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"Eher werde ich Torschützenkönig der Bundesliga"

Dieses Thema im Forum "Sky - Technik/Allgemein" wurde erstellt von ibico, 6. März 2004.

  1. ibico

    ibico Gold Member

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    06. März 2004 Es gilt als sicher, daß Premiere die Rechte für die kommende Bundesliga-Saison erwirbt. Im Interview mit der F.A.Z. spricht Premiere-Chef Kofler über die drohende Konkurrenz durch einen zweiten Pay-TV-Sender.

    Als erster Verkäufer und gefeierter Sanierer des Bezahlfernsehsenders Premiere...

    Bezahlfernsehsender? Als Abonnent Ihrer Zeitung lese ich doch auch keine Bezahlzeitung. Nennen wir Premiere doch lieber einen Abonnentensender, das trifft's besser, denn die eigentlichen Bezahlfernsehsender sind die gebührenfinanzierten Programme von ARD und ZDF.

    Also: Sind Sie als Sanierer, Geschäftsführer und Anteilseigner des Abosenders Premiere auch ein Sportsfreund, der zum Beispiel die Bundesliga-Übertragungen genießt?

    Ich könnte ohne Sport nicht leben und bin selber sehr sportlich. Für einen Südtiroler wie mich liegt das Hobby Bergsteigen nah; außerdem habe ich noch den ordentlichen Beruf eines Skilehrers gelernt. Als Sportkonsument schaue ich mir samstags, wann immer möglich, die Bundesliga-Konferenzschaltung in Premiere an.

    Haben Sie einen Lieblingsverein in der Bundesliga?

    Nein, ich komme ja langsam aus dem Alter raus, in dem der Lieblingsverein einen psychologischen Mittelpunkt des eigenen Lebens bildet. Als junger Mann war ich ein leidenschaftlicher Tifoso von Juventus Turin. Außerdem steigt mein Puls, wenn ich die italienische Nationalmannschaft spielen sehe.

    Sie behaupten, Premiere biete "das beste Fußballfernsehen der Welt" an. Warum?

    Weil kein anderer Sender der Welt so umfassend mit so viel Komfort wie wir berichtet. Alle Spiele, alle Tore, und das auch noch in einer Live-Konferenz, das gibt es nur auf Premiere.

    Haben Sie deshalb so gelassen auf Spekulationen reagiert, ein neuer Pay-TV-Sender aus der ProSieben-Sat.1-Gruppe bemühe sich für die kommenden zwei Jahre um die Bundesliga-Rechte?

    Pay-TV ist in Deutschland keine so brillante Erfolgsgeschichte, daß sich die Wettbewerber drängen müßten, da einzusteigen. Ich würde sagen, Saban (Großinvestor bei der Prosieben Sat.1 AG) und seine Mitstreiter sind smarte Jungs, die sich das genau überlegen werden. Ich würde es ihnen nicht empfehlen, einen eigenen Pay-Kanal zu installieren. Das wäre ein kaum kontrollierbares Wagnis. Da könnte ich nur guten Flug und viel Glück wünschen.

    Zumal ein solches Projekt mit erheblichen Anlaufkosten gestemmt werden müßte. Mit allem Drum und Dran geschätzte 600 Millionen Euro für einen Zweijahresvertrag: Ob da jeder Aktionär begeistert mitzöge?

    Ich habe meinen Kollegen natürlich keine Ratschläge zu erteilen. Wenn sie dort aber zu dem Ergebnis kommen sollten, daß sich das Investment in einen zweiten Pay-TV-Sender lohne, müssen wohl wundersame Kräfte am Wirken sein. Ich behaupte: Ehe ein solcher Sender einen Euro Gewinn macht, werde ich Torschützenkönig der Bundesliga. Ansonsten würde ich sagen: Wenn jemand viele hundert Millionen Euro in ein Pay-TV-Unternehmen investieren möchte, dann kann er sich ja mal bei Premiere umsehen, denn bei uns gibt es wenigstens ein funktionierendes Geschäftsmodell.

    Zwei konkurrierende Pay-TV-Sender, das hat in anderen Ländern so gut wie nie geklappt.

    In England gab's mal zwei, die sind fusioniert, daraus ist BSkyB entstanden; in Italien gab's mal zwei, beide standen kurz vor der Pleite, jetzt gibt's dort Sky Italia; in Spanien gab es drei, alle drei standen kurz vor der Pleite, sind jetzt fusioniert. Also: In den europäischen Märkten, wie auch in Deutschland, gibt es nur Spielraum für einen Anbieter von Abofernsehen.

    Sind Sie sehr optimistisch, daß es bald zu einem Abschluß zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und Premiere kommt?

    Ich glaube, daß Premiere der DFL Vorteile bieten kann, die ein möglicher Wettbewerber in diesem Bereich nicht vorweisen kann. Erstens ein tolles, ausgereiftes Abo-TV-Produkt. Der deutsche Fußball wird bei uns, auch wenn er ab und zu schlecht spielt, exzellent präsentiert. Zweitens haben wir inzwischen auf der Basis von jetzt bald drei Millionen Abonnenten ein funktionierendes Geschäftsmodell. Bis Ende 2004 wollen wir 3,2 Millionen Abonnenten haben; für 2005 streben wir den Gang an die Börse an. Das alles sind Infrastrukturen, die man nicht in wenigen Monaten aufbauen kann. Zudem sind wir ein zuverlässiger Partner der DFL, was in diesen schwierigen Zeiten ebenfalls für uns spricht. Insofern bin ich sicher, daß wir einen natürlichen Vorsprung haben.

    Sie sollen Ihr Angebot bei der DFL auf 170 bis 175 Millionen Euro angehoben haben, im Gegenzug aber statt der beiden bisherigen Sonntagsspiele zwei Freitagsspiele fordern.

    Über Zahlen möchte ich nicht reden. Gerne bestätige ich aber, daß wir den Freitag anstelle des Sonntags favorisieren. Flutlichtspiele üben eine besondere Faszination aus; außerdem sitzen an einem Freitagabend mehr Menschen vor dem Fernsehschirm als an einem Sonntagnachmittag, wo das Sportprogramm breiter gefächert ist und der Fußball mit der Formel 1 um die Gunst des Publikums kämpft.

    Liefe es am Ende auf ein Freitags- und ein Sonntagsspiel hinaus, wäre das für Premiere auch akzeptabel?

    Für Premiere wäre das aber weniger attraktiv. Da sollte man nicht herum reden: Viele Abonnenten kommen nur, wenn sie bei Premiere exklusive Programme sehen. Dadurch wird der finanzielle Spielraum von Premiere bestimmt. Wir wünschen uns die zwei Spiele am Freitag als Regel; über einige Ausnahmen, also Verlegungen auf den Sonntag, lassen wir mit uns reden, etwa wenn donnerstags im UEFA-Pokal gespielt wird.

    Wie abhängig ist der Abosender Premiere denn vom Bundesliga-Fußball? Die DFL ist in der jüngsten Vergangenheit zumindest mit Worten auch gegenüber Premiere ziemlich forsch bis fordernd aufgetreten.

    Die Liga ist sicher eine hübsche Braut, die wir Fernsehleute gern zum Altar führen, die sich aber auch noch bei den Männern umschaut, die in den Kirchenbänken sitzen - und vielleicht sogar beim Pfarrer, ob der eventuell vermögend aussieht.

    Ist Premiere vor allem ein Produkt, das die Fußballfans anzieht?

    Das ist ein großer Irrtum. Auch wenn der Fußball noch so attraktiv angeboten wird, Fakt ist, daß Premiere-Abonnenten 75 Prozent ihrer gesamten Sehdauer mit Filmen und Themenkanälen, also nicht mit Sport verbringen. Von den 25 Prozent Sportnutzung entfallen mehr als ein Drittel auf die Bundesliga; dazu kommen die Säulen Champions League und Formel 1. An einem Bundesliga-Spieltag schauen kumuliert aber immerhin 2,5 bis 3 Millionen Zuschauer die Premiere-Übertragungen von der Ersten und der Zweiten Bundesliga.. Dabei ist die Premiere-Live-Konferenz der Brillant in unsererer Perlenkette.

    Staunen Sie manchmal selbst über Ihren Erfolg bei der Sanierung des seit 2002 von Ihnen geführten Unternehmens Premiere?

    Wir haben viel Glück gehabt, auch mit der Insolvenz. Ohne den dramatischen Druck, der durch die Insolvenz der Kirch-Gruppe ausgelöst wurde, hätten wir es wahrscheinlich nicht geschafft. Nur so konnten wir viele Vertragspartner dazu bekommen, niedriger dotierte Verträge zu akzeptieren. Hinzu kamen viele positive Überraschungen, beispielsweise die schnelle Akzeptanz unserer neuen Programme und unseres Marketings bei bestehenden und neuen Abonnenten. Wir schätzen uns sehr glücklich, daß wir schon so weit gekommen sind mit dem innovativsten Fernsehen in Deutschland.

    Die Fragen stellte Roland Zorn

    Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung
    Bildmaterial: dpa


    Quelle

    <small>[ 06. M&auml;rz 2004, 21:35: Beitrag editiert von: ibico ]</small>
     
  2. solid2000

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    OMG. Wer feiert bitte Herrn Kofler? Seine Speichellecker in der Chefetage? Die Abonnenten? Also ich feiere den Kofler bestimmt nicht!

    Ohje Deutschlands innovativstes Fernsehen. boah! Was meint Kofler damit? Wettkanäle? Big-Brother Kanäle? Logos? Interaktive SMS Kanäle? Dauerwerbesendungen. Vorallem ist ja alles wieder sooooo "positiv" wenn Herr Kofler erstmal ins schwallen kommt. Unglaublich in welcher eigenartigen Realität Herr Kofler mitlerweile so lebt. boah!

    Mein Kofler mit "schnelle Akzeptanz [...]unseres Marketings bei bestehenden und neuen Abonnenten" das verprellen von Alt und Neuabonnenten durch Preiserhöhungen, Preisgefeilsche, streichen von Programmheften oder Wortbruch in Sachen Logo? Ja Herr Kofler ihr (Negativ)Marketing in den letzten Monaten war schon wirklich toll!

    <small>[ 06. M&auml;rz 2004, 22:29: Beitrag editiert von: solid2000 ]</small>
     
  3. Atletico

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  4. solid2000

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  5. arno

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    Lieber Herr Kofler, herzlichen Glückwunsch! Insbesondere zum erfolgreichen Aufblasen der Abozahlen durch 500.000 Start-Abonnenten. Leider war die Akzeptanz der Premium-Pakete seit Ihrem Amtsantritt etwas geringer (Nettowachstum: null). Da haben auch Prepaid-Pakete zum halben Preis und verschenkte Receiver nix gebracht. Aber sonst: Alles supi! Kofler forever! breites_

    [​IMG]
     
  6. tschippi

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    Welch Wunder, besteht PREMIERE SPORT doch lediglich aus Fußball am Wochenende, CL und F1. Ach, fast hätte ich Golf und Eishockay (Xaver Unsinn) vergessen. Das restliche Programm besteht aus Wiederholungen. Da sind 25% Anteil bei der Sehdauer der Sportkanäle enorm.
     
  7. Joe_Potter

    Joe_Potter Junior Member

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    Keine einzige kritische Frage, erst recht nicht eine kritische Nachfrage. Da konnte Kofi leicht glänzen und Hochglanzwerbung für sich und sein Produkt betreiben.
    Hätte nicht gedacht, das die FAZ jetzt schon von Unterföhring aus gesponsert wird.
     
  8. solid2000

    solid2000 Lexikon

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    Bin immer wieder entsetzt in welcher Realität Herr Kofler eigentlich lebt! boah! Der denkt wirklich alles ist super und die Abonnenten feiern ihn! Es wird langsam Zeit das Herr Kofler ausgetauscht wird, er kann einfach nicht objektiv sein eigenes Produkt einschätzen. sch&uuml
     
  9. ukroll96

    ukroll96 Guest

    Oh Kofler, der Du bist unser Gott, wir sind unwürdig und gehorchen.

    Man, ich kann kann gar nicht soviel essen, wie ich über diesen Bericht k....n möchte. Fehlt ja nur noch der Heiligenschein. Der Mann denkt auch, "he s the greatest" Soviel Ignoranz auf einen Haufen. Unfassbar.

    Gruß

    UK

    <small>[ 07. M&auml;rz 2004, 11:57: Beitrag editiert von: ukroll96 ]</small>
     
  10. Atletico

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    Hat Kofler das Interview wirklich selber gegeben? Das ganze klingt dermaßen aufgesetzt, dass es auch aus einer Hochglanzbroschüre abgeschreiben sein könnte.
    Die Medien fahren seit Jahren voll auf Kofler ab und ersparen sich jegliche kritische Nachfragen. Das Interview ist eine einzige Offenbarung voll mit Lügen, Schönrednerei und Verblendung? In welcher Welt lebt Kofler eigentlich? Vielleicht sollte er mal die Kunden fragen, was sie von den Entwicklungen halten.

    3,2 Mio Kunden Ende 2004? Der Typ hat sie nicht mehr alle!

    <small>[ 07. M&auml;rz 2004, 13:36: Beitrag editiert von: Atletico ]</small>
     

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