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Einführung von DRM - warum noch nicht gelungen?

Dieses Thema im Forum "Digital Radio / DAB+" wurde erstellt von Alphekka, 29. Februar 2012.

  1. Alphekka

    Alphekka Junior Member

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    Warum ist es noch nicht gelungen, trotz einiger Versuchssendungen DRM zu etablieren? Als Grund werden häufig fehlende Empfangsgeräte genannt. Könnte man nicht dem Abhilfe schaffen, wenn man von Staats wegen das System in den Massenmedien propagiert und die Entwicklung und den Verkauf geeigneter Empfänger fördert.
    Daneben würde ich die seit 2002 ungenutzte Langwellenfrequenz 261 kHz, die den Sender Burg zugeordnet ist, zur Verbreitung eines attraktiven Programms der ARD einsetzen.
     
  2. TV_WW

    TV_WW Institution

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    AW: Einführung von DRM - warum noch nicht gelungen?

    Tonqualität zu schlecht, da bei DRM nur so um die 25 kbit/s an Datenrate möglich ist, und mit dieser niedrigen Datenrate bringen auch die modernsten Audiocodecs keine gute Soundqualität zustande.

    Stabilität des Empfangs ist zu abhängig von Tages- u. Jahreszeit.

    Ausserdem gibt es das gleiche Problem wie bei DAB. DRM kennen zu wenige Leute in der Bevölkerung. Die Abkürzung ist ausserdem negativ vorbelastet.
    DRM = Digital Rights Management = Kopierschutz, und nicht wie in diesem Fall: Digital Radio Mondiale.
    Von daher wäre ein neuer Name für das Radiosystem nicht schlecht, würde ich sagen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Februar 2012
  3. Pyton

    Pyton Silber Member

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    AW: Einführung von DRM - warum noch nicht gelungen?

    Es gab schon mehr als nur Versuchssendungen in DRM, so z.B. hatte der Bayerische Rundfunk, Sender Ismaning auf 6085 KHz von 2005 - 2010 ein Reguläres Programm laufen, RTL Radio war auf 6095 KHz in DRM zu empfangen.
    Beide wurden abgeschaltet, Grund unnötige Kosten für Sendungen die fast keiner empfängt oder empfangen kann.
    Ich hatte so eine Selbstbau Lösung die recht gut funktionierte.
    Nur wer braucht heute Lang, Mittel Kurzwelle ? Lange Zeit gab es das Argument für solche Sender, das Deutsche die im Ausland sind Deutsches Radio hören können. Nur mittlerweile ist man der Auffassung, das die Ihr Radio im Ausland per SAT oder Internet hören können, was sicher für einige zutrifft, nur leider nicht für alle.
    Nur wozu diese Sender weiter betreiben, Empfänger gibt es auch so gut wie keine.
    So wird sich das Radio von Lang Mittel und Kurzwelle immer mehr zurückziehen. Vor allem in Europa.
     
  4. DR-T

    DR-T Senior Member

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    AW: Einführung von DRM - warum noch nicht gelungen?

    die klassischen radiobereiche sind auch für uns europäer wichtig. die musik spielt aber inzwischen woanders. wenn wir noch einige jahre warten, bekommen wir die radios und die radioprogramme aus fernost und brauchen nur noch nachziehen.
     
  5. Alphekka

    Alphekka Junior Member

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    AW: Einführung von DRM - warum noch nicht gelungen?

    DRM kennen deshalb so wenige Leute, weil darüber nur in Fachzeitschriften und einschlägigen Internetseiten berichtet wird. Wenn darüber auch mal ein populärer Radiosender wie SWR 3 mal die Leute aufklären würde, wäre dies anders.

    Bezüglich der Empfangsstabilität müßte es doch zumindest im LW und MW-Band, wo Bodenwellenausbreitung stattfindet, doch gut klappen.

    Kann man nicht die Klangqualität durch Soundprocessing nicht verbessern? Also ich kann recht gut einen AFN-Mittelwellensender empfangen, der strikt 9 kHz Bandbreite einhält und muß sagen, so schlecht klingt der auch nicht ( ich weiß nicht, ob Soundprocessing benutzt wird)

    Bezüglich Empfangsgeräte: wenn man deren Entwicklung von Staats wegen fördern dürfte, dann gäbe es sie bestimmt auch.
     
  6. TV_WW

    TV_WW Institution

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    AW: Einführung von DRM - warum noch nicht gelungen?

    Höchstens Inhalte rein mit gesprochener Sprache. Inhalte mit Musik auf keinen Fall. Dafür ist die Datenrate bei DRM zu niedrig.

    Wieviele zusätzliche Übertragungswege soll es für ein paar wenige Hörfunkprogramme denn noch geben?
     
  7. beasty812

    beasty812 Junior Member

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    AW: Einführung von DRM - warum noch nicht gelungen?

    Das würde aber die Zielgruppe des Senders nicht im geringsten Interessieren, weshalb auch

    Wer aber profitiert davon? Der Sender sicher nicht, wenn er ein Zielgebiet erreichen, das für Ihn nicht profitable ist. Die Kosten einer UKW-Ausstrahlung betragen ein Bruchteil der einer DRM LW/MW-Ausstahlung. Der Nutzer? Nööö er muss ein neues Gerät anschaffen und bekommt im Zweifel nicht den Mehrwert eines bestehenden Systems.

    Senderseitig nicht übertragene Informationen kannst Du nicht wieder hinzufügen.


    Nur der Staat kann nicht jeden Standard fördern, selbst in einer sozialen Marktwirtschaft wäre das zuviel verlangt. Ein System muss sich schon durch seine Eigenschaften und Nutzen etablieren.
     
  8. bdroege

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    AW: Einführung von DRM - warum noch nicht gelungen?

    DRM wäre für 'Feindsender' ideal um Personengruppen ohne freien Internetzugang mit unabhängigen Informationen zu versorgen. Nur scheitert die Idee da es praktisch keine Empfänger gibt.

    Wenn DAB+ auch Mittel- & Langwellen unterstützen würde wäre die Verfügbarkeit von digitalen Langwelleempfängern dank hochintegrierter Empfänger höher.

    Dank WLAN im Hotel, lokalen Prepaid-Mobilfunk & bezahlbaren Roamingangeboten ist Radio kaum noch nötig um Nachrichten aus der Heimat zu bekommen.
     
  9. hans-hase

    hans-hase Platin Member

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    Empfang:
    KMS-Kabel mit ca. 100 FTA-Programmen im Münchner 862MHz-Netz, Abos mit Conax (CV/KK);
    DAB+ : Oly/IRT/Ingolstadt;
    DVB-T2 Gaisberg (AT) Mux A+B;
    Sat: außer Betrieb

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    Digit ISIO C;
    Digit mf4k;Digit HD8C;
    dbox1;
    Sky+-Box;
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    AW: Einführung von DRM - warum noch nicht gelungen?

    DRM wäre auch für Lokale Sender geeigneter, als DAB(+) wegen des fehlenden Ensemble-Zwanges. Sprich, man könnte da wie bei UKW einen einzelnen Sender auch selbst und unabhängig betreiben.

    Hatte selbst mal ein DRM-taugliches Empfangs-Gerät zum Testen. Selbst in M war die BR-Kurzwelle eine Herrausforderung. Damals gabs noch Tests von Oldistar und RTL, die durchaus anhörbar waren, wenn die KW-Ausbreitungsbedingungen gut waren. Zu oft waren sie es aber nicht, dann waren die Sender auch nicht zu den Sendezeiten empfangbar...

    Die Chance wären Multinormgeräte, so wie eben früher Radios neben UKW noch ein Empfangsteil für MW, LW und/oder einige KW-Bereiche hatten. Mit modernen Chipsets wäre es technisch ja kein Problem.
    Denke aber, dass DRM ohne mächtige Subventions-Anschübe, keine Chance hat. Und da die Auslandssender in Europa schon größtenteils ihre Programme radikal zusammengestrichen haben (DW hat sich vom deutschsprachigen Dienst verabschiedet...), gibt es kaum Programmanbieter, die das System tragen könnten.
    Die religiösen Gehirnwäscher, die sich noch auf KW tummeln, braucht da niemand.

    Und in der Tat, nicht nur für DAB, auch für DRM sind WLAN und UMTS inzwischen die zukunftsträchtigen Alternativen...
     
  10. robiH

    robiH Wasserfall

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    AW: Einführung von DRM - warum noch nicht gelungen?

    Dauerhaft konstante Ausbreitungsbedingungen für eine Aussetzerfreie Digitalverbreitung gibt es nur über Langwelle.
    Der größte Einzelnutzer der Langwelle ist Radijo Rossija. Gut möglich, daß die in den kommenden Jahren ein nationales LW-DRM-SFN hochziehen.
     

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