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DVB-T nur für "Flachländer" ?

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von Kanalratte, 18. Juni 2004.

  1. Kanalratte

    Kanalratte Silber Member

    Registriert seit:
    26. Mai 2004
    Beiträge:
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    Ich bin ja im großen und ganzen zufrieden mit DVB-T :love:

    Aber was ist mit den topographisch benachteiligten Regionen Deutschlands und Europas. Wenn die Ösis schon keinen Bock haben.
    http://www.digitalfernsehen.de/news/news_11640.html

    Es ist ja sicherlich kein Zufall, dass DVB-T in Deutschland in der brandenburgischen "Sandbüchse" und bei uns "Nordflachländern" zuerst eingeführt wird.
    Auch im Ausland sind ja die Belgier, die Engländer und die ja bekanntlich unter dem Meeresspiegel lebenden (nomen est omen) Niederländer vorne.
    Ich guck mal auf meine Deutschland/Europa-Karte. :eek:

    Was ist mit den Bergmenschen in Bayern, was mit den Mittelgebirgshanseln vom Spessart bis zum Hunsrück??? :eek:

    Haben die einfach Pech gehabt oder wie ist das????

    Ich glaube ja nicht, dass es kleine "Füllsender" geben wird wie beim analogen Empfang. Wer zwischen den Zeilen lesen konnte hat ja gemerkt, die Stromrechnung der Sender ist ein Hauptargument für DVB-T. :LOL:

    Wen denn ab nächstem Jahr "Digital auch in Süddeutschland eingeführt wird, kann ich mir ja vorstellen, dass die Versorgung im Talkessel Stuttgart noch ok ist aber was ist mit 20 km weiter :wüt:

    Vielleicht meldet sich ja mal jemand aus Wuppertal oder dem Bergischen Land wie die "Kölner Reste" da noch ankommen....
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juni 2004
  2. Leto

    Leto Junior Member

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    20
    AW: DVB-T nur für "Flachländer" ?

    Hi Kanalratte!

    Also das mit den Ösis würde ich nicht so ernst nehmen.
    Das war ja nur ein Sprecher ds ORF's.Die wollen ja nur das das Geld
    von ihrem "digitalfond" bei ihnen bleibt und nicht für die Privaten genutzt wird.
    Zur Zeit gibt es in der österreichischen TV-Szene einen harten Machtkampf zwischen dem ORF und den Privaten.
    Ausserdem heisst es das DVB-T in den Bergen ganz gut funktionieren soll.
    Reflekionen und Spiegelungen stören das DVB-T signal nicht, im gegenteil es wird dadurch verstärkt.

    cu Leto
     
  3. Piktor

    Piktor Senior Member

    Registriert seit:
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    AW: DVB-T nur für "Flachländer" ?

    Hier! ;-)

    Naja nicht mehr so ganz. Früher hab ich mitten im Bergischen gewohnt, jetzt lebe ich am äußerst westlichen Rand und bin daher inzwischen mit besseren Empfangsbedingungen gesegnet. :) Meine Erinnerungen sind aber noch frisch.

    Funktechnik war in hügeligen Gegenden immer schon ein Problem und erforderte höheren Aufwand beim Antennenbau mehr Leistung und manchmal sogar den Verzicht auf den Empfang bestimmter Sender. Als ich noch vor ca. 15 Jahren Amateurfunk betrieb war es immer wieder frustrierend, zu sehen, daß die Kollegen in der Rheinischen Tiefebene einen wesentlich geringeren Aufwand treiben mußten, um die gleichen Reichweiten zu erzielen. Da gab es Leute die extra 15m Gitterrohmasten für Ihre Antennen in den Garten gebaut haben und andere, die vor den Bedingungen kapituliert haben.

    Das ist aber schon so, seit es Funktechnik gibt und wird auch immer so bleiben.

    Das wäre für die Leute, bei denen auch Kabel und Satellitenempfang unmöglich ist, vermutlich eine kleine Katastrophe. Allerdings steht der Staat immer noch in der Pflicht, eine Grundversorgung zu gewährleisten und hoffe daher, daß Du mit Deiner Vermutung irrst.
    Falls nicht, könnten kleinere Gemeinden in den ländlichen bergigen (nicht nur "Bergischen") Gegenden höchstens versuchen, kleine lokal begrenzte Kabelnetze aufzubauen. In den Hochgebirgsregionen wie der Schweiz ist es heute schon Gang und Gäbe, daß man die Täler mit Großgemeinschaftsantennenanlagen versorgt.

    Ich denke, wir sollten erstmal abwarten, wie die Umstellung des terrestrischen Fernsehens auf DVB-T weitergeht. Im Moment basiert mir Deine Frage auf auf einer zwar möglichen aber noch unbewiesenen Prognose und daher will ich mir darüber noch keinen Kopf machen.

    Übrigens mag ich gerade die Mittelgebirgsregionen sehr, so daß ich im Zweifelsfall selbst dann noch dorthin ziehen würde, wenn ich ganz auf's Fernsehen verzichten müßte. Zur Not gibt's noch Kurzwellenradio und den Versand von DVDs und CDs. Das funktioniert selbst auf dem Hindukusch.


    Gruß

    Piktor
     
  4. globalsky

    globalsky Board Ikone

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    - 13 Sat-Antennen (3 davon motorisiert)
    - größte Antenne: 220 cm Durchmesser
    - motorisiert: 150 cm, 180 cm, 220 cm
    - C-Band-Empfang: 220 cm
    - 11 DVB-S2-Receiver
    DVB-T/DVB-T2-Empfang:
    - Wendelstein (D), Brotjacklriegel (D)
    - Salzburg (A): E29, E32, E47, E55, E59
    - Fernempfang: Budweis (Cz): E22, E39, E49
    - 3 DVB-T-Receiver inkl. "simpliTV"
    AW: DVB-T nur für "Flachländer" ?

    Ich denke, dass wir in Bayern mit der Ausstrahlung von DVB-T über den Wendelstein durchaus Glück haben werden, auch in abgelegeneren Gebieten und im hügeligen Land einen guten DVB-T-Empfang zu realisieren. Der Wendelstein mit seinen 1838 m Höhe hat schon eine exponierte Lage. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass weitere Füllsender installiert werden, denn sonst sehe ich keinen Weg, die ganzen lokalen Fenster bei RTL weiter über die Antenne zu empfangen. Als Beispiel möchte ich hier den Raum Rosenheim nennen, wo RFO über Antenne als Fenster bei RTL zwischen 18.00 und 18.30 Uhr zu sehen ist. Sollte nur der Wendelstein neben dem Olympiaturm als Sender in Betrieb gehen, könnte RFO nicht mehr empfangen werden, da auf dem Wendelstein sicherlich das Münchner Lokalfenster abgestrahlt wird, so wie es auch vom Olympiaturm in München der Fall sein wird (Gleichkanalnetz). Das gleiche dürfte auch für Ausgburg und Ingolstadt gelten, die nach den bisherigen Angaben bereits ab 31. Mai 2005 mit im Versorgungsgebiet liegen. Da ist also das letzte Wort noch nicht gesprochen. Außerdem ist bei der BMT davon die Rede, dass einzelne Programmanbieter zum Ausgleich von Versorgungslücken oder lokalen Inhalten weitere Füllsender in Betrieb nehmen können.

    In Österreich haben die "Multimedianetzbetreiber", also die Kabelnetzbetreiber, auf das Scheitern von DVB-T hingewiesen, nicht der ORF. So steht es zumindest in dem Newstext von digitalfernsehen.de. Der ORF sieht lediglich Schwierigkeiten bei der Finanzierung. Es ist also in Österreich genauso wie in Deutschland, dass die Kabellobby den neuen Konkurrenten nicht gerne sieht.

    Übrigens: Baden-Württemberg hat frühestens 2006 vor, DVB-T einzuführen. Die Einführung für 2005 ist lediglich für Bayern und einigen Gebieten in den "neuen" Ländern vorgesehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juni 2004
  5. Piktor

    Piktor Senior Member

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    AW: DVB-T nur für "Flachländer" ?

    @Leto:

    Auf meinen Wohnort bezogen ist das sogar korrekt. Obwohl der nächste Sender auf SSW liegt, kann ich sogar mit einer auf Ost bis Nordost ausgerichteten Antenne recht ordentlich empfangen.

    Aber ich kann Dir auch mehrere Täler im Bergischen Land nennen wo ohne Dachantenne überhaupt kein DVB-T empfangbar ist und das liegt nicht an der Entfernung vom Sender da es bereits auf dem nächsten Hügel keine Probleme mehr gibt.
    Die Gleichwellentechnik hat eindeutige Vorzüge aber kann auch nicht die Grenzen der Physik außer Kraft setzen. Damit Reflektionen das Signal verbessern können, müssen nämlich erstmal welche da sein.

    Gruß

    Piktor
     
  6. Terranus

    Terranus Moderator Mitarbeiter

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    AW: DVB-T nur für "Flachländer" ?

    Der Sender Bonn strahlt ja nicht rund, sondern nur in den Ballungsraum ein, von daher kann ich mir schon vorstellen, dass es in die andere Richtung schnell schwächer wird.
    Beim Wendelstein wird es sicherlich sehr interssant werden, wie sich vorallem im Inntal, wo das analoge Signal zwar gut ankommt, aber eben mit starkem Mehrwegeempfang. Mal sehen wie sich hier DVB-T macht.
    Warum ARD und ZDF nicht viel schneller ihre analogen Sender auch in der Fläche umstellt, bleibt ihr Geheimnis. Damit ließe sich ordentlich Geld sparen, denn die analoge Abstrahlung ist viel teuerer.
     
  7. dl2qb

    dl2qb Junior Member

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    AW: DVB-T nur für "Flachländer" ?

    Ihr tut alle so, als ob DVB-T die einzige Methode sei, um Fernsehen zu empfangen, da ist die Rede vom "Recht auf Grundversorgung" - schon richtig, aber das heißt nicht automatisch "Recht auf terrestrische Grundversorgung", will sagen, jedermann in den ländlichen, abgeschiedenen und/oder bergigen Gebieten konnte in der Vergangenheit, jetzt und auch in Zukunft jede Menge Fernsehsender in digitaler oder analoger Qualität empfangen. Gerade auf dem Land ist es doch so gut wie immer möglich, einen kleinen 60cm Spiegel in eine nach Süden zeigende Ecke zu hängen und alles ist klar. In der Stadt kann das schon manchmal schwieriger werden im 3. Stock in einer belebten Strasse und selbst dann geht es mit ein wenig Glück und Einfallsreichtum doch (ich praktiziere es mit einem 65cm Technisat Spiegel und CAM1plus DVB-S, der Spiegel ist von der Strasse aus nicht zu sehen, exzellenter Empfang, beste Qualität). Ich finde DVB-T ja technisch auch ganz interessant, sehe seine Stärken aber mehr im portablen oder mobilen Empfang (ich habe einen DigiPal LCD), während DVB-S dafür weniger, aber für den stationären Heimempfang umso besser geeignet ist. Warum denn einen Füllsender für die letzte Alm fordern, wenn es mit einem 60cm Spiegel oder weniger jetzt auch schon prima geht?
     
  8. globalsky

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    AW: DVB-T nur für "Flachländer" ?

    @dl2qb

    Ich gebe folgendes zu bedenken: Auch hier im ländlichen Raum ist es nicht überall erlaubt, Satelliten-Antennen anzubringen! Ich kenne im Raum Rosenheim viele Vermieter, die sagen, dass es vollkommen ausreicht, ARD, ZDF, Bayerisches Fernsehen, ORF 1, ORF 2, Sat.1, RTL, Tele 5, ProSieben und ATVplus zu empfangen. Ich kenne auch viele Familien, die sagen, dieses Angebot reicht uns vollkommen aus. Gerade auf den ORF möchten hier viele nicht verzichten und der wird über kurz oder lang auch im Kabel wohl nicht mehr ausgestrahlt werden. Gerade im ländlichen Raum sehe ich noch sehr viele terrestrische Antennen stehen, die noch immer in Betrieb sind. Beim letzten großen Hagelsturm in meiner Gegend im August 2003 haben sehr viele Hauseigentümer ihre Antennen komplett sanieren lassen, ohne eine Sat-Schüssel zu installieren. Und gerade hier sehe ich das Potential für DVB-T, wo mit den bestehenden Antennen ein dem Kabelnetz vergleichbares Angebot an TV-Programmen verfügbar gemacht wird, und das ohne zusätzliche monatliche Kosten!
     
  9. Kanalratte

    Kanalratte Silber Member

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    AW: DVB-T nur für "Flachländer" ?

    @ dl2qb

    Es ist ja schön und gut wie und was du alles empfängst. ;)

    Aber: Grundversorgung heisst auch und in erster Linie OTA!!!

    Denn als "Insasse" einer Wohnungsbaugesellschaft ist mir SAT untersagt.
    Und was meinst du wohl, was meine Frau sagt, wenn der Balkon "mit so einem Schrott" :D vollgestellt wird (Ich habe Angst!!!;) )

    Ich habe auch kein Interesse Kabelgesellschaften mit den bekannten intelektuell hochwertigen "Zusatzangeboten" (9 LIVE etc...) finanziell zu unterstützen; ergo bleibt nur DVB-T

    P.S. Eigentlich waren wir bei einer Diskussion über Berge, oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juni 2004
  10. Piktor

    Piktor Senior Member

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    AW: DVB-T nur für "Flachländer" ?

    Und Du tust so, als gelten die Nachteile von gebirgigen Regionen für Satellitenempfang weniger als für DVB-T.

    Das "so gut wie immer" ist genau der Punkt.
    Wir reden hier von den Regionen der Mittel und Hochgebirge und da haben sich genau wie überall sonst die Siedlungen entlang der Flüsse gebildet und die fließen nunmal in den Tälern und nicht entlang der Bergkuppen. Die Täler von denen ich sprach bieten keine freie Sicht nach Süden. Schon mal eine typische Gemeinde im Sauerland gesehen? Zwei Häuser auf der Bergkuppe, der Rest in einer Schlucht von weniger als 500m Breite. Bedenke, daß wir z.B. bei Astra einen Elovationswinkel von 27Grad bis 34 Grad einhalten müssen. Wie sollte das in so einer Situation gehen?
    Wir reden hier auch nicht unbedingt von der "letzten Alm". Städte wie Wuppertal demonstrieren bereits eindrucksvoll wie problematisch der Funkempfang in bergigen Regionen sein kann. Hier ist südlich der Wupper Satellitenempfang auch nur in den höhergelegenen Ortsteilen möglich. Die haben aber wenigstens ein Kabelnetz.

    Darf ich Dir ein Paar Adressen geben, denen Du mal erklärst wie man das ohne Gitterrohmast für 20 Kilo-Euro und ohne Aussicht auf Kabelanschluß macht? Keine Bange, einige davon sind weniger als 30km von Köln entfernt und dort leben keine Wölfe. :D

    Es gab immer einige bei denen der Wohnort funktechnisch problematisch ist und daran ändert sich selbst mit Satellitentechnik kaum etwas. Lediglich ob das pessimistische Szenario, eintreffen wird, mit dem dieser Thread eröffnet wurde, ist zu bezweifeln.


    Gruß

    Piktor
     

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