VTF7842. Von diesem laufen zwei Kabel nach unten zu den Wohnungen.

    Leider bin ich bei der Recherche nicht weit gekommen, den Einschleusverstärker finde ich überhaupt nicht, kann also dessen Funktion nicht sauber nachvollziehen. Die Kathrein-Box bündelt die beiden Polarisationen in einer Leitung (wie auch immer?!?), übergibt es dem Preisner, der es dann über den Schwaiger aufsplittet.
    Jetzt hab ich gelesen, daß der Schwaiger gar nicht SAT-tauglich sein soll, obwohl er so heisst. Ich hab schon gedacht, vielleicht ist der Preisner eine Art Kopfstation, der aus dem SAT-Signal eine Art "Kabelsignal" macht. Allerdings verwenden die Mieter SAT-Receiver...:eek:

    Dieser Preisner wurde vor ca 5-6 Jahren erst eingebaut, da der alte sich verabschiedet hat. Evtl. wäre er (wenn überhaupt machbar) digitaltauglich.
    Das LNB sowie die Kathrein-Box sind es sicherlich nicht.

    Wie kann das überhaupt funktionieren, daß sich derzeit 5 Parteien zwei SAT-Leitungen teilen? Pro Wohneinheit dürften zwei Anschlüsse vorhanden sein, wobei wohl jeweils nur einer genutzt wird.

    Was ist dieser ESV2828 für ein Ding und was macht er?

    Kennt den jemand oder kann mir die Funktion mal erklären?
    Selbst bei Preisner ist nicht zu finden...:mad:
     
  2. usul

    usul Institution

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    Beiträge:
    15.713
    AW: Einkabellösung digitalisieren - überhaupt möglich?

    Eine Kopfstation ist es nicht. Und analog oder digtal spielt keine Rolle.

    Über Sat werden Transponder auf vier Ebenen gesendet. Und jeweils nur eine Ebenen kann über ein Kabel übertragen werden.
    Deshalb fordert der Receiver per Schaltspannugn die jeweils gewünschte Ebene vom Multischalter an. Deshalb kann immer nur ein Receiver pro Kabel genutzt werden.

    Sollen mehere Receiver an einem Kabel genutzt werden dann nimmt man ein Einkabelsystem.
    Dieses nimmt eine Auswahl an Transpondern und mischt sie zu einer Ebene zusammen.
    Ein "analoges Einkabelsystem" heisst also so, weil es die Transponder auf denen die analogen Programme gesendet werden zusammen mischt.
    Ein "digitales Einkabelsystem" mischt die wichtigsten Transponder auf denen die digitalen Sender senden auf eine Ebene zusammen.

    Also ist es keine Frage der Technik oder der Digtialtauglichkleit der Komponenten sondern einfache eine Frage der Auswahl der Transponder die Umgesetzt werden.

    Sollen jetzt Digitalreceiver betrieben werden dann muß das Einkabelsystem gegen eines getauscht werden was die Transponder umsetzt die digital senden. Dann gehen aber natürlich nur noch Digitalreceiver.

    Im vorliegenden Fall ist also nur das Einkabelsystem selber zu tauschen. Der Rest der Technik sollte weiterhin so funktionieren wie sie es jetzt tut.
    Allerdings muß evtl. (fals dort kein Universal Twin-LNB installiert ist) auch das LNB getauscht werden. Und soll der neue ARD Transponder (Arte usw.)auch umgesetzt werden muß ein drites Kabel vom LNB zum Einkabelsystem gezogen werden (Und ein Quad- oder Qattro-LNB installiert werden).

    BTW: Eine Sonderform von Einkabelsystemen bildet das Unicable System. Hier könnten max. 8 Receiver an einem Antennekabel ALLE Transponder empfangen. Allerdings müssen die verwendeten Receiver denn das Unicable Protokoll beherschen (Das tun nicht alle).

    Allgemein mal zum lesen:
    - http://www.einkabelsysteme.de/
    - http://forum.digitalfernsehen.de/forum/showthread.php?t=181446
    - Und die Forensuche nach "Unicable"


    Längerfristig wäre es wohl am sinnvollsten zu prüfen ob eine Neuverkabelung möglich ist (z.B. Zwei Kabel ins Wohnzimmer und eines ins Schlafzimmer). Hat jeder Empfänger ein eigenes Kabel zum Multischalter ist man auf diese ganzen Notlösungen nicht mehr angewiesen.
    Das Problem bei den Einkabelsystem ist ja das hier eine festgelegte Auswahl an Transpondern vorliegt. Wechseln Programm den Transponder muß hier nachgerüstet (oder neugekeuft) werden. Es gibt zwar Systeme die es ermöglichen eine gewisse Anzahl von Transponder frei zu belegen, aber auch hier stöst man dann irgendwann an die Grenzen.
    Unicable hat diese Nachteile zwar nicht, aber hier ist man auf Receiver angewiesen die das Unicable Protokoll beherschen (es werden aber immer mehr die das können). Und so ganz problemfrei ist Unicable auch nicht (insbesondere im wohnunsübergreifenden Betrieb), aber dazu findest du hier im Forum genug Infos.

    cu
    usul
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. April 2008
  3. Stefan1100

    Stefan1100 Gold Member

    Registriert seit:
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    Ort:
    Im Herzen Bayerns
    AW: Einkabellösung digitalisieren - überhaupt möglich?

    Danke usul,
    ich hatte als Alternative auch schon an eine eingeschränkte Sternverkabelung unter Verwendung der vorhandenen Kabel gedacht:

    Zwei Parteien könnte man aufgrund gesonderter Schüssel ausklammern.
    Bei der vorhandenen Baumstruktur laufen zwei Stränge nach unten, zwei weitere Kabel hängen am SAT-Verteiler in die Luft (!?!?!). Ich vermute, die sind fälschlicherweise eingezogen ohne Verwendung, wie auch, wenn sie nicht angeschlossen sind. Wenn die beiden in jeweils eine Wohneinheit reichen, könnte man pro WE eine SAT-Leitung verwenden. Da sich mittlerweile alle relevanten Sender auf der gleichen Polarisation versammelt haben, würde das den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Receiver an der gleichen Leitung wie auch parallele Aufnahmen ermöglichen.

    Ist zwar keine wirklich schöne Lösung, aber unbedingt schlechter wie die Einkabelgeschichte?

    Zu tauschen wäre min. auch das LNB sowie die Kathrein-Komponente, sofern nicht im Einschleusverstärker integriert.

    Vielleicht postet noch jemand Infos zu dem Preisner?

    Ich würd gern wissen, was das Teil macht, es wird mit einem Kabel gespeist und gibt ein Kabel aus, so what is it? Das Mischen der Ebenen würde ja in dem Fall der Kathrein übernehmen...
     
  4. Marc!?

    Marc!? Lexikon

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    Beiträge:
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    AW: Einkabellösung digitalisieren - überhaupt möglich?

    Wie funzt eigentlich eine analoge Einkabelanlage? Bei Sat ist es ja relativ einfach, da fast alle im High Band horizontal senden, bei analog werden ja sowohl V als auch H fast gleichermaßen genutzt
     
  5. usul

    usul Institution

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    15.713
    AW: Einkabellösung digitalisieren - überhaupt möglich?

    Ja, es wäre sicher sinnvoll die Verkabelung daraufhin genau zu prüfen.
    Wobei das mit der einen Ebene nicht mehr so ganz stimmt, einige sind Vertikal High (DMAX, VIVA, MTV usw.) und der neue ARD Transponder (ARTE, Phoenix usw.) ist Horizontal Low.

    Norfalls könnte man die Leitung mittels Stacker/Destacker evtl. doppeln (Je nach Wunsch des Mieters). Aber hier wäre vorher die Kabelquallität zu prüfen.

    Naja, hat alles seine Vor-/Nachteile. Ein Sat Anschluß ist ja auch nicht wirklich schön.

    Wird ein einfacher Verstärker sein. Und dannach kommt ein einfacher Verteiler der das Kabel aufteilt.

    Aber evtl. meldet sich hier ja noch ein Wissender.

    Dort werden die Frequenblöcke Blockweise (von xxx Mhz-yyy Mhz wird vertikal genommen und von yyy Mhz-zzz Mhz wieder horizontal) zusammengemapt.
    So wie die alten digitalen Einkabelsysteme halt auch (bevor es alles auf HH ging). Wobei diese ja auch wieder einige VH Transponder (Halt DMAX, Viva usw.) mit reinmischen.

    cu
    usul
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. April 2008
  6. Dipol

    Dipol Talk-König

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    AW: Einkabellösung digitalisieren - überhaupt möglich?

    Das DSF und der neue ARD-Transponder im Lowband sind für dich verzichtbar? Freie Ausgänge grundsätzlich mit Abschlusswiderstand versehen.
    Die KATHREIN-"Komponente" ist bei den UAS 230/231-Typen eine passive Sat.-ZF-Weiche und beim UAS 330 ein Einkabelkonverter, der die vertikale ZF-Ebene von der LNB-LOF 9.610 MHz mit 620 MHz Oszillator auf 10.230 MHz umsetzt. Im Preisner Satelliten-Einschleusverstärker (OEM POLYTRON SEV xxxx) ist eine Weiche für passive Einschleusung der Terrestrik, ansonsten wird die Sat.-ZF so verstärkt wie sie am Eingang anliegt. Das Einkabel-LNB muss raus! Für Highband-Betrieb kannst du mal testweise die horizontale Highbandebene eines neuen Quattro-LNB direkt in den Einschleusverstärker einspeisen. Wen der aber nur bis 1.750 MHz konzipiert ist, hast du Pech gehabt. Einige POLYTRON-Altmodelle wurden mit dem alten Hybrid auf 2.050 MHz aufgebohrt und schwächeln in der oberen Sat.-ZF! Wenn die Kabeldämpfung sehr hoch ist, reicht u. U. die Verstärkung nicht mehr aus. In diesem Fall genügt die Verstärkung klassischer Einkabelsysteme schon zweimal nicht mehr.

    Bislang war das noch jedesmal nur eine Zeitfrage, ab wann die Einkabelsysteme nicht mehr akzeptiert wurden. Das gilt m. E. auch für die neuen ASTRO SEV 300 und 500 Typen mit 3 bzw. 5 Ports. Bevor ich in einem 6-Familienhaus nahezu € 1.000,00 alleine in die SEV 500 (fehl-)investiere, würde ich gemäß Rat von usul noch etwas drauflegen und eine zukunftssichere Multischalter-Sternverteilung installieren.

    Falls das mit dem alten Einschleusverstärker doch klappt: Für schweineteure 150 Euronen gibt es noch von HNE eine Einspeiseweiche für die zusätzliche Einschleusung des neuen ARD-Transponders. Der DSF-Transponder bleibt ohnehin außen vor.
    Das ist wie schon erwähnt ein Satelliteneinschleusverstärker von POLYTRON unter Preisner-Label, der je nach Type ca. 25 bis 30 dB Sat.-ZF-Verstärkung hat, Terrestrik wird passiv eingeschleust. Gibt es nicht mehr, das Nachfolgemodell in geändertem Gussgehäuse siehe hier: http://www.polytron.de/Produkte/A36.pdf

    Hier noch ein Tipp, wenn eine "Einkabellösung" über einzelne Stichleitungen verfügt oder auch wenn einzelne Multischalter-Sternleitungen nachzurüsten sind:
    Je nach Type des Einkabel-LNB gibt es unterschiedliche LOFs. Wenn zwei Kabel vom LNB kommen, erfolgt die Filterung (Mischung) der Ebenen in der Weiche, also bereits vor dem Einschleusverstärker. Beim UAS 330 (LOF 9610 MHz) kann man ohne den Einkabelkonverter einen Multischalter speisen und das komplette Lowband empfangen! Mit den Vorgängertypen UAS 23x geht das nur sehr eingeschränkt, weil hier noch auf einem LNB-Ausgang tatsächlich zusätzlich gefiltert wird. Mit UAS 330 ist ein astreines Mischsystem für Lowbandempfang möglich, wenn man die beiden Lowbandebenen über Zweifachverteiler auf einen Multischalter bzw. Weiche/Konverter aufteilt. Dieser Trick ist durch die Digitalisierung völlig überholt, hat aber jahrelang über solche Multischalter-Sternleitungen das volle Lowbandspektrum ermöglicht.

    Die LOF kann man aus Sendefrequenz - Sat.-ZF selbst errechnen. Beispiel für UAS 330:
    Vertikal: SWR3 BW 11.186 MHz - 956 MHz = LOF 10.230 MHz (Mit dem Sender fängt es zumeist an, kann aber je nach Type und Alter auch mit einem horizontalen Programm starten)
    Horizontal: SWR3 RP 10.891 MHz - 1.281 MHz = LOF 9.610 MHz (Das ist zumeist der erste Sender nach der Filterflanke der Frequenzweiche)
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. April 2008
  7. Stefan1100

    Stefan1100 Gold Member

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    AW: Einkabellösung digitalisieren - überhaupt möglich?

    Bei der Einkabellösung sind ja auch nicht alle Sender verfügbar. Irgendeinen Tod muß man sterben...

    Das Teil kannte ich noch gar nicht, ist sicher eine tolle Geschichte, wenn später mal das Kabel ausgeht. Ist zwar richtig teuer, aber welche Wahl hat man denn?



    Ja, scheint wirklich so zu sein.
     
  8. Stefan1100

    Stefan1100 Gold Member

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    AW: Einkabellösung digitalisieren - überhaupt möglich?

    Wofür soll denn der neue ARD-Transponder verwendet werden?
    Soll der den bisherigen Transponder ersetzen oder erweitern?



    Du kennst ihn also, ist der digitaltauglich, da er erst vor ca. 5 Jahren verbaut wurde?
     
  9. Indymal

    Indymal Talk-König

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    AW: Einkabellösung digitalisieren - überhaupt möglich?

    Das ist der neue Transponder von Arte, Phoenix, Eins Extra, Eins Plus und Eins Festival.
    Selbige Sender findet man zwar auch im Highband... am 2. Juni wird dort allerdings endgültig abgeschaltet...

    Gruß Indymal
     
  10. Stefan1100

    Stefan1100 Gold Member

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    AW: Einkabellösung digitalisieren - überhaupt möglich?

    Na, ich seh schon, wo meine Empfehlung hinzielt.

    Argumente hab ich jetzt ja genug. :D
     

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