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DVB-S2 - neue Modulation (8-PSK) für mehr Bitrate pro Megahertz!

Dieses Thema im Forum "Digital TV über Satellit (DVB-S)" wurde erstellt von Gummibaer, 16. März 2004.

  1. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
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    Ich hatte bis vorhin NOCH NIE davon gehört, aber ich finde es hochinteressant. Es hat sich in diesem thread so ergeben:
    http://213.203.224.61/forum/cgi-bin/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&f=41&t=000982#000012

    Weiss jemand, für wann die Einführung von DVB-S2 gegenüber DVB-S sein wird?

    Und auf welchen Satelliten testet Eutelsat dies bereits?

    Wozu zum Henker ist Rückwärtskompatibilität mit DVB-S angedacht?

    Wird es DVB-S2-TV-Karten für den PC bereits geben, bevor diverse Gesetze zu Benutzergängelungsmaßnahmen von der Medienindustrie bei der Regierung eingekauft wurden?

    Kurz zusammengefasst:
    DVB-S2 verwendest eine verbesserte Modulationsart und eine verbesserte Fehlerkorrektur. Dies erfordert natürlich auch neue Tuner. Also braucht man neue Geräte. Da man die für HDTV und neue Codecs wie H.264 AVC sowieso braucht, wäre es sinnvoll gleich alles auf einmal einzuführen:
    Übertragung via DVB-S2, Kompression H.264 AVC, Audio vorgeschriebenerweise AAC als AC3-Signal und D-A-Wandler, die 1920x1080p packen. Ach ja: die Farbtiefe sollte auch noch ein klein wenig erhöht werden.

    Dies wäre doch mal ein irre spannendes Thema für DigitalFernsehen.
     
  2. -Blockmaster-

    -Blockmaster- Wasserfall

    Registriert seit:
    21. Januar 2001
    Beiträge:
    9.020
    Ort:
    Deutschland / Hessen
    Damit Milliarden von Receivern nicht auf die Müllkippe müssen.
    Damit die TV Veranstalter nicht "doppelt" so viele Transpoder mieten müssen.

    Blockmaster
     
  3. Commander Keen

    Commander Keen Gold Member

    Registriert seit:
    31. Mai 2001
    Beiträge:
    1.695
    Ort:
    Bayern
    Naja,
    das ist so nicht richtig, man kann ja wie bisher parallel alle Systeme senden (so wie momentan bei analog und DVB).

    Was mich eher intressiert, wie man die Rückwärtskompatibilität realisieren will.
    Dieses PDF scheint das richtig zu erklären.
    So, wie es scheint, ist das Rückwärtskompatible DVB-S2 zunächst hauptsächlich normales DVB-S, das heisst ein normaler Receiver wird keinen Unterschied feststellen können, ausser, dass das C/N etwas höher sein muss...

    Zusätzlich ist aber noch ein BPSK Muster versteckt (ergibt also dann QPSK + BPSK = 8PSK).
    Dieses BPSK Muster kann dann der DVB-S2 Receiver auswerten.
    D.H. man kann einen Transponder somit nahezu doppelt nutzen, da der Sekundäre Strom auch noch eine bessere Fehlerkorrektur benutzt.

    Here
    the transport stream to be transmitted
    is split into a high-priority component
    (compatible with DVB-S) and a (noncompatible)
    low-priority component
    (FIG 5). The high-priority branch performs
    DVB-S channel coding, the noncompatible
    component is Turbo-coded.
    The 2-bit output symbols from the
    DVB-S branch (QPSK) are combined
    with a 1-bit symbol from the Turbo
    branch in the mapper and then transmitted
    with 8PSK modulation.
    The two constellation points of 8PSK
    modulation in the quadrant are now as
    close to each other as possible
     
  4. Robert Schlabbach

    Robert Schlabbach Talk-König

    Registriert seit:
    12. Juni 2003
    Beiträge:
    6.606
    Ort:
    Berlin
    Aus dem anderen Thread:

    Überleg' doch mal, was es vor 100 Jahren an Übertragungstechnik gab... In 100 Jahren dürfte sich noch einiges tun, da überträgt man dann vielleicht quantenmoduliertes holographisches Fernsehen inkl. raumfüllendem 3D-Audio, vielleicht auch endlich mit Geruch ;-) Der Fernseher ist dann ein kleines Zimmer, in dem man dann um seine Filmhelden drumherum laufen und ihnen über die Schulter gucken kann. Vielleicht kann man dann auch mit ihnen interagieren läc Das wäre doch mal was für die weiblichen Soap-Fans - dann können sie sich endlich aussuchen, wer wen kriegt winken
     
  5. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
    Von Geruchsfernsehen, von dem schon Jean Pütz in einer Hobbythek vor über 10 Jahren mal erzählt hat (evtl. am 1. April?) und 3D-Rundum-TV mit eingebautem Cybersex mal abgesehen:

    In dem Rhode & Schwarz-Dokument
    http://www.rohde-schwarz.com/WWW/Publicat.nsf/article/n174_sfq/$file/n174_sfq.pdf
    steht, dass das Turbo Coding (was aus Bescheuertheit mal wieder wegen der minimal höheren Kosten nicht genommen werden soll, wie es scheint, sondern was minimal billigeres) nahe an das Shannon Channel Capacity Limit heranreicht.

    Ich weiß zwar nicht, was das Shannon Limit besagt, aber ich vermute, es ist eine mathematische Beschreibung für die Datenmenge, die man in einem Frequenzband unterbringen kann.

    Bei den 56k-Modems ist dieses theoretische maximum schon lange erreicht, niemand wird bezweifeln, dass dies - dank der digitalen 64k/64k-Strecke dahinte - auch in 100 jahren nicht überboten werden kann.

    Ich Bin mir verdammt sicher, dass man bei DVB-S da nun verdammt nahe dran ist, einzig die Audio- und Videocodecs könnte man noch verbessern.

    z.B. könnte man Audio so komprimieren, dass man es in ASCII-Text wandelt und diesen dann wieder synthetisch ausgibt, wobei es mehrere parametrierbare Voices geben könnte, die - einmal eingestellt - dann ca. der Stimme des ursprünglichen Sprecher entsprechen. Dazu müsste dann noch ein komprimiertes Steuerzeichenformat für die Lautstärke, Tonlage, Betonung, etc.

    Video könnte eines Tages in Vektorgrafiken zerlegt werden, damit kann man dann ausserdem auch gleich ohne nenenswerte Verluste ein PAL-Bild auf die Hauswand des Nachbarn projizieren.

    Aber das wird noch einige Jahrzehnte dauern, in den bevorstehenden 10-15 Jahren wird man sich auf das verbessern der normalen Video-Codecs konzentrieren.
     
  6. Gummibaer

    Gummibaer Platin Member

    Registriert seit:
    10. März 2003
    Beiträge:
    2.375
    Das ist EXTREM kurzsichtig gedacht: Nur weil man mit reinen 8PSK oder 16QAM-Transpondern anfängt, muss man ja nicht die alten QPSK-Transponder abschalten.
    Alte Receiver gehen also weiterhin. Es muss ja nicht so bleiben, dass ein Sender immer ganze Transponder mietet, einen Bruchteil pro Programm von jeder Transpondersorte und gut ist.

    Einzig, wenn die Option vorgesehen wäre, eines Tages den Rückwärtskompatiblem Modus zugunsten besserer Frequenznutzung dann doch noch wegfallen lassen zu können, würde das (aber auch nur halbwegs) Sinn machen.

    Wenn ich wählen würde, würde ich für 8-PSK mit Turbo-Coding (also das Beste) stimmen. Falls 16-QAM via Sat auch machbar ist, dann dafür.

    (Ihr merkt schon: ich bin dank PAL, Interlace, STDV-Auflösung usw. legacy-geschädigt und will nur noch das Beste forcieren läc )
     
  7. Commander Keen

    Commander Keen Gold Member

    Registriert seit:
    31. Mai 2001
    Beiträge:
    1.695
    Ort:
    Bayern
    Das macht man z.B. beim Mobilfunk schon lange, eignet sich aber nur für Sprache.
    Allerdings funzen die in Europa verwendeten Sprachcodecs nicht recht in Asien, da die eine andere Aussprache haben.
     
  8. Henning 0

    Henning 0 Guest

    Zu dieser Modulationsart - neu ist die übrigens nicht - gab es vor einer Weile einen ausführlichen Artikel in einer Zeitung.
    Die notwendige Technik ist extrem teuer - sowohl auf der Sender- als auch auf der Empfängerseite.
    Es ist absolut nicht geplant, sie für den privaten Bereich zu nutzen. Lediglich intern soll sie für Übertragungen von Studio zu Studio vereinzelt eingesetzt werden.
    Also keine Panik, unsere derzeitige Technik bleibt uns erhalten.
    Wir brauchen auch keine neuen Autos, nur weil es Kerosin gibt.
     
  9. whitman

    whitman Wasserfall

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    Geruchsfernsehen ist nicht leicht zu realisieren. So benötigt man ja Geruchsgrundstoffe, die man nachfüllen muss. Aber was nimmt man da?

    Nicht schlecht. Shannon hat in den Belllabs einges zum Informatiuons/Kommunkationstherie beigetragen. Das häuft genannte Shannon-Theorem beschreibt die maximale Übertragungsrate in bit/s in Abhängigkeit von der Bandbreite und dem Rauschen einer Übertragungsleitung.

    Bei den Modems wurde nach dem maximum von V.34 ein technischer Trick benutzt, um dem Shannons Abtasttheorem zu entkommen. Dieses gilt, da man die analogen Leitungen zum Endkunden in der Vermittlungsstelle digitalisiert (mit eben 8KHz / 64 Kbit/s. Das von ihm aufgestellte Abtasttheorem besagt, dass die erforderliche Abtastrate eines Signals mindestens das doppelte der höchsten Signalfrequenz sein muss. In diesem Fall war mit V.34+ (33,600 Kbit/S durch ein paar kleinere Tricks) eigentlich das Ende erreicht. Indem man jedoch die die Technik umkrempelte konnte man die 56 Kbit/s erreichen.
    Daher kann man den Vergleich überhaupt nicht gelten lassen.


    Als ASCII Text ist keine gute Idee, da es dem Mensch nicht entspreicht. Es gibt jedoch Vocoder, die man locker mit 2,4 KBit/s nutzen kann, jedoch hört man bei diesen Datenraten keine Sprecherspezifischen Sachen. Bei GSM (mit 9,6 Kbit/s) ist dies schon besser im Griff.
    Aber das Problem dabei stellt noch Musik da, das dieses Techniken auf die Sprache zugeschnitten sind.

    Ich weiß nicht ob man aus einem Pixelbild eine brauchbare Verktorgrafik erzeugen kann. Jedoch wird in den nächsten MPEG Standards (z.B. MPEG-7) mehr auf Objecte gesetzt, aber wer weiß, wann das rauchbar ist.

    whitman
     
  10. sderrick

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