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DVB-T in Wohnanlage

Dieses Thema im Forum "Digital TV über die Hausantenne (DVB-T/DVB-T2)" wurde erstellt von ThomasW, 23. März 2005.

  1. ThomasW

    ThomasW Neuling

    Registriert seit:
    23. März 2005
    Beiträge:
    2
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    Suche Hilfe!!
    Wohne in einer Wohnanlage mit ca. 40 Einheiten. Bisher emfangen wir die analogen Programme über eine Gemeinschftsantenne. Ende Mai wird nun bei uns auf DVB-T umgestellt. Meine Frage: benötigt dann jeder Eigentümer oder Mieter für seine TV-Geräte einen Digitalreceiver oder gibt es eine Möglichkeit, die ganze Anlage zentral zu versorgen?
    Für Eure Hilfe wäre ich Dankbar.
    Grüße Thomas
     
  2. oli

    oli Platin Member

    Registriert seit:
    14. Januar 2001
    Beiträge:
    2.197
    Ort:
    München
    Technisches Equipment:
    adam S
    AW: DVB-T in Wohnanlage

    Man kann die Programme von Satellit abgreifen und analog in das Kabel einspeisen. Das braucht dann eine Kabelkopfstation. Ob der Vermieter das machen will ist fraglich, wenn er bis heute das nicht gemacht hat. Wenn du aber z.B. DVB-T ab Mai mit einer Zimmerantenne bekommst und aus der Antennenanlage des Vermieters keine Programme mehr kommen kann der Vermiter auch die Antenne nicht mehr auf die Nebenkosten umlegen.
    Denke jeder Mieter muß eine DVB-T Box kaufen, mit Zimmerantenne im besten Fall.
    cu Oli
     
  3. freulein

    freulein Junior Member

    Registriert seit:
    20. Januar 2005
    Beiträge:
    105
    AW: DVB-T in Wohnanlage

    Ich bin in einer ähnlichen Lage. 90-Parteien-Haus. Bisher terrestrische Antenne (ARD,ZDF,mdr3,ndr3) analog sowie noch eine Satanlage mit Transpondern, die ca. 8 weitere Programme ebenfalls analog ins Hausnetz einspeisen...
    Historie: Feb 2004 Ankündigung durch die Verwaltung, mit Einführung von DVB-T im Mai 2004 können "sie das auch sehen... heißt doch Überallfernsehen!". Im Mai 2005 konnte man natürlich nix sehen. Im Juni kümmerte ich mich drum. "Wie, das geht nicht?" Nö, vollautomatisch wohl nicht. Na ja gut, ich will jetzt nicht die ganze Dramatik hier anführen, wie Monat für Monat sich das alles verzögerte, und Dummheit sich mit Trägheit paarte, aber jetzt ist es soweit, seit zwei Tagen werkelt da ein Fernsehtechniker rum, der so leichtfertig gewesen ist, ein Angebot abzugeben für eine Einspeisung des Digitalsignals (D.h. eine "jede Partei ein Receiver"-Lösung), obwohl er damit völliges Neuland zu betreten scheint (Na ja, kriegt dafür 1500 Euro, sowas ist wohl verlockend).

    Dazu hätte ich also jetzt auch ein paar "Laien"-Fragen, in der Hoffnung, ein Experte möge vielleicht antworten:

    Der Dachantenne war eine Kopfstation nachgelagert, die eigentlich nur das HF-Signal verstärkte (Für die vier oben genannten Sender). Meine Idee, ein Ausrichten der Antenne auf die Digitalsender könnte vielleicht reichen, wurde belächelt, eine neue Kopfstation musste her (Hirschmann, Modell weiß ich jetzt nicht, noch was sie genau macht). Ist es wirklich so, daß ein Sendesignal, welches auf sagen wir mal 400 MHz ausgesendet wird, d.h. eine Welle mit dieser Frequenz, sich von einem anderen Sendesignal mit genau der gleichen Frequenz unterscheidet, nur weil einmal analoge Inhalte aufmoduliert sind, und ein anderes Mal digitale, und zwar so unterscheidet, daß für eine reine Verstärkungsaufbereitung eine ganz andere Elektronik benötigt wird?

    In der 9ten Etage wird das Signal (angeblich) eingespeist, schon in der 7ten Etage kommt nichts an... Ich tippe ja darauf, daß der Techniker sich in den Anschlüssen vertan hat, aber der erklärt es mit den vorhandenen "Verteilern", die eben "digital nicht können", und deswegen im ganzen Haus ersetzt werden müssen (wird wohl wieder ein Jahr dauern). Nun, analog "können sie super", auch hier meine Frage: Ist das plausibel, was mir da erzählt wird, oder tappt da noch jemand im Dunkeln (außer mir)?

    Im Grunde ist es also die Frage: Gibt es einen größeren Unterschied in den elektrischen Eigenschaften eines Sendersignals zwischen analogem und digitalem TV VOR der Demodulation, im HF-Signal? Weswegen man dann alle vorhandene Infrastruktur rausreißen muß weil sie "digital nicht kann"? Na, da haben wir aber wirklich Glück, daß die alten "analogen" ;) Standard-Yagiantennen alle "digital können"!

    ThomasW, derjenige, der bei Dir die Umstellung macht, wird Dir dann schon sagen, welche Lösung bei Dir zum Zuge kommt. Ich könnte aber fast wetten, daß eine Lösung, bei der Du keinen Receiver brauchst, wohl eher nicht zum Einsatz kommt. Bei so einer Lösung müssen ja praktisch 24 Transponder installiert sein (Empfänger/Sender-Umsetzer), die auch (wegen 24h-Dauerbetrieb) recht problemanfällig und wartungsintensiv sind (Bei unserer Satanlage z.B. ist ca. einmal pro Jahr ein Transponder defekt, und das sind nur ca. 8).
    Aus einigen Gesprächen mit Fachhändlern habe ich entnommen, daß die ganze Thematik (Mehrparteienhausverteiler für DVB-T) scheinbar noch extrem neu ist, und nicht viele Lösungen angeblich dazu überhaupt am Markt wären.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. März 2005
  4. _Berni_

    _Berni_ Junior Member

    Registriert seit:
    25. Oktober 2004
    Beiträge:
    106
    AW: DVB-T in Wohnanlage

    Wenn es nur darum geht zusätzlich in Eure Kopfstationslösung das DVB-T Dignal mit einzuspeisen sind 1500 EUR gut verdientes Geld.
    Jeder Teilnehmer kann dann an seiner Antennendose soviele DVB-T Receiver wie er möchte anschließen. paralell kann der komplette analoge teil der Anlage noch so lange weiter laufen bis nix mehr analog gesendet wird.

    Plus die analoge Kanalumsetzung per Satellit.

    Um die analog umgesetzten Sat Programme weiter empfangen zu können bräuchte man eine neue digitaltaugliche Kopfstation, die ist aber teurer als 1500 EUR, so ca. 500 EUR pro umgesetzten Kanal.
    Vermutlich ist die jetzt installierte Anlage so alt, dass sie mit den Frquenzen im oberen Bereich nicht sauber zurechtkommt, das ist bei alten Anlagen leider fast immer so.
    Da würde ein einfaches Neuausrichten der Antennen alleine nix bringen.
    Es müssen dann meistens alle Verstärker, Abzweiger und die Dosen, oftmals sogar das komplette Antennenkabel ausgetauscht werden.

    Rein theoretisch nicht, aber für DVB-T werden höhere Frequenzen benutzt, die vorher in der reinen analogen Zeit keine Bedeutung hatten, da wurde sogar oft um Störungen zu vermeiden Kanäle über K56 blockiert.
    Die Anlage muss in der Lage sein bis 900 Mhz problemlos zu arbeiten, von der Antenne bis zur Dose.
    Alles was das nicht kann muss raus, da sonst einige gemultiplexten Programmtransponder nicht zu empfangen sind. die Problematik wurde hier aber schon öfters beschrieben.

    Nein, wie schon gesagt, können die meisten alten Anlagen keine höheren Frequenzen übertragen, das wird dann heutzutage als nicht digitaltauglich beschrieben, das ist genauso ungenau beschrieben wie die Bezeichnung von analogen und digitalen LNBs, die alten analogen können nur die hohen Frequenzen nicht, das ist alles.
    Bei eurer alten Anlage muss der alte Krempel bis zu den Dosen raus, wenn Ihr Glück habt kann das alte Kabel drinnenbleiben.
    Die DVB-T Empfänger sind sehr empfindlich wenn es um Störeinstrahlungen von DECT Telefonen usw. geht. Die alten Kabel lassen da viel zu viel durch weil sie nur einfach geschirmt sind und außerdem in den höheren Frequenzen sehr stark dämpfen. Evtl. kann man das mit neuen Verstärkern und passend berechneten Dosen kompensieren.
    Einfach wird es nicht werden.
     
  5. digi-pet

    digi-pet Gold Member

    Registriert seit:
    3. Januar 2005
    Beiträge:
    1.792
    AW: DVB-T in Wohnanlage

    wie wärs denn mit dieser kostengünstigen Lösung :

    drei Grundprogramme werden analog umgewandelt
    und auf freie Kanäle in der Hausverteilanlage gesetzt -

    zusätzlich werden die DVB-t Signale direkt eingespeist -
    wer will kann sich dann settop box anschaffen
    und an die Antennedose anschliessen

    aber die drei grundprogramme sind so oder so mit jedem
    alten Fernseher über die Hausverteilung
    empfangbar
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2005
  6. hatron

    hatron Neuling

    Registriert seit:
    26. März 2005
    Beiträge:
    1
    AW: DVB-T in Wohnanlage

    Hallo zusammen,
    ich habe ein ähnliches Problem wie Thomas: In unserer Wohnanlage mit ca. 30 Parteien empfangen wir analog Programme über eine Gemeinschaftsantenne. Ab Ende Mai gibt es bei uns DVB-T. Meine Frage ist nun: Muss an unserer Dachantenne bzw. der nachgeschalteten Hardware etwas geändert werden oder landet das digitale Signal automatisch im Kabel, wo es jeder dann abgreifen kann? Dieser Fall wäre natürlich für den Vermieter der günstigste, da er keine weitere Arbeit hat, jeder Mieter sich jedoch eine Settop-Box besorgen muss.
    Für Euere Hilfe vielen Dank!
    Bernhard
     
  7. fischefr

    fischefr Silber Member

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    854** Lkr. Freising
    AW: DVB-T in Wohnanlage

    Bei der Umstellung ändert sich die Polarisation der Signale d.h. eine Neuausrichtung der Antenne wäre nötig für optimalen Empfang. Je nach Lage es es aber sein, dass auch ohne Änderungen an der Antenne der Empfang gut genug ist.
    Wie bereits erwähnt wurde, werden für DVB-T teilweise höhere Kanäle benutzt als für das analoge Antennenfernsehen. Sollte bei dir z. B. ein Verstärker eingebaut sein, der mit diesen höheren Kanälen nicht zurecht kommt (weil er sie schluckt oder nicht anständig verstärkt) müsste der ggf. ausgetauscht werden.
     
  8. Stoffi

    Stoffi Senior Member

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    AW: DVB-T in Wohnanlage

    Bei so grossen Hausgemeinschaften wird das meist so gemacht, das die vorhandene Terrestrische Verkabelung versucht wird, weitehrin zu nutzen...

    Wenn freulein nun postet, in der 9ten wird es eingespeist, aber in der 7ten kommt schon nichts an, dann hat das für mich folgende Ursachen:
    - Schwacher Verstärker
    - zu alte Kabel, die stark dämpfen

    Für eine DVB-T Einspeisung macht man folgendes:
    - UHF Antenne installieren und ausrichten ( je nach Empfangsort Vertikal bzw Horizontal)
    - Antennenverstärker montieren (47-862MHz)

    So, eine Umsetzeranlage, die hier auch kurz angesprochen wurde, kostet höllisch Kohle, die kaum ein Vermieter zahlen möchte!
    Ich persönlich find das sowieso traurig, das die meisten Vermieter sich nicht mal darum kümmern, das eine einheitliche vernünftige Empfangsanlage montiert wird... z.b. eine digitaltaugliche Sat-Anlage.... das kostet einmalig eine Menge Geld, aber wenn es vernünftig gemacht wird mit guten Komponenten (Spaun), dann hält die Anlage auch eine Ewigkeit. Und das Geld kann er schön über die Nebenkosten eintreiben (5-15€ monatlich für den Anschluss ist akzeptabel!)
     
  9. StefanG

    StefanG Wasserfall

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    7.784
    AW: DVB-T in Wohnanlage

    Wow, soviele Hausanlagen noch auf Terrestrik.

    Welche Gegend ist denn das?

    Das scheint ja mehr zu sein als hier im RheinMain Gebiet.

    Da gab es nicht solche Haufenweise Anfragen bei der Terrestrik - Umstellung Analog -> Digital.
     
  10. freulein

    freulein Junior Member

    Registriert seit:
    20. Januar 2005
    Beiträge:
    105
    AW: DVB-T in Wohnanlage

    Berni und die Anderen, vielen Dank für die Auskunft!

    Es kommt bei uns jetzt der Hirschmann CMU 119 zum Einsatz (Stoffi, der sollte nicht zu schwach sein). Das ist auch nur ein HF-Verstärker, egal ob analoge oder digitale Sender. Es sieht nun doch so aus, als würden die Sender, die auf 500 MHz oder darunter eingespeist werden, in bester Qualität auch inzwischen bis ins Erdgeschoß vordringen. Zum Erstaunen des Technikers, der im 7ten immer noch nichts findet, übrigens. Wir haben aber noch drei andere Bouqets auf 600, 650 sowie 780 MHz, die nicht zu sehen sind. Da kann es schon sein, daß, wie Du schriebst, die Dämpfung des Kabelsystems bei diesen Frequenzen zu hoch ist (oder aber der Techniker ist damit überfordert, das CMU 119 zu programmieren, was ich persönlich auch noch nicht ausschließen kann). Es ist aber alles schwer zu beurteilen, da der Techniker wie gesagt recht ahnungslos ist und sich obendrein von einem Laien wie mir nicht einfach vorschlagen lassen will, doch einmal mit genau definierten Testsignalen auf hohen Frequenzen, z.B. 800 MHz, die oben eingespeist werden, unten dann die Dämpfung zu messen (Stattdessen soll ein Hirschmann-Techniker eingeflogen werden). Hinzu kommt, daß wir zwei benachbarte Kanäle (K23 ZDF, K24 RTL) haben, für eine Nachbarkanaltauglichkeit aber besondere Modelle von Hirschmann gekauft werden müssen (N im Modellnamen), was hier offensichtlich auch versäumt wurde.

    Stoffi, was Du schreibst, schön und gut, aber in einem 90-Parteien-Hochhaus mit 10 Etagen ist ein Austausch aller Verteiler/Dosen/Kabel doch eine SCHWEINETEURE Angelegenheit, bei der erstmal hundertprozentig festgestellt werden sollte, ob es nicht andere Gründe für Probleme oder gar Workarounds gibt. Umso enttäuschter bin ich darüber, daß die alte Anlage (NICHT die Sat-Anlage, die ist separat) ausgebaut worden war, die nicht nur ein HF-Verstärker war, sondern noch zusätzlich scheinbar ein Kanalumsetzer, völlig OHNE überhaupt zu überprüfen, ob dieser nicht auch den Kanal K60 auf 780 MHz auf eine niedrigere, kabeltaugliche Frequenz hätte umsetzen können.

    StefanG: Gebiet Braunschweig/Wolfsburg
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. März 2005

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