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DVB-T: Bandbreite, DVB-S: Symbolrate, DVB-C: ???

Dieses Thema im Forum "Digital TV für Einsteiger" wurde erstellt von TGOS, 14. Juli 2010.

  1. TGOS

    TGOS Neuling

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    Sorry wenn das eine total blöde Frage ist, aber ich habe Google traktiert bis zum Exzess und kann einfach keine Antwort auf die Frage finden. Wenn man einen Kanal von Hand eingeben muss/möchte, statt einen kompletten Scan laufen zu lassen, dann muss man in der Regel nur ein paar einfache Parameter eingeben. Manche Empfänger können einige davon automatisch herausfinden, aber am schnellsten ist es immer noch, wenn man sie alle eingibt. Was ich dabei nicht verstehe, warum braucht man bei DVB-T die Frequenz und Bandbreite des Kanals (die ja 7 oder 8 MHz bei uns sein kann, aber in Taiwan z.B. bei DVB-T immer 6 MHz ist) und bei DVB-S braucht man aber die Frequenz und Symbolrate, die entweder 27500 oder 22000 ist bei den meisten Satelliten. Natürlich gibt es da noch weitere Parameter (bei DVB-S z.B. die Polarisation), aber mir geht es hauptsächlich um die Frage, warum einmal die "Bandbreite" und einmal die "Symbolrate".

    Bandbreite und Symbolrate sind ja keine voneinander unabhängigen Faktoren. Ich habe gesehen, es gibt Formeln um das eine in das andere umzurechnen (dazu muss man nur bestimmte Parameter der jeweiligen Übertragungstechnik kennen) und umgekehrt. D.h. man könnte doch in beiden Fällen die Symbolrate oder in beiden Fällen die Kanalbandbreite eingeben. Aus meiner Sicht macht die Kanalbandbreite am meisten Sinn, weil zusammen mit der Frequenz weiß ein Empfänger dann genau von wo bis wo im Frequenzspektrum der Kanal geht.

    Und weil ich mit DVB-C noch nie in Kontakt gekommen bin, wie sieht das üblicherweise bei DVB-C aus? Gibt man dort die Bandbreite oder die Symbolrate ein? Oder vielleicht weder noch, weil beides immer fest ist für jeden DVB-C Transponder?

    Wenn hier irgendjemand ein bisschen Licht ins Dunkle bringen könnte, wäre ich wirklich dankbar. Ich erwarte auch gar keine hoch technische Antwort, es geht mir hier nur um das prinzipielle Verständnis.
     
  2. Nelli22.08

    Nelli22.08 Lexikon

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    AW: DVB-T: Bandbreite, DVB-S: Symbolrate, DVB-C: ???

    Beim Kabel auch die Symbolrate, bei manuellen Suchlauf.
     
  3. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: DVB-T: Bandbreite, DVB-S: Symbolrate, DVB-C: ???

    Kurz gefasst ist das so: Bei DVB-S und DVB-C wird ein einziger Träger moduliert, hier hängt die benötigte Bandbreite direkt von der Symbolrate ab.
    DVB-T ist jedoch ein Vielträgerverfahren, da sind viel mehr Variationen möglich. Man hat verschiedene Kanalbandbreiten (hier schon 7MHz und 8MHz), es gibt einen 2k und einen 8k-Modus (Anzahl der einzelnen Träger), die Träger können QPSK, 16QAM oder 64QAM moduliert sein, es gibt Schutzintervalle etc. Der Demodulator findet anhand von Piloten etc. vieles selbst raus, jedoch muß er erst mal wissen, in welchem Bereich er analysieren soll.
    Tatsächlich ist das viel komplexer (insbesondere mit den ..2-Modulationen), ich habs aufs Nötigste zusammengestrickt.
    Klaus
     
  4. TGOS

    TGOS Neuling

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    AW: DVB-T: Bandbreite, DVB-S: Symbolrate, DVB-C: ???

    Das erklärt aber nur, warum man bei DVB-T nicht die Symbolrate angeben kann, weil sich von dieser nicht die Bandbreite ableiten lässt, daher muss man dort die Bandbreite direkt angeben. Soweit so gut.

    Es erklärt aber nicht, warum man bei DVB-C und DVB-S die Symbolrate angeben muss. Wenn sich die Bandbreite direkt von der Symbolrate ableitet, würden sich die Symbolrate auch direkt von der Bandbreite ableiten, ergo könnte ich auch bei diesen beiden die Bandbreite angeben, und er würde die Symbolrate eben daraus bestimmen.

    Wäre es nicht viel konsequenter bei allen Standards einfach immer die Bandbreite anzugeben und nie die Symbolrate?
     
  5. Marc!?

    Marc!? Lexikon

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    AW: DVB-T: Bandbreite, DVB-S: Symbolrate, DVB-C: ???

    Aus der Symbolrate kann man direkt die Datenrateberechnen. Natürlich hängt die Symbolrate von der Bandbreite ab, allerdings ist sie völlig unabhängig von anderen Parametern.
    Auch im Kabel gibt es mehrere Modulationstypen (64 Qam / 256 Qam) und Breiten (7Mhz/8Mhz).
    Bei DVB-T beträgt sie:

    7 Mhz 5,906 Msym/s
    8 Mhz 6,750 Msym/s
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2010
  6. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: DVB-T: Bandbreite, DVB-S: Symbolrate, DVB-C: ???

    Insbesondere im Kabel werden ja bei gleicher Kanalbandbreite durchaus unterschiedliche Symbolraten gefahren. Nun müsste da jeweils die tatsächlich belegte Bandbreite angegeben werden, was aber zu Verwirrung führen würde, weil ja alles in einen 8MHz-Kanal (gibt auch 7MHz-Kanäle, beim Satelliten entsprechend) gepackt wird. Daher ist die Angabe der Symbolrate, die letztendlich auch der Demodulator kennen muß, sinnvoller.

    Klaus
     
  7. TV_WW

    TV_WW Institution

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    AW: DVB-T: Bandbreite, DVB-S: Symbolrate, DVB-C: ???

    ...um die Sache noch komplizierter zu machen. Auch bei Satellitenübertragungen (DVB-S) gibt es unterschiedliche Bandbreiten.
    Bei Astra sind das z.B. 27 und 33 MHz breite Transponder, da werden Symbolraten von 22 MSym/s und 27,5 MSym/s verwendet.

    Ähh. Das sollte eher Ksym/s lauten, oder? Alternativ müsstest du ein Komma nach der ersten Stelle setzen, sonst lägen wir im Gigahertz-/Gigabitbereich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Juli 2010
  8. Marc!?

    Marc!? Lexikon

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    AW: DVB-T: Bandbreite, DVB-S: Symbolrate, DVB-C: ???

    Natürlich.

    Bei 36 Mhz TP sind es 30000 Msym/s.
     
  9. KlausAmSee

    KlausAmSee Talk-König

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    AW: DVB-T: Bandbreite, DVB-S: Symbolrate, DVB-C: ???

    Während beim Satelliten die Bandbreite meistens voll ausgeschöpft wird, werden im Kabel bei gleicher Kanalbandbreite unterschiedliche Symbolraten verwendet, abhängig davon, ob bei einem umgesetzen Satellitentransponder der Transportstrom in der Kopstelle mit Nullpaketen gestopft wird oder nicht.
     
  10. Marc!?

    Marc!? Lexikon

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    AW: DVB-T: Bandbreite, DVB-S: Symbolrate, DVB-C: ???

    KDG macht das genau umgekehrt.
     

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